Josua 11

In Kapitel 11 lesen wir, dass die Könige aus dem Norden des Landes eine Allianz gegen Israel bilden. Rein menschlich betrachtet, ist das sehr bedrohlich. Doch der Herr sagt Israel seine Hilfe zu. ER wird die Feinde besiegen. Das ist aber kein Grund für Israel untätig zu sein. Ganz im Gegenteil. Wir lesen wie sie dann unter der Führung Josuas genau das tun, was der Herr auch schon durch Mose angeordnet hatte.

Abschließend lesen wir, dass Gott die Herzen der Feinde so führt, dass sie nicht den Frieden suchen, sondern den Kampf, durch den sie dann untergehen, so dass Israel das Land einnehmen kann.

  • In all dem sehen wir, dass wir uns einerseits auf den Herrn verlassen können, dies aber andererseits nie dazu führen darf, dass wir untätig werden.
  • Wir tun gut daran, Gottes Verheißungen und Anordnungen gut zu kennen und danach zu leben. Dabei ist es natürlich wichtig, dass wir immer prüfen, welche Verheißungen uns gelten bzw wie wir danach leben sollten.
  • Nur so werden wir dann Bücher wie Josua richtig auf uns anwenden, denn wir haben ja z.B. nicht den Auftrag, Feinde zu töten. In unserem heilsgeschichtlichen Kontext geht es darum, Feinde zu lieben, aber eben keine gemeinsame Sache mit den Gottlosen zu machen, sondern konsequent für den Herrn zu leben und seinen Geboten zu folgen.

 

Apostelgeschichte 13

Von Antiochia aus, werden Saulus und Barnabas ausgesandt, wobei unklar ist, wie genau der Heilige Geist dies angeordnet hatte. Klar ist auf jeden Fall, dass dies der Wille Gottes war.

Zu Beginn ihrer Missionsreisen kommen Saulus und Barnabas nach Zypern, der Heimat des Barnabas (siehe Apg 4). Auf Zypern erleben sie unterschiedliche Reaktionen von Menschen, die aus dem Irrglauben und der Zauberei kommen. Während Barjesus zum Glauben kommt, widersteht Elymas den Christen. Ähnlich wie zuvor Saulus, wird er mit Blindheit geschlagen. Doch dieses Mal führt das (wahrscheinlich) nicht dazu, dass er selber geistlich sehend (also bekehrt) wird. Vielmehr wirkt seine Blindheit als Zeichen für den Statthalter, der so zum Glauben kommt.

 

Die Missionsreise geht weiter bis nach Antiochia in Pisidien. Dort lesen wir einen ersten Predigtbericht von Paulus. Er zitiert aus dem AT und zeigt so, dass Jesus der ist, auf den das AT hinweist und er warnt mit Hilfe des ATs vor dem Unglauben. Doch einige Juden stellen sich gegen Paulus … aus Neid! Und so passiert dann das, was von da an zum Standardprozedere werden wird. Wenn die Juden Paulus entgegenstehen geht er halt zu den Heiden. Das war ganz offensichtlich nicht seine Idee, sondern Gottes guter Plan … und so kommt es, wie es kommen musste. Paulus predigt den Heiden das Evangelium: „13:48-49  48 Als das die Heiden hörten, wurden sie froh und priesen das Wort des Herrn, und alle wurden gläubig, die zum ewigen Leben bestimmt waren.  49 Und das Wort des Herrn breitete sich aus in der ganzen Gegend.“

  • Beachtenswert ist hier, dass es ganz offensichtlich eine „Bestimmung“ von Gott gibt, die ursächlich dafür ist, dass Menschen das Evangelium im Glauben annehmen.
  • Das entlässt die Evangeliumszeugen aber nicht aus ihrer Verantwortung, das Evangelium weiterzusagen. Denn das ist der Weg, wie Gott die Auserwählten zum Glauben bringt. Der Glaube kommt aus der Predigt.

Das Kapitel schließt mit einem weiteren Bericht über die zweigeteilte Reaktion, die das verkündigte Evangelium hervorruft: 1. das Evangelium breitet sich aus; 2. der Widerstand ist gleichzeitig auch sehr real. Genau das hatte Jesus ja auch angekündigt.

Schließlich sehen wir, dass die Jünger tun, was Jesus sie gelehrt hatte „13:51  Sie aber schüttelten den Staub von ihren Füßen zum Zeugnis gegen sie und kamen nach Ikonion.“ (vergl z.B. Lk 9:5 Und wenn sie euch nicht aufnehmen, dann geht fort aus dieser Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen zu einem Zeugnis gegen sie.).

  • Auch wir müssen damit rechnen, dass das Evangelium gegensätzliche Reaktionen hervorbringen kann. Wann es dann an der Zeit ist, einen Evangelisationsversuch abzubrechen, ist manchmal schwer zu erkennen.
  • Klar ist aber, dass es manchmal einfach sinnvoller ist, weiter zu ziehen.

Josua 10

In Kapitel 10 lesen wir von anderen Königen im Süden, die sich nun gegen die Gibeoniter vereinen. Sie hatten wohl kaum erwartet, dass Israel den Täuschern helfen würde. Doch genau das geschieht und so kann Josua gleich 5 Könige und Königreiche auf einen Schlag besiegen. Ganz deutlich ist dabei, dass Gott auf der Seite Israels kämpft. Erst lässt er Steine (oder Hagel?) regnen und dann bleibt die Sonne stehen, damit Josua die Feinde komplett besiegen kann.

  • Gott tritt für Sein Volk ein!

Im Fortgang wird dann in Echo-Form über weitere erfolgreiche Kämpfe der Israeliten berichtet. Das klingt für unsere Ohren sicher sehr hart. Aber letztendlich muss uns klar sein, dass alle Gottlosen eines Tages für ihre Gottlosigkeit gerichtet werden. Und das Gericht vor dem Thron Gottes ist um ein vielfaches schlimmer, wie das, was den Städten durch die Truppen Josuas geschah.

Der Zorn Gottes über die Gottlosen ist real. Doch gleichzeitig gilt seine allgemeine Menschenliebe und deshalb ruft der HERR uns dazu auf, die Gottlosen zu Gott zu rufen. Wer dann im Glauben zum HERRN kommt, muss nichts mehr fürchten, sondern darf für alle Zeit Gottes Gnade genießen.

  • Wir tun gut daran zu bedenken, dass wir ja auch einst gottlose Heiden waren. Auch wir hätten das harte Gericht verdient gehabt. Aber in seiner großen Gnade dürfen wir mit Gott versöhnt leben … und das für alle Ewigkeit!

 

Apostelgeschichte 12

Kapitel 12 wirkt wie ein Einschub. Hier wird wohl etwas beschrieben, was parallel zu den Ereignissen geschah, die uns in den Kapiteln davor und danach beschrieben werden. Was die Berichte inhaltlich verbindet ist wohl vor allem, dass Gott jeweils als der Souverän über alle Dinge erkennbar ist. Konkret lesen wir hier von der Christenverfolgung durch Herodes. Gleich zu Beginn wird von der Misshandlung und Ermordung des Jakobus berichtet. Vor diesem Hintergrund lesen wir dann von der Verhaftung des Petrus. Somit ist klar, dass das eine lebensbedrohliche Situation war.

  • Und vor diesem Hintergrund sehen wir dann, wie der allmächtige Gott weit über all diesen Dingen steht und auch Könige ihm nichts entgegenzusetzen haben.

Petrus wird durch einen Engel befreit und entkommt unversehrt. Dafür werden dann die Wachen zur Rechenschaft gezogen und von Herodes gerichtet – bevor dann Gott selbst den Herodes hinrichtet. Und so scheitern seine bösen Pläne – denn Gottes guter Plan ist unaufhaltsam: „12:24  Und das Wort Gottes wuchs und breitete sich aus.“

  • Dieser Bericht sollte uns ermutigen und in unser Gottvertrauen stärken.
    • Gott ist stärker selbst als die gefährlichsten Menschen!
    • Er weiß die Seinen zu beschützen und Seinen guten Plan auszuführen.

Am Ende von Kapitel 12 kommen dann wieder Barnabas und Saulus ins Blickfeld. Vers 25 scheint dabei nun wieder an das Ende von Kapitel 11 anzuknüpfen.

Josua 9

In Kapitel 9 sehen wir, dass Josua und das ganze Volk von den Gibeonitern getäuscht wird. Sie fürchten Israel und täuschen deshalb vor, selber ein Volk aus einem fernen Land zu sein, so dass auf sie nicht der Bann zutreffen würde, der den Völkern galt, die im gelobten Land wohnten.

Die List der Gibeoniter ist eine hilfreiche Ermahnung. Nicht jeder, der zur Gemeinde gehören will, kommt, weil er/sie Gott anbeten will. Die Nächstenliebe und Sorge füreinander, die eine christliche Gemeinde auszeichnen sollte, kann auch für Ungläubige attraktiv sein. Deshalb sollten wir immer nach besten Möglichkeiten darauf hören, was uns Leute in Aufnahmegesprächen sagen. Sonst dominieren irgendwann die „Gibeoniter“ die Gemeinde und wir werden ein netter Verein, aber sind dann eben nicht mehr Leib Christi. Deshalb ist Mitgliedschaft und ein sorgfältiges Aufnahme- und ggf auch Ausschlussprozedere durchaus richtig und wichtig!

  • Und wir sollten nie vergessen, Gott zu befragen. Gebet schützt vor falschen Entscheidungen (v.14).

Gleichzeitig dürfen wir aber auch gelassen darauf vertrauen, dass, selbst wenn Menschen uns täuschen, Gott sich nicht täuschen lässt und immer noch Alles im Griff hat. Das wird dann auch im Fortgang des Berichts in Kapitel 10 deutlich. Aber dazu kommen wir morgen.

 

Apostelgeschichte 11

In den ersten 18 Versen von Kapitel 11 lesen wir eine Zusammenfassung der Ereignisse, die uns bereits in Kapitel 10 beschrieben wurden. Nachdem Petrus von Cäsarea nach Jerusalem zurückkam, musste er sich vor den anderen Aposteln rechtfertigen. Hier wird deutlich, dass den Juden-Christen anfänglich nicht klar war, dass das das Evangelium tatsächlich die frohe Botschaft für die ganze Welt ist. So wird Petrus kritisiert und in Frage gestellt, weil er den Heiden das Evangelium gebracht hat. Doch Petrus kann das erklären und so erkennen dann auch die Juden-Christen in Jerusalem an, dass das Evangelium tatsächlich eine globale Botschaft ist.

Ab Vers 18 lesen wir dann, wie das Evangelium zu Juden und Heiden in Antiochia kommt. Dort werden die Gläubigen zum ersten Mal CHRISTEN genannt. Das ist überhaupt eine von nur zwei Stellen in der Bibel (die andere ist Apg 26,28), in der die Gläubigen Christen genannt werden. Der Begriff ist aber natürlich sehr gut, denn es macht deutlich, dass wir zum Christus gehören und ihm nachfolgen. Wiederum wirft die Frage der Bekehrung vieler Heiden Fragen in Jerusalem auf. Jetzt wird klar, Kornelius war kein Sonderfall und so kommen dann Barnabas und Paulus als Lehrer nach Antiochia, um die Bekehrten zu lehren.

  • Auch das ist ein gutes und wichtiges Prinzip. Bekehrte sollen gelehrt werden. Darüber haben wir ja gerade am Sonntag (in den GoDis um 12 & 19 Uhr) nachgedacht … wir sollen Jünger machen und dazu gehört, dass wir sie lehren zu halten, alles was Jesus uns befohlen hat (Mt 28,20)

Ab Vers 27 lesen wir dann von den Propheten aus Jerusalem und vor allem von Agabus und seiner Ankündigung einer Hungersnot. Scheinbar hat er als NT Prophet eine etwas andere Funktion als die AT Propheten, die primär eine „christologische“ Funktion hatten. Hier sehen lesen wir von der Vorhersage bestimmter Ereignisse und von „Ermutigung & Lehre“.

Bei allen berechtigten Fragen die man über die Rolle von Agabus haben kann, sollten wir aber einige andere Dinge nicht übersehen, die uns in diesen Versen berichtet werden.

  • Die Christen in Antiochia nehmen sehr bewusst Anteil am Leben ihrer Glaubensgeschwister weit über ihre Gemeinde- und Stadtgrenze hinaus. Wenngleich Gott Christen also in lokalen Gemeinden sammelt, so sollten wir doch auch immer im Blick haben, dass das Reich Gottes viel größer ist.
  • Zum anderen lesen wir hier nun, dass die Gaben der Christen aus Antiochia zu den Ältesten der Gemeinde in Jerusalem gesandt werden, die nun scheinbar die Rolle der Apostel übernommen haben. Wir sehen hier also, dass es zwar Ähnlichkeiten zwischen diesen Ämtern gibt, aber wohl auch Unterschiede. Die Apostel waren die Gründer und haben die dogmatische Grundlage gelegt (die wir ja heute auch noch durch ihr Zeugnis im Neuen Testament haben). Aber die Leitung der Gemeinde ist dann die Verantwortung der Ältesten, die wohl irgendwann nach der Einsetzung der Diakone in Apg 6 eingesetzt wurden.

Josua 8

Nach dem Fehlversuch und der Bestrafung des Schuldigen (Achan), gibt Gott Ai in die Hand der Israeliten. Und jetzt gibt ER Israel auch die Erlaubnis, Beute zu machen.

  • Wenn Achan doch nur Geduld gehabt hätte, dann hätte er den Segen erfahren, anstatt wegen seiner Gier und seines Ungehorsams zu sterben.
  • Das ist eine hilfreiche Ermahnung für uns, geduldig auf die richtige Zeit zu warten und Dinge nicht (entgegen dem Willen Gottes) in die eigene Hand zu nehmen.

Nach dem Sieg zeigt dann Josua, dass er nicht nur militärisch-strategisches Geschick hat, sondern auch ein guter geistlicher Leiter ist. Anbetung und Unterweisung der Gemeinde folgen nach der siegreichen Schlacht. Dabei liest er das ganze Gesetz (evtl alle 5 Mose-Bücher) und alle, inkl Kinder, hören zu.

  • Das darf uns herausfordern uns zu hinterfragen, wie viel Zeit wir dem Wort Gottes widmen und was wir diesbezüglich unseren Kindern zutrauen.

 

Apostelgeschichte 10

Gleich zu Beginn des Berichts über die Bekehrung des Kornelius, lesen wir von Gottes unmittelbares Eingreifen sowohl im Leben von Kornelius, wie auch bei Petrus. Zuerst hat der gottesfürchtige Heide Kornelius eine Engelserscheinung und dann hat Petrus ebenfalls eine Vision.

  • Auch wenn dies hier nicht explizit erwähnt wird ist offensichtlich, wie Gott alles arrangiert und lenkt.

Interessant finde ich, wie Petrus mit der Vision umgeht. Er isst keines der Tiere, von denen er aus Gottes Wort weiß, dass sie unrein sind. Er weiß sich so klar an Gottes Wort gebunden, dass er danach handelt, selbst wenn ihm die Vision scheinbar etwas Anderes sagt. Aber gerade dadurch, dass er sich eben nicht einfach über das Wort Gottes hinwegsetzt, kann er dann verstehen, was Gott ihm wirklich sagen will. Und so versteht er dann letztendlich, dass es Gott nicht um die Speise ging, sondern um Kornelius und die Heiden.

  • Neben dem souveränen Wirken sehen wir hier also auch, wie Gott den Gehorsam des Petrus gebraucht.

Und so kommt Petrus dann nach Cäsarea und predigt dem Kornelius und seinen Freunden das Evangelium. Dabei erlebt er dann ein weiteres Mal, wie sich das Pfingstwunder wiederholt. Der Heilige Geist fällt auf die Zuhörer der Predigt des Petrus und das wird dadurch für Petrus zweifelsfrei dokumentiert, dass die Menschen anfangen, in Zungen zu reden.

Hier erreicht das Evangelium nun die dritte Etappe, entsprechend der Verheißung Jesu aus Apg 1,8. Nach Jerusalem und Judaä & Samarien, kommt nun das Evangelium auch zu den Heiden.

  • Gottes Wort ist für alle Menschen. Und wir brauchen keine besonderen Visionen um zu wissen, dass auch wir freimütig aller Welt das Evangelium predigen sollten, das ja auch uns einst von treuen Gläubigen verkündet wurde.
  • Lasst uns das treu und mutig tun!

Josua 7

In diesem Kapitel sehen wir was passieren kann, wenn man Gott untreu wird.  Er ist schockierend (aber leider nicht überraschend – wenn ich mein eigenes Herz betrachte), wie schnell Israel (bzw konkret Achan) Gott untreu wird. Im ersten Moment konnte man noch denken, dass die Niederlage in Ai damit zu tun hatte, dass die Israeliten sich jetzt auf ihre eigene Kraft verließen und deshalb nur ein kleines Heer in die Schlacht schickte. Aber Gott macht deutlich, dass das Problem woanders liegt und ein Mann gegen Gottes klare Anweisungen verstoßen hatte.

Bedenkenswert ist dabei, dass die Sünde des Einen erstmal Auswirkungen auf das ganze Volk hat. So ist das auch in der Gemeinde. Ein Sünder, den man gewähren lässt, schadet der ganzen Gemeinde. Und da wir aufeinander Acht haben sollen, führt die Missachtung dieses Gebots eben auch dazu, dass Gottes Zorn über die Sünde Auswirkungen auf alle hat.

Doch Gott ist eben vor allem auch ein Gott der Gnade und so richtet er letztendlich nicht das ganze Volk. Anstatt den Bund aufzulösen, straft Gott nur den Einen, der gesündigt hat. Und Israel tut nun, was zu tun ist. Der Mann, der den Tod von ca. 36 Kriegern zu verantworten hat und der sich so eindeutig gegen Gottes Gebot gestellt hat, muss jedoch sterben.

  • Das mag trotzdem für unsere Ohren grausam klingen. Aber Gott ist ein gerechter Richter und letztendlich ist dieses Gericht nur ein blasser Schatten von dem Gericht, dass alle erwartet, die Gottes Wort missachten und sich gegen ihn stellen, es sei denn, dass sie aufgrund von Gottes großer Gnade an Jesus Christus als ihren Retter und Herrn glauben. Denn dann hat Jesus das Gericht, dass wir genauso wie Achan verdient hätten, auf sich genommen.
  • Ich bin sehr dankbar, dass ich nicht für meine Sünden sterben muss, weil Jesus meine Schuld auf sich genommen hat.

 

Apostelgeschichte 9

In diesem Kapitel lesen wir von einer ganz besonderen Bekehrungsgeschichte, nämlich der des Paulus. Dabei sehen wir, dass Bekehrung das souveräne Werk Gottes ist. Saulus sucht nicht nach Christus. Er sucht Christen, um sie einzusperren. Und dann findet Christus ihn und wirft ihn zu Boden. Er lässt Saulus physisch erleben, was auf ihn in geistlicher Hinsicht schon immer zutraf – er wird blind. Und dann sendet der Herr ihm einen Evangelisten und die Verkündigung des Evangeliums macht den Blinden sehend.

  • Interessant ist, dass Gott trotz seines direkten Eingreifens eben doch einen Menschen gebraucht, um Saulus das Evangelium zu offenbaren. Wie dann in Kapitel 10 auch bei Kornelius so sehen wir auch hier, dass Gott immer Menschen gebraucht, um Menschen zu erreichen.

Der frisch bekehrte Saulus wird dann gleich zu einem fleißigen Evangelisten. Gott gebraucht dabei seine gute Vorbildung als Mann, der das AT sicher sehr gut kannte.

Am Ende des Kapitels kommt dann Petrus wieder ins Bild. Er ist nun nicht mehr in Jerusalem und wird von Gott so geführt, dass in am Ende desKapitels in Joppe ist.

Josua 6

Gleich zu Beginn des Berichts von der Eroberung Jerichos macht Gott deutlich, dass ER den Krieg führt und den Sieg schenkt! Und Josua darf das erleben, was ihn sicherlich weiter dabei hilft „mutig und unverzagt“ zu sein … aber es hat sicher eben auch Mut erfordert, den Plan Gottes so auszuführen.

Ich frage mich, was das Volk dachte, als Josua ihnen sagte, dass sie täglich um die Stadt ziehen sollten. Ich denke, dass ich mir schon die Frage gestellt hätte, was das alles soll. Letztendlich ist das ein Glaubenstest. Und das Volk besteht den Test. Sie tun, was ihnen gesagt wird und dürfen so erleben, dass Gott ihnen die Stadt gibt.

Nur die Hure Rahab und Ihr Haus werden gerettet. So kann sie dann zur Ur-ur-Oma von König David und damit auch zur Vorfahrin des Herrn Jesus werden.

  • Nun wird von uns niemand verlangen, um Städte zu ziehen – aber trotzdem wird auch unser Glaube immer mal wieder herausgefordert. Von daher hoffe ich, dass uns dieser Bericht dazu ermutigt, treu im Glaubensgehorsam zu leben, auch wenn wir mal nicht ganz verstehen, warum Gott bestimmte Dinge von uns fordert.

 

Apostelgeschichte 8

Zu Beginn des 8. Kapitels sehen wir, dass die Steinigung des Stephanus der Auftakt zur ersten größeren Christenverfolgung in Jerusalem war. Dabei nimmt der spätere Apostel Paulus eine sehr aktive Rolle ein. Voller Hass verfolgt er die Christen. Die Verfolgung führt dann genau dazu, dass das geschieht, was Jesus verheißen hatte. Das Evangelium breitet sich nun weit über die Grenzen Jerusalems hinaus aus.

So wie Jesus es vor seiner Himmelfahrt verkündet hatte, sind seine so nun zerstreuten Jünger nun also seine Zeugen, nicht nur in Jerusalem und ganz Judäa, sondern auch in Samaria. Dabei kommt nun mit Philippus – nach Stephanus in Kap 6-7 – ein zweiter Diakon ins Blickfeld.

Die Annahme des Evangeliums durch das Mischvolk der Samariter wirft die Frage auf, für wen das Evangelium ist.

  • Für uns mag diese Frage seltsam klingen – aber damals kam man aus einer langen Zeit der klaren Trennung des physisch-ethisch Gottesvolkes und der Heiden.
  • Dass diese Trennung nun zumindest im Hinblick auf das Mischvolk der Samariter (jüdische Wurzeln vermischt mit heidnischen Einflüssen) aufgehoben war, musste Gott ganz deutlich machen. Dazu arrangiert der Herr es so, dass erst die Apostel kommen und diese dann quasi eine Wiederholung des Pfingstfestes für die Samariter miterleben. Das stoppt alle Fragen und Zweifel.

Aber die grundsätzliche Problematik gibt es auch heute noch. So wie die Juden-Christen damals im Hinblick auf die Heiden, gibt es sicher auch heute bei vielen Christen und Gemeinden Vorbehalte dagegen, bestimmte Leute anzunehmen, wenn diese bezeugen, dass sie gläubig geworden sind, weil eben auch heute noch manchmal – zumindest unterschwellig – gedacht wird, dass manche Menschen es nicht verdienen, gerettet zu werden.

  • Ich wünsche uns eine „undifferenzierte“ Liebe zu allen Verlorenen, so dass wir ohne jede Einschränkung immer und jedem Zeugnis geben.

Im Fortgang lesen wir davon, dass Philippus auf zwei interessante Personen trifft. Erst den Zauberer Simon und später auf den Kämmerer.

  • Simons Glaube ist wahrscheinlich nicht wirklich echt. „Er wurde gläubig und ließ sich taufen“ (v.13) könnte durchaus einfach nur die menschliche Ebene sein, d.h. er sagt das und handelte entsprechend und man hielt ihn für gläubig. Evtl war er aber weniger von seiner Sündhaftigkeit betroffen und tat deshalb ehrliche Buße, als dass er von den Wundern fasziniert war, die in Jesu Namen vollbracht wurden. Das könnte also ein klassisches Beispiel für jemanden sein, der sich zu etwas anderem als dem Evangelium vom Retter und Herrn Jesus Christus bekehrt hat.

Schließlich darf Philippus erleben, wie Gott ihn direkt zu einem „Suchenden“ führt. Es ist ein wenig unklar, wo der Kämmerer im Hinblick auf Gott steht? Ist er ein Proselyt (als ein vom Heidentum zum jüdischen glauben übergetretener)? Wahrscheinlich schon, sonst wäre Kornelius ja nicht der erste Heide, der zum Glauben kommt und vor allem hätte der Kämmerer sonst sicher nicht viel Geld ausgegeben, um eine jüdische Schriftrolle zu erwerben, die sicher sehr teuer war. Er liest im Buch des Propheten Jesaja und zwar im 4. Gottesknechtslied.

Das wirft bei ihm Fragen auf, denn er versteht nicht, von wem Jesaja hier schreibt. Diese Frage stellen sich sicher auch heute noch viele Juden … wenn sie denn diesen Text lesen. Philippus erklärt, dass Jesaja schon 700 Jahre vor Christi Geburt vom Leben und Werk Jesu zeugt und der Kämmerer fängt an, an Jesus zu glauben. Das weckt in ihm das Verlangen, sich dann auch in der Taufe zu Jesus zu bekennen.

Josua 5

Zu Beginn von Kapitel 5 erfahren wir, dass die Israeliten, die in der Wüste geboren worden, nicht beschnitten waren. Das ist überraschend, denn immerhin hat Mose ja einst ein sehr drastisches Erlebnis gehabt und erfahren, wie wichtig gerade in diesem Bereich der Gehorsam zu Gott ist.  (2. Mose 4). Trotzdem war wohl unter seiner Leitung während der Zeit der Wüstenwanderung die Beschneidung der Erstgeborenen ausgefallen. Josua holt das nach. Das dadurch für einige Tage kampfunfähige Volk profitiert davon, dass die Feinde durch den Bericht von der Jordandurchquerung in Angst und Schrecken versetzt war. Gott schützt seine Kinder also manchmal auch über relativ „normale“ Wege.

Dann folgt ein Passafest, bei dem der Exodus nochmal bedacht wurde und die Zeit der Wüstenwanderung kommt auch dadurch zu einem Abschluss, dass das Manna aufhört. Ab jetzt versorgt der HERR sein Volk wieder durch die „normale“ Versorgung durch Ernte im Land Kanaan.

Ab Vers 13 lesen wir dann, dass Josua eine ganz ähnliche Gott-Erfahrung hat, wie sein Vorgänger! Der Fürst über das Heer des HERRN muss wohl eine Person des dreieinigen Gottes sein (Jesus?), sonst würde Josua ihn wohl kaum anbeten.

  • In allem sehen wir Gottes treue Versorgung seines Volkes.
  • Der HERR ist ein treuer Versorger – das dürfen auch wir wissen und erleben!

 

Apostelgeschichte 7

Nachdem Stephanus nun so wie die Apostel zuvor, vor den Hohen Rat gestellt wird, bekommt er nun die Gelegenheit, sich zu verteidigen. Die Vorwürfe, zu denen er sich äußern soll, sind laut Kapitel 6, dass er gegen das Gesetz des Moses und gegen den Tempel geredet habe. Mutig und Unerschrocken predigt er seinen Anklägern. Dabei holt er weit aus und zeigt damit, dass er sich in der Geschichte Israels gut auskennt. Interessant ist gleich zu Beginn das, was er zu Abraham schreibt: „Der Gott der Herrlichkeit erschien unserm Vater Abraham, als er noch in Mesopotamien war, ehe er in Haran wohnte, und sprach zu ihm: »Geh aus deinem Land und von deiner Verwandtschaft und zieh in das Land, das ich dir zeigen will.« “(Apg 7,2-3)

  • Im 1. Mose 12 (darüber werde ich demnächst predigen) ist nicht so eindeutig ersichtlich, dass der HERR Abraham das schon in Mesopotamien gesagt hatte.
  • Stephanus hat offensichtlich tiefe Einsichten von Gott, die ich so aus 1. Mose 11 & 12 nicht gehabt hätte.

Dann fährt er fort und berichtet, wie die Israeliten die von Gott gesandten bzw eingesetzten Männer immer wieder abgelehnt und damit gegen Gott rebelliert hat. Erst wurde Josef abgelehnt und später dann Mose. Stephanus spricht hier quasi als Verteidiger des Mose (gegen den er sich ja angeblich gestellt haben soll) und macht deutlich, dass das Volk Israel ihn abgelehnt und gegen das Gesetz verstoßen hatte.

Im Hinblick auf den Tempel zitiert er ebenfalls das AT und macht dabei deutlich, dass Gott in gewisser Weise „selbst gegen den Tempel“ gesprochen hat. Zu diesem Anklagepunkt verteidigt er sich also nicht direkt, sondern zeigt einfach, dass er auf der Seite Gottes steht.

Und schließlich zeigt er, dass Jesus das Ja und Amen aller AT Verheißungen ist und die Erfüllung der Dinge, die im AT von Bedeutung waren und denen er angeblich gelästert haben soll.

Doch als er dann die Zuhörer als Verräter und Mörder tituliert eskaliert die Situation und die so benannten bestätigen ihre Bezeichnung und werden zu Mördern. Stephanus stirbt dann ganz so, wie sein Herr Jesus. Auch er betet für seine verblendeten Feinde und auch er befiehlt seinen Geist in die Hände des Herrn. Doch wo Jesus Gott den Vater angesprochen hatte, spricht Stephanus Jesus an.

  • Hier wird auch ganz deutlich, dass Stephanus Jesus als Gott anerkannte.

Inmitten dieser Szene wird uns Saulus vorgestellt, der ja im 2. Teil der Apg zur zentralen Figur werden wird.

Josua 4

Wie schon bei anderen Anlässen sorgt Gott auch nach der Durchquerung des Jordans für ein sichtbares Zeichen zum Gedenken. Auch uns sind sichtbare Zeichen der Erinnerung an unsere Rettung gegeben: die Taufe und das Abendmahl!

Doch auch solche Zeichen stellen nicht sicher, dass wir uns an das erinnern, was der HERR für uns getan hat. So war das ja auch damals. Nicht lange nach diesem Ereignis wird das Volk immer und immer wieder den Herrn vergessen. Davon zeugt das Buch Richter und davon lesen wir dann auch in den Berichten über viele der zukünftigen Könige von Juda & Israel.

  • Gerade weil wir den HERRN so leicht aus dem Blick verlieren, sollten wir darauf bedacht sein, einander immer wieder an das Evangelium zu erinnern.

 

Apostelgeschichte 6

In Kapitel 6 lesen wir von der Berufung der ersten Diakone, die dann bis zum Ende des 8. Kapitels die Hauptakteure sein werden. Der Anlass für die Berufung der Diakone war die Überforderung der Apostel. Es war einfach nicht mehr praktikabel, dass sie alles entscheiden, leiten und überwachen sollten.

  • Das was uns hier berichtet wird, ist für Gemeinden zum Modell geworden – und ich denke aus gutem Grund. So lehrt uns dann ja auch z.B. 1. Timotheus 3 von der Berufung von Diakonen, die die Ältesten unterstützen sollten.
  • Wir tun gut daran, unseren Ältesten nicht zu viel aufzuladen, damit sie Zeit für das finden, wozu sie vor allem berufen sind. Denn ihre Berufung ist – genauso wie die der Apostel hier in Apg 6 – das Gebet und den Dienst am Wort Gottes.
  • Von daher stellt sich für uns die Frage, ob wir neben den Dienstbereichsleitern nicht vielleicht auch Diakone haben sollten, die sich noch mehr einfach um die Menschen in der Gemeinde kümmern – um ihre Nöte und ihr geistliches Ergehen.

Bei der Auswahl der Diakone sehen wir, dass die Berufung nach klaren Kriterien und auf Geheiß der Apostel letztendlich durch die Gemeinde geschieht.

Ab Vers 8 wird dann einer der Diakone weiter beschrieben. Der Diakon Stephanus scheint dabei fast eher in der Rolle eines Apostels zu agieren. Der Dienst des Stephanus findet dann – ähnlich wie zuvor der Dienst der Apostel – zu Widerstand. Seine Widersacher haben keine wirklich guten Argumente. Und so agieren sie mit Halbwahrheiten und schüren Stimmung im Volk gegen Stephanus.

Nach seiner Festnahme steht Stephanus dann vor dem Hohen Rat. Schon allein seine Erscheinung muss dabei beeindruckend gewesen sein. Und wiederum führt das böse Treiben der Menschen letztendlich dazu, dass Gottes Wort verkündigt wird.

  • Ohne jede Frage – Gott hat inmitten all dieser Dinge alles im Griff und sorgt so dafür, dass sich sein Evangelium ausbreitet.
  • Und so dürfen auch wir wissen, dass Gott immer alles im Griff hat … auch wenn wir Dinge erleben, die erst einmal schlimm und ggf auch ungerecht sind.

Josua 3

Die Durchquerung des Jordans ist nicht nur der Weg hinein ins gelobte Land. Es erinnert auch stark an die Rettung vor den Ägyptern beim Exodus. Es ist fast so, als wären die 40 Jahre in der Wüste nicht gewesen. Gott macht dadurch deutlich, dass Josua der legitime Nachfolger Moses ist. Auch hier lässt Gott das Volk durchs Wasser gehen – und Gott ist symbolisch derjenige, der in Form der von den Priestern getragenen Bundeslade im Wasser steht und das Wasser aufhält.

Das Thema der Rettung durch das Wasser ist dabei ein prominentes Thema der Bibel. Wie bei Noah und der Rettung durch die Wasser der Flut und wie beim Exodus, so ist auch das ein Schatten dessen, was wir in der Taufe sehen und was letztendlich die geistliche Widergeburt (die Taufe mit dem Heiligen Geist) symbolisiert.

Durch diese Taufe sind wir aus der Knechtschaft (der Sünde) befreit und haben Anteil bekommen am Reich Gottes. In gewisser Weise sind wir derzeit aber noch auf der Wüstenwanderung, bis wir eines Tages in das „andere gelobte Land“ einziehen werden.

  • Josua 3 zeigt uns, dass Gott treu zu seinen Verheißungen steht und so wie damals das Volk Israel, so werden auch wir eines Tages unsere „Pilgerschaft“ in der Welt beenden.

 

Apostelgeschichte 5

Zu Beginn von Kap. 5 lesen wir das negative Gegenstück zum großzügigen Glauben des Barnabas, von dem am Ende von Kap. 4 die Rede war. Und so berichtet Petrus von Hananias und Saphira und Gottes Gericht über ihre Lügen.

  • Das ist sicher eine der krassesten Geschichten der Bibel und eine sehr deutliche Warnung für uns, dass man mit Gott keine Spielchen spielt.

Ab Vers 12 sehen wir dann verschiedene Reaktionen auf die Gemeinde. Die Einen kommen dazu, andere betrachten die Gemeinde aus der Distanz mit Respekt.

  • Das ist ein klares Zeugnis davon, wie vorbildlich die Christen ihren Glauben leben.

Wieder Andere kämpfen mit allen Mitteln gegen die Gemeinde.

Wir sollten dabei bedenken, dass die respektvolle Distanz letztendlich genauso ins Verderben führt, wie die direkte Opposition.

  • Letztendlich gibt es eben nur einen Weg … und das ist der Weg des Glaubens!
  • Und so sollten wir alle dazu aufrufen – die freundlich distanzierten genauso wie die feindlich gesinnten. Und dann dürfen wir darauf vertrauen, dass Gottes Geist immer noch die gleiche Kraft ist, die Menschen dazu bringen kann, Buße zu tun und sich im Glauben Jesus Christus zuzuwenden.

Josua 1-2

Das Buch Josua beginnt mit einigen Worten, die Gott selbst an Josua richtet (v.1-9). Diese Worte waren sicher eine große und wichtige Ermutigung, nachdem mit Mose der Führer des Volks gestorben war, bevor das Volk das gelobte Land eingenommen hatte. Gott selbst sagt Josua seine Gegenwart zu und ermutigt ihn „stark und mutig“ zu sein. Er erinnert ihn an seine Versprechen. Gleichzeitig ruft er Josua dazu auf, sein Wort Tag und Nacht zu erforschen, denn darin findet er Weisheit und Wegweisung. Das erinnert sehr an die Worte aus Psalm 1.

  • Von daher dürfen wir wissen, dass dies sicher nicht nur ein Auftrag an Josua war … sondern auch wir heute noch dazu aufgerufen sind, das Wort Gottes zu lesen.

Auch die Zusagen an Josua sollten wir als Christen mit großer Dankbarkeit hören. Denn auch wir dürfen wissen, dass Gott in allen Dingen bei uns ist.

Ab Vers 10 folgen konkrete Anweisungen und die Zusage des Volkes, auf Josua als neuen Leiter zu hören. Die Zusage aus Vers17 klingt etwas seltsam. Immerhin war das Volk Mose gegenüber ja nicht gerade gehorsam gewesen. Nachdem das Volk Mose z.B. vor dem Geben der 10 Gebote die Treue geschworen hatte, vergingen ja nur wenige Tage und schon errichteten sie das goldene Kalb.

  • Aber natürlich ist es gut, auf seine Leiter zu hören, vor allem dann, wenn diese selber auf Gott hören. Darauf liegt auch heute noch Segen.

In Kapitel 2 lesen wir davon, dass Josua in Vorbereitung auf die Landnahme Kundschafter aussendet. Diese kommen nach Jericho und findet ausgerechnet bei der Hure Rahab Unterschlupf. Warum die Kundschafter ausgerechnet zu ihr gehen, ist mir nicht klar. Sicher hat Gott das aber genau so geführt. Rahab erkannte die „Bedrohung“ als Chance zur Rettung. Sie hatte offensichtlich die Berichte von Gottes großen Werken bei der Befreiung Israels aus Ägypten gehört. Und das hatte bei ihr (einer Heidin) wohl mehr Gottesfurcht hervorgerufen, als bei den ständig klagenden Israeliten selbst (V.9). Dabei sehen wir hier zwei Dinge, bei denen sich Rahab als Vorläufer ihres Nachkommen Jesu (sie findet sich im Stammbaum Jesu in Mt 1) erweist.

  • Sie wird zur Retterin der Kinder Gottes.
  • Sie wird zur Retterin ihrer Familie.

Die Begegnung mit Rahab ermutigte die Kundschafter und so kehren sie ganz anders zurück, als die Kundschafter, die 40 Jahre vorher von Mose geschickt worden waren. Josua und Kaleb waren ja auch damals schon dabei. Sie haben Gott sicher dafür gepriesen, dass dieses Mal alles gut gegangen war.