In diesem Psalm hören wir den Aufruf an alle Schöpfung, den Schöpfer zu preisen, denn IHM gebühren alle Ehre und alles Lob. Dabei sind interessanter Weise nicht nur Menschen angesprochen. Der Ruf zum Lobpreis gilt überhaupt allem Geschaffenen. Aber natürlich sind wir Menschen da die ersten Adressaten.

Ganz zum Schluss des Psalms kommt dann das besondere Volk Gottes in den Blick.

Natürlich war das zur Zeit der Abfassung dieses Psalms primär das Volk Israel. Und doch gilt dieser Aufruf auch uns Christen, denn wir lesen hier: „14 Er erhöht die Macht seines Volkes. Alle seine Heiligen sollen loben.“

Durch den Glauben an Jesus Christus sind wir heilig und gehören zum Volk Gottes.

  • Ich wünsche uns, dass wir unseren großen Schöpfer-Gott so klar im Blick haben, dass unsere Herzen von Lobpreis überlaufen.
  • Lasst uns unseren Schöpfer und Herrn loben … mit unserem ganzen Leben!

Vers 1 ist ein Aufruf zum Lobpreis und ein Statement zugleich. Denn der Lobpreis, zu dem aufgerufen wird, wird zugleich als etwas Wunderbares beschrieben.

Und dann beschreibt der Psalmist erst einmal den HERRN, den wir preisen sollten. Dabei wird der Herr als guter Hirte, der seine Schafe sammelt und sich liebevoll um seine Schafe kümmert.

Dann kommt die allumfassende Herrschaft des HERRN in den Blick.  Auch dafür sollten wir Gott preisen, denn Gott ist sowohl der Herr der Gemeinde, wie auch der Herr und Gott der ganzen Schöpfung.

  • Ich bin dem Herrn so dankbar dafür, dass ich wissen kann, dass Seine Herrschaft allumfassend ist und dafür, dass er der gute Hirte seiner Herde ist.
  • Deswegen ist der Lobpreis Gottes – der sich nach Römer 12,1 in unserem ganzen Leben zeigen sollte – tatsächlich „ein köstlich Ding“!

Mit Psalm 146 beginnen die abschließenden 5 Lobpreispsalmen, die jeweils mit „Halleluja“ anfangen und enden.

Dieser Psalm lobt den allmächtigen und guten Gott und ruft uns klar und deutlich dazu auf, unsere Hoffnung in nichts und niemanden Anderes zu setzen, als in Gott allein.

Den Gott ist der ewige und perfekte König – er ist der Helfer in Not und der treue Versorger.

  • Lasst uns auf unseren König vertrauen und für Ihn leben!
  • Halleluja!

Der letzte der Psalmen Davids ist ein wunderbarer Lobpreis Gottes. Wie schon in manchen anderen Psalmen, geht der Schreiber hier durch das Hebräische Alphabet und preist verschiedene Attribute und Werke Gott mit unterschiedlichen Worten.

In den ersten 7 Versen steht dabei die Größe Gottes im Blickpunkt. Unser Gott ist ein großer Gott, der Großes getan hat und tut.

Ab Vers 8 folgt dann der Lobpreis von Gottes Gnade und Barmherzigkeit, der uns annimmt, obwohl wir klein, schwach und sündig sind.

Weiter wird hier Gottes Treue und seine Gerechtigkeit besungen.

  • Psalm 145 ist sicherlich ein Psalm, der uns dabei helfen kann, in Lobpreis und Dankbarkeit zu wachsen, denn er nimmt uns mit in ein Schauen auf Gott.
  • Ich wünsche uns allen, dass wir durch diesen Psalm immer weiter wachsen in unserer Gotteserkenntnis und so dann auch in der Liebe zu Gott.

Dieser Psalm zeigt uns, wie eng das Wohlergehen des Volkes an dem des Königs hängt. In den ersten 11 Versen hören wir die Stimme von Gottes König (David).

Dabei ist interessant zu sehen, wie er einerseits Gott als seinen Beschützer preist und andererseits auch versteht, dass er selber mit der Kraft, die der Herr im gegeben hat, aktiv werden kann. Es geht hier also nicht um ein passives, sondern ein aktives Gottvertrauen.

Ab Vers 12 hört man dann das ganze Volk. Dabei vertraut der König, genauso wie das Volk auf Gott, der Seinen König und sein Volk erlöst und vor den Feinden rettet.

  • Dieses Gebet Davids hat in Jesus Christus seine vollkommende Erfüllung gefunden … und wurde dann auch wirksam für Alle, die im Glauben zu diesem ewigen König gehören!
  • Dabei dürfen wir wissen, dass uns der vollkommene Triumph noch bevorsteht.

Auch in diesem Psalm lesen wir von Davids Not und seinem Rufen zu Gott. Dabei weiß er darum, dass er von Gott nichts zu fordern hat. Er appelliert an Gottes Gnade, denn er weiß, dass überhaupt kein Mensch von sich aus vor Gott bestehen, geschweige denn etwas fordern könnte: „HERR, erhöre mein Gebet, vernimm mein Flehen um deiner Treue willen, erhöre mich um deiner Gerechtigkeit willen, und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht.“

Trotzdem betet David mutig, denn er erinnert sich (und im Gebet erinnert er auch Gott) an Gottes vormalige Taten und er weiß um Gottes Wesen. Und so beruht dann sein Bitten genau darauf. „8 Lass mich am Morgen hören deine Gnade; denn ich hoffe auf dich.“

Dabei ist er belehrbar und begierig, von Gott geführt zu werden und bewusst als sein „Knecht“ zu leben.

  • Auch dieser Psalm lehrt uns Weisheit.
  • In schweren (bzw zu allen) Zeiten sollten wir uns auf Gott besinnen. Das gibt Zuversicht. Und wir sollten uns von IHM lehren und leiten lassen. So werden wir seine Nähe und seinen Beistand erfahren.
  • Dabei dürfen wir darum wissen, dass Gott für die Seinen ist!

Auch in diesem Psalm hören wir einen Hilferuf. Hier wird uns gleich zu Beginn der konkrete Anlass dieses Psalms genannt. Dabei handelt es sich entweder um die Begebenheit aus 1 Sam. 22,1 oder aus 1 Samuel 24,3. Inmitten von großer Not offenbaren diese Worte das große Gottvertrauen Davids.

David hofft auf Gottes Hilfe und verspricht, Gott zu preisen und die Gerechten um sich zu sammeln.

  • Wahrscheinlich haben wir in großer Not auch schon in ähnlicher Weise zu Gott gerufen. Und das ist gut so.
  • Wir sollten dabei nicht übersehen, dass wir als Christen schon die größte und wichtigste Rettung haben … denn durch Jesus haben wir bereits die Rettung vor dem ewigen Tod.
  • Gerade deshalb sollten wir nicht vergessen, unserem Retter auch immer wieder den lobpreis zukommen zu lassen, der ihm gebührt.

Psalm 141 ist ein wunderbares Gebet um Bewahrung. Dabei hat der Psalmist nicht nur die Bösen um sich herum im Blick, sondern auch sein eigenes sündiges Herz. Und so betet er und dankt für Korrektur.

  • Gerade für Konfliktzeiten erscheint mir dieser Psalm ganz viel wichtige Weisheit parat zu haben.
  • Mit Gottes Hilfe den Mund halten bzw seine Worte sorgsam wählen und dabei darum zu wissen, dass man selber ja auch nicht sündenfrei ist, ist das Gebot der Stunde in solchen Zeiten.

Und dann sollte man sich intensiv darum bemühen, nicht selber Böses zu tun und einfach auf Gottes Beistand zu vertrauen.

  • Möge der Herr uns immer wieder diese Einsicht und Bewahrung schenken.

Dieser Psalm ist sehr spannend. Zu Beginn klagt David über das Unrecht der Gottlosen. Dabei beschreibt er diese Menschen mit Worten (in Vers 4), die Paulus in Römer 3,13 zitiert umso zu zeigen, dass alle Menschen Sünder sind.

Dann folgt Davids Lobpreis Gottes – hier kommt sein Gottvertrauen zum Ausdruck. Und genau das ist dann die Basis dafür, dass er sich selber am Ende des Psalms in der Kategorie der Gerechten sieht, die der Herr vor dem bösen Treiben der Gottlosen bewahren wird.

Der Herr wird dabei für Gerechtigkeit sorgen.

Aus unserer Sicht können wir heute erkennen, dass wir einst alle Ungerechte waren (so wie die Menschen, die zu Beginn des Psalms beschrieben werden).

Die Gerechten sind dann die, die auf den HERRN vertrauen.

Und seine Gerechtigkeit kommt entweder dadurch, dass Jesus für uns vollkommen gerecht war und uns seine Gerechtigkeit zurechnet – oder dadurch, dass der Herr die Ungläubigen dann eines Tages noch richten wird.

  • Gerade dieses Wissen sollte uns dazu veranlassen, nicht selber danach zu streben, die Ungerechten zu strafen, sondern da ganz auf Gott zu vertrauen. Genau das wird dann ja in Römer 12 gelehrt, wo sinngemäß der Aufruf aus Psalm 140,11 aufgegriffen wird.

Dieser sehr bekannte Psalm zeigt uns den allmächtigen und vor allem den allwissenden Gott. Anfangs klingt es fast noch so, als würde der Psalmist es problematisch finden, dass Gott allwissend ist.

  • Tatsächlich ist es ja auch erstmal erschreckend sich darüber klar zu werden, dass der HERR alles weiß – und damit eben auch das, was wir gerne verstecken würden.

Doch im Laufe des Psalms wird deutlich, dass das ein großer Segen ist. Gott kennt uns besser, als wir uns selbst kennen. Und weil er es gut mit den Seinen meint, kann er uns dann das zeigen, was wir verstehen müssen, um froh und gut zu leben.

  • Ich bete, dass wir in diesem Sinne immer wieder aus dem Zustand der Gottesfurcht zu einer dankbaren Ehrfurcht durchdringen!