Kapitel 19

In Kapitel 19 lesen wir nun davon, dass Israel am Sinai ankommt. In gewisser Weise ist das der Abschluss des 1. Teils des 2. Buch Mose. Jetzt ist Israel ein freies Volk. Ab Kap. 20 bekommen sie dann Gottes Gesetz, um so den Segen Gottes erfahren zu können.

In diesem Übergangskapitel zeigt sich Gott. Er ruft Mose auf den Berg hinauf. Dabei ist der Berg so etwas, wie früher der Garten Eden und später die Stiftshütte und der Tempel – der Ort, an dem Gott ist. Deswegen wird das sündige Volk mehrfach davor gewarnt, den Berg uneingeladen zu betreten.

Ab Vers 5 lesen wir von einem Bund, den Gott mit Israel schließen will. Doch nur ein „Israel“ hat diesen Bund gehalten. Und wenn wir durch den Glauben in ihm sind, gelten uns die Segenszusagen für das Halten dieses Bundes. Jesus ist also der „wahre Israel“.

Vers 8 zeigt uns, wie naiv und leichtfertig Israel reagiert.

Ab Vers 10 sehen wir, dass Gottes Volk auf die Begegnung mit ihm vorbereiten soll.

  • Bereiten wir uns auf den Gottesdienst vor?
  • Und bereiten wir uns darauf vor, dass wir eines Tages von Angesicht zu Angesicht vor dem Herrn stehen werden?

In den Anforderungen ab Vers 10 wird deutlich, dass Gott vollkommen heilig ist und wir es eben nicht sind. Wir sehen hier, dass Gottes Heiligkeit zugleich wunderbar und furchterregend ist!

  • Ich denke, dass wir die Heiligkeit Gottes heute oft aus dem Blick verloren haben.
  • Wir tun gut daran, diese Kapitel sorgfältig zu lesen und eine neue Ehrfurcht vor Gott zu bekommen!

2 Mose 20

Bevor wir die 10 Gebote hören, macht Gott deutlich, dass die 10 Gebote (zumindest primär) für die schon Erlösten sind! Auf jeden Fall sehen wir hier sehr eindeutig, dass Gott Israel zuerst aus der Sklaverei in Ägypten gerettet und Gnade erwiesen hat, bevor er dem Volk das Gesetz gibt. Gerade deshalb sollten wir Nicht-Christen nicht zuerst Moral predigen, sondern das Evangelium der Erlösung aus Gnade, durch Buße und Glauben!

Das Gesetz kann uns evangelistisch helfen, Menschen klar vor Augen zu führen, dass wir alle einen Retter brauchen, da wir alle an den 10 Geboten scheitern.

Vers 20 klingt paradox „Fürchtet Euch nicht, denn Gott ist gekommen … dass seine Furcht vor Euren Augen sei“. Aber es geht eben um den Unterschied zwischen Panik und hilfreicher Gottesfurcht. Gerade diese ist – so denke ich – in unserer Generation nicht mehr sehr ausgeprägt. Wir haben Gott „domestiziert“. Wir bilden uns oft ein, dass Er nur noch unser Kumpel, Freund, Liebhaber sei … aber nicht mehr der heilige Gott, denn wir fürchten sollen.

Ab Vers 22 lesen wir, dass die 10 Gebote noch weiter erklärt und ergänzt werden.

 

Johannes 1:

Nach dem Johannesprolog lesen wir von mehreren Zeugnissen darüber, wer Jesus ist. Johannes der Täufer kommt dabei als erster Zeuge zu Wort. Er verkündet Jesus als das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt. Bei Lukas steht die Erkenntnis, dass Jesus das ein-für-alle-Mal Passalamm ist erst ganz am Ende. Bei Johannes wird diese Aussage gleich an den Anfang gestellt. Die Taufe Jesu wird hier nur aus einer Erzählung des Täufers angekündigt.

Und dann sehen wir Jesus in Aktion. Er ruft die ersten Jünger in seine Nachfolge und wird auch dabei bezeugt. Andreas erklärt seinem Bruder Simon Petrus, dass Jesus der Messias ist und Philippus erklärt seinem Bruder Nathanael: „Joh 1:45  Wir haben den gefunden, von dem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, Josefs Sohn, aus Nazareth.“   Und schließlich bezeugt dann Nathanael „Joh 1:49   Rabbi, du bist Gottes Sohn, du bist der König von Israel!“

Erst dann bezeugt Jesus sich selbst: „Joh 1:51  Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel offen sehen und die Engel Gottes hinauf- und herabfahren über dem Menschensohn.“

  • In allem wird gleich von Anfang an deutlich, dass Johannes uns helfen will Jesus als den Christus, den Sohn Gottes zu erkennen, so dass wir an ihn glauben und so gerettet werden.

Johannes 2:

In den ersten 12 Versen des 2. Kapitels bezeugt sich Jesus durch sein erstes Wunder als der Sohn Gottes (d.h. er zeigt seine göttliche Autorität). Interessant ist dabei, dass Jesu Mutter schon davon ausging, dass Jesus Wunder tun kann.

Dann offenbart er seine Autorität im Tempel durch eine erste Tempelreinigung, die sehr wahrscheinlich deutlich früher stattfand, als die Tempelreinigung in der Karwoche kurz vor seiner Kreuzigung.

  • Es lohnt sich, diese Aussagen genauer anzusehen, denn sie lehren uns sehr viel darüber, wer Jesus ist.
  • Er erklärt dabei hier schon – noch etwas verschlüsselt durch die Selbst-Bezeichnung als Tempel, dass er sterben und auferstehen wird.

2 Mose 18

Zu Beginn von Kap. 18 lesen wir, dass Mose Frau und Kinder weggeschickt hatte. Es wird nicht klar, warum. Tat er das, weil er sich so besser auf seine schwierige Aufgabe konzentrieren konnte oder zu ihrer eigenen Sicherheit?

Auf jeden Fall sehen wir, dass die Beziehung zu Jitro von Harmonie geprägt ist. Jitro gibt Mose einen guten Rat – dabei kommt er als „externer Beobachter“, der Dinge einfach klarer sieht und grundsätzlicher hinterfragt. Er ist so eine Art Vorläufer heutiger „Consultants“ J

Das hier von Jitro erklärte Leitungsprinzip ist so wichtig … und ich befürchte, dass es ganz oft weder von Leitern, noch von Geleiteten, erkannt wird.

  • Ich bin sehr dankbar, dass unsere Gemeinde das auch ganz praktisch dadurch anerkannt hat, indem wir neulich sehr einvernehmlich eine neue Stelle zur Entlastung der Pastoren und Ältesten geschaffen haben.

 

Kapitel 24

Im letzten Kapitel seines Evangeliums zeigt uns Lukas den Auferstandenen. Die Frauen sind dabei genauso verwirrt, wie die Emmausjünger.

Die Emmausjünger müssen ja sehr eng mit Jesus vertraut gewesen sein. Immerhin waren sie ja wohl irgendwie dabei, als die Frauen vom Grab kommend den Jüngern davon berichteten, dass das Grab leer war und die Engel ihnen gesagt hatte, dass Jesus auferstanden sei. Aber auch sie erkennen Jesus nicht – wobei das aber wohl weniger damit zu tun hat, dass der auferstandene Jesus sehr anders aussah, sondern damit, dass ihnen „die Augen gehalten wurden“.

Jesus lehrt nun, dass Alles in seinem Leben, Sterben und Auferstehen so geschehen musste, weil es in der Schrift so verheißen war. Erst wenn wir verstehen, wie die ganze Schrift von Jesus zeugt, werden wir die Schrift wirklich verstehen. Ich finde es faszinierend, dass wir hier über die Jünger … die ja immerhin drei Jahre Vollzeit-Bibelschule bei Jesus selbst hinter sich haben … lesen:

Lk 24:44-47  44 Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muß alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen.  45 Da öffnete er ihnen das Verständnis, so dass sie die Schrift verstanden,  46 und sprach zu ihnen: So steht’s geschrieben, daß Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage;  47 und daß gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern.“

  • Wenn wir von Lukas das gelernt haben, dann sind wie zugerüstet das zu tun, wozu Jesus dann seine Jünger aufruft – nämlich IHN zu bezeugen!

2 Mose 17

Zu Beginn von Kapitel 17 sehen wir wiederum, dass Israel – wie schon in Mara (Kap. 15,22ff) – murrt und hadert, weil es kein Wasser hat. Das ist einerseits nachvollziehbar und doch ist es tragisch zu sehen, dass das Volk immer wieder Gott in Frage stellt.

  • Wir tun gut daran, uns in Krisenzeiten sowohl an die Hilfe Gottes in der Vergangenheit zu erinnern, wie auch an Seine Zusagen für die Zukunft. Dann wird unser Murren hoffentlich nie mehr als eine spontane Äußerung bleiben, die aber nicht dazu führt, Gottes gnädige Versorgung in Frage zu stellen.

Gottes Gnade wird auch hier wieder sichtbar. Anstatt auf Unglauben mit Gericht zu reagieren, hilft Gott den Murrenden.

  • Das erleben wir auch heute noch J

Ab Vers 8 taucht ein neuer Leiter auf: Josua. Wenngleich Josua kämpft, führt Gott den Krieg, wie dann ja auch später bei der Landnahme. So seltsam der Bericht von der Hand Mose ist, so gut ist doch die Lehre, dass selbst die stärksten Leiter treue Helfer brauchen. Wie demütig von Aaron und Hur, Mose die Hände zu halten.

 

Lukas 23:

Die Machthaber beraten über Jesus und Herodes freut sich, Jesus kennen zu lernen. Aber letztendlich ist es eben kein Interesse daran, Jesus als Retter und Herrn kennen zu lernen. Er ist einfach nur interessant … was die Herrscher aber genauso wenig daran hindert Jesus letztendlich zum Tode verurteilen zu lassen, wie das Volk, das ja immerhin einige Wunder gesehen bzw davon gehört hatte.

  • Ein allgemeines Interesse an Jesus rettet nicht. Wir können Jesus nicht nur aus der Distanz interessiert betrachten – wir müssen ihn als Retter und HERRN anerkennen.
  • Genau das tut Herodes aber genauso wenig, wie alle anderen, die an seinem Prozess mitwirken.

Letztendlich sind Herodes und Pilatus Populisten … und das ist selten ein guter Ratgeber.

Der Rest von Lukas 23 zeigt uns Jesus auf dem Weg zum Kreuz, seine Kreuzigung, sein Sterben und seine Grablegung.

Interessant ist die Parallel zwischen dem Bericht über das Sterben Jesu und insbesondere seiner Worte am Kreuz (Lk 23:34  Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun! // Lk 23:46   Und Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er.) mit dem Bericht über den Tod des ersten Märtyrers in Apg 7.

  • Stephanus erweist sich dabei als wahrer Nachfolger Jesu … und gleichzeitig betet er zu Jesus, so wie Jesus zu seinem Vater.

Ein anderer wichtiger Aspekt ist hier der Bericht von den Worten, die Jesus dem einen Dieb am Kreuz sagt: „Lk 23:43  Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“

  • Hier wird deutlich, dass Jesus eben nicht nach dem Tod für drei Tage in der Hölle war, wie durch eine missverstandene Übertragung des Apostolischen Glaubensbekenntnisses manchmal gemeint wird.
  • Jesus spricht hier davon, dass er auch schon vor seiner Auferstehung im Paradies sein wird … eben noch nicht körperlich, aber doch wirklich.

2 Mose 15 & 16:

In den Kapiteln 15 & 16 sehen wir die großartige Treue Gottes und den ständigen Kleinglauben seines Volkes.

Die Israeliten sehen immer auf das, was vor Augen ist und scheinen ständig zu vergessen, dass sie den allmächtigen Gott auf ihrer Seite haben, der sie eben erst auf wundersame Weise aus Ägypten gerettet hat. Dabei tut er Wunder um Wunder. Doch es braucht nur der nächsten „Not“, dass Israel scheinbar komplett vergisst, dass Gott auf ihrer Seite steht.

Israel klagt:

  • Als sie in Mara kein Trinkwasser fanden (15,24ff)
  • Als sie in der Wüste keine Speise hatten (16,2f)
  • Und sie misstrauten bzw missachteten Gottes Anweisungen dann auch noch im Bezug auf das Manna (16,27).

Doch Gott hilft ein ums andere Mal.

  • Er machte das Wasser in Mara zu Trinkwasser
  • Er gab Manna und Wachteln
  • Und er zeigt dem murrenden und untreuen Volk immer wieder Gnade!

Dieser historische Bericht aus einer längst vergangenen Zeit über ein uns fremdes Volk hat ganz unmittelbar mit uns zu tun.

Denn was wir hier sehen ist ein Vorschatten des großen Retter-Gottes. Er selbst gibt seinem Volk Wasser des Lebens und das Brot des Lebens. Er führt dabei sein Volk durch Anfechtungen und Not, aber er steht seinem Volk immer bei und bringt es sicher ins gelobte Land …

Das ist es, was Gott alles für uns getan hat und immer noch tut.

  • Wenn wir in diesen Kapiteln den Kopf über den Unglauben Israels schütteln, dann sollten wir uns fragen, ob wir da wirklich viel besser sind? Vertrauen wir dem Gott, der uns aus größter Not gerettet hat? Vertrauen wir unserem treuen Versorger, der uns seinen Geist gegeben hat, so dass wir nie mehr „Durst“ haben müssen und der unser Manna ist, so dass wir niemals sterben werden?
  • Wie ist es um unser Gottvertrauen bestellt, wenn wir schwere Zeiten und Nöte erleben?

Ich bete, dass uns diese Kapitel in unserem Gottvertrauen stärken und uns hilfreich dazu herausfordern, in Notzeiten zu bedenken, wer unser Gott ist.

 

Lukas 21:

Zu Beginn von Kapitel 21 sehen wir dann Jesus in der Offensive. Er zeigt den Kontrast zwischen den Scheinheiligen Schriftgelehrten und der wahren Hingabe der armen Witwe. Die ersten 4 Verse gehören deshalb wohl eher zu den Dialogen aus Kapitel 20.

Ab 21,5 folgt dann der Lukas-Bericht von Jesu Endzeitrede, von der ja auch schon Matthäus und Markus berichten.

Die große Lehre für uns ist und bleibt dabei, dass nach einer Zeit der Bedrängnis und Leiden Jesus wiederkommen wird. Deshalb sollten wir voller Zuversicht ausharren und Wachsam sein.

Wann genau dies geschehen wird und welche der hier angekündigten Dinge schon geschehen sind und was uns noch bevorsteht wird sehr unterschiedlich ausgelegt. Ich möchte mir hier eine große Offenheit bewahren und wachsam bleiben. Das ist sicher auch die Hauptintention dieser Rede:

  • Bleibt wachsam und zuversichtlich auch in schweren Zeiten.

 

Lukas 22:

In Kapitel 22 lesen wir von den letzten Vorbereitungen für Jesu Tod.

Die Hohenpriester und Schriftgelehrten planen Jesu Tötung. Dabei beschreibt Lukas hier, wie Satan von Judas Besitz ergreift, so dass dieser Jesus verrät.

  • Ich finde es sehr spannend darüber nachzudenken, wer hier der Handelnde ist … vordergründig sind es die Hohenprietser und Schriftgelehrten und Judas. Doch Lukas erkennt schon, dass hinter ihrem Tun Satan steht. Und in der Apostelgeschichte erklärt er dann mehrfach, dass auch Satan dabei (ohne das zu wollen und sich darüber im Klaren zu sein) ein Handlager Gottes war, der ja durch diese bösen Menschen das ausführt, was er vor Anbeginn der Welt in seinem Ratschluss geplant hatte.

Gleichzeitig zu dem bösen Treiben seiner Feinde, bereitet Jesus seine Jünger auf seinen Tod vor und setzt das Abendmahl ein. Dabei ist der Lukasbericht der einzige Bericht von diesem Mahl (außer der Nacherzählung im 1. Kor 11), bei dem explizit davon berichtet wird, dass Jesus das Mahl nicht nur feiert, sondern auch einsetzt „das tut zu meinem Gedächtnis“ (v.19).

Und dieses Mahl wird hier als Passalamm-Mahl bezeichnet … dabei gibt es wohl ein Lamm zu essen … auch wenn dann das echte ein-für-alle-Mal Passalamm noch mit am Tisch sitzt …

Ein ganz besonders tröstlicher Vers für mich ist Vers 32 – die ganz persönliche Zusage Jesu an Simon Petrus, dass er für ihn gebetet hat, dass sein Glaube nicht aufhört … das ist evtl das Gebet, von dem Johannes in Kapitel 17 berichtet.

  • Jesus ist eben nicht nur der Anfänger, sondern auch der Vollender unseres Glaubens! Er bewahrt uns im Glauben … gerade auch durch sein Beten für uns!

Die Jünger selber erweisen sich dann als sehr schwach und wenig zuverlässig. Sie verschlafen fast Jesu Gefangennahme und dann verleugnet Petrus auch noch den Herrn. Jesus hingegen ist nicht nur voller Liebe und Barmherzigkeit … er ist auch voller Mut und Klarheit und bekennt sich selber als den Sohn Gottes (v.70).

  • Wir sehen hier also ganz deutlich, auf wen allein Verlass ist. Wir Menschen sind schwach – aber Jesus ist ein mächtiger Retter. Er ist der gute Hirte, der keines seiner Schafe verliert.
  • Dafür preise ich IHN!

2 Mose 14

In diesem Kapitel lesen wir nun den sehr bekannten Bericht von der Rettung aus der Sklaverei durch das Wasser. Was wir hier sehen ist ein Schatten dessen, was Jesus am Kreuz für uns getan hat und was in der Taufe sichtbar zum Ausdruck kommt.

Wir lesen immer wieder, dass der HERR verdeutlicht, dass er Alles im Griff hat. Wir lesen aber gleichzeitig auch von den Klagen des Volkes, das ganz offensichtlich an Gottes Wort zweifelt und mehr auf das sieht, was vor Augen ist und das dann eben falsch interpretiert.

  • Das geschieht bis heute und wir müssen immer wieder neu lernen, Gott zu vertrauen und nicht unserer eigenen Interpretation dessen was wir vor Augen haben.

 

Lukas 20

Zu Beginn des Kapitels lesen wir von Jesus, der im Tempel das Evangelium predigt. Daraufhin wird er von einer Abordnung von Hohenpriestern, Pharisäern und Schriftgelehrten nach der Quelle seiner Autorität gefragt. Im Fortgang wird deutlich, dass Jesus sofort erkennt, dass das keine offene Frage ist.

  • Fragen, die nach Erkenntnis suchen, sind etwas, das Gott fördert.
  • So zu fragen, ist gut und weise.

Aber hier sind Feinde Jesu am Werk, die Argumente gegen ihn suchen. Jesus antwortet mit einer Gegenfrage zur Taufe des Johannes. Und dann wird sichtbar, dass die Frager letztendlich kühl kalkulierend agieren und so dann unwissend stellen und eine Antwort verweigern. Jesus nennt das beim Namen und sagt dann klar, dass er dann auch nicht antworten will.

Stattdessen lehrt er dann in Form eines Gleichnisses, was mit den ungläubigen Juden geschehen wird und verkündet sich selbst als den „Eckstein“. Damit eskaliert er sich ganz bewusst die Situation.

Im Fortgang lesen wir dann weitere Fragen, die Jesus gestellt bekommt. Dabei wird deutlich, dass die Frager nicht wirklich etwas lernen wollen. Sie fragen mit dem Motiv, Jesus zu Aussagen zu verleiten, die sie gegen Ihn verwenden könnten.

Doch Jesus ist der WEISE, von dem die Psalmen und Sprüche immer wieder zeugen. Seine Antworten sind so weise, dass die Frager selbst dumm da stehen.

Und so bringt Jesus Licht ins Dunkel. Er zeigt wer ER selber ist und er offenbart die falschen Motive seiner Feinde.

  • Wir tun gut daran, Jesu Weisheit zu akzeptieren und ihn nicht in Frage zu stellen. Und wenn er in Frage gestellt wird, sollten wir Gott um Weisheit bitten, dass er uns die richtigen Worte gibt. Dabei muss man nicht auf jede kritische Frage eine Antwort haben. Manchmal ist es viel sinnvoller, durch eine Gegenfrage die Motive der Frager und Kritiker offen zu legen.

Am Ende des Kapitels wendet Jesus dann seinen Jüngern zu und warnt sie ganz direkt vor diesen schein-heiligen Kritikern.

  • Das sollten auch wir bedenken. Es gibt scheinbar fromme Leute, die Feinde des Evangeliums sind. Vor ihnen sollten wir uns in Acht nehmen.

2 Mose 13

Zu Beginn des Kapitels lesen wir, dass der HERR Dinge anordnet, die das Volk in Zukunft an den Exodus erinnern sollen. Das Auslösen der Erstgeburt verdeutlicht, dass das Volk und all sein Besitz dem Herrn gehört und das Fest der ungesäuerten Brote erinnert direkt an den Auszug.

Dann weist Gott seinem Volk den Weg. Gott weiß darum, dass Israel nicht sonderlich mutig ist und so legt er eine Route fest, die das Volk dann auch wirklich gehen wird. Gott kennt uns und weiß halt, was er uns zumuten kann. Und er ist bei seinem Volk – damals in Wolken- und Feuersäule – und heute durch seinen Geist!

Zu guter Letzt sehen wir auch noch, dass Josef nicht vergessen wird. Man nimmt ihn mit ins gelobte Land!

 

Lukas 19

Zu Beginn von Kapitel 19 lesen wir den bekannten Bericht über Zachäus. Das ist ein gutes Beispiel für Jemanden, der bei Jesus Annahme findet. Und es offenbart uns, dass zuerst einmal Jesus die Verlorenen sucht und sucht und nicht anders herum – wie manchmal behauptet wird.

  • Möge der HERR uns dabei helfen, uns immer allein auf SEINE Gnade zu verlassen und eben nie auf das, was wir zu bieten haben.
  • Und mögen wir dann erleben, wie Segensreich ein Leben in Seiner Nachfolge ist.

Im Gleichnis von den anvertrauten Pfunden sehen wir, dass wir das, was wir bekommen haben, treu verwalten sollen. Wiederum argumentiert Jesus vom Kleineren zum Größeren. Was schon im Hinblick auf den Fürsten gilt, gilt erst recht für Gott.

  • Darum sind wir dazu aufgerufen, treu und fleißig das einzusetzen, was Gott uns gegeben hat. Das umso mehr, da wir einen guten König haben, der uns für Sein gutes Werk einsetzt.

Dann lesen wir von Jesu Einzug in Jerusalem, seinen Tränen über diese religiöse und doch ungläubige Stadt und von seiner Tempelreinigung.

  • Er ist der König, der unsere Anbetung verdient und wahrer Gottesdienst ist etwas sehr Anderes, als einfach das weltliche Leben in den Tempel zu verlegen.
  • Echter Gottesdienst hat etwas damit zu tun, dass wir ein neues Leben haben und das sollte dann eben auch sichtbar werden. Wenn der Gottesdienst also so aussieht wie das, was auch die Welt tut, dann stimmt sehr wahrscheinlich etwas nicht.

2 Mose 12

In Kapitel 12 sehen wir das Original-Passahfest, das dann ja zu einem regelmäßigen Fest werden sollte, bis es dann ca. 1500 Jahre später in einem ganz besonderen Passamahl seine ewige Erfüllung finden würde. An diesem Tag aß Jesus zuerst das Passalamm mit seinen Jüngern, bevor er dann selber als das perfekte und ein-für-alle-Mal Passalamm starb, so dass durch sein vergossenes Blut alle gerettet würden, die auf IHN vertrauen.

In Vers 14 lesen wir davon, dass das Passafest ein Gedenktag war und das ist es ja bis zum heutigen Tag, da wir ja immer noch Gründonnerstag und Karfreitag feiern!

Gott legt großen Wert darauf, dass alle Aspekte dieses Mahls und dieser Feier an die nächsten Generationen weitergegeben werden. Das sollten wir auch heute noch tun. Sonst kann zum Beispiel eine Abendmahlsfeier bald sehr sinnentleert sein.

Ab Vers 29 sehen wir dann, dass der Pharao erst agiert, als es zu spät ist. Und selbst da wird er ja noch wieder umkippen. Aber Gott rettet sein Volk. Der Exodus beginnt. In Vers 38 wird aber deutlich, dass auch Ausländer dabei waren, die aber nur unter bestimmten Bedingungen komplett zu Israel gehören konnten (v.43f). Hier erfahren wir nun, dass in 430 Jahren aus der Großfamilie von 70 Leuten ein Volk mit 600.000 Männern plus Frauen und Kindern geworden ist, d.h. sicherlich gut 2 Millionen.

  • Gottes Verheißung eines großen Volkes hat sich also schon damals erfüllt.

 

Lukas 18

In Kapitel 18 lehrt uns Jesus, wie wir zu Gott kommen sollten.

In den ersten beiden Gelichnissen geht es um das Beten. Das Gleichnis von der bittenden Witwe und dem nicht-gottesfürchtigen Richter mag im ersten Moment ähnlich seltsam klingen, wie das Gleichnis in Kapitel 11 vom bittenden Freund (11,5ff). Der Punkt ist hier jeweils, dass Gott doch noch viel mehr und eher bereit dazu ist, den Bittenden zu helfen. Von daher sollten wir Gott beharrlich bitten. Genau das erklärt Lukas uns ja auch schon in Vers 1: „Er sagte ihnen aber ein Gleichnis darüber, dass sie allezeit beten und nicht nachlassen sollten.“

Ab Vers 9 lehrt Jesus dann durch das Gleichnis vom Zöllner und Pharisäer, dass unser Gebet aus einer Haltung der Demut kommen sollte. Wir kommen nicht fordernd und erwarten, dass Gott unsere Gebete erhört, weil wir so toll sind, sondern wir kommen in Demut im Wissen darum, dass wir von Gott gar nichts fordern können und einfach Bittsteller sind.

Ab Vers 15 illustriert Jesus diese Haltung durch Kinder, die zu ihm gebracht wurden und dann wohl in seine Arme liefen. Sie kommen einfach voll Vertrauen – nicht auf sich selbst und ihren Wert bedacht, sondern einfach voll kindlichem Zutrauen.

  • So sollten wir zu Gott kommen.

Auch der Bericht über den reichen Jüngling illustriert diesen Punkt – dieses Mal nur von der anderen (negativen) Seite. Der reiche Jüngling kommt mit viel „Selbstvertrauen“ und fragt, was er tun müsse. Er denkt also, dass er etwas tun könne, um in das Reich Gottes zu kommen.

Jesus zeigt ihm anhand der Gebote seine Limitationen, doch der Jüngling erkennt diese nicht und meint, die Gesetze gehalten zu haben. Dann wird Jesus deutlicher, indem er ihm klar sagt, was sein Götze ist, den er dem HERRN vorzieht, nämlich sein Reichtum. Und nun geht der Jüngling tatsächlich davon.

  • Das sollte uns eine Warnung sein und uns dazu bringen, uns zu hinterfragen.
  • Gibt es einen Götzen oder eine Lieblingssünde, die wir nicht bereit sind, los zu lassen?

Die Jünger sind schockiert, denn der reiche Jüngling schien doch so gut dabei zu sein. Er hatte es zu etwas gebracht, sicher aus gutem Elternhaus, klug, erfolgreich und auch noch sehr moralisch. Und er war voller Ehrerbietung zu Jesus gekommen. Doch gerade solche Leute tun sich oft schwer damit, ihre eigene Schuld und Hilfsbedürftigkeit zu erkennen.

Jesus erklärt dann, wer überhaupt zu Gott kommen kann. Aus eigener Kraft kann das niemand. Es bedarf des gnädigen Eingreifens Gottes.

  • Die Jünger offenbaren durch ihre konsequente Nachfolge, dass sie genau das erlebt haben.

Jesus zeigt dann, welchen Weg er gehen muss. Doch das ist noch zu viel für die Jünger. Sie verstehen es noch nicht, obwohl Jesus deutlich macht, dass das was geschehen wird schon im AT angekündigt wurde.

Der abschließende Bericht der Heilung des Blinden ist eine großartige Zusammenfassung des Kapitels. Der Blinde bittet inständig und lässt sich auch nicht von Anderen dazu bringen, zu schweigen. Er weiß, dass er Hilfe braucht und bittet darum. Und dann wird deutlich, dass es Jesus ist, der uns Erkenntnis schenken muss. So wie er den Blinden sehend macht, muss er auch geistlich Blinde sehend machen. Und wer Ihn dann wirklich erkennt, der folgt ihm konsequent nach, so wie der Blinde und so wie seine Jünger.

  • Möge das auch auf uns zutreffen.
    • Mögen wir viel und ausdauernd beten und dabei demütig vor Gott kommen
    • Möge der Herr uns kindliches Gottvertrauen schenken und klar erkennen lassen, dass wir allein auf sein Wirken angewiesen sind.
    • Und möge er uns bereit machen, IHM konsequent zu folgen!

2 Mose 11

In Vers 1 offenbart Gott, dass ER alles im Griff hat. Er lenkt die Gedanken und Taten des Pharaos so, dass dieser genau das tut, was Gott will. Natürlich ist der Pharao sich darüber nicht bewusst – aber das ändert nichts an der Tatsache, dass er genau so handelt, wie Gott es vorgesehen hat. Das ist eine Paradebeispiel, wie Gottes Souveränität und das „freie“ Handeln von Menschen eben nicht im Widerspruch zueinander stehen, auch wenn wir das in unseren Köpfen nicht zusammen bekommen.

Vers 2 mag im ersten Moment seltsam klingen. Aber auch das ist etwas, das Gott schon längst so geplant hatte und die Erfüllung der Worte aus 2. Mose 3,22.

Ab Vers 4 kommt dann die Ankündigung der letzten Plage. Wie schon zuvor bleibt der Pharao stur. Obwohl das dumm und sündig ist, ist es doch auch genau das, was Gott wollte. Das mag sehr seltsam klingen … aber in gewisser Weise lässt Gott Sünde ganz gezielt zu, um seine Pläne auszuführen und dadurch sogar noch verherrlicht zu werden. Die Kreuzigung des Herrn Jesus ist DAS Beispiel par exellence dafür.

 

Lukas 17

Zu Beginn von Kapitel 17 lesen wir verschiedene Lehren Jesu.

Er kündigt an, dass es Verführungen geben wird und warnt die Verführer (17,1-2), er ruft Christen auf, einander zurecht zu weisen, wenn das nötig ist und dann immer wieder bereit dazu zu sein, einander zu vergeben (3-4), er lehrt über die Kraft wahren Glaubens (5-6), erklärt, dass wir hier auf Erden zuerst einmal Knechte Gottes sind und Gott gegenüber keine Forderungen zu stellen haben (v.7-10) und ermahnt zu Dankbarkeit für die erlebte Heilung (Rettung), durch die sich unser Glaube offenbart, durch den wir gerettet werden (v.11-19).

  • Insbesondere die Worte zum „Knechtslohn“ (v.7-10) sind eine harte und zugleich ganz wichtige Erinnerung, da wir Menschen uns tendenziell um uns selbst drehen und aus dem Blick verlieren, wem alle Ehre gebührt!

Und dann (ab Vers 20) spricht Jesus direkt über das kommende Gottesreich. Hier sehen wir sehr deutlich die Lehre vom „schon jetzt und noch nicht“. Das Reich ist schon da aber es breitet sich eher im Verborgenen aus. Mit jedem Menschen, der zum Glauben und damit unter die Herrschaft von König Jesus kommt, breitet sich sein Reich aus. Aber eines Tages wird Jesus sichtbar wiederkommen und dann kommen mit IHM das Gericht und die Fülle des Reichs. Und das wird nicht still und leise geschehen, sondern sehr deutlich sichtbar.

  • Wer diese Passage liest kann meines Erachtens kaum an eine „geheime Entrückung“ glauben.
  • Außerdem klingt es für mich so, als wäre das Kommen Jesu der Zeitpunkt zu dem sowohl die Erlösung der Gläubigen kommt (ihre dem Herrn „Entgegenrückung“) und das Gericht über die Ungläubigen (so wie das ja auch schon Schattenhaft zur Zeit Noahs und Lots kam).

Vor allem aber ist es wichtig, dass wir immer wieder daran erinnert werden, DASS JESUS wiederkommt. Das „Wann“ und „Wie“ sind zwar spannende Fragen ABER von größter Bedeutung ist vor allem der Fakt, dass er wiederkommen wird!

2 Mose 10

In Kapitel 10 sehen wir dann, dass die ersten Ägypter den Pharao bedrängen, doch endlich zur Einsicht zu kommen. Aber der Pharao hält lieber an seinem Stolz fest, als sein Volk vor mehr Unheil zu verschonen. Die Heuschrecken erinnern dabei an das spätere Gericht über Israel zur Zeit des Propheten Joel.

In Vers 20 wird nun nochmal ganz deutlich betont, dass Gott diesen Zyklus an Plagen genauso gewollt hat. Gott bringt viele Wiederholungen hervor, um unzweifelhaft deutlich zu machen, dass ER es ist, der rettet!

 

Lukas 16

Das Gleichnis zu Beginn von Kapitel 16 wirft sicher auch einige Fragen auf. Hier wird ein unehrlicher Verwalter gelobt und ein scheinbarer Auftrag erteilt, ähnlich zu handeln: „Lk 16:9  Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.“

Letztendlich geht es wohl darum, dass wir die Dinge dieser Welt immer großzügig zum Wohle Anderer einsetzen sollen, da wir eines Tages selber davon abhängig sein werden, dass Gott uns gnädig und barmherzig annimmt.

Überhaupt geht es dann weiter darum, wie man mit Besitz umgehen soll. Treue und Großzügigkeit sind dabei die großen Stichworte. Beides haben die Pharisäer nicht … und eben auch nicht der reiche Mann, der den Lazarus ignoriert hatte.

Dabei wird dann auch deutlich, dass es keinen Weg aus der Hölle gibt. Der Tod markiert den Punkt, an dem das ewige Schicksal feststeht. Die Kluft ist dann unüberbrückbar (16,26).

Interessant ist dabei auch, auf wen die Menschen hier auf Erden hören müssen … eben nicht auf zurückgesandte „Verstorbene“, sondern auf Mose und die Propheten. Das klingt auch schon zuvor bei Jesu Worten an die Pharisäer durch (16,17)

  • Wir tun gut, auf Gottes Wort zu hören … denn es weist uns den Weg zum ewigen Leben. Den Zugang können wir uns nicht erkaufen, sondern wir müssen ich durch den Glauben an den alleinigen Retter Jesus Christus geschenkt bekommen!

2. Mose 9

In Kapitel 9 sehen wir dann nochmal ganz deutlich (wie dann ja später auch bei Jesus und den Aposteln), dass allein die Wunder und Strafen Gottes, Menschen nicht zu wahrhafter Busse und Glauben bringen. Diese sind Zeichen, die uns helfen, etwas klarer zu erkennen, dass wir grundsätzlich schon bereit sind zu sehen … aber ein Wunder allein, wird niemanden bekehren (siehe dazu auch Jesus Worte z.B. in Mk. 8).

Bei der 7. Plage sehen wir dann, dass Gott auch die gläubigen Ägypter rettet … jeder, der auf Gottes Wort hört, wird verschont.

 

Lukas 15

Kapitel 15 bringt drei zentrale Berichte über Verlorenes, das wiedergefunden wird. Diese drei Berichte erklären einander und sind gegründet in den ersten beiden Versen. Hier wird deutlich, dass Jesus diese Gleichnisse denen sagt, die keine Liebe für die Verlorenen haben, die von Jesus gefunden werden. So hilft uns Lukas, den Bericht vom verlorenen Sohn richtig zu verstehen.

  • Die Verlorenen (Schaf, Groschen, Sohn) sind jeweils Symbole für Menschen, die im Unglauben verloren sind. Doch Gott greift ein. Er sucht, findet und rettet. Und dann jubilieren die Engel im Himmel.
  • Beim Sohn ist das Suchen und Retten des Vaters nicht so offensichtlich … hier steht dann vor allem die Gnade des Vaters im Vordergrund, der die Verlorenen annimmt, wenn sie im Wissen um ihre Schuld zu ihm kommen.