Versehentlich bin ich vom Leseplan abgewichen und hatte mich dem 3. Buch Mose zugewandt, obwohl jetzt eigentlich Josua dran ist. Von daher werde ich die ersten beiden Kapitel des Buchs Josua nachliefern und ab Morgen geht es dann weiter mit Josua & Apostelgeschichte.

 

 

3 Mose 2

Das Speisopfer zeigt uns vor allem die Heiligkeit Gottes und die Notwendigkeit des sehr sorgfältigen Beachtens dessen, was Gott von uns will.

 

Apostelgeschichte 4

Zu Beginn von Kapitel 4 sehen wir dann zum ersten Mal echten Widerstand. Nachdem Petrus mutig im Tempel gepredigt hat, werden er und Johannes vor den Hohen Rat gestellt. Doch das schüchtert sie nicht ein. Ganz im Gegenteil, Petrus nutzt die Gelegenheit und predigt auch dem Hohen Rat das Evangelium. Noch geht das sehr glimpflich ab … auch weil keiner leugnen kann, das Gott tatsächlich durch Petrus ein Wunder gewirkt hat.  Der Mut der Jünger ist sich ein Indiz für das mächtige Wirken des Heiligen Geistes.

Und dann lesen wir von dem Gebet der Gemeinde. Sie erkennen, dass der Widerstand dem entspricht, was Gottes Wort angekündigt hat. Und dann beten sie nicht dafür, dass der Widerstand aufhören möge, sondern um Mut inmitten des Widerstands.

  • Möge der Herr uns auch eine solche Einstellung schenken!

Ab 4,32 sehen wir dann das positive Beispiel des Barnabas. Diese Verse haben eine doppelte Funktion. Zum einen wird uns hier Barnabas, der später noch eine größere Rolle spielen wird. Zum anderen ist er der Kontrast für den zu Beginn von Kapitel 5 folgenden Bericht über Hannanias und Saphira.

Vor allem sehen wir an Barnabas aber das, was schon am Ende von Kapitel 2 als Kennzeichen der ersten Christengemeinde beschrieben wurde. Die Christen sorgen für einander.

  • Das darf uns herausfordern. Sind wir immer auf die anderen in der Gemeinde bedacht? Auch auf die, die vielleicht die größten Nöte haben aber vielleicht auch deshalb für uns erst einmal nicht so attraktiv sind?

3 Mose 1

Die Opfer aus 3. Mose haben alle einen klaren Bezug zum Evangelium. Von daher können sie für uns sehr lehrreich sein.

Beim Brandopfer sehen wir vor allem den Aspekt, dass es ein sehr wertvolles stellvertretendes Sühneopfer ist – und doch ist es nicht so kostbar wie der, den es uns hier andeutet. Dieses Opfer mag jemandem erscheinen, wie eine riesen Verschwendung. Das beste Fleisch wird einfach verbrannt.

  • Doch das ist keine Verschwendung ist, sondern der perfekte Plan Gottes. Dabei weist uns das Brandopfer auf ein noch viel größeres stellvertretendes Opfer hin, das uns wirklich retten kann. Und dieses Opfer hat Gott selbst gebracht!

 

Apostelgeschichte 3

In Kapitel 3 sehen wir nun einen Tag im Leben der Apostel nach Pfingsten. Petrus und Johannes gehen zur Gebetszeit in den Tempel. Hier sehen wir, dass sie sich nicht in irgendeiner Weise vom jüdischen Glauben abgewandt haben. Im Gegenteil, sie leben ihren jüdischen Glauben mit noch größerer Begeisterung, denn sie kennen den Messias.

Auf dem Weg treffen sie einen Bettler und Petrus tut etwas scheinbar Verrücktes. Er spricht im autoritativ Heilung zu.

Hier handelt er Jesus-like. Ganz offensichtlich ist er davon überzeugt, dass er durch den Heiligen Geist, dies so tun kann. Die Bibel beschreibt das dann später als „die Zeichen der Apostel – 2. Kor 12,12).

Der Geheilte ist verständlicher Weise völlig begeistert. Das führt zu Aufsehen im Tempel. Wiederum nutzt Petrus – wie schon am Pfingsttag – ein Wunder als Aufhänger für eine Evangeliumspredigt. Die Heilung des Gelähmten liefert den Anlass für seine Verkündigung. Wie zuvor mit dem Pfingstwunder greift er das Geschehen auf und predigt dann das Evangelium verbunden mit einer klaren Verkündigung der Sünde der Hörer und einem Aufruf zur Buße basierend auf dem Werk des Herrn Jesus Christus.

Bei Petrus steht dabei immer die Auferstehung Jesu im Zentrum. Das ist das Indiz dafür, dass Jesus eben tatsächlich der ist, der er behauptete zu sein … und eben, dass er lebt.

  • Die Predigten des Petrus sind dabei sehr konfrontativ und doch gleichzeitig Botschaften voller Gnade. Ich liebe diese mutige und klare Verkündigung.

2 Mose 40
Nachdem nun alle Teile für die Errichtung der Stiftshütte genau nach göttlicher Anweisung hergestellt wurden, geht es nun daran, die Stiftshütte aufzurichten und die Priester formal einzusetzen. Auch dazu gibt Gott selbst genaue Anweisungen (v.1-15) und nochmals wird berichtet, dass Mose genauso handelte (v.16-33).
Ab Vers 34 sehen wir dann, dass Gottes Herrlichkeit in die Stiftshütte einzieht. So grandios die Szene gewesen sein muss, es ist faszinierend, wie sehr sich Gott selbst erniedrigt und demütigt und in ein Zelt einzieht, wo IHM doch die ganze Schöpfung gehört.
Was hier geschieht ist dabei nur ein Schatten von dem, was viele hundert Jahre später geschehen würde … davon schreibt Johannes: „Joh 1:14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“
Was Luther hier als „wohnte“ übersetzt, ist das gleiche Wort, wie es auch für die Stiftshütte gebraucht wird … in Jesus „zeltete“ Gottes Herrlichkeit bei uns. Und so sehen wir auch schon im 2. Buch Mose, dass Gott voller Barmherzigkeit und Gnade ist … ein wahrer „Immanuel“ = Gott mit uns.
Am Ende dieses Buches sehen wir, dass Gott schon einige große Schritte mit seinem Volk in Richtung Erfüllung seiner Verheißung an Abraham gegangen ist:

  • Aus Gottes Familie ist nun ein Volk geworden. Dieses Volk hart er aus der Sklaverei gerettet. Diesem Volk hat er ein Gesetz gegeben, damit es unter Gottes Segen leben kann und zu diesem Volk ist Gott selbst gekommen.

 

Apostelgeschichte 2

Das Pfingstfest, das hier gefeiert wird, war bereits ein alttestamentliches Fest. Das sogenannte Wochenfest war eines der höchsten jüdischen Feste, an dem bedacht wurde, dass Gott nach der Vollendung der 7 Woche nach dem Auszug des Volks Israel aus Ägypten am Passafest, das Gesetz Gottes erhalten hatte, durch das Gott seinem Volk Wegweisung und Zurüstung für ein Leben unter seiner guten Herrschaft gegeben hatte.

Und nach der Befreiung durch Jesu Werk am Passafest, kommt nun der Heilige Geist, durch den Gott sein erlöstes Volk leitet. Die AT Feste sind dabei Hinweise auf die Vollendung der Dinge durch Jesus und seinen Geist.

Und natürlich brachten die AT Feste mit sich, dass Juden aus aller Welt in Jerusalem waren, durch die sich dann das Evangelium gleich weit ausbreiten konnte.

Petrus nutzt die Situation der allgemeinen Verwunderung und erklärt das Sprachwunder mit einer Auslegung aus dem Propheten Joel und erkennt und erklärt so, dass dies ein klares Indiz dafür ist, dass die letzten Tage begonnen habe und es somit höchste Zeit ist, den Namen des Herrn anzurufen.

Natürlich ist das hier die Beschreibung eines heilsgeschichtlichen einmaligen Ereignisses, aber trotzdem sollten wir uns fragen, ob wir die Bibel so gut kennen und so auf Gelegenheiten zur Evangelisation bedacht sind, dass auch wir dazu bereit sind, jede Gelegenheit zu nutzen, um Menschen das Evangelium zu predigen?

Petrus hatte sicher vorher auch keine genaue Vorstellung davon, wie er die Prophetie von Joel auslegen sollte …. Aber er war offen genug, dass er es in dem Moment (sicher geführt durch den Heiligen Geist) erkennen konnte.

  • Ich möchte mir eine solche Offenheit bzgl der zukünftigen Dinge bewahren, dass ich – wenn ich das erleben sollte – zur rechten Zeit die Geschehnisse richtig einordnen kann. Ich fürchte, dass so manches Endzeitmodell da etwas weiter geht, als es evtl hilfreich sein könnte.

Im Fortgang macht Petrus sowohl deutlich, dass die Menschen schuld sind am Tod von Jesus und zum anderen, dass dies aber auch alles genau der Plan Gottes war. Dieses Nebeneinander von Gottes souveränem Handeln und der Verantwortung der Menschen, mag unsere Vorstellungskraft übersteigen … doch das sollte nie ein Grund dafür sein, entweder die Bibel einfach nicht ernst zu nehmen oder eine biblische Wahrheit auf Kosten einer anderen unter den Tisch fallen zu lassen.

Die Predigt des Petrus führt zu einer direkten Reaktion. Menschen erkennen ihre Verlorenheit und fragen nach dem Weg zum Heil und Petrus weißt den Menschen den Weg – den Weg der Buße und des Glaubens an Jesus Christus. Die Taufe ist dann Ausdruck dieses Glaubens.
3000 Menschen kommen zum Glauben und so gibt es dann eine große Gemeinde in Jerusalem, die vorbildlich zusammenlebt, die sich lehren lässt, Gemeinschaft pflegt, sich an das Werk des Herrn erinnert (durch das Brotbrechen) und im Gebet vor Gott tritt.

  • Wir tun gut daran, uns an dieser Gemeinde ein Vorbild zu nehmen. Auch wir sollten regelmäßig und mit der Bereitschaft gelehrt (und ggf belehrt) zu werden unter Gottes Wort kommen. Auch wir sollten echte geistliche Gemeinschaft pflegen, das Abendmahl zu einer Priorität machen und die Gebetsversammlungen der Gemeinde besuchen. Wir haben darüber ja gerade erst im Rahmen der Predigt am 22.04.2018 nachgedacht.
  • In welchen dieser Punkte darf Gott Dich herausfordern?

2 Mose 39

Auch in diesem Kapitel bekommen wir nochmal einen recht detaillierten Bericht davon, wie das Volk Israel (bzw die beauftragten Arbeiter & Künstler) treu das tut, was der HERR angeordnet hatte. Der doppelte Bericht von all diesen Dingen (zuerst bei der Beauftragung von Gott und hier nun bei der Umsetzung) will uns deutlich vor Augen führen, dass Gott sehr genau festlegt, wie sündige Menschen mit dem heiligen Gott in Kontakt kommen können. Und hier sehen wir auch mal, dass das Volk gehorcht.

Nachdem alles fertig gestellt ist, prüft Mose alles sehr genau. Seine Erfahrungen waren ja nicht gerade positiv und Gott ist zu heilig, als dass er sich die Mühe sparen könnte.

  • Wenn es um Gott geht, tun wir gut daran, alles sorgfältig zu prüfen!

Mose stellt voll Freude fest, dass alles genau so war, wie Gott es befohlen hatte! Das ist ein Echo, dass sich durch diese Kapitel und vor allem durch die letzten Verse dieses Kapitels zieht.

Jetzt ist alles vorbereitet für den absoluten Höhepunkt des 2. Buchs Mose … und dazu kommen wir morgen.

 

Apostelgeschichte 1

Die Apostelgeschichte ist wirklich der 2. Teil des Lukasevanegliums. Das wird durch die Eingangsworteganz deutlich, in denen Lukas den gleichen Adressaten (Auftraggeber) Theophilus anspricht und sich auf einen 1. Bericht bezieht.

Von daher überrascht es nicht, dass der zweite Teil des Berichts des Lukas da weitermacht, wo der erste Teil aufgehört hat – mit der kurzen Zeit, während der der auferstandene Herr Jesus sich seinen Jüngern zeigte und dann in den Himmel auffuhr. Dabei ist es recht offensichtlich, dass sich das letzte Kapitel des Lk-Evangeliums und das erste Kapitel der Apg 1 überschneiden.

Trotz aller Überlappungen mit Lukas 24 hat Apg 1 aber einen etwas anderen Fokus. Hier steht nun Jesu Auftrag zum „Zeugen sein“ im Zentrum. In Lukas 24 heißt es da nur, dass die Jünger damit in Jerusalem beginnen sollen. Hier gibt es ein konkreteres Programm: „und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“

Das ist eher eine Zusage, als eine Anweisung … und genau so kommt es dann ja auch. Das ist die Zusammenfassung der Apostelgeschichte.

Aber erstmal ist Geduld gefragt. Und so folgt der Bericht von Jesu Himmelfahrt und dann eine Zeit des Wartens. Denn ohne die Kraft des Heiligen Geistes können die Jünger nichts tun. Und so warten sie und berufen einen Nachfolger für den Verräter Judas.

  • Wir haben den Heiligen Geist – wir müssen also nicht mehr warten und können jetzt Zeugen sein, wo auch immer Gott uns hinstellt.
  • Und doch gibt es Zeiten, in denen der HERR auch uns lehrt, Geduld zu haben. Denn es gibt Vieles, bei dem wir nichts tun können, außer zu beten und auf Gottes Handeln zu hoffen und zu warten.

2 Mose 38

In diesem Kapitel geht es weiter mit der Beschreibung der Errichtung der Dinge, die zur Stiftshütte gehören. Auch der Brandopferaltar, das kupferne Becken und der Vorhof werden genauso errichtet, wie der HERR es befohlen hatte.

Ab Vers 21 sehen wir, dass das Ganze sehr teuer & wertvoll war. Ich kann mir vorstellen, dass es damals auch Leute gab, die dachten, dass man das viele Geld/Gold doch besser für andere Dinge nutzen sollte – ähnlich wie später Judas bei der Salbung des Herrn. Aber der HERR lehrt uns gerade hierdurch, wie wertvoll er ist. Wir sollten ihn mehr wertschätzen, als alles andere.

  • Ich denke, dass uns das auch heute noch herausfordern darf!

 

Johannes 21

In Kapitel 21 sehen wir, dass Jesus – wie ganz zu Beginn seines Dienstes – dem Petrus nochmals einen großen Fischfang beschert. Der Menschenfischer darf eben auch noch Fische fischen und das Mahl genießen! Dabei offenbart Jesus wiederum seine göttliche Autorität. Obwohl ihn die Jünger nicht erkennen, gehorchen sie ihm … und alles kommt so, wie er es sagt.

Und dann sehen wir nochmals den wahrhaft körperlich auferstandenen Jesus – er isst mit seinen Jüngern. Interessant ist dabei, was wir in Vers 12b lesen: „Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wußten, daß es der Herr war.“. Das lässt erahnen, dass der auferstandene Jesus irgendwie anders aussah.

Und dann kommt der besondere dreifache Auftrag an Petrus. Dieser Auftrag gilt sicher primär dem Petrus aber dann auch allen, die in Jesu Gemeinde als Unterhirten dienen.

  • Das Weiden den Schafe ist ein zentraler Auftrag und dabei sollen wir das Futter weitergeben, das Jesus selbst uns gegeben hat – das Wort Gottes!
  • Und natürlich sind wir auch dazu aufgerufen, uns selber zu nähren und gerade deshalb freue ich mich über jeden, der beim Bibelblog mitliesst.

2 Mose 37

Die Bundeslade ist sicher das interessanteste „Möbelstück“ im Heiligtum. Dieser Gnadenthron Gottes zeigt uns, dass Gott eben auch schon im AT zu uns Menschen kommt und ein Gott der Gnade ist. Andererseits sehen wir hier die Cherubim-Figuren, die den Thron bewachen. Das erinnert stark an die zwei echten Cherubim-Engel, die nach dem Sündenfall den Zugang zum Garten Eden bewachten.

Gott ist heilig und der Zugang zu IHM ist nicht einfach so möglich. Wie großartig ist es doch für uns, dass wir durch Christus jederzeit zum Gnadenthron kommen können (Heb 4,16).

Die genaue Beschreibung der weiteren Utensilien und die Betonung darauf, dass die Bauleute alles genauso machten, wie es in den Kap. 25-31 beschrieben war, gibt einen Einblick in die Heiligkeit Gottes.

  • Wenn wir diese Abschnitte mit einem Blick auf Gottes Heiligkeit lesen, hat das sicher auch eine ganz andere Relevanz für uns.

 

Johannes 20

Johannes beschreibt uns den Ostermorgen als Augenzeuge. Er selber war ja mit Petrus zum Grab gelaufen, nachdem Maria Magdalena davon berichtet hatte, dass der Stein vom Grab weggenommen war.

Johannes gibt auch ganz offen zu, dass er beim Anblick des leeren Grabs noch nicht verstanden hatte, was da geschehen war. Erst nachdem Maria zurück am Grab Jesus gesehen hatte und dies den Jüngern berichtet hatte, fingen diese so langsam an zu verstehen. Vollends verstanden haben sie das aber wohl erst, als Jesus dann am Abend vor ihnen stand.

Was Johannes dann in den Versen 21-23 beschreibt, klingt ein wenig wie der Missionsbefehl und Pfingsten in einem. Und wahrscheinlich war es das auch. Sicher hat Jesus seinen Jüngern mehrfach gesagt, was sie nun tun sollten. Und natürlich war der Heilige Geist auch schon vor Pfingsten da. Noch nicht in der Fülle, wie seit Pfingsten, aber sicher schon in einem gewissen Maß. Andererseits ist das, was Jesus hier tut eventuell auch eine prophetische Geste, die auf Pfingsten hinweist.

Thomas war nicht dabei und so mangelt es ihm vorerst noch an Glauben. Aber dann sieht er Jesus und betet ihn sogleich als seinen HERRN und GOTT! an.

Das Kapitel endet damit, dass Johannes das Ziel seines Berichts benennt: „20:31 Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, daß Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.

  • Möge dieser Bericht auch unser weiter festigen in unserem Glauben an Jesus, den HERRN und Gott!

2 Mose 36

Dieses Kapitel zeigt in einem konkreten Kontext das, worüber wir in der gestrigen Predigt aus Römer 12,1-16 nachgedacht haben.

Die von Gott berufenen und begabten dienen dem HERRN so, wie er es geboten hat. Und das ganze Volk ist bereit, zu dienen und zu geben. Die Menschen geben sich Gott wirklich mit allem was sie haben hin, so dass Mose dem sogar Einhalt gebieten muss. Auch hier zeigt sich Gottes Liebe und Weisheit. Gebt nicht mehr für die Stiftshütte, etc aus, als ich befohlen habe … die anderen Güter können sinnvoller für andere Dinge gebraucht werden. Auch das ist sicher eine hilfreiche Erinnerung für Gemeinden, die dazu tendieren jeden Euro in Gebäude etc zu stecken. Es ist auch mal genug und wir sollten eben auch die wichtigen Dinge wie z.B. Versorgung der Armen, Mission, etc nicht aus dem Auge verlieren.

 

Johannes 19

Johannes schildert in Kapitel 19 in großer Eindrücklichkeit wie Jesus selbst bei seiner Verurteilung noch alles im Griff hat, während Pilatus letztendlich ein Gefangener seiner eigenen Ängste war.

Jesus verkündet dann, wer der wahre Machthaber ist. So lesen wir in Vers 11 seine an Pilatus gerichteten Worte: „Du hättest keine Macht über mich, wenn es dir nicht von oben her gegeben wäre.“

  • Das trifft bis auf diesen Tag auf alle irdischen Machthaber zu. Ich denke, dass wir gerade auch heute gut daran tun, dass zu bedenken. Denn Gottes Wort lehrt uns in Römer 13,1: „es ist keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott angeordnet.“

Pilatus übergibt Jesus dann an die Juden und stimmt so der Kreuzigung zu. Er gibt hier einfach dem Druck nach und macht sich so schuldig. Aber zumindest an einer Stelle behauptet sich Pilatus … nämlich bei dem, was er geschrieben hat „Jesus von Nazareth, König der Juden“.

Dann verdeutlicht Johannes, dass das was am Kreuz geschieht dem entspricht, was im AT schon vorausgesagt wurde. Gottes Plan erfüllt sich. Zum anderen zeigt er uns, dass Jesus selbst am Kreuz noch auf Andere bedacht war. Während er für unsere Sünden stirbt, kümmert er sich noch liebevoll um seine Mutter und den geliebten Jünger.

Jesus lässt dann auch keinen Zweifel zu, dass sein Tod genau das ist, was geschehen musste. Im Sterben verkündet er „es ist vollbracht“.

Ab Vers 35 wird Johannes dann sehr persönlich: „35 Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr, und er weiß, daß er die Wahrheit sagt, damit auch ihr glaubt.  36 Denn das ist geschehen, damit die Schrift erfüllt würde: »Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen.«  37 Und wiederum sagt die Schrift an einer andern Stelle: »Sie werden den sehen, den sie durchbohrt haben.«

  • Jesus ist der verheißene Christus, der Sohn Gottes!
  • Es ist für mich immer wieder kaum begreifbar, dass Gott selbst bereit war, das für mich zu erleiden … und sich dann von Menschen vom Kreuz abnehmen und in ein Grab legen zu lassen.
  • Ich bete, dass mich und uns das immer wieder neu ergreift und uns zu Anbetern dieses Retters und HERRN macht!

2 Mose 35

Ab Kapitel 35 folgen dann nun ausführliche Berichte darüber, wie treu Israel die Dinge ausführte, die in den Kapitel 25-30 angeordnet wurden. So anstrengend sich das auch lesen mag, so sehr vermittelt es doch gerade die Heiligkeit Gottes. Alles was Gott gesagt hat, muss (und wird tatsächlich auch) genau eingehalten. Die notwendigen Gaben werden gebracht und die von Gott dazu begabten Männer werden in ihre Aufgabe eingesetzt.

Hier ist kein Pragmatismus und keine Innovation gefragt, sondern Treue!

  • Wenn ich sehe, mit was für pragmatischen Thesen und menschlichen Gedanken (und Management Praktiken) heute oft beim Thema Gemeindebau (im geistlichen Sinne gemeint) und Gottesdienstgestaltung argumentiert wird, macht mich das echt traurig.
  • Natürlich ist es gut und richtig danach zu fragen, wie wir das Evangelium verschiedenen Gruppen und Kulturen möglichst eindeutig vermitteln können. ABER der Gottesdienst ist keine beliebige Veranstaltung, nach dem Motto: „Wie wollen wir den heute mal Gottesdienst feiern?“ und auch kein Entertainment, damit die Menschen eine richtig gute Show geboten bekommen.
  • Dabei sollten wir natürlich immer zuerst auf unsere eigene Gemeinde und unsere eigene Herzenshaltung achten. Denn im Endeffekt geben die Gemeinden den Menschen ja nur das, was sie wollen. Von daher ist die Kernfrage: Willst Du, was dir gefällt oder das, was Gott gefällt?

 

Johannes 18

Der Bericht von Jesu Verhaftung zu Beginn des Kapitels ist kurz und knapp. Es wird aber sehr deutlich, dass Jesus alles im Griff hat. Er geht ganz bewusst hinaus zu dem Ort, wo er dann verhaftet wird. Als dann die Truppen kamen, gab er sich sofort zu erkennen. Seine Autorität ist dabei so groß, dass die Soldaten vor ihm zu Boden fielen. Sie nehmen hier in gewisser Weise vorweg, was geschehen wird, wenn Jesus wiederkommt. Dann wird sich jedes Knie vor ihm beugen. Doch noch ist es nicht so weit. Der Weg zur Verherrlichung führt über das Kreuz. Und so wird Jesus dann festgenommen.

Simon Petrus versucht das zu verhindern, muss sich dann aber von Jesus (mal wieder) belehren lassen. Jesus macht dabei nochmals deutlich, dass er alles im Griff hat – was jetzt auf ihn zukommt, ist letztendlich das, was sein Vater für ihn geplant hat.

Dann folgt der Bericht vom Verhör Jesu beim Hoheprietser und parallel dazu, von der Verleugnung Jesu durch Petrus. Bemerkenswert ist hier, dass es keine echte Anklage gegen Jesus gibt und trotzdem wird er letztendlich zu Pilatus gebracht. Pilatus erfährt von Jesus, dass er der KÖNIG eines Reiches ist, dass in gewisser Weise nicht in Konkurrenz zu den Reichen dieser Welt steht – es steht weit darüber. Sein Reich ist eben nicht irdisch – sondern geistlich und wird es später in diese Erde einbrechen. Doch auch hier auf Erden gibt es schon solche, die Jesu Stimme hören … die Stimme der Wahrheit.

Pilatus gehört nicht dazu … und so fragt er verächtlich „Was ist Wahrheit?“

  • Mögen wir immer wachsam auf Jesu Worte hören, die die Apostel durch die Hilfe des Hlg. Geistes aufgeschrieben haben. Denn so hören wir die Wahrheit und so leben wir als Bürger seines Reiches.

2 Mose 34

Am Ende von Kapitel 33 hatte Mose Gott gebeten, dass er sich ihm in seiner Herrlichkeit zeige. Der Grund dafür war sicher, dass Mose nach einer Stärkung seines Glaubens / Vertrauens suchte. Das ist ja nachvollziehbar. Gerade da Gott ihm ja kurz zuvor gesagt hatte, wier zornig er über die Sünde Israels war, strebte Mose nun danach, seine Beziehung zu Gott weiter gestärkt zu bekommen.

In Kapitel 34 sehen wir nun, dass Gott sich ihm tatsächlich offenbart. Das ist sicher einer der Höhepunkte im AT und noch dazu eine Offenbarung, die uns ein Rätsel aufgibt, das dann erst in und durch Christus gelöst wird. In manchen Übersetzungen (z.B. Luther 1984: „Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber, und er rief aus“) könnte man denken, dass die Worte aus 34,6-7 von Mose und nicht von Gott selbst stammen, sondern von Mose. Andere Übersetzungen sind da hilfreicher und machen deutlich, wer hier spricht, nämlich der HERR selbst. Im Rest der Bibel werde diese Worte dann auch immer mal wieder als Gottes Wort beschrieben.

Die Verse 6-7 werden gelegentlich als das Rätsel des AT bezeichnet. Ich liebe sie, weil hier ganz viel Evangelium drinsteckt. Gott straft in Gerechtigkeit und ist gnädig, barmherzig und voller Liebe … dass geht nur durch Jesus Christus!

Aber noch etwas anderes sollte uns hier auffallen – für Mose ist es ein immenses Privileg, dass er Gottes Herrlichkeit quasi von hinten sehen darf … doch in Jesus kam die Herrlichkeit Gottes zu uns, so dass die Menschen ihn von Angesicht zu Angesicht sehen konnten (Joh 1,14). Durch den Heiligen Geist können wir auch heute noch – wenn wir die Bibel lesen – Jesus so sehen und dadurch dauerhaft verändert werden (2. Kor 3,18). Dabei greift Paulus auf das zurück, was hier geschieht und betont, dass bei Mose das „Leuchten“ des Gesichts (2. Mose 34,29ff) nach einiger Zeit aufhörte – während wir für alle Zeit Gottes Herrlichkeit „strahlen“ bzw „widerspiegeln“ sollten. Wenn wir das nicht tun, sollten wir Gott bitten, uns durch seinen Geist immer wieder neu und immer mehr, die Herrlichkeit Jesu Christi zu offenbaren, so dass wir im Schauen auf IHN, ihm immer ähnlicher werden.

In 34,8-9 lesen wir dann, dass Mose Gott im Gebet um Dinge bittet, die Gott ja gerade zugesagt hat. Ich finde das bemerkenswert und vorbildlich … ganz im Sinne von „Dein Wille geschehe“.

Der Bundesschluss mit Mose ab Vers 10 ist wirklich eine Wiederholung von dem, was schon beim ersten Geben des Gesetzes geschah … und so kommt hier eine kurze Zusammenfassung einiger Gesetze.

 

Johannes 17

Kapitel 17 ist das großartige Gebet Jesu. Der Kontext legt nahe, dass Jesus dieses Gebet im Kontext des Abendmahls gebetet hat und somit unmittelbar vor seiner Verhaftung.

Jesus sieht diesem sehr getrost ins Auge, denn er weiß, dass dies Teil seines Weges hin zu seiner Verherrlichung ist. Und er kann voller Freude berichten, dass Er sein Werk auf Erden vollendet hat. Jesus kann jetzt gehen – er hat diejenigen zum Glauben gerufen, die der Vater ihm dafür gegeben hat. Und er hat ihnen das ewige Leben gegeben.

Und dann betet er ganz gezielt für die Jünger. Er bittet, dass der Vater sie im Glauben bewahrt. An anderer Stelle sagt Jesus zu Petrus, dass er für ihn gebetet habe, damit sein Glaube nicht aufhört und hier lesen wir nun, dass Jesus das für alle seine Jünger betet – mit Ausnahme des Einen, der von vorneherein dazu bestimmt war, als Jesu Verräter zu agieren.

  • Dieses Gebet rührt mich an. Denn ich weiß, dass ich trotz all meiner Schwäche von meinem HERRN gehalten werde. Ich muss nicht aus eigener Kraft an IHM festhalten. Er hält mich und befähigt mich so dazu, auch an IHM festzuhalten.
  • Und dann lese ich das wunderbare Gebet „Heilige sie in der Wahrheit; Dein Wort ist die Wahrheit.“ Auch das macht mich froh, denn so darf ich wissen, dass auch meine Heiligung nicht nur mein Werk ist, sondern etwas, dass der Vater in mir tut. Dabei gebraucht Er sein Wort … und natürlich bedeutet das für uns, dass wir dieses Wort lesen und bedenken sollen. Denn durch Sein Wort verändert Gott uns – er heiligt uns.

Bisher könnte man dabei noch denken, dass Jesu Gebet sich nur auf seine unmittelbaren Jünger bezieht. Aber ab Vers 20 wird deutlich, dass ER wirklich für alle Gläubigen aller Zeiten gebetet hat.

  • Lieber Christ: Ist Dir das bewusst? Am Vorabend seiner Kreuzigung hat Jesus auch für Dich gebetet!
  • Wir haben einen wunderbaren HERRN und guten Hirten!