Die Speisung der 4000 ist ein zweites Beispiel dafür, dass Jesus nicht an die Begrenzungen gebunden ist, die wir kennen. Er kann mit 7 Broten 4000 Menschen (Männer?) versorgen. Außerdem offenbart Jesus hier wiederum seine Barmherzigkeit, die ihn dazu motiviert sich der Leidenden (Hungrigen) anzunehmen.

Vor allem aber sind die ersten 9 Verse vor allem auch aufgrund der folgenden Berichte so beachtenswert. Erst verlangen die Pharisäer ein Zeichen, so als ob die Speisung der 4000 kein sehr deutliches Zeichen gewesen wäre.

Dann warnt Jesus die Jünger vor dem Sauerteig der Pharisäer und erntet nur Unverständnis. Die Jünger haben gleich mehrere Dinge immer noch nicht begriffen.
Zum einen, dass der Fokus der Aussage „schaut zu und seht euch vor vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig des Herodes“ sich nicht wortwörtlich auf Sauerteig bezieht, sondern auf die Pharisäer und Herodes-Anhänger abzielt.
Zum anderen, dass Jesus nur wahrlich kein Problem mit scheinbar zu wenig Nahrungsmitteln hat.

Die Jünger sind also noch blind für die geistlichen Wahrheiten, die Jesu lehrt.
Genau dazu passt dann auch der Bericht von der Heilung des Blinden ab Vers 22.
Ich denke, dass Gott Markus so geführt hat diesen Bericht genau an dieser Stelle niederzuschreiben, da in diesem Bericht eben nicht nur die Vollmacht Jesu deutlich wird, sondern weil der Blinde hier auch zeichenhaft für die Jünger steht.
Jesus schenkt dem Blinden zuerst ein wenig Sicht … nun ist er nicht mehr Blind und doch sieht er noch nicht klar. Das kommt dann erst nach einem weiteren Eingreifen Jesu.

Das Gleiche kommt nun im Bezug auf die Jünger. In den Versen 8,27-30 bekennt Petrus den Christus und doch sieht er noch nicht klar, denn er versteht noch nicht, was dies mit sich bringen wird. Das kommt dann erst noch in der zweiten Hälfte des Markus-Evangeliums.

Die Verse 27-30 sind der Mittelpunkt und Wendepunkt des Evangeliums.
Bis dahin stand die Lehre darüber im Zentrum, wer Jesus ist. Die Worte des Petrus in Vers 29 sind die definitive Antwort auf diese Frage.
Aber jetzt, geht es dann darum, wozu er gekommen ist – konkret darum, dass Jesus als der Christus gekommen ist um Sein Leben als Lösegeld für Viele zu geben – und dann am 3. Tage von den Toten siegreich über Tod und Teufel wieder auferstehen wird.

Petrus begreift dies noch nicht und so beginnt Jesus nun seine Lehren über die wahre Nachfolge.
Echte Nachfolge beinhaltet laut Jesus Selbstverleugnung (v.34). Diese Lehre ist heute nicht nur unpopulär, sie ist auch in evangelikalen Kreisen ziemlich in Vergessenheit geraten.

Von daher bete ich für uns alle, dass der Herr unser – wenn nötig – die notwendige Kraft und das notwendige Gottvertrauen schenkt, dass wir uns selbst verleugnen und bereit sind, für Jesus unser Leben zu verlieren, und es gerade so zu retten (das ewige Leben wohl gemerkt – das irdische ist dann ggf vorbei).

In den ersten 23 Versen lesen wir, wie Jesus den Pharisäern deutlich sagt, dass sie ihre eigenen Regeln zum allgemeinen Gesetz machen und dabei die eigentlichen Gebote Gottes aushöhlen. Damit nehmen sie zum einen (1) zu Unrecht den Platz Gottes ein und zum anderen (2) offenbaren sie ihre defizitäre Theologie.
Zu 1) Natürlich ist es im menschlichen zusammenleben okay, sich auf bestimmte Regeln zu einigen. Das ist sogar gut und hilfreich. Aber man sollte immer klar trennen zwischen dem, auf was man sich unter Menschen geeinigt hat und was eine definitive Forderung Gottes ist. Die Pharisäer haben diese Unterscheidung nicht gemacht und das führt sofort in eine unbiblische Gesetzlichkeit.
Zu 2) Die Pharisäer missverstehen das grundsätzliche Problem aller Menschen.
Was Menschen brauchen ist nicht primär eine Verhaltensänderung, sondern ein neues Herz. Und das kann uns nur Gott geben.

Für uns bedeutet das zum einen, dass wir eben nicht nur an den Symptomen (unseren Taten) herumdoktern sollten, sondern immer wieder an der Wurzel ansetzen sollten, indem wir Gott darum bitten, unsere Herzen zu reformieren.
Im Bezug auf andere bedeutet das, dass wir eben nicht zuerst bei den Taten ansetzen sollten, sondern bei den Herzen. Die Welt braucht nicht primär etwas mehr Moral, sondern Erlösung, mit der dann auch eine Beschneidung bzw Veränderung des Herzens einhergeht.

Wir sollten also das Gottes Wort und seine Gebote klar verkündigen, dabei aber immer auch betonen, dass Gott ein guter Gott ist, der es gut mit uns meint. Wenn wir das glauben, sollte das unsere Herzen anrühren, so dass wir dann aus vollem Herzen das tun, was Gott von uns will. Das ist dann der biblische Glaubensgehorsam.

Ab Vers 24 sehen wir dann eine Frau, die Jesus, entgegen aller ‚gesetzlicher‘ Widerstände, aus vollem Herzen vertraut. Sie ist eine Ausländerin und ihre Tochter war nicht einmal anwesend. Diese Herzenshaltung des Glaubens ist das, was Jesus sucht und so heilt er das Kind selbst aus der Distanz und obwohl sie eben keine Jüdin ist und offenbart dadurch seine Vollmacht!

Der letzte Abschnitt ist voller Symbolik. Jesus heilt einen Taubstummen, so dass Er nun Gottes Wort hören und dann auch verkündigen kann. Was hier nochmal deutlich wird ist, dass Jesus souverän eingreifen muss, damit wir Sein Wort hören und verstehen können. Der Herr muss uns ein neues Herz geben – dann werden wir auch Sein Wort hören und verstehen und wir werden erkennen, wer ER wirklich ist.
Faszinierend ist dabei, dass Jesu Worte den Taubstummen hörend macht, so dass er dann Jesus bezeugen kann.

Das sollte allen Menschen ein Vorbild sein, die aufgrund von Gottes Gnade Gottes Wort hören durften. Wer es hört und glaubt, sollte es dann auch weitersagen.

Und so bete ich, dass wir alle vollen Herzens einstimmen können in die Worte aus v.37: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend!

Zu Beginn dieses Kapitels sehen wir, dass die Menschen in Nazareth eine falsche Vorstellung davon, wer Jesus ist. Sie sehen in ihm wahrscheinlich den unehelich gezeugten Sohn der Maria, einen Zimmermann, der natürlich nichts Besonderes ist. Von daher wundern sie sich einfach nur über seine Weisheit, als wirklich auf ihn zu hören.


Letztendlich ist das ein recht typisches Phänomen. So gehen wir doch auch mit Menschen um. Das Bibelwort „der Prophet zählt im eigenen Land nichts“ ist ja gerade deswegen ein bekanntes Zitat.
Und auch im Hinblick auf Jesus ist da Vorsicht geboten. Wenn wir eine falsche Vorstellung von Jesus haben, dann wird er uns ggf enttäuschen oder wir verkennen einfach.

Von daher ist es mein Wunsch, dass wir das Markusevangelium mit offenen Augen und einem offenen Herzen lesen, so dass wir den dreieinigen Gott immer besser kennenlernen können.

Ab Vers 7 wird berichtet, dass Jesus seine 12 engsten Freunde und Wegbegleiter jeweils zu zweit aussendet, so dass sie seinen Verkündigungsdienst unterstützen bzw multiplizieren sollten. aus. Sie predigten die Buße. Dies ist zum einen die Abkehr von den Sünden, aber vor allem auch die Umkehr zu Jesus hin

Auch wenn wir natürlich nicht zu den 12 gehören, so sind auch wir von Jesus als seine Zeugen ausgesandt, damit auch durch uns viele Menschen zur Buße und zum Glauben gerufen werden.

Dann folgt der Bericht über Herodes. Er rätselt darüber wer Jesus ist und zieht eine falsche Schlussfolgerung. Aber so ganz weit daneben liegt er ja nicht. Herodes ist Auf jeden Fall eine interessante Person. Er hat eine gewisse Erkenntnis – immerhin hört er Johannes gerne zu und erkannte ihn als frommen und heiligen Mann. Aber er hat keine echte Umkehr erlebte.
Und so agierte er letztendlich dann doch entsprechend seiner eigenen Interessen.

Auch heute gibt es viele solche Menschen, die eine gewisse Anerkennung für Jesus haben und evtl auch sein Wort mal ganz interessant finden und gerne hören und dann doch nicht unter der Herrschaft des Herrn leben und IHM somit nicht nachfolgen.
Ich bete, dass jeder von uns, dem Herrn ganz bewusst und immer deutlicher nachfolgt, so dass wir nicht Hörer des Wortes allein bleiben, sondern zu Tätern des Wortes werden!

Schließlich folgen noch drei Berichte, in denen wir verschiedene Aspekte davon sehen, wie Jesus für Menschen sorgt. Bemerkenswert ist dabei, dass ER auch da noch agieren kann, wo dies scheinbar unmöglich erscheint.


Er versorgt die 5000 Mann mit 5 Broten und zwei Fischen und offenbart dabei, dass Ihm nicht unmöglich ist. Er ist der Versorger, dem die Ressourcen nie ausgehen.

Ab Vers 45 lesen wir dann davon, wie Jesu allein betet und dann sieht, dass sich seine Jünger auf dem See abplagen. Wiederum offenbart er, dass ihm nicht unmöglich ist. Die Naturgesetze sind ja schließlich auch von Gott geschaffen und es ist ihm ein Leichtes, sich über diese hinwegzusetzen und über das Wasser zu laufen.

Schließlich lesen wir noch ein weiteres Mal, dass Jesus in der Lage ist, Kranke zu heilen.

Hier wird immer wieder deutlich, dass Jesus der mächtige und barmherzige Retter ist.

Möge ER uns die Augen öffnen, so dass wir IHN als den erkennen, der ER ist, so dass wir IHN als den Herrn unseres Lebens anerkennen und auf IHN in allen Dingen vertrauen!

Nach der Stillung des Sturms kommt Jesus mit seinen Jüngern an das andere Ufer des Sees und damit wohl in heidnisches Gebiet.
Ich frage mich, ob Satan durch den Sturm versucht hatte, Jesus davon abzuhalten, dorthin zu kommen und nun einsieht, dass er gegen Jesus nichts zu tun vermag. So kommt dann der Gerasener zu Jesus, anstatt davon zu laufen. Offensichtlich war im klar, dass es kein Entkommen gab und so bittet er um eine mildere Behandlung.
Jesus gewährt ihm (bzw der Legion Dämonen) das Anliegen. Das ist aber kein nachgeben, sondern dient letztendlich einem Zweck. Der Massensuizid der Schweine zeigt uns die zerstörerische Gewalt der Dämonen.

Und doch dürfen wir erkennen, dass sie gegen Jesus nichts ausrichten können. Wenn er etwas befiehlt, müssen sie gehorchen und weichen!

Die Menschen in der Region sehen in Jesus den Verursacher der Wirtschaftskrise (die Schweineherde ist futsch) und wollen Ihn loswerden.
Ganz anders ist die Reaktion des Geraseners. Er sieht in Jesus seinen Retter, dem er folgen will. Doch Jesus hat einen besseren Plan mit ihm und setzt ihn quasi als „Missionar“ zu seinen eigenen Leuten ein.

Auch das darf uns herausfordern. Manchmal hat Jesus andere Pläne für uns, als das, was wir im Sinn haben, selbst wenn unsere Pläne – so wie der des Geraseners – grundsätzlich auf unserer Liebe zu Jesus gründen.
Beeindruckend ist die Dankbarkeit des Geraseners. Ich wünsche uns, dass wir immer wieder klar vor Augen haben, was Jesus für uns getan hat und dann freudig in allen Dingen das tun, wozu er uns (durch sein Wort) aufruft.

Ab Vers 21 sehen wir dann nochmals Jesus Autorität über Krankheit und Tod.
Sowohl Jairus, wie auch die blutflüssige Frau zeigen dabei großen Glauben. Im Falle von Jairus finde ich das besonders bemerkenswert. Dass er Jesus auch dann noch glaubt, als ihm berichtet wird, dass sein Kind tot ist, ist weit mehr als die Tat eines Verzweifelten.


Interessant ist auch, das Jesus Handeln oftmals Furcht hervorruft. Schon am Ende von Kapitel 4 lesen wir von der Furcht der Jünger, nachdem sie erleben, dass Jesus Macht über Wind und Wellen haben. Und hier sehen wir nun, dass die Frau sich fürchtet, nachdem sie Heilung erfahren hat. Jesus schenkt Ihr dann zusätzlich zur Heilung auch noch seinen Frieden.
Jairus ergreift die Furcht wohl eher, weil er annehmen muss, dass sein Versuch durch Jesus zu bekommen, zu spät kommt. Auch hier nimmt Jesus die Furcht. Dieses Mal allein durch die Zusage, dass ER noch helfen kann und das auch tun wird!
In beiden Fällen triebt der Glaube und die Erkenntnis Jesu die Furcht aus.

Ich denke, wer die Autorität des Herrn Jesus erkennt, der wird immer auch eine gewisse Gottesfurcht haben. Doch je mehr wir Jesus dann kennen lernen – vor allem als den Gott, der für uns ist – desto mehr wird die Furcht wahrer Lieb und tiefem Frieden Raum geben.
Andererseits kann ein Mangel an Gottesfurcht aber natürlich auch bedeuten, dass wir Jesus noch gar nicht richtig erkannt haben. Da fehlt dann aber eben auch die Liebe für ihn und der tiefe Friede, den nur er geben kann.
Möge der HERR uns wahre Gotterkenntnis schenken, mit angemessener Gottesfurcht und großer Liebe und wahrem Frieden.

Schließlich sehen wir in v.43, wie ja auch an anderen Stellen, dass Jesus seine wahre Identität noch verheimlichen möchte. Das hat scher damit zu tun, dass ER den Menschen erst genauer erklären möchte, wozu der Messias wirklich gekommen ist. Die Leute haben da wohl noch falsche Vorstellungen und deshalb will Jesus erst klarmachen, wozu er gekommen ist, bevor er sich dann in seiner ganzen Macht als Messias und Sohn Gottes in aller Deutlichkeit zu erkennen gibt.

In dem Gleichnis „vom vierfachen Ackerfeld“ spricht Jesus in gewisser Weise von sich selbst. Er war damals der Sämann … aber letztendlich ist das jeder, der Gottes Wort verkündet, denn das Wort Gottes allein ist der Same, aus dem echte Frucht hervorgehen kann.
Unsere Aufgabe ist es, dieses mächtige Wort zu säen. Was dann aus der Saat wird liegt nicht an uns, sondern daran was Gott mit dem Boden tut, auf den die Saat fällt.
Das heißt sich nicht, dass wir nicht sowohl Verstand, wie auch das Herz ansprechen sollen und Menschen eindringlich zum Glauben rufen sollen. Aber dabei sollten wir immer im Blick haben, dass unser Auftrag eben nicht der ist, Menschen irgendwie zu bekehren, sondern ihnen treu das Wort Gottes zu sagen und dann Gott zu bitten, dass die Gute Saat doch aufgehen möge.
Im Gleichnis sehen wir vier Böden:

1)      einer lehnt das Wort direkt ab – die Vögel nehmen es weg … es dringt nicht ein.
2)      andere nehmen das Wort auf, ohne dass es tiefe Wurzeln schlägt und Frucht bringt. Nach einem Strohfeuer stirbt es ab.
3)      Wieder andere nehmen das Wort auf doch es steht dann mitten unter allen möglichen anderen Dingen, die letztendlich dafür sorgen, dass die Pflanze erstickt.
4)      Doch manchmal wird der Same tief eindringen und dann kann eine starke Pflanze wachsen und viel Frucht bringen.

Die Frucht allein zeigt dabei, ob ein Mensch tatsächlich bekehrt ist. Deshalb zeigt sich die wahre Bekehrung nicht zwingend in einem Übergabegebet und ersten freudigen oder auch tränenreichen Reaktionen, sondern durch ein fruchtbringendes Leben.


Etwas überraschend mag Jesu Aussage dazu klingen, warum er in Gleichnissen spricht. Gleichnisse haben einen trennenden Charakter. Denen, die durch Gottes Geist geistliches Verständnis haben, werden sich diese Lehren erschließen (wobei auch hier oft ein gewisser Fleiß beim Bibelstudium notwendig ist).

Eines Tages wird dann vollkommen klar sein, wer wahrhaft zu Gott gehört. Wer gute Frucht bringt, der wird von Gott noch mehr anvertraut bekommen – wer keine Frucht bringt, dem wird auch das bisschen Erkenntnis, das er haben mag, noch genommen werden (v.24ff). Das „Frucht bringen“ ist dabei – wie so vieles im christlichen Leben – sowohl nur durch das Wirken Gottes möglich, wie auch der Auftrag an jeden Christen.

Schließlich macht Jesus noch deutlich, dass die gute Saat, die auf den guten Boden fällt quasi automatisch wächst (v.26ff – hier steht nun Gottes souveränes Wirken im Vordergrund) und, dass das Reich Gottes, auch wenn es noch klein und unscheinbar aussehen mag, eines Tages alles andere in den Schatten stellen wird (v.30ff).

Nach diesen Reden vom Säen und wachsen und dem Reich Gottes kommt dann der Bericht von der Stillung des Sturms. In gewisser Weise scheint dies eher zum nächsten Kapitel zu passen, da wir da ja die Werke Jesu sehen, während ansonsten in Kap. 4, die Worte / Lehren Jesu im Zentrum stehen.
Ich kann mir aber vorstellen, dass bei der Kapiteleinteilung (die ja nicht göttlich inspiriert ist) jemand erkannt hat, dass die Frage am Ende des Berichts von der Stillung des Sturms („Wer ist der“, v.41), eben doch auch zu Kap. 4 passt.

Erkennen wir, wer ER ist?
Folgen wir Ihm deshalb nach und bringen wir so Frucht? Oder lehnen wir IHN ab?
Oder wollen wir Ihn zwar als Retter gerne annehmen, lehnen aber Seinen Anspruch ab, dass ER der Herr ist, dem es zu folgen gilt.

Frucht bringen wir nur in der Nachfolge des Herrn und deshalb ist Busse (Umkehr) eben zwingend für wahre Bekehrung und nicht allein Reue.

Deshalb ist die Frage wichtig: „Wer ist ER?“

Jesus ist der Herr, dem es zu folgen gilt, so dass ER in und durch uns Frucht bringen kann!

Möge dieses mächtige Wort Gottes uns immer wieder neu von dieser Wahrheit überzeugen, so dass wir IHM immer froher und konsequenter nachfolgen.

Die ersten 6 Verse aus Kapitel 3 gehören thematisch zum letzten Abschnitt aus Kapitel 2. Wiederum zeigt sich Jesus als der HERR über den Sabbat und erklärt, warum Gott uns den Sabbat gegeben hat. Hier ist nun aber auch die Rede davon, dass die Pharisäer auf einen „Fehler“ des Herrn lauern. Als Jesus dann nicht nur am Sabbat heilt, sondern auch deutlich sagt, dass er letztendlich genauer weiß, worum es beim Sabbat geht, haben die Pharisäer genug gehört und gesehen. Sie beginnen die Ermordung Jesu zu planen und schmieden dafür eine unheilige Allianz mit den Anhängern des Herodes.

Wenngleich sich die Pharisäer von Jesus abgewandt hatten, blieb er beim Volk sehr populär. Die Massen strömen zu Jesus, allerdings wohl vor allem, weil Er Menschen heilte und noch nicht zwingend, weil sie Ihn als Herrn anerkannten.
Die bösen Geister hingegen erkennen Jesus bereits als Gottes Sohn – aber das führt eben nicht zur Anbetung.


Die Berufung der 12 (ab Vers 13) zeigt uns das effektive Rufen des Allmächtigen. Alle, die er ruft, kommen. Dabei ist auch Judas, der hier bereits als der Verräter benennt wird. Jesus ruft auch diesen ganz bewusst – und letztendlich ist ja auch das Teil des guten Plans Gottes.

Schließlich sehen wir noch seine Angehörigen. Sie verkennen Ihn komplett und denken, dass Er von Sinnen sei (v.20f und 31ff). Jesus nutzt diese Gelegenheit um zu erklären, wer wahrhaft zu Ihm und damit zu seiner (geistlichen) Familie gehört – nämlich die, die Gottes Willen tun. Jesu Jünger zu sein, hat also auch etwas mit Gehorsam zu tun.
In Mitten des Berichts vom Besuch seiner Mutter und Brüder kommt der Bericht über die Anklage der Schriftgelehrten, die behaupten, Jesus habe Seine Macht vom Satan. Jesus erklärt, dass dies eine absurde These ist – schließlich treibt er ja die Dämonen aus und kämpft damit gegen Satan. Zum anderen warnt er davor, bewusst das Wirken des Heiligen Geistes, durch den Jesus ja die Dämonen austreibt, zu leugnen.

Immer mal wieder haben Christen die Sorge, dass sie diese Sünde begangen haben könnten und deshalb nicht mehr auf Gottes Gnade hoffen können.
ABER diese Sünde begeht kein Christ, auch nicht aus Versehen oder aufgrund einer Versuchung. Es geht hier um ein bewusstes öffentliches Leugnen der Gottheit Jesu und eines bewusst falschen Zeugnisses über den heiligen Geist. Wer so denkt, der macht sich dann auch keine Sorgen, ob er ein Problem mit Gott haben könnte.
Gerade deshalb ist diese eben eine Sünde, die kein Christ begehen wird.

Markus zeigt uns in diesem Kapitel noch etwas mehr, von der Autorität Jesu. Vor allem aber sehen wir hier, wie unterschiedlich Menschen auf Jesus reagieren. Einige stellen sich klar gegen, Andere folgen Ihm nach. Und wieder andere erkennen ihn noch nicht, als den, der er wirklich ist.

Früher oder später wird sich aber jeder positionieren müssen.

Möge der HERR es uns schenken, dass wir uns jeden Tag neu klar positionieren und dabei mit frohem Herzen auf Jesus vertrauen und Ihm treu nachfolgen.

Nachdem Jesus das Evangelium in den umliegenden Orten gepredigt hatte (1,38) kehrt er nach Kapernaum zurück. Dort offenbart Jesus wiederum seine einzigartige Autorität. Dem Gelähmten sagt er zu, dass ihm seine Sünden vergeben sind. Die Schriftgelehrten erkennen richtiger Weise, dass dies nur Gott zusteht und gehen deshalb (fälschlicher weise) davon aus, dass Jesus hier gotteslästerlich redet.


Deshalb bezeugt Jesus seine Macht, indem er den Gelähmten heilt. Das ist für die Menschen ein Schock. Auch damals gab es so etwas eigentlich nicht. Und so wie die Menschen damals, sollten auch wir staunen und erkennen, dass Jesus der Allmächtige ist.

Dann sehen wir, dass Jesus Menschen in Seine Nachfolge ruft, von denen sich die religiösen Eliten fernhalten würden. Auch hier sehen wir Jesu enorme Autorität. Er ruft und Levi folgt dem Ruf des Herrn ohne „wenn und aber“. Doch wiederum findet das nicht nur Zustimmung. Man könnte ihn ja feiern als den, der die miesen Typen auf den guten Weg bringt … aber stattdessen wird er kritisiert. Jesus weiß um die Kritik der „Frommen“ an seinem Umgang mit „Sündern“ und erklärt seine Mission – er ist gekommen, um Kranke, d.h. Sünder zu rufen und zu heilen.

Rufen wir ALLE Menschen in Jesu Nachfolge?
Haben wir dabei Präferenzen … freuen wir uns mehr über die Bekehrung der Reichen und Wichtigen?
Gibt es Menschen, die uns unwürdig erscheinen und die wir lieber nicht in der Gemeinde hätten?

Vor allem aber sollten wir immer wieder bedenken, dass alle Menschen Hilfe brauchen … wir sind alle Sünder und deshalb brauchen alle Jesus. Aber Jesus rettet nur Menschen, die Ihn als Retter anerkennen und damit eingestehen, dass sie eben nicht „gesund“ bzw „gerecht“ sind. Und wir haben den Auftrag, Menschen sowohl ihre Not zu zeigen, wie sie dann eben auch in Jesu Nachfolge zurufen.

Ab Vers 18 lesen wir, wie Jesus im Konflikt mit den Pharisäern erklärt, dass er auch die Vollmacht hat, das AT Gesetz auszulegen und zu bestimmen, wann was dran ist.
Jesus macht deutlich, dass er der Bräutigam ist, der aber nicht immer bei Seinen Freunden sein wird. Dies ist sowohl ein messianischer Hinweis, wie auch ein ist ein erster Hinweis auf Seinen Tod.
Schließlich bezeichnet sich Jesus als den Herrn über den Sabbat. Hier lehrt Jesus uns etwas darüber, wie das Gesetz Gottes nie etwas Negatives ist. Es geht beim Sabbat auch um das Wohl der Menschen (Ruhe tut gut … und Zeit, fokussiert auf Gott erst recht). Von daher wäre es absurd den Sabbat so zu verstehen, dass Menschen darunter leiden müssten.

Möge der Herr uns dabei helfen, IHN in seiner einzigartigen Autorität immer mehr zu erkennen und uns so zu immer konsequenteren Nachfolgern machen, die hören was Jesus lehrt und das dann auch tun.

Ralf Eichler war so lieb, den Leseplan so anzupassen, dass jetzt die Wochenende die freien Tage sind und hat eine .ics Version erstellt, die man direkt in den online Kalender laden kann.
Anbei der Link

Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes.“ … so beginnt das Markusevangelium.
Kap 1,1, ist der Anfang und in gewisser Weise ist das ganze Buch erst der Anfang, … denn  das Evangelium breitet sich ja erst danach noch viel weiter aus.
Uns wird Jesus hier als der Gottes Sohn bezeugt – sowohl in Vers 1, wie dann auch bei seiner Taufe (v.11) durch Johannes den Täufer. Außerdem wird er als der Christus „betitelt“. Dieser Titel stand damals nur dem Kaiser zu … und doch hatte jeder Jude die Erwartung, dass ein wahrhaft von Gott-gesalbter kommen sollte, um Gottes Volk zu retten.
Markus verkündet hier also gleich zu Beginn, dass Jesus, sowohl der Sohn Gottes, wie auch der verheißene Retter ist.
Dann kommt Johannes der Täufer ins Blickfeld. Dieser bereitet den Weg zu Jesus durch den Aufruf zur Busse. Diesen Aufruf greift Jesus dann ja auch gleich auf (v.15).
Wer an Jesus glauben will, ohne komplett umzukehren, erkennt Jesus nicht wirklich.

Christ-sein heißt nicht einfach nur zu glauben, dass es Jesus wirklich gab & gibt. Es basiert auf einer völligen Umkehr: Sich von der Sünde abzuwenden und Jesus zuzuwenden, ihm zu vertrauen und ihm nachzufolgen!
Nach Johannes zeugt dann auch gleich noch Gott Vater selbst von Seinem ewigen geliebten Sohn.

Und dann beginnt ab Vers 14 oder spätestens ab Vers 16 der Hauptteil des Evangeliums. Markus zeigt uns Jesus in Aktion. Dabei ist Seine Verkündigung zentral. Diese beginnt mit dem Aufruf: „Tut Busse und glaubt an das Evangelium.“
Wie sehen hier zuerst Jesu Vollmacht als Prediger. Dann kommt seine Macht über Krankheiten und Dämonen in den Blick. Und doch macht er deutlich, dass er primär gekommen ist, um den Menschen zu predigen (sie zu lehren) und dabei eben vor allem, Menschen zur Buße und zum Glauben zu rufen.
Das ist Sein primärer Auftrag, von dem er sich nicht abbringen lässt. Er weiß, was Sein Vater von ihm will und er tut Seinen Willen.
Später bedeutet das dann, dass die Zeit des Lehrens vorbei ist und er seinen Auftrag am Kreuz vollenden wird. Aber zu Beginn zeigt Markus uns, wer Jesus ist. Er ist der Christus und der Sohn Gottes und als solcher hat er Autorität zu lehren, zu heilen und Dämonen auszutreiben.

Mögen auch wir die Autorität Jesu erkennen und IHN so in allen Dingen unseren HERRN anerkennen.

Bevor ich mit dem Bloggen durch das NT beginne, möchte ich Euch allen ein reich gesegnetes Neues Jahr wünsch.
Und da laut Gottes Wort „selig ist, wer Gottes Wort hört und bewahrt“, wollen wir uns dann auch gleich daran machen, auf Gottes Wort zu hören und es so zu lesen und zu bedenken, dass wir – mit Gottes Hilfe – das Wort dann auch bewahren.