Psalm 17:

Dieses Gebet von David trifft weder vollkommen auf ihn, noch auf uns zu. Wer von uns kann schon sagen, dass unsere „Lippen nichts trügen“ (V.1) oder, dass Gott nichts (Schlechtes) finden würde, wenn er unser Herz prüfen und läutern würde (V.3).

Von daher zeugt auch dieser Psalm letztendlich von Jesus. So wie Jesus selbst ja später auch lehren würde: „Es muß alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen.“ (Luk 24:44)

Jesus ist der zweite und ewige König David. Er allein war frei von aller Schuld. Er erlebte diese Verfolgung und vertraute in aller Not auf Seinen Vater – er hatte die unumstößliche Hoffnung auf Vers 15 „Ich aber will schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit, ich will satt werden, wenn ich erwache, an deinem Bilde.“.

Doch als Christen wissen wir darum, dass wir in Christus sind und der himmlische Vater uns genauso ansieht und annimmt, wie seinen einen geliebten Sohn. Auch wir können bei Ihm Schutz, Zuflucht und eine ewige Hoffnung finden. Letztendlich drückt dieser Psalm ja ganz viel über den Charakter unseres liebenden und uns schützenden Vaters aus. Und so wie der Psalmist und so wie Jesus Christus, dürfen auch wir auf IHN vertrauen.

Von daher ist dieser Psalm ein Psalm, denn wir voller Zuversicht beten können.

  • Und wir dürfen mit dem Psalmisten auf Gott vertrauen und um seinen Schutz und Beistand wissen und eben gerade auch darum, dass der Tod nicht das letzte Wort hat.
  • Denn alle, die auf den HERRN vertrauen, werden von den Toten erwachen und dann Gottes Antlitz in Gerechtigkeit sehen und satt werden.

Psalm 73:

Der Psalmist sieht, wie gut es den Gottlosen geht und dies ist für ihn eine Versuchung zum Neid. Dieses Erleben bringt den frommen Psalmisten in echte Not.

  • Ist all seine Gottes-Treue letztendlich nichts wert?
  • Ist Gott etwas ungerecht, dass er es zulässt, dass es den Gottlosen so gut geht, während der Treue leidet?
  • Oder ist Gott zu schwach und nicht fähig, dieses Unrecht zu verhindern?

Doch dann ging der Psalmist „in das Heiligtum Gottes“ (V.17) und denkt über das „Ende“ nach. Das ist die Lösung! Denn jetzt wird klar, dass Gerechtigkeit oft nicht unmittelbar kommt, aber eines Tages wird alles Unrecht gerichtet werden.

  • Auch für uns ist da oft von Nöten, „in das Heiligtum Gottes“ zu gehen, d.h. uns bewusst auf Gott zu besinnen und ggf die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen zu suchen, so dass wir die richtige Perspektive erlangen können.

Dann werden wir erkennen, dass die Bösen, denen es in dieser Welt für einige Zeit sehr gut gehen mag, eine Ewigkeit unter dem Zorn Gottes vor sich haben, es sei denn, sie erleben das, was wir Christen erleben durften, nämlich dass Jesus die Strafe für alle sühnt, die Busse tun und im Glauben zu IHM kommen.

  • Und so sollten wir einerseits Trost darin finden, dass Gott alles Unrecht richten wird und andererseits bedenken, dass auch wir nur vor Gott bestehen können, weil ER unsere Schuld gesühnt hat. Das wird dann auch unsere Einstellung gegenüber den Sündern verändern.

Schließlich erkennt der Psalmist seine eigene Dummheit, als er nicht erkannte, dass Gott wahrhaft gerecht ist (V.21ff) und er erkennt, dass Gott ihn trotz allem davor bewahrt hat, komplett vom Weg abzukommen.

  • So treu ist unser Gott!
  • Die Erkenntnis der Gerechtigkeit und Treue Gottes sollte uns ermutigen und unsere Zuversicht auf IHN stärken, genauso wie das auch der Psalmist erlebt hat.
  • Und es sollte uns, genauso wie den Psalmisten dazu veranlassen, dass Tun des Herrn zu verkünden, denn das wird diejenigen stärken, die von Zweifeln geplagt werden und es wird denen ein Zeugnis sein, die auf Abwegen sind!

In diesen Kapiteln sehen wir, dass auch David nicht frei von Torheit und Sünde ist.

Erst sehen wir, wie er bzgl Nabal völlig überreagiert. Nabals Frau, Abigail, ist ganz eindeutig die Heldin dieses Kapitels. Sie agiert weise zum Schutz ihrer Familie.

  • David erkennt an, dass sein Zorn nicht angemessen war, und dass Abigail nicht nur ihren Mann geschützt hatte, sondern auch David vor einem Fehler bewahrt hat.

David sieht Abigails Qualitäten und nimmt sich ihrer nach dem Tod ihres Mannes an und macht sie zu seiner Frau.

  • Auch hier ist Davids Verhalten nicht richtig, da er wohl kaum mit 2-3 Frauen ein Fleisch werden konnte. Und so zeigt sich hier auch schon eine der großen Schwächen Davids.

In Kapitel 26 sehen wir, dass David Saul (wie ja auch schon zuvor in Kap. 24) verschont, obwohl dieser ihm nach dem Leben trachtete. Und wie schon beim ersten Mal weiß David die „Reue“ Sauls richtig einzuschätzen, was sich dann auch im nächsten Kapitel zeigt (27,1)

Und so kehrt David nach Gat im Philisterland zurück. Dieses Mal wird er willkommen geheißen. Nun ist es David der mit Hinterlist agiert. Er „missbraucht“ das Vertrauen Achischs und kämpft gegen Israels Feinde, täuscht aber vor, dass er Israel selbst bekämpft.

  • Einerseits ist David dabei jemand, der Gottes Volk treu bleibt … andererseits heiligt der Zweck nicht die Mittel und so ahnen wir schon, dass David nicht der vollkommene König ist, den Gottes Volk wirklich braucht.

Psalm 56:

Auch in diesem Psalm hören wir David mit einer Klage in Notzeiten.
Er ruft zu Gott und bittet um Gnade und vertraut darauf, dass Gott um sein Leid weiß.

  • Schwer tue ich mich dabei aber mit Vers 8. Da bittet der Psalmist den Herrn ja, im Hinblick auf seine Feinde „gnadenlos“ zu sein.

Der Psalmist rühmt Gott und hofft auf Gottes Wort – wohl vor allem, weil er um die Zusagen aus Gottes Wort weiß.

  • Gerade in unübersichtlichen und schweren Zeiten ist eine gute Kenntnis von Gottes Wort sehr tröstlich und wichtig.

So verfällt David nicht in Panik und zweifelt auch nicht an Gott. Er weiß, dass Gottes Kinder schon immer auch durch Leidensphasen gehen mussten und er weiß, dass Gott den Seinen letztendlich beisteht.

  • Ich denke, dass manche biblische Lehre (und mancher Psalm) für uns oftmals eher theoretisch klingt und wenig mit unserer Lebenswirklichkeit zu tun haben scheint.
  • Doch es ist gut, diese Lehren (und solche Psalme) sorgfältig zur Kenntnis zu nehmen. Nur so sind wir dann vorbereitet auf schwere Zeiten.
  • Und wer durch solche Zeiten geht kann großen Trost und eine sichere Zuversicht in diesen Worten (Lehren) finden.
  • Von daher hoffe ich, dass dieser Psalm gerade auch in dieser Zeit eine Ermutigung ist – wenngleich wir natürlich nicht unter bösen Menschen, sondern einem Virus leiden.

Psalm 120:

In diesem Klagepsalm lesen wir die Worte eines Gläubigen, der mitten unter Feinden lebt.
Der Psalm gliedert sich dabei in drei Teile.
1) In Vers 1-2 ruft der Beter nach Gottes Beistand und Rettung.
2) In den Versen 3-4 stellt er seinen Feinden eine rhetorische Frage und gibt dabei in Vers 4 auch gleich die Antwort. Die Scharfen Pfeile und feurigen Kohlen sind das, was den Feinden von Gott droht.
3) In den Versen 5-7 endet der Psalm mit einer allgemeinen Wehklage.

Wir sehen hier, dass ein Leidender – trotz Gebet und Gottvertrauen und trotz der Zuversicht, dass Gott seine Feinde strafen wird – leidet.

  • Ich denke, dass wir alle diesen Psalm gut mitbeten können. Denn es gibt halt Zeiten, in denen uns hier auf Erden das Leid nicht erspart bleibt.
  • Doch gleichzeitig dürfen wir in unserer Not zu Gott kommen und darum wissen, dass er uns durch Jesus Christus eines Tages von allen Leiden befreien wird!
  • Ich freue mich auf diese Zeit!

Psalm 140:

Dieser Psalm ist sehr spannend. Zu Beginn klagt David über das Unrecht der Gottlosen. Dabei beschreibt er diese Menschen mit Worten (in Vers 4), die Paulus in Römer 3,13 zitiert umso zu zeigen, dass alle Menschen Sünder sind.

Dann folgt Davids Lobpreis Gottes – hier kommt sein Gottvertrauen zum Ausdruck. Und genau das ist dann die Basis dafür, dass er sich selber am Ende des Psalms in der Kategorie der Gerechten sieht, die der Herr vor dem bösen Treiben der Gottlosen bewahren wird.

Der Herr wird dabei für Gerechtigkeit sorgen.

Aus unserer Sicht können wir heute erkennen, dass wir einst alle Ungerechte waren (so wie die Menschen, die zu Beginn des Psalms beschrieben werden).

Die Gerechten sind dann die, die auf den HERRN vertrauen.

Und seine Gerechtigkeit kommt entweder dadurch, dass Jesus für uns vollkommen gerecht war und uns seine Gerechtigkeit zurechnet – oder dadurch, dass der Herr die Ungläubigen dann eines Tages noch richten wird.

  • Gerade dieses Wissen sollte uns dazu veranlassen, nicht selber danach zu streben, die Ungerechten zu strafen, sondern da ganz auf Gott zu vertrauen. Genau das wird dann ja in Römer 12 gelehrt, wo sinngemäß der Aufruf aus Psalm 140,11 aufgegriffen wird.

Psalm 141:

Dieser Psalm ist ein wunderbares Gebet um Bewahrung. Dabei hat der Psalmist nicht nur die Bösen um sich herum im Blick, sondern auch sein eigenes sündiges Herz. Und so betet er und dankt für Korrektur.

  • Gerade für Konfliktzeiten erscheint mir dieser Psalm ganz viel wichtige Weisheit parat zu haben.
  • Mit Gottes Hilfe den Mund halten bzw seine Worte sorgsam wählen und dabei darum zu wissen, dass man selber ja auch nicht sündenfrei ist, ist das Gebot der Stunde in solchen Zeiten.

Und dann sollte man sich intensiv darum bemühen, nicht selber Böses zu tun und einfach auf Gottes Beistand zu vertrauen.

  • Möge der Herr uns immer wieder diese Einsicht und Bewahrung schenken.

Psalm 142:

Auch in diesem Psalm hören wir einen Hilferuf. Hier wird uns gleich zu Beginn der konkrete Anlass dieses Psalms genannt. Dabei handelt es sich entweder um die Begebenheit aus 1 Sam. 22,1 oder aus 1 Samuel 24,3. Inmitten von großer Not offenbaren diese Worte das große Gottvertrauen Davids.

David hofft auf Gottes Hilfe und verspricht, Gott zu preisen und die Gerechten um sich zu sammeln.

  • Wahrscheinlich haben wir in großer Not auch schon in ähnlicher Weise zu Gott gerufen. Und das ist gut so.
  • Wir sollten dabei nicht übersehen, dass wir als Christen schon die größte und wichtigste Rettung haben … denn durch Jesus haben wir bereits die Rettung vor dem ewigen Tod.
  • Gerade deshalb sollten wir nicht vergessen, unserem Retter auch immer wieder den lobpreis zukommen zu lassen, der ihm gebührt.

Psalm 7:

Dieser Psalm mag im ersten Moment seltsam klingen. Der Beter (David) leidet offenbar unter dem bösen Treiben anderer Menschen und ruft Gott nun dazu auf, die Bösen zu besiegen. Er weiß sich dabei (in der konkreten Situation) unschuldig.

Auch wenn der Ruf nach Vergeltung für unsere Ohren seltsam klingen mag, so ist dies doch ein legitimer und weiser Ruf. David übt nicht selbst Vergeltung und sondern ruft nach Gott. Und er vertraut darauf, dass Gott eines Tages alles Unrecht richten wird und findet in dieser Gewissheit neue Zuversicht in seiner schwierigen Situation.

Im engeren Sinne konnte wohl nur der Herr Jesus diesen Psalm beten, denn er allein ist vollkommen gerecht.

  • Doch wenn wir durch den Glauben zu IHM gehören, können auch wir darauf vertrauen, dass der HERR für uns streiten wird.

Wie bei vielen anderen Psalmen auch, sehen wir in diesem Psalm eine Entwicklung auf Seiten des Psalmbeters (David). Er beginnt damit (V.1-6), dass er seine Not vor Gott bringt. Doch dann gewinnt er an Zuversicht. Er bittet den Herrn mutig um sein Eingreifen (V.7-10) und verkündet dann öffentlich, dass Gott eingreifen und gerecht richten wird und die Bösen letztendlich scheitern werden (V.11-17). All das führt zum abschließenden Lobpreis Gottes (V.18)

  • Hier sehen wir etwas, das wir hoffentlich auch selbst erleben. Gerade dann, wenn wir uns im Gebet Gott zuwenden, wird unser Glaube gestärkt.
  • Und das ist kein Placebo, sondern genau richtig. Denn was David hier verkündet ist ja wahr. Wir verlieren das nur leicht aus dem Blick!
  • Von daher wünsche ich uns allen regelmäßige Zeiten der Glaubensstärkung im Gebet.

Psalm 27:

Dieses Gebet ist ein wunderbares Gebet, in dem ganz viel Gottvertrauen und Freude an Gott und Seiner Gemeinde zum Ausdruck kommt. Zu Beginn wird der Herr als Kraftquelle und Zufluchtsort gepriesen. Der Psalmist (David) sucht seine Zuflucht beim Herrn und ist sich so gewiss, dass er die Feinde nicht fürchten muss. Gerade, weil Gott als der Helfer in jeder Not erkannt wird, sehnt sich der Beter danach, in der bewussten Gegenwart des Herrn zu leben.

  • Wir dürfen heute wissen, dass der Herr durch Seinen Geist immer bei uns ist.

David weiß um die Freude, Gott mit Anderen zusammen anzubeten. Die Gottesdienste, das Loben Gottes, aber eben auch der Schutzraum im Hause Gottes sind wohltuend, gerade wenn die Welt Gott und den Gläubigen gegenüber feindlich gesinnt ist.

  • Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns um Frieden in der Gemeinde bemühen.

Ab Vers 7 betet David dann Gottes Wort im Vertrauen darauf, dass es kein effektiveres Gebet gibt, als Gebete, die aus Gottes Wort direkt kommen. Und so sucht er nach Gottes Anweisung, das Antlitz Gottes. Schon am Ende von Vers 10 klingt dabei das feste Vertrauen auf Gottes Beistand in Antwort auf das Gebet durch.

In Vers 11 bittet David Gott um klare Wegweisung und Führung. Gerade im Wissen um die Feinde ist es gut danach zu streben, Gott-gefällig zu leben.

  • So dürfen wir um Gottes Wohlwollen wissen und darum, dass unsere Feinde uns nicht zu Recht beschuldigen können.

Vers 13 ist dann nochmals ein klarer Ausdruck des Vertrauens Davids auf Gottes Hilfe und auf das ewige Leben in der Gegenwart Gottes.

  • Ich wünsche uns allen, dass wir uns vom Psalmisten mitreißen lassen und in dieses Gebet mit frohem Herzen und festen Glauben einstimmen können!

Psalm 31:

Auch dieser Psalm ist ein Psalm Davids. Doch zugleich ist es auch ein Psalm des Herrn Jesus, der ja Vers 6 am Kreuz zitiert. Es ist nicht schwer, sich bei vielen Aspekten des Psalms vorzustellen, dass David das erlebt und gebetet hat … und auch auf Jesus trifft Vieles zu.
So haben wir wohl mal wieder einen Psalm, der von David geschrieben doch gleichzeitig auch die Worte des Herrn Jesus sind … sowohl, weil er das lebendige Wort ist und Davids Worte von Gott inspiriert waren … und auch, weil Jesus diesen Psalm erfüllt.

Aber dieser Psalm ist auch ein Gebet für uns. Gerade in der Betrachtung der Treue Gottes zu David und Jesus finden auch wir Hoffnung, um in schweren Zeiten weiter auf Gott zu vertrauen.

  • Von daher ist dieser Psalm sicher hoch-aktuell.
  • Unser Erlöser und Herr ist eben ein treuer Gott (V.6b), der Alles in seiner Hand hält, so dass eben auch unsere Zeit nicht in den Händen unserer Feinde, unserer Gesundheit oder unserer eigenen Entscheidung steht, sondern in Gottes Händen (V.16).

Der Psalm endet mit einem Aufruf: „Liebet den HERRN, alle seine Heiligen!“ und mit großartigen Zusagen: „Die Gläubigen behütet der HERR und vergilt reichlich dem, der Hochmut übt. Seid getrost und unverzagt alle, die ihr des HERRN harret!

  • Das wünsche ich uns – eine wachsende Liebe für Gott und festes Vertrauen auf den Gott, der die Gläubigen behütet!

Psalm 34:

In den ersten 4 Versen preist der Psalmist Gott und ruft dann auch andere dazu auf, das mit ihm zusammen zu tun. In gewisser Weise ist das also ein Aufruf zu gemeinsamem Gottesdienst.

Dann erklärt David, warum es gut und richtig ist, Gott zu loben und zu preisen. Dabei bezieht sich David wohl auf konkrete Gebetserhörung, als er in Notzeiten nach Gott rief (V.5) und schließt dann direkt von sich auf andere.

  • Gott ist der Gleiche und er ist ein treuer Helfer in Not.
  • Dabei lässt Gott Not zu … aber er rettet die Gläubigen eben letztendlich aus aller Not – spätestens durch den Tod hindurch in die herrliche Ewigkeit hinein.

Dann geht es in der 2. Hälfte des Psalms ab Vers 12 um Gottesfurcht. Danach sollen wir streben und dabei erleben, dass es besser ist, Gott zu fürchten, als die Dinge dieser Welt. Gottesfurcht führt zu heiligem Leben und dieses offenbart sich auch darin, wie wir mit Anderen leben. (V.14f).

Ab Vers 16 wird uns dann der treue, den Seinen helfende Gott vor Augen geführt.
Interessant ist dabei, dass in Vers 20 auf einmal ein Wechsel vom Plural (z.B. Vers 18 „die Gerechten“) zum Singular „der Gerechte“ auftaucht. Wie so oft in den Psalmen, scheint hier nun der eine wahrhaft von sich aus Gerechte (Jesus) in den Blick zu kommen. So wird Vers 21 ja indirekt in Joh 19,36 aufgegriffen.

Außerdem wird die Einstellung zum Gerechten zum entscheidenden Kriterium dafür, was Gott mit Menschen tun wird (v.22f).

Der Psalm endet damit, dass uns deutlich vor Augen geführt wird, dass was uns rettet eben nicht unsere eigene Gerechtigkeit ist, sondern unser „Trauen auf den Herrn“. Das muss mit der Gottesfurcht Hand-in-Hand gehen.

  • So lehrt uns dieser Psalm, dass Gott ein Retter und ein gnädiger Gott ist, der denen beisteht, die ihn fürchten und auf ihn vertrauen.
  • Mögen wir darauf vertrauen und so erleben, dass Gott für uns ist!

Psalm 52:

Die ersten zwei Verse verweisen uns auf den Kontext, in den hinein dieser Psalm geschrieben wurde. Davon lesen wir im 1. Samuel 22. Doeg ist ein Verräter und wird dann noch zum Werkzeug Sauls und tötet die Priester.
David spricht in Psalm 52 Worte des Gerichts über Doeg. In Vers 8 macht David eine interessante Bemerkung: „die Gerechten werden es sehen und sich fürchten und werden seiner lachen“

  • Wer sind diese Gerechten?

Es sind Menschen wie David und wir. Es sind Sünder, die sich in Angesicht des Gerichts Gottes fürchten … und doch sind sie Gerechte. Aber eben nicht, weil sie selber gerecht. Aufgrund ihres Glaubens (an Jesus Christus) wird ihnen ihr Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet, so wie das eben schon bei Abraham war – der vorausschauend an den Heiland glaubte und so, wie wir alle durch Glauben vor Gott bestehen können.
Doch wegen der uns immer noch eigenen Sünde, erleben wir Gericht eben immer auch als etwas, dass uns Angst macht, denn wir wissen, dass wir das letztendlich auch verdient hätten.

Das Gelächter ab Vers 9 ist deshalb auch nicht das von Menschen, die selber „besser“ sind, sondern von Menschen, die auf Gott vertrauen.

  • Diese Lachen basiert sicher auf der Erleichterung zu wissen, dass man selber aufgrund seines Gottvertrauens keine Strafe fürchten muss.

Der Psalmist erhebt sich dabei nicht über die Ungerechten, sondern bekennt sein Vertrauen auf Gott – dankt IHM und wartet geduldig auf Gottes Eingreifen.

  • Ein solches Leben im Glauben wünsche ich uns auch – gerade auch in schweren Zeiten, wie der, die David hier erleben musste.

Psalm 91 zeigt uns den Gott, der für uns sorgt! Er ist unser Beschützer und unsere Zuversicht. Dabei gebraucht dieser Psalm gleich mehrere Wortbilder für Gott.

  • Er ist wie ein Schirm bzw. jemand, der einen Schutzschirm über uns hält;
  • Er ist wie eine Burg;
  • und er ist wie ein Vogel, der seine Jungen mit seinen Fittichen beschützt und ihnen Geborgenheit gibt.

Damit vermittelt der Psalm eine wichtige und tröstliche Wahrheit. Was auch immer um uns herum passiert, Gott ist für die da, die auf Ihn vertrauen und sorgt für die Seinen. Nichts und niemand kann dauerhaften Schaden anrichten, wenn wir zu Gott gehören.

Wichtig ist aber eben zu bedenken, wem der Herr seinen Schutz und seine Hilfe zusagt: „»Er liebt mich, darum will ich ihn erretten; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.
Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören“ (V.14-15)

Natürlich ist es eine Fehlinterpretation, wenn wir denken, dass dieser Psalm uns verspricht, dass wir in diesem Leben nie Leid erleben werden. Darum geht es hier nicht. Es geht um das ewige Wohl.

  • Und so preise ich den Gott, der mir Geborgenheit gibt und mein ewiger Schutz ist bis hin zu dem Tag, an dem es keine Feinde mehr geben wird!

Der Bericht über David in Nob in Kapitel 21 wird von Jesus als vorbildlich bzgl eines richtigen Sabbatverständnisses genannt (Mk 2,25ff). In der Tat sind die Schaubrote zwar Gott geweiht aber das heißt eben auch, dass sie nötigenfalls im Sinne Gottes „zweckentfremdet“ werden dürfen.

Der Bericht von David in Gat ist etwas seltsam und wohl eher ein historisches Detail, als Teil des Plots. Aber gerade dadurch wird deutlich, dass die Bibel eben echte Ereignisse berichtet!

Die ersten 5 Verse von Kap. 22 zeigen, dass sich die Randgruppen der Gesellschaft um David scharen, wie später um Jesus. David nimmt sich ihrer an und sie werden zu seinen Helfern. Es wäre interessant zu erfahren, ob diese Menschen Jahre später sehr verändert waren und evtl zu guten „Bürgern“ wurden? So etwas passiert immer wieder, wenn wir uns der Ausgestoßenen annehmen, sie lieben und sie mit gutem Beispiel begleiten.

  • Ich bin dankbar, dass wir als Gemeinde in den letzten Jahren darin gewachsen sind, uns auch um diejenigen zu kümmern, die in der Gesellschaft oft eher übersehen werden, sei es Flüchtlinge oder auch die Frauen aus dem Rotlichtviertel.

Was dann ab Vers 6 beschrieben wird ist ein Beleg dafür, wie zerstörerisch Hass ist und wie sehr unbekehrte Sünder die Wahrheit hassen. David tötet die Priester, die David geholfen hatten. Dabei hatten diese keine Ahnung, dass David auf der Flucht vor Saul war, denn David hatte ja vorgegeben, im Namen des Königs unterwegs zu sein.

Nur Abjatar überlebt und wird zum priesterlichen Beistand Davids und David wird sein Beschützer.

In Kapitel 23 sehen wir dann, dass David zwar auf der Flucht ist, aber trotzdem zeigt, dass er schon jetzt ein „König“ ist und so kämpft er für Sein Volk.

  • So ist das in vielen Dingen. Echte Leiter müssen nicht erst offiziell ein Amt antreten, sie üben es oft schon vorher aus und bekommen es dann in Anerkennung der Tatsache, dass sie das Amt ja schon längst ausfüllen.
  • Ich bete dafür, dass Gott uns Männer zeigt, die in der Gemeinde schon als Älteste dienen, damit wir diese dann auch berufen können.

Saul jagt David nach, nachdem er von seinem Krieg gegen die Philister gehört hat. Doch Gott ist mit David und bewahrt ihn. Und dann kommt Jonatan … ich finde es wunderbar, wie Jonatan seinen Schwager, Freund und „König“ ermutigt (v.16f)

  • Auch Leiter und Gottesfürchtige Menschen brauchen immer mal wieder Ermutigung. Keiner ist immer stark und frei von dem Bedürfnis, auch mal ermutigt zu werden. Ich bin Gott dankbar dafür, dass ich in unserer Gemeinde eine meines Erachtens zunehmende Kultur der gegenseitigen Ermutigung erlebe!

Hätte Saul David in Ruhe gelassen, hätte dieser evtl den Einfall der Philister (V.27f) frühzeitiger unterbunden. Aber wie auch immer, Gott nutzt die Bedrohung durch die Philister, um Saul von David abzulenken und David in Sicherheit zu bringen. Ich preise den Herrn für Seine souveräne Allmacht und Versorgung!

In Kapitel 24 lesen wir, dass der Herr Saul in Davids Hand gibt. Aber David ehrt den König und liebt seinen Feind. Sauls Buße mag ernst gemeint gewesen sein, war aber auf jeden Fall nicht von langer Dauer. David ist nicht nur gnädig, sondern auch weise und geht seines Weges, weg von Saul.

  • David ist auch hier ein Schatten des Herrn Jesus und ein Vorbild für uns: Voller Weisheit und Liebe, erweist er denen Gnade, die ihm nach dem Leben trachten.

Dieser Psalm hat einen nachvollziehbaren historischen Hintergrund im Leben von David (1. Sam 19). Von daher lässt er sich nicht einfach auf uns übertragen. Eher noch auf Christus, der natürlich allein von sich sagen kann: „ohne meine Schuld und Missetat. Ich habe nichts verschuldet“ (V.4f).

Dieser Psalm besteht sehr offensichtlich aus zwei Teilen, die in V.10 & 18 in sehr ähnlichen Aussagen münden: „10 MEINE STÄRKE, ZU DIR WILL ICH MICH HALTEN; DENN GOTT IST MEIN SCHUTZ.“ & „18 MEINE STÄRKE, DIR WILL ICH LOBSINGEN; DENN GOTT IST MEIN SCHUTZ, MEIN GNÄDIGER GOTT.“ Auch sonst gibt es einige Parallelen zwischen den beiden Teilen. So sind die Verse 6-7 & 14-15 sehr ähnlich.

Und doch sehen wir eine wesentliche Entwicklung im Psalm. Nachdem David in der ersten Hälfte des Psalms Gott um Hilfe ruft, ist er dann im zweiten Teil voller Zuversicht bzgl der Hilfe des Herrn.

  • Ich erlebe das selber immer mal wieder, dass Gebet dazu führt, dass ich von Gott neues Vertrauen bekomme, dass Er eingreifen und helfen wird.

Und so führt auch dieser Psalm letztendlich dazu, dass David – inmitten aller Verfolgung und Not – von Gottes Macht singt und ihn lobt.

  • Das wünsche ich mir für mich und uns alle – dass wir in allen Lagen zu Gott kommen, bei IHM Zuversicht finden und ihn dann aus vollem Herzen loben und preisen können.

Dieses Kapitel scheint chronologisch nicht hierher zu passen. In Kapitel 16 war David ja bereits an Sauls Hof gekommen und hatte ihm Musik gespielt und seine Waffenrüstung getragen. Doch hier wirkt es nun so, als ob Saul David noch nicht kennt und David nicht am Hof, sondern bei seinem Vater ist. Aber vielleicht war der Hofstab auch einfach unübersichtlich und David war evtl nicht full-time dabei, sondern eben nur immer mal wieder am Hof.

Im Kampf mit Goliat in Kapitel 17 zeigt sich Davids Herz. Es ist unerschrocken und voller Gottvertrauen. So einen König wünscht man sich, wenn es schon eines Königs bedarf.

  • Hier sehen wir auch einen klaren Prototypen des Christus. Der scheinbar schwache David besiegt stellvertretend für Gottes Volk den mächtigen Feind und wird so zum Retter seines Volkes!
  • Ich preise meinen HERRN JESUS, der für mich einen noch viel größeren Sieg errungen hat.

Nach dem Sieg über Goliat jubelt das Volk David zu. Auch Saul wird bejubelt, aber weniger als David. Das macht ihn eifersüchtig und er spricht in seinem Neid Worte, die sich als prophetisch erweisen sollten. „… ihm wird noch das Königtum zufallen.“  (18,8). Interessant ist der Bericht, dass „der böse Geist von Gott“ über Saul kam (v.10). Ich verstehe das so, dass Satans Werk eben letztendlich doch Gott untersteht und somit der böse Geist zwar direkt von Satan kommt, aber letztendlich eben doch von Gott. Saul fürchtet David, weil er erkennt, dass Gott nun mit David und nicht mehr mit ihm ist. Das zeigt sich auch darin, dass seine Mordversuche scheitern.

Während schon zu Beginn Sauls Sohn, Jonatan, zu einem Freund Davids wird, wird Saul gegenüber David immer zorniger und eifersüchtiger. Dass er David dann trotzdem seine Tochter Michal zur Frau gibt, hat einen anderen Grund. Eigentlich war David ja schon zweimal zuvor die ältere Schwester Merab zugesagt worden (17,25 & 18,17). Und nun wird David die Michal gegeben. Dabei verfolgt Saul einen bösen Plan. Die Frau soll David zum „Fallstrick“ werden, genauso wie sein Auftrag, gegen die Philister zu kämpfen. … aber der Herr war mit David!

  • Das ist etwas, wonach wir alle streben sollten … den Herrn auf unserer Seite zu haben.
  • Das geht aber nur, wenn wir uns klar auf die Seite des Herrn stellen, so wie es David tat.

In Kapitel 19 sehen wir, dass Sauls Kinder David zweimal das Leben retten und so den bösen Plan ihres Vaters zunichte machen. Zuerst ist es Jonathan, der vor seinem Vater Saul für David eintritt. Dabei macht Saul einen Schwur, dass er David nicht töten will, den er gleich wieder versucht zu brechen (V.6). In gewisser Weise sehen wir dann aber, wie Gott selbst diesen Schwur hält und Davids Leben beschützt.

  • Gott ist eben mächtiger, selbst als die dreistesten Lügner und bösesten Menschen!

Dann ist es Michal, die sich für ihren Ehemann einsetzt und diesen vor dem Mordkomplott ihres Vaters schützt. Nun muss David fliehen und so kommt er zu Samuel. Hier greift nun der HERR auf sehr überraschende Weise ein. Jeder, der in die Nähe von Samuel & David kommt, fängt an, prophetisch zu reden. Das nimmt seltsame Formen an.

Wie dem auch sei, letztendlich wird David so weiter beschützt. Er ist der Erwählte Gottes und der HERR weiß die seinen zu schützen.

  • Das darf auch unser Trost und unsere Zuversicht in jeder Bedrängnis sein.

Die Freundschaft zwischen David und Jonatan wird nochmals besiegelt. Dabei werden die Hoffnungen von Jonatan, dass Davids Annahme unberechtigt sei, dass Saul ihn aus dem Weg räumen will, zerstört. Er muss selber erleben, dass sein Vater voller Hass gegen Gottes erwählten König ist. Jonatan zögert nicht, sich klar auf die Seite Davids zu stellen.

Sicher kennen auch wir Loyalitätskonflikte. Und tatsächlich ist es ja so, dass Jonatan etwas zu verlieren hat, da er ja der Erbe seines Vaters Sauls ist und somit auch dessen Königsherrschaft hätte erben können. Doch Jonatan zögert nicht, sich auf die Seite von Gottes Erwählten zu stellen.

Solche Freunde wünscht man sich. Der Spruch „wie der Vater, so der Sohn“ stimmt halt nicht immer.

In Kapitel13 wird deutlich, dass das Problem nicht nur war, dass Israel einen König gefordert hatte, sondern auch, dass Saul kein guter König war. Er zettelt einen Krieg an, den er nicht gewinnen kann. Als sein Volk dann voller Furcht war und Samuel nicht so schnell wie erhofft kommt, weiß er sich nicht anders zu helfen, als Opfer zu bringen, was ihm aber gar nicht zustand. Hier kommt nun schon ein erster Hinweis darauf, dass Saul nicht lange König bleiben wird.

  • Das ist ein Paradebeispiel für „gut gemeint und schlecht gemacht“. Saul meint, dass er Gottes Wohlwollen auf seine eigenen Wege bekommen kann … obwohl diese eben im direkten Widerspruch zu den Anordnungen Gottes stehen.
  • Doch der HERR will, dass wir im Gehorsam leben und IHM vertrauen. Die Opfer sind da völlig nebensächlich.

Kapitel 14 macht den Mangel an Weisheit in Saul noch deutlicher. Er spricht einen unbedachten Fluch aus (das erinnert ein wenig an den Eid des Jeftah). Doch hier greift dann das Volk ein und rettet Jonathan, der uns als positiver Gegenpol vorgestellt wird.

Kapitel 15 ist sicher ein sehr inhaltsreiches und ein sehr zentrales Kapitel im 1. Samuel. Nachdem sich Saul ja schon zuvor angemaßt hatte, einen Priesterdienst zu versehen, kommt hier nun seine endgültige Verwerfung. Dabei beginnt das Kapitel noch ganz positiv. Samuel ermuntert Saul zum Kampf und dieser zieht los und siegt. Doch dann agiert er wieder nach eigener Logik, anstatt im Gehorsam das zu tun, was Gott will.

Gott offenbart das Samuel und dieser verkündet Saul seine Verwerfung. Dabei sehen wir dann im Fortgang zwei scheinbar widersprüchliche Aussagen. In Vers 11 heißt es, dass es Gott reute … und dann in Vers 29 „es gereut Gott nicht, denn er ist nicht ein Mensch, dass ihn etwas gereuen könnte“.

  • Hier offenbart sich sehr eindeutig, die Vielschichtigkeit von Gottes Willen. Auf der einen Ebene kann sich sein Wille ändern. Das ist der Wille – seine Einstellung – im Bezug auf Menschen. Je nachdem, ob sie ihm gehorsam sind oder nicht, hat er Freude oder Missfallen an ihnen. Wenn er das Böse sieht, kann es ihn gereuen, dass er die Menschen gemacht hat oder ihnen bestimmte Aufgaben übertragen hat.
  • Andererseits ist Gott absolut souverän und vollbringt, was er sich vorgenommen hat. Und seine Pläne sind perfekt … und von daher gereut ihn nie, was er (nach seinem Ratschluss-Willen) will.

Das Gespräch zwischen Samuel und Saul ist interessant. Saul spricht zu Samuel mehrfach von „Deinem Gott“. Er weiß offensichtlich von Gott, hat aber wohl keine echte Beziehung zu ihm.

  • Vers 22 ist ein sehr lehrreicher Vers: Gehorsam ist das, was zählt.

In Kapitel 16 wird berichtet, dass David zum neuen König gesalbt wird. Diese Wahl basiert nicht auf Äußerlichkeiten, sondern auf der Herzenshaltung Davids.

  • Mögen unsere Herzen uns auch für Dienste für den Herrn qualifizieren!

Und dann folgt gleich noch eine zweite ungewöhnliche Berufung. Der amtierende König Saul merkt, dass er aufgrund seiner Sünde, einen bösen Geist hat. Und auf Anraten eines seiner „Großen“ wird letztendlich der als Nachfolger Sauls gesalbte David gerufen, um Saul durch sein Saitenspiel und dann auch als sein Waffenträger zu dienen.

  • So kommt der zukünftige König an den Königshof Sauls

In Kapitel 9 taucht der spätere König Saul auf und hat eine von Gott so geführte Begegnung mit Samuel. Nur wegen der verlorenen Eselinnen macht sich Saul überhaupt auf den Weg und nur wegen des Widerspruchs seines Knechts geht er zu Samuel. Samuel ist bereits vom Herr vorbereitet und empfängt Saul in Wissen darum, dass das der Mann ist, den der HERR aufgrund der Bitte des Volkes zum König einsetzen wird.

Doch all das bleibt hier vorerst noch verborgen. Von daher ist Kapitel 9 nur der Vorspann zu dem, was dann in Kapitel 10 berichtet wird. In Kapitel10 sehen wir, wie Gott den Israeliten gibt, was sie wollen. Samuel verkündet, dass Saul König werden soll. Dabei sieht alles noch ganz gut aus. Gott kündigt an, dass Saul mit dem Geist des Herrn zugerüstet werden wird (10,6) und Saul bekommt von Gott ein neues Herz.

Und doch wird dann deutlich, dass die Erwählung Sauls zum König letztendlich nicht Gott gewollt war (10,19). Die Vielschichtigkeit von Gottes Willen ist hier offensichtlich … den einerseits will Gott, dass Saul König werden soll und setzt dies auch durch, doch andererseits ist er nicht der König, den Gott will. Und so sehen wir hier eben auch, dass Menschen echte Verantwortung für das tragen, was sie tun und dann auch die Konsequenzen tragen müssen.

Vers 20 zeigt dann nochmal, wie Gott in allem und durch alles wirkt. Der ja bereits klar identifizierte König wird nochmal per Los bestimmt wird. Und bei all dem wirkt Saul wie die beste und Gott-gefälligste Wahl.

  • Erst später wird dann deutlich, dass Saul zwar wie ein perfekter König aussah, aber erst sein Nachfolger (David) dann ein (weitestgehend) guter König war … der auf den perfekten König Jesus hinweist.

In Kapitel 11 lesen wir davon, wie Saul Israel „Richter-gleich“ von den Feinden befreit. Interessant ist, dass der Geist Gottes Saul zu heiligem Zorn führt.

Und dann sehen wir, dass Saul nach geschlagener Schlacht milde ist und die Spötter im Inneren, die ihn noch nicht als König anerkannt hatten, nicht richtet. Vielmehr wird er nun nochmal – und nun wohl von allen – als König bestätigt.

  • Bis hierher sieht also alles sehr gut aus.

Samuel geht quasi in Rente und legt sein Richteramt nieder, da Israel ja nun von einem König geführt wird. Dabei lässt er sich vom Volk bestätigen, dass er ein gerechter Richter war. Dann zieht er Resümee und sieht zurück auf die Geschichte Israels. Sich selbst sieht er in einer Linie mit Jerubaal (Gideon), Barak und Jeftah. Interessant ist dabei, dass hier nur Barak aber nicht Debora genannt wird.

Ab Vers 12 kommt dann die Anklage. Samuel macht den Israeliten ganz klar, dass die Wahl eines Königs Gott nicht gefällt und Gott bestätigt das, durch das von Samuel angekündigte Zeichen, von Donner & Regen. Aber dann macht Samuel dem Volk Mut und verspricht ihm die Treue Gottes und beschreibt, wie er aus dem Hintergrund weiter für sein Volk da sein will (V.20ff).

Gerade Vers 23 (Es sei aber auch ferne von mir, mich an dem HERRN dadurch zu versündigen, daß ich davon abließe, für euch zu beten und euch zu lehren den guten und richtigen Weg!) kann uns da sicher ein Vorbild sein. Mich fordert das heraus