Dieser Psalm wird manchmal als ein Weihnachtspsalm beschrieben, denn hier wird das Kommen des Herrn verkündet (v.9). Das geht einher mit dem Jubel aller Schöpfung und der Ausbreitung des Heils zu aller Welt Enden (v.3f).

Andererseits klingt hier auch schon die Rückkehr des Herrn an, wenn er alle Welt richten und sein Volk endgültig erlösen wird.

  • Wir können so oder so auf jeden Fall schon jetzt in diesen Lobgesang mit einstimmen.

Der Herr verdient unser Lob und wir haben jeden Grund uns an IHM zu erfreuen, wenn wir erleben durften wie ER auch in unser Leben gekommen ist.

  • An dieser Freude sollten wir anderen Menschen Anteil geben, in dem wir IHN loben … und das nicht nur durch Lieder und in Worten, sondern durch den Lobpreis unseres ganzen Lebens (Röm 12,1) und unser mutiges und frohes Zeugnis.
    So sind wir dann auch Teil der Erfüllung der wunderbaren Zusage dieses Psalms, denn wir sollen Gottes Boten sein, die seine frohe Kunde aller Welt verkünden (Mt. 28,18ff; Apg 1,8).
  • Ich wünsche uns, dass unsere Herzen immer wieder neu erfüllt werden mit der Freude, die es nur beim Herrn gibt und ich wünsche uns, dass wir dann aus dem Überfluss unseres Herzens unseren HERRN bekennen … in Wort und Tat!

Und auch dieser Psalm ist ein wunderbarer Lobpreis des Herrn. Er wird hier wiederum als König der ganzen Schöpfung beschrieben.
Dabei beschreibt dieser Psalm den König als sichtbaren Herrscher und letzten Richter. Der Psalmist sieht auf den HERRN nicht mit den Augen, sondern im Glauben und vertraut so auf die Verheißungen Gottes, die Er uns durch sein Wort gegeben hat.

Und der Psalmist sieht prophetisch in die Zukunft, denn eines Tages wird Gottes Herrschaft für alle Welt sichtbar werden und ER wird die ganze Schöpfung richten.

  • Das ist gewiss und doch müssen wir noch ausharren und bis dahin im Glauben leben. In seiner großen Liebe hat Gott uns sein Wort gegeben, so dass wir die Zukunft kennen und voller Zuversicht leben können!
  • Und weil wir vergesslich sind und das, was vor Augen ist uns leicht ablenkt, brauchen wir die Erinnerung aus Gottes Wort immer wieder – jeden Tag, so dass wir nicht vom guten Weg abkommen.
  • Ich preise Gott für sein Wort und die großartige Zukunft, die Er Seinen Kindern verheißen hat und auf die dieser Psalm einen Blick wirft.

Psalm 96 greift auf den Lobpreis Davids aus 1. Chronik 16 zurück.

Dieser Psalm ruft Gottes Volk dazu auf, zum Segen für alle Völker zu werden. Das ist der ursprünglichste Auftrag an Gottes Volk und Teil seiner Bundesverheißung an Abraham (1. Mo 12 / 17).

  • Das AT zeigt uns dann nur sehr wenig davon – erst in Christus wird erkennbar, dass das Volk Gottes aus allen Völkern Stämmen, Sprachen und Nationen bestehen wird. Und so blickt dieser Psalm voraus in die Zeit, in der das Volk Gottes kein ethnisches Volk mehr sein wird.
  • Weil Gott treu zu seinem Plan steht und dieser Psalm so in Erfüllung gegangen ist, dürfen wir auch als Menschen aus Heidenvölkern mit in diesen Lobpreis einstimmen.
  • Als diejenigen, die aus Gnade, durch Glauben zu Gottes Volk gehören, sollten wir nun auch Andere in das Reich Gottes hineinrufen, so dass der Lobpreis Gottes sich weiter ausbreitet – denn es gibt nur den einen wahren Gott und König und ihm gebührt aller Lobpreis und alle Ehre und wir Menschen werden nur bei IHM wahres Glück und dauerhaften Frieden finden.

Die erste Hälfte des Psalms ist ein wunderbarer Lobpreis Gottes. Er wird hier als der Schöpfer und König über alle Schöpfung gepriesen.

  • Unser Gott und König verdient es, von uns mit dankbarem und frohem Herzen angebetet zu werden.
  • Wir tun gut daran, auf das zu sehen, was Er getan hat und zu bedenken, wer er ist, denn in Anbetracht der Größe Gottes, werden wir uns IHM in richtiger Weise nähern.

Ab Mitte von Vers 7 nimmt der Psalm eine Wendung. Hier sieht der Psalmist zurück auf das ewige klagende Volk Israel und die Konsequenzen ihres Klagens. Im Hebräerbrief wird in Kapitel 3 dieser Psalm zitiert und eine Lehre aus der Geschichte Israels für die Gläubigen unserer Zeit gezogen. Wir sollten uns vorsehen, dass wir unsere Herzen nicht verhärten. Denn Anteil haben wir an Christus nur dann wahrhaft bekommen, wenn wir die Zuversicht in ihm von Anfang bis Ende festhalten (Hebr 3,14).

  • Wer Gott also wirklich als den großen und herrlichen König erkennt, wird ihn für alle Zeit anbeten und in IHM bis zum Ende seine Zuversicht finden.
  • Das wünsche ich uns!

Gleich zu Beginn ruft der Psalmist Gott dazu auf, Vergeltung gegen die zu üben, die sich gegen Gott und Gottes Volk aufspielen.

Nach diesem Aufruf kommt die Klage, wie lange Gott das Unrecht noch zulassen wird. Anscheinend gab es einflussreiche gottlose Menschen, die den Armen und Schwachen Menschen in Gottes Volk böses taten und dabei wohl davon ausgingen, dass Gott dies nicht sehen und sich nicht darum kümmern würde.

  • Das scheint ja bis heute das Denken der Gottlosen zu sein.
  • Sie verkennen, dass Gott Alles sieht und weiß (V.8-11) und eines Tages alles Böse richten wird (V.22).

Der Psalmist erkennt in allem Klagen den souveränen Herrn, der selbst das Leid seiner Kinder gebraucht, um sie zu heiligen (V.12-15) und sie eines Tages aus allem Leid retten wird.

Der Psalm springt dabei hin und her von einem Gebet zu Gott, einem Anerkennen der Dinge, die Gott tut, und Worten, die eher eine Reflektion über die eigene Situation darstellen.

  • Mich erinnert das daran, dass wir gerade in schwierigen Situationen diese Balance brauchen, zwischen …
    • dem Beten zu Gott, dass er helfen möge,
    • dem Anerkennen, dass Gott Alles im Griff hat und gut machen wird,
    • und dem sich selber predigen.
  • Wenn wir dabei stehen bleiben, nur Fragen zu unserer Situation zu haben, werden wir ggf verzweifeln und vom guten Weg abkommen.
  • Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns immer wieder Gott zuwenden und uns darauf besinnen, dass er gut und allmächtig ist und eines Tages gerecht richten und sein Volk von allem Leid befreien wird.

Der Psalm endet mit genau dieser Erkenntnis. Ich wünsche uns, dass uns diese Erkenntnis ermutigt und stärkt!

Dieser kurze Psalm zeigt uns Gott als den König aller Schöpfung. In der Tat war das Reich Gottes vollkommen, nachdem ER Alles geschaffen hatte und bevor die ersten Menschen gegen diesen König aller Könige rebelliert hatten. Seitdem wird Gott nur noch von den Gläubigen als König erkannt.
Das bedeutet aber nicht, dass Gott nicht immer noch der mächtige König ist. So wie es Vers 2 zum Ausdruck bringt: „Von Anbeginn steht dein Thron fest; du bist ewig.“ … wir Menschen staunen manchmal darüber, wie majestätisch die Natur ist, aber dabei verkennen wir manchmal, dass der Schöpfer noch viel größer und majestätischer ist, als alle Schöpfung.

Erkennen werden wir das nur, wenn wir uns von Gottes wahrhaftigem und gewissen Wort informieren lassen. Der Psalmist erkennt, dass der Gott, der sich in seiner Schöpfung offenbart, sich uns noch viel klarer in Seinem Wort offenbart.
Da sehen wir dann, dass Gott ein heiliger und ewiger Gott ist und nicht „nur“ ein Schöpfer, der einst diese Welt gemacht hat.

Diese Erkenntnis ist auch für uns Christen wichtig. Wir brauchen auch mehr als nur den Gott, der uns durch die Wiedergeburt geistliches Leben gibt … wir brauchen den heiligen und ewigen Herrn, der uns durch Sein Wort jeden Tag den Weg weist und bei uns ist, alle Tage.

  • Ich preise Gott dafür, dass er sich uns durch seine Schöpfung und sein Wort als perfekten König offenbart!

Der Titel dieses Psalms lautet „Ein Psalmlied für den Sabbattag.“ Und dieses Psalmlied ist ein Anbetungslied, in dem Gott als gnädiger, wahrhaftiger und mächtiger Gott gepriesen wird.
Der Psalmist weiß um Gottes Charakter und seine Taten und all das fördert seinen Lobpreis.

  • So wird es uns allen immer wieder gehen – je mehr wir uns auf Gott besinnen, desto mehr werden wir ihn anbeten.

Der Psalmist tut das scheinbar inmitten von einer ihm feindlich gesinnten Welt. Doch er fürchtet seine Feinde nicht, weil er um Gottes Beistand weiß.

  • Auch das ist eine Erinnerung, die wir immer wieder brauchen. Gott ist für uns, wenn wir uns ihm zuwenden. Er behütet und versorgt uns und eines Tages wird er uns vollends von allem Übel erlösen.

Auf diese Hoffnung sieht und vertraut der Psalmist und das dürfen wir auch! Dabei erwähnt der Psalmist in Vers 13 „den Gerechten“ und lenkt so unseren Blick auf den, der für uns zur Gerechtigkeit wurde und uns so auch zu „Gerechten“ gemacht hat.
Wie immer mal wieder sehen wir in den Versen 13 & 14 wie aus dem einen Gerechten, der „grünt und wächst“ eine Vielzahl von denen werden, die gepflanzt sind „im Hause des HERRN, werden in den Vorhöfen unsres Gottes grünen“.

  • Durch Christus empfangen auch wir den Segen, den ER durch seinen Gehorsam für uns errungen hat.
  • Und diese Gewissheit führt uns in den Lobpreis unseres gnädigen, wahrhaftigen und mächtigen Herrn!

Psalm 91 zeigt uns den Gott, der für uns sorgt! Er ist unser Beschützer und unsere Zuversicht. Dabei gebraucht dieser Psalm gleich mehrere Wortbilder für Gott.

  • Er ist wie ein Schirm bzw jemand, der einen Schutzschirm über uns hält;
  • Er ist wie eine Burg;
  • und er ist wie ein Vogel, der seine Jungen mit seinen Fittichen beschützt und ihnen Geborgenheit gibt.

Damit vermittelt der Psalm eine wichtige und tröstliche Wahrheit. Was auch immer um uns herum passiert, Gott ist für die da, die auf Ihn vertrauen und sorgt für die Seinen. Nichts und niemand kann dauerhaften Schaden anrichten, wenn wir zu Gott gehören.

Wichtig ist aber eben zu bedenken, wem der Herr seinen Schutz und seine Hilfe zusagt: „»Er liebt mich, darum will ich ihn erretten; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.
Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören“ (V.14-15)

Natürlich ist es eine Fehlinterpretation, wenn wir denken, dass dieser Psalm uns verspricht, dass wir in diesem Leben nie Leid erleben werden. Darum geht es hier nicht. Es geht um das ewige Wohl.

  • Und so preise ich den Gott, der mir Geborgenheit gibt und mein ewiger Schutz ist bis hin zu dem Tag, an dem es keine Feinde mehr geben wird!

Dieser sehr bekannte Psalm stammt scheinbar aus einer anderen Zeit, als die Vielzahl der anderen Psalmen – es ist ein Psalm des Mose.

Zu Beginn preist er Gott als den ewigen Herrn und den Schöpfer aller Dinge. Dann fährt er fort und betrachtet den ewigen und zeitlosen Gott in seinem Verhältnis zu den Menschen, deren Leben vergleichsweise sehr kurz ist. Mose beschreibt hier die Lebenslänge als 70-80 Jahre … das ist interessant wenn man bedenkt, dass er selber ja 120 Jahre alt wurde J. Aber tatsächlich entspricht diese Zahl dem, was zu biblischen Zeiten als hohes Alter angesehen wurde (und ist ja auch nicht weit weg, von dem, wo wir heute angelangt sind).

Dabei erkennt Mose, dass unser „kurzes Leben“ und alle Plagen des Lebens die Konsequenz des „Zürnens“ Gottes ist. Gerade deshalb betet Mose ein sehr gutes Gebet: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“
Wahres Glück und wahre Erfüllung finden wir Menschen nur dann, wenn wir unser kurzes Leben unter der Gnade Gottes und in Harmonie mit Ihm leben. Und so dürfen wir dann auch darauf vertrauen und Gott darum bitten, dass er unserer Hände Werk segnen möge.

Vor allem aber dürfen wir wissen, dass, wenn wir Gottes rettende Gnade erfahren haben, wir nach dem Sterben ein ewiges Leben haben werden.

Gerade in Anbetracht dieses ewigen Lebens nach unserem kurzen Leben hier auf Erden sollten wir unser Leben so gestalten, dass es Gott gefällt. Das ist göttliche Weisheit!

  • Ich wünsche uns, dass wir unser irdisches Leben mit allen Freuden und allem Leid immer wieder im Lichte der Ewigkeit bewerten und dann vor diesem Zeithorizont unsere Entscheidungen treffen.

Dieser Psalm beginnt als ein großartiger Lobpreis des gnädigen Gottes. Dabei wird auf die Geschichte Israels unter König David zurückgesehen und bedacht, dass Gott mit David einen bedingungslosen Bund geschlossen hat, dass sein Nachkomme für alle Ewigkeit auf seinem Thron sitzen wird.

Ab Vers 31 kommt dann ein nicht ganz so froher Aspekt hinzu, nämlich, dass Gott nicht immer nur segnen wird. Ganz im Sinne des Bundes mit Mose wird hier betont, dass Gesetzesbruch Konsequenzen haben wird. Gott wird Untreue strafen. ABER ER wird trotzdem seinem bedingungslosen Bund mit David treu bleiben.

Ab Vers 39 ändert sich nochmals der Ton. Der Psalmist beklagt nun, dass nichts mehr von Gottes Verheißungen zu sehen ist und sich so die Frage stellt, ob ER denn seinen Bund wirklich erfüllen wird.

  • Wir dürfen heute wissen, dass Gott seinen Bund erfüllt hat. Er hat den Sohn Davids gesandt – unseren Herrn Jesus – der nun für alle Zeit regiert.
  • Und so dürfen wir jubeln und Gottes Gnade preisen. Der Psalmist ahnte das scheinbar und endet so voller Anbetung „Gelobt sei der HERR ewiglich! Amen! Amen!“

Ich finde die Entwicklung dieses Psalms wichtig – wir müssen eben alle Aspekte bedenken; Gottes Gnade, aber auch seine Gerechtigkeit. Gerade das wird uns dann Zuversicht geben,