In Kapitel 3 war bereits die Rede davon, dass das Ziel des Glaubens „die Ruhe“ beim Herrn ist. In Kapitel 4 sehen wir, dass der Weg zur Ruhe und damit der Weg des Glaubens nicht immer leicht ist.

Der Schreiber des Hebräerbriefs zeigt vom AT her, dass Israel die Ruhe verfehlt hat, weil sie das Wort Gottes zwar gehört, aber eben nicht im Glauben angenommen haben.

Außerdem zeigt er, dass die Ruhe erst mit einem bestimmten „Heute“ beginnt. Jesus hat das „Heute“ bei seinem ersten Kommen eingeläutet – und wenn er wiederkommt, ist es dann endgültig so weit.

  • Um diesen Tag zu erreichen müssen also auch wir nicht nur das Wort hören, sondern es glauben und darauf achthaben. Auch bei uns gibt es da immer mal wieder Phasen des Murrens und des Ungehorsams. Das Wort ist lebendig und wenn wir ihm Raum geben, wird es uns unsere Sünden zeigen und uns in die Arme unseres Retters und Herrn treiben. Denn wir alle brauchen Jesus Christus als unseren Hohepriester, der um unsere Schwachheit weiß und uns gnädig ist, wenn wir im Glauben zu ihm kommen.
    Er weiß ohnehin um alles in unserem Leben und durch sein Wort hilft er uns, uns auch selber immer besser kennen zu lernen und Sünde in unserem Leben zu identifizieren.
  • Und so tun wir gut daran, uns immer wieder von Gottes Wort die Wahrheit zeigen zu lassen und uns dann Jesus zuzuwenden, unserem Propheten, Priester und König!

In Kapitel 3 sehen wir dann, dass Christus auch größer als Mose ist.

Dabei ist die Ansprache an die Gläubigen in Vers 1 bemerkenswert: „ihr heiligen Brüder, die ihr teilhabt an der himmlischen Berufung,“

  • Ist das nicht großartig?

Und dann lesen wir eine interessante Bezeichnung Jesu: „den Apostel und Hohenpriester.“

  • Eigentlich findet jedes biblische Amt in Jesus seine vollkommene Erfüllung. Er ist König, Priester und Prophet … und Apostel.

Im Fortgang kommt dann der Vergleich zu Mose. Mose wird dabei sehr hervorgehoben und doch wird eben deutlich, dass Jesus viel größer und bedeutender ist.

In Kapitel 3, Vers 6 (und dann ganz ähnlich auch noch mal in Vers 14) lesen wir eine (bzw zwei) Aussage, die verdeutlicht, dass die Zukunft offenbart, was in der Gegenwart zutrifft.

So heißt es: „Sein Haus sind wir, wenn wir das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung festhalten.“ und dann in Vers 14: „wir haben an Christus Anteil bekommen, wenn wir die Zuversicht vom Anfang bis zum Ende festhalten.“

Ob wir im Hier und Jetzt Christen sind (zu Christus gehören) erweist sich letztendlich daran, ob wir an ihm festhalten. Man könnte eben auch andersherum sagen; wer nicht an Christus festhält, war nie wirklich ein Christ. Deswegen sollten wir unser Christ-sein nicht über etwas aus der Vergangenheit definieren, sondern tagtäglich dadurch offenbaren, dass wir im Glauben leben.

Trotzdem ist es natürlich legitim, auf Ereignisse wie eine Glaubenstaufe zurück zu sehen und sich darauf zu besinnen, dass wir uns zu Christus bekannt haben und uns zugesprochen wurde, dass Gott uns liebt und festhält.
Andererseits sollte die Geschichte des Volks Israel uns eine Warnung sein. Israel hat trotz seiner Treueschwüre nach dem Erhalt des Gesetzes eben letztendlich durch sein Murren und seine Untreue gezeigt, dass sie nicht wirklich gerettet waren. Deshalb durfte Israel damals nicht in die Ruhe einziehen.

  • Ich befürchte, dass es ganz ähnlich auch mit vielen „Christen“ ist, die nie wirklich bei Jesus die Vergebung ihrer Schuld erbeten und ihn ganz bewusst als ihren HERRN angenommen und sich seiner Gemeinde angeschlossen haben.
  • Von daher finde ich es durchaus auch gut, wenn jemand das immer mal wieder ganz bewusst tut. In den gestrigen Taufzeugnissen konnten wir ein gutes Beispiel dafür hören. Dann ist es letztendlich auch egal, wann jemand Christ wurde … ob mit 7 oder mit 24 oder mit über 80.

Wer bis zum Ende im Vertrauen auf Christus und mit dieser Zuversicht lebt, der wird das große Ziel erreichen – … die ewige Ruhe bei Gott. Und die ist nicht langweilig, sondern über alle Maßen herrlich.

  • Möge der HERR uns alle das eines Tages erleben lassen!

In Kapitel 2 wird weiterhin Jesus hervorgehoben. Wir hatten gestern bereits bedacht, dass er höher als die Propheten und Engel ist. Die Worte Jesu sind von größter BedeutungEr ist der Botschafter Gottes schlechthin und deshalb gibt es nur eins: Wir sollten auf das Wort achten, dass ER uns verkündet hat (Heb 2,1-4), denn er allein bringt uns das Heil.

Nicht auf Jesu Worte zu hören führt dazu, dass wir das Heil verfehlen!

ER ist der Schöpfer und HERR der ganzen Welt – gerade auch weil ER sich für eine Zeit erniedrigt hat und in diese Welt kam und uns Menschen gleich wurde. Das tat er, um die Schuld unserer Sünden zu sühnen und uns dann zur Herrlichkeit zu führen.

Jesus wird uns hier also einerseits in seiner ganzen Größe und Erhabenheit gezeigt. Andererseits lehrt uns der Schreiber des Hebräerbriefs auch, dass Jesus uns ganz nahe gekommen ist und sich eng mit uns verbunden weiß. Er ist unser „großer Bruder“ und weil er das menschliche Leben hier auf Erden selber durchlebt und durchlitten hat, ist er auch dazu befähigt, uns in unseren Versuchungen beizustehen.

  • Ich finde es immens tröstlich zu wissen, dass Jesus uns wirklich versteht – gerade auch in unseren Versuchungen.
  • Vor allem ermutigt es mich zu bedenken, dass er nicht der HERR mit einem erhobenen Zeigefinger ist, sondern auch ein Bruder, der meine Schwäche und Not kennt und mir gerade deshalb auch hilft.

Der Hebräerbrief zeigt uns Christus in all seiner Einzigartigkeit und damit in seiner Überlegenheit über alle Dinge.

Gleich zu Beginn lesen wir davon, dass er größer als die Propheten ist. Seine Offenbarung ist das letzte Wort und er ist nicht nur ein Bote Gottes, sondern Gott selbst – „er ist der Abglanz von Gottes Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens.“ Sein Wort ist voller Macht, er hat unsere Erlösung bewirkt und er regiert.

Diese Eingangsworte sind voller tiefer Christologie! Und so kann dann der Schreiber auch klar und deutlich festhalten, dass Jesus größer als die Engel ist.

Manche Ausleger verstehen hier „Engel“ nicht im Sinne der himmlischen Wesen, sondern im Sinne von Boten und beziehen das auf die Propheten. Im Zusammenhang mit den ersten 3 Versen kann ich das gut nachvollziehen. Andererseits wird im Fortgang dann das Wort Engel eindeutig im Hinblick auf himmlische Wesen (1,7 / 1,14) gebraucht und es erscheint mit eher unwahrscheinlich, dass der Hebräerbrief das gleiche Wort innerhalb weniger Verse auf zwei ganz unterschiedliche Weisen gebraucht.

Fakt ist aber auf jeden Fall, dass Jesus größer als die Propheten und größer als die Engel ist 🙂

Diese Grundthese belegt der Schreiber durch verschiedene AT Zitate.

  • Mein Gebet für uns ist, dass wir durch das Lesen des Hebräerbriefs wieder neu ins Staunen darüber kommen, wer Jesus ist und was er für uns getan hat.

Nach dem Schiffbruch, von dem in Kapitel 27 die Rede war, wird nun zu Beginn von Kapitel 28 berichtet, wo die Passagiere Rettung fanden (auf der Insel Malta) und was dort geschah. Die Gestrandeten werden von den Einheimischen freundlich aufgenommen.

Dann wird Paulus von einer Giftschlange gebissen. Was dann geschieht sollte uns eine Warnung davor sein, Ereignisse vorschnell zu interpretieren.

  • Zuerst wird unterstellt, dass Paulus ein Mörder sein müsse, wenn Gott (bzw die „Götter“) es zulassen, dass er nach dem Schiffbruch nun auch noch von einer Schlange gebissen wird.
  • Doch nachdem nichts passiert kommt es dann zu einer zweiten ebenfalls falschen Schlussfolgerung: angeblich sei Paulus wohl ein Gott.

Was wir daraus lernen sollten ist, dass wenn Gott uns nicht klar sagt, wie wir etwas interpretieren sollten, wir sehr vorsichtig sein sollten.

Auf jeden Fall zeigen sich auf Malta wieder die besonderen Gaben des Apostels Paulus und so heilt er auch noch Viele. Hier wird nicht von der Entstehung einer Gemeinde berichtet, aber es sehr wahrscheinlich, dass schon damals das Evangelium nach Malta kam … ein Schiffbruch dient also zur Evangelisation einer Mittelmeerinsel J

Dann geht die Reise nach Rom weiter. Dabei klingt die Beschreibung der Fahrt und Ankunft weniger nach einem Gefangentransport, als vielmehr nach einer weiteren Missionsreise. Immer wieder kommen Gläubige, um von Paulus zu hören. (28,11-16)

Letztendlich kommt Paulus nach Rom … und dort endet die Apostelgeschichte. Der letzte Satz klingt wie eine Bestätigung, dass die Verheißung aus Kap. 1, Vers 8 erfüllt worden ist. („8 aber ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“)

28:30-31   Paulus aber blieb zwei volle Jahre in seiner eigenen Wohnung und nahm alle auf, die zu ihm kamen,  31 predigte das Reich Gottes und lehrte von dem Herrn Jesus Christus mit allem Freimut ungehindert.“

  • Das Evangeliumszeugnis ist im Zentrum der damaligen Welt angekommen und wird dort vom (gefangenen) Paulus mit allem FREIMUT und UNGEHINDERT verkündet!
  • Möge es der HERR schenken, dass auch wir unerschrocken den HERRN verkünden, wo auch immer ER uns hinstellt.

Zu Beginn von Kapitel 27 wird berichtet, wie Paulus nun nach Italien geschickt wird. Er hatte sich ja auch den Kaiser berufen und zu ihm wird er nun gebracht.

Gleich zu Beginn der Seereise berichtet Lukas zum wiederholten Male sehr positiv über einen Regierungsbeamten. Julius ist der Hauptmann und Aufpasser, der es aber mit Paulus sehr gut meint.

Die Fahrt geht aber nur langsam voran. Paulus scheint dann eine prophetische Einsicht zu haben, denn er warnt vor der Weiterfahrt. Aus für mich gut nachvollziehbaren Gründen hört man aber eher auf die Bewertung des Steuermannes und des Schiffsherrn.

Doch dann kommt es tatsächlich so, wie Paulus gesagt hatte und spätestens jetzt ist man bereit, auf ihn zu hören (v.21ff). Er hat eine Engelserscheinung und der Engel sagt ihm zu, dass er nach Rom kommen wird. Diese Zusage und Ermutigung gibt Paulus bewusst weiter.

Beim Fluchtversuch der Schiffsleute sehen wir, dass Paulus eine bemerkenswerte persönliche Autorität hatte – man hört auf ihn und die Soldaten machen diesem Plan ein Ende.

Schließlich gibt Paulus weitere Anweisungen – jetzt dazu, die letzten Vorräte zu essen und er sagt den Reisenden zu, dass ihnen nichts zustoßen wird.

  • Es ist schon erstaunlich, wie die gesamte Reisegesellschaft von 276 Leuten nun auf Paulus hört und ihm vertraut.

Doch dann wird es doch noch einmal brenzlig. Nachdem das Boot auf einer Sandbank aufgelaufen war, wollten die Soldaten plötzlich die Gefangenen töten.

  • Die Loyalitäten können so schnell wechseln … eben noch hören alle auf Paulus und jetzt ist er wieder ein Gefangener, denn man im Zweifelsfall einfach umbringen kann.
  • Aber Gott gebraucht den Hauptmann, um diesen teuflischen Plan aufzuhalten.

Ich denke, dass wir hier zwei Dinge sehen können:

  1. Gott hat alles im Griff … er führt aus, was er angekündigt hat und er weiß auch, wann seine Leute mal eine Ermutigung brauchen.
  2. Das Wohlwollen der Welt mit uns Christen ist immer nur bedingt. Wir sollten uns niemals zu sehr davon abhängig machen. Letztendlich ist es allein Gott, auf den Verlass ist und der verlässlich für uns sorgt, doch dabei gebraucht er für gewöhnlich Menschen. Und dafür dürfen wir dankbar sein.

In diesem Kapitel lesen wir zum dritten Mal den Bericht von der Bekehrung des Paulus. Ähnlich wie schon in Kapitel 22 erzählt er hier die Ereignisse in Form einer Verteidigungsrede.

Gleichzeitig ist das ein gutes Beispiel für ein effektives Zeugnis.

Er beschreibt sich selbst von vor der Zeit seiner Bekehrung. Dann sagt er, wie er bekehrt wurde und dann erklärt er, was seitdem geschehen ist.

Paulus ist dabei wichtig, dass deutlich wird, dass der christliche Glaube nicht im Widerspruch zum jüdischen Glauben steht, sondern daraus hervorgeht: „26:6-7   6 Und nun stehe ich hier und werde angeklagt wegen der Hoffnung auf die Verheißung, die unsern Vätern von Gott gegeben ist.  7 Auf ihre Erfüllung hoffen die zwölf Stämme unsres Volkes, wenn sie Gott bei Tag und Nacht beharrlich dienen. Wegen dieser Hoffnung werde ich, o König, von den Juden beschuldigt.“

  • Jesus Christus ist der, auf den die Juden gehofft haben. Er ist nun gekommen, gestorben und wiederauferstanden … und das ist die ganze Freude des Paulus.
  • Dann gibt Paulus auch sein ganz persönliches Zeugnis.

Für Festus macht das Alles keinen Sinn. So geht es ja oftmals den unwissenden Ungläubigen. Aber Agrippa versteht mehr … und Paulus weiß, dass Agrippa mehr versteht und mehr glaubt!

26:28-29  28 Agrippa aber sprach zu Paulus: Es fehlt nicht viel, so wirst du mich noch überreden und einen Christen aus mir machen.  29 Paulus aber sprach: Ich wünschte vor Gott, daß über kurz oder lang nicht allein du, sondern alle, die mich heute hören, das würden, was ich bin, ausgenommen diese Fesseln.“

  • In diesen Worten klingt ganz viel von der Herzenshaltung des Paulus durch. Auch wenn er sich hier eindeutig als Vorbild präsentiert, ist das weder arrogant, noch intolerant. Es ist liebevoll und einladend.
  • So sollten auch wir den exklusiven Anspruch des Evangeliums weitergeben.

Schließlich wird die Unschuld des Paulus klar festgestellt. Trotzdem wird er nicht freigelassen. Da er sich auf den Kaiser berufen hat, wird er nun nach Rom gebracht werden … und wenngleich das bedeutet, dass er ein Gefangener bleibt, bekommt er so nun die Gelegenheit, das Evangelium eben auch in Rom zu bezeugen.

Auf den Statthalter Felix folgt nun Festus. Er ist entschlussfreudiger, als sein Vorgänger, weiß aber auch weniger über den jüdischen Glauben und die Christen. Vor allem aber ist er darauf bedacht, es den Juden recht zu machen.

Der Weg zu einem Verfahren in Jerusalem ist für Paulus gleich doppelt gefährlich. Zum einen haben die Juden geplant, ihn unterwegs in einen Hinterhalt zu führen. Zum anderen würde dort die Stimmung sicher noch viel hitziger sein, so dass es nicht ganz unwahrscheinlich wäre, dass Festus den Juden nachgäben und Paulus verurteilen würde.

  • Paulus sieht sich nun gezwungen, sich auf den Kaiser zu berufen.
  • Dabei ist das dann ja auch genau der Schritt, der notwendig war um nach Rom zu kommen, was Paulus ja schon länger vorhatte und was Gott ihm auch schon zugesagt hatte.

Doch vorher kommt noch der König Agrippa hinzu. In seinen Erklärungen an Agrippa offenbart Festus, wie wenig er über den Glauben versteht. Aber er weiß, um wen es vor allem geht – um Jesus – und darum, ob er lebt!

  • Das ist tatsächlich von größter Bedeutung.
  • Ich hoffe, dass wir alle fest davon überzeugt sind, dass Jesus lebt und durch seinen Geist gegenwärtig ist!

Nachdem am Ende von Kapitel 23 berichtet worden war, dass Paulus nach Cäsarea überführt wurde, lesen wir nun in Kapitel 24 davon, dass Paulus sich vor dem Statthalter Felix gegen die Anklagen des Hohepriesters verteidigt.
Der Statthalter Felix ist ein Richter, der nicht vorschnell richtet. Er hört die Verteidigungsrede des Paulus an. Paulus spricht die Wahrheit, agiert dabei dabei aber nicht naiv, sondern sehr klug. Er bringt den Streit zurück zur Frage der Auferstehung, so wie er es schon Jerusalem getan hatte.

  • Ich denke, dass das auch für uns eine Lehre sein kann. Einerseits sollen wir bereit sein, Unrecht geduldig zu ertragen und auf Gott zu hoffen. Andererseits dürfen wir uns verteidigen und klug agieren.

Felix hat keine Lust, sich mit den „innerjüdischen“ theologischen Auseinandersetzungen zu befassen. Er ahnt, dass er da nur verlieren kann und so verschleppt er die Sache.

Doch offenbar hat das, was Paulus gesagt hat – oder das, was über ihn gesagt wird – sein Interesse geweckt. Er und seine jüdische Frau kommen mit Paulus ins Gespräch … doch als Paulus auf bestimmte Dinge zu sprechen kam, war das Gespräch schnell vorbei: „24:25 25 Als aber Paulus von Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und von dem zukünftigen Gericht redete, erschrak Felix und antwortete: Für diesmal geh! Zu gelegener Zeit will ich dich wieder rufen lassen.“

  • Das ist ganz typisch für Menschen, die einerseits ein Interesse für Glaubensfragen haben, andererseits aber nicht bereit sind zu akzeptieren, dass Gottes Wort eben nicht nur Interesse, sondern vor allem auch Gehorsam fordert.
    Deshalb ist es eine reale Versuchung für Christen (und leider sehen wir das regelmäßig), bestimmte kritische Dinge wegzulassen, um bloß nicht anstößig zu sein.
  • Aber Jesus und die Apostel hatten da eine andere Überzeugung. Sie predigen immer sehr klar und stellen ihre Zuhörer so bewusst vor die Entscheidung sich zu positionieren.

Für Paulus hat das Konsequenzen … unter Felix bleibt er zwei Jahre im Gefängnis.

Nachdem die Römer davon Abstand genommen hatten, Paulus zu geißeln, um mehr über ihn und die Klagen gegen ihn zu erfahren, bringen sie ihn vor den Hohen Rat.
Paulus beginnt sogleich damit, das Wort zu ergreifen und will wohl predigen. Der Hohepriester Hananias lässt Paulus sofort schlagen, um ihn zum Schweigen zu bringen.
Der dann entstehende Dialog endet damit, dass Paulus sich klar zur Lehre der Bibel bekennt.
Dann ergreift Paulus die Gelegenheit und spielt gezielt verschiedene Gruppen (Pharisäer und Sadduzäer) gegeneinander aus, so dass der Oberst Paulus lieber wieder in Sicherheit bringt.
→ Wiederum sehen wir, dass Regierungen durchaus wertvoll sind und Gottes Werkzeug dabei sein können, Christen schützen.

Dann ermutigt der HERR Paulus ganz persönlich und lässt ihn wissen, dass ER ihn nach Rom führen wird.

Ab Vers 12 lesen wir von einem Mordkomplott, aber der geplante Mordanschlag wird vereitelt und die Römer werden letztendlich zu den Rettern des Paulus und bringen ihn in das sicherere Cäsarea.

All das führt dann später dazu, dass Paulus nach Rom kommt. Und so geschieht dann – trotz -oder auch wegen aller Umstände das, was Paulus sich durch den Geist vorgenommen hatte und was der HERR ihm dann auch zugesagt hatte.

→ Unser Gott ist der souveräne HERR aller Dinge.
→ Er gebraucht dabei selbst die weltlichen Regierungen und überhaupt alle Dinge, um seine Pläne auszuführen.

→ Deshalb dürfen wir getrost durch jeden Tag gehen.