Nachdem wir schon in Kapitel 3 gesehen haben, wie destruktiv Worte sein können, lesen wir in Kapitel 4 einen eindringlichen Appell zur Demut im Umgang miteinander.

Streit in der Gemeinde hat fast immer mit Stolz und Rechthaberei zu tun. Und so gewinnt dann der Teufel Raum und tut sein zerstörerisches Werk.

Demut ist hingegen der Weg, um Frieden und Einheit zu fördern.

 

Wahre Demut beginnt immer damit, dass wir uns vor dem Herrn demütigen (v.10).

Und nur so halten wir dann den Weg der Demut auch durch. Denn der Blick auf Jesus ermöglicht es uns, nicht auf sündige Weise für unsere eigenen Interessen zu kämpfen, sondern die biblischen Grenzen zu respektieren und Gott für das zu vertrauen, was wir so nicht tun können.

Er steht den Demütigen bei. Er lässt uns Dinge tun, wenn es seinem Willen entspricht.

Hochmut gegenüber anderen oder auch im Hinblick auf unsere Pläne (v.13ff) ist hingegen ein sehr unsicherer Weg, der letztendlich keinen Erfolg bringen wird.

 

  • Oh Herr: schenke mir Demut und hilf mir, Dir in allen Dingen zu vertrauen.

Dieses Kapitel spricht mich ganz besonders persönlich an.

Denn gleich zu Beginn heißt es ja. „Liebe Brüder, nicht jeder von euch soll ein Lehrer werden; und wisst, dass wir ein desto strengeres Urteil empfangen werden.“

 

Lehrer sollten ganz besonders bedacht auf ihre Worte sein. Das gilt natürlich letztendlich für alle Christen. Denn unsere Lippen offenbaren, was in unseren Herzen ist. So sind eben auch unsere Worte etwas, das unseren Glauben sichtbar macht und als echt erweist.

 

Wenn unsere Lippen Gottes Wort weitergeben, können sie Leben geben und Leben verändern. Andererseits können wir mit unseren Worten eben auch großen Schaden anrichten.

Genau das illustriert Jakobus hier in aller Deutlichkeit.

 

Und dann kommt er ab Vers 13 auf Weisheit zu sprechen. Weisheit kommt letztendlich von Gott – so hatte Jakobus ja schon in Kapitel 1 gelehrt, dass wir, wenn uns Weisheit mangelt, diese von Gott erbitten sollten.

Und Weisheit zeigt sich eben auch in dem, wie wir reden … und wann wir reden. Manchmal ist Schweigen das Gebot und manchmal reden … in allem geht es darum, Gott zu ehren und andere zu erbauen.

 

  • Möge der Herr uns Weisheit geben, unsere Worte so zu gebrauchen und so dann eben auch Zeugnis zu geben von unserem Glauben!