Gott ist der allmächtige Herr, dem niemand widerstehen kann und der eines Tages für alle sichtbar triumphieren wird. Das macht dieser Psalm sehr deutlich.
Dabei sieht der Psalmist zurück auf den Exodus und sieht voraus auf Jesus. So wird Vers 19 im Epheser 4 im Bezug auf Jesus zitiert.

Der Herr ist dabei kein skrupelloser Krieger, sondern ein barmherziger und sein Volk treu versorgender Herr.
Der Psalm führt uns durch die Befreiung von Gottes Volk hin zum Einzug in das Heiligtum und endet dann mit einem Aufruf zum Lobpreis Gottes. Dabei ist es interessant zu sehen, dass Gottes Volk ein Volk vieler Völker ist.

Und so ist dieser Psalm eben nicht nur ein Blick zurück auf die Geschichte Israels, sondern auch eine Zusage für uns, die wir eines Tages in der Herrlichkeit des Herrn den mächtigen Sieger preisen werden.

In diesem Gebet wird der Hohepriesterliche Segen erbeten und zwar mit dem Fokus, dass dies zum Zeugnis für alle Menschen werden möge.
Das Volk Israel betet, dass es als Geschlecht von Priestern alle Völker zur Anbetung Gottes rufen wird. Das wurde zu AT Zeiten von Israel kaum so gelebt und Jonah ist sicher das drastischste Beispiel dafür. Doch seit der Zeit der Apostelgeschichte haben sich dann die Juden, die Jesus als den Messias erkannten, tatsächlich aller Welt zugewandt, so dass wir heute tatsächlich mit einstimmen können, in den Lobpreis Gottes.

Und eines Tages wird es dann tatsächlich keine unerreichten Völker mehr geben. Dann wird dieser Psalm seine vollständige Erfüllung finden.

Wie großartig ist es, dass wir daran teilhaben dürfen, in dem wir als Gottes Zeugen unseren Herrn in aller Welt (und an Ort und Stelle) bekannt machen dürfen.

  • Und so bete ich für uns, dass Gott uns durch diesen Blick in die Zukunft ermutigt!

Dieses Psalmlied nennt uns keinen Autor und keine bestimmte historische Situation. Es ist ein zeitloser Aufruf zum Lobpreis Gottes. Dabei steht die Allmacht und Güte des einen Rettergottes im Zentrum.
Alle Lande und alle Völker sollen Gott loben und anbeten (v.1,3,8).
Der Psalmist nennt verschiedene Gründe für den Lobpreis. Das Werk von Gottes Händen (die Schöpfung) ist genauso ein Grund, wie sein Eingreifen zur Rettung seines Volkes. Hier ist der Exodus im Blick, der ja „ein Schatten“ der Erlösung durch Christus ist.

Interessant ist dabei auch, dass Gott als der Allmächtige anerkannt wird, der nicht nur stärker als die Feinde ist und somit seinem Volk helfen kann, wenn es in Not gerät. Selbst die Not wird ihm zugeschrieben (v.11), wobei das letztendlich die Konsequenz unserer Sünde ist und die Basis für die Selbstoffenbarung des Rettergottes.

Dieser Gott verdient unsere Anbetung und unsere Opfer, wobei wir wissen, dass wir seit Jesus Christus keine Tieropfer mehr bringen müssen und sollen, sondern einfach unsere Leben als lebendige Opfer Gott zur Verfügung stellen sollen (Römer 12,1).
Der große Gott ist Allwissend und voller Gnade und so hilft er, wenn wir uns ihm zuwenden. Gott tut dabei nicht immer, was wir wollen, aber ganz sicher das, was am besten für seine Kinder ist!

  • Dafür will ich IHN loben!

Dieser Psalm zeigt uns den treuen Gott, der die Seinen mit seiner Gnade beschenkt.

Die ersten Verse zeigen uns Menschen, die um ihre Sünden und Not wissen – aber eben auch wissen, dass Gott ein geduldiger, gnädiger, Gebete-erhörender Gott ist. Und so zeigt uns dieser Psalm Menschen, die zu Gott kommen – weil Gott sie zu sich zieht und zu sich kommen lässt.
Mehr noch, Gott segnet seine Kinder mit großer Fülle. Dabei erwähnt der Psalmist auch Aspekte der allgemeinen Gnade Gottes, von der auch die Ungläubigen profitieren. Die allgemeine Gnade Gottes nehmen wir nicht immer so wahr, weil es eben neben guten Tagen (und guten Ernten wie hier im Psalm) auch schlechtere Tage gibt.

Aber als Christen sollten wir uns immer wieder daran erinnern, dass wir in Jesus Christus und durch den Heiligen Geist mehr haben, als wir uns jemals hätten erträumen können. Und durch IHN haben wir ein sicheres Erbe, so dass wir eines Tages eine hier auf Erden unbekannte Fülle erleben werden.

Das sollte unsere Herzen zum Lobpreis Gottes motivieren und uns jubeln lassen!

Wenn wir Gott kennen und seinen Segen erleben, dann ist dies nur deshalb der Fall, weil Gott uns aus unserer Sünde herausgerufen hat und uns in seiner großen Gnade Zugang zu sich selbst gewährt hat.

Selbst in schweren Zeiten ist ein Leben mit Gott so viel besser und reicher, als ein Leben ohne IHN. Auch das sollten wir uns immer mal wieder vor Augen führen. Dann werden wir ihn voller Dankbarkeit loben.

  • Möge das unseren heutigen Tag bestimmen!

Dieser Psalm verbindet ein Gebet um Hilfe mit einer großartigen Zusage Gottes. In den ersten 7 Versen betet David ein Gebet, dass so auch von Jesus und wohl auch von vielen Christen (vor allem von denen, die für ihren Glauben verfolgt werden) gebetet werden kann.
Es ist ein direkter Blick auf das Böse und die Feindschaft, die Gläubige immer wieder erlebt haben.

Ab Vers 8 kommt eine große Wende. Scheinbar ganz überrascht greift Gott ein und besiegt die Bösen. Das tut der HERR immer mal wieder. Und vor allem wird ER es in letzter Instanz bei seiner Wiederkehr tun. Dann werden ihn alle Menschen erkennen und viele werden sich erschrecken und mit Furcht und Zittern erleben, wie ER Gerechtigkeit bringt.
Doch für die, die auf Jesus vertrauen und durch ihren Glauben an den Retter und Herrn gerecht gesprochen sind, wird das ein froher Tag sein, denn dann hat alles Leid ein Ende und das Böse in dieser Welt wird besiegt und vernichtet werden.

  • Auch uns Christen darf dieser Psalm herausfordern, da die Bösen sich hier ja vor allem durch ihre bösen Worte offenbaren. Das sollte uns herausfordern, als Kinder Gottes sehr darauf bedacht zu sein, mit unseren Worten Gott zu ehren.
  • Vor allem aber dürfen wir wissen, dass unser HERR auf uns Acht hat und alles Unrecht richten wird. Gerade das hilft uns dann auch, nicht mit bösen Worten zu reagieren, wenn wir selber durch die Worte anderer angegriffen und verletzt werden.

David betet diesen Psalm in einer Notzeit und doch voller Zuversicht. In der Wüste dürstet ihm nach Gott und inmitten seiner Feinde ist seine Sehnsucht, Gott zu loben.
Ich wünsche mir, dass ich auch immer mehr so denken und empfinden kann. Denn noch viel zu oft ist meine Sehnsucht nach dem, was mir aktuell fehlt und viel zu oft wünsche ich mir einfach leichte Lebensumstände, anstatt vor allem Gott loben zu wollen.

  • Möge der Herr es schenken, dass ich und wir alle immer dieses Verlangen nach Gott und diese Einstellung vollkommener Hingabe und des Lobpreises zu Gott gewinnen.

Letztendlich muss ich aber kapitulieren und feststellen, dass ich mich diesen Aussagen nur annähern kann. Umso befreiender ist es zu wissen, dass der „Sohn Davids“, der allein diese Worte sicher in vollem Umfangt zu jeder Zeit für sich in Anspruch nehmen kann, mein Fürsprecher beim Vater ist.
Und es ist gut zu wissen, dass Er durch seinen Geist in mir wirkt, so dass ich immer mehr zu einem Menschen werde, der Gott in jeder Situation vertraut, sich nach IHM sehnt, auf Ihn hoffe, sich an IHM freut und ihn anbetet!

  • Das wünsche ich uns allen, dass wir diesen Psalm immer mehr als unseren eigenen Psalm beten können – durch Jesus Christus unseren Herrn!

Dieser Psalm zeigt uns einen gottesfürchtigen Psalmbeter, der in mitten von Feinden sein ganzes Vertrauen auf Gott setzt und auch andere Menschen dazu aufruft, auf Gott zu vertrauen. Da wo Menschen uns täuschen und enttäuschen bleibt Gott zuverlässig!
ER allein ist mächtig!

Bis Vers 12 klingt der Psalm wie das Gebet eines Gläubigen, der abwechselnd zu bzw über Gott spricht und dann zu Menschen über Gott.
Der abschließende Vers 13 klingt seltsam … hier scheint der Psalmist ja zu lehren, dass Gottes Gnade etwas ist, dass wir uns verdienen müssen. Was in der Luther 1984 nicht deutlich wird ist, dass Vers 13 in Römer 2,6 zitiert wird. Und so gibt uns dann Römer 2 ein ganz neues und tieferes Verständnis von dem, was dieser Psalm lehrt.
In Römer 2 wird ja den Juden vor Augen geführt, dass wir an unseren Werken gemessen werden. Das Ziel dieser Aussage ist dann aber, dass wir erkennen, dass keiner vor Gott bestehen kann, weil keiner gut genug ist, um Gottes Gnade zu verdienen – mit einer Ausnahme. Jesus Christus allein, ist gut genug.

  • Und so ist der Psalm wohl letztendlich ein Psalm, der uns zu Christus führt. Er ist unsere Zuversicht, denn er hat aller Gerechtigkeit Genüge getan und Gnade „verdient“.
  • Und wenn wir durch „Glauben“ in Christus sind, dann erben eben auch wir die Gnade Gottes.

Der Psalm ruft uns also zuerst zu Gottvertrauen auf und lenkt dann unseren Blick auf unsere „Unfähigkeit“ aus uns heraus vor Gott zu bestehen und bereitet uns so auf den Retter Christus vor, der allein das getan hat, was wir hätten tun sollen.

  • Und so verdammt uns dieser Psalm dann auch nicht, sondern zeigt uns den Weg zu einem Leben voller Zuversicht auf den Gott, der uns liebt!

In diesem Psalm lässt sich gut erkennen warum Jesus gesagt hat, dass die Psalmen von ihm zeugen (Lk 24,44).
David betet hier und wendet sich Gott zu. Dabei bittet er um Schutz und erkennt in Gott einen hohen Felsen & einen starken Turm. Das gilt natürlich für den dreieinen Gott – und doch trifft dieses Bild vor allem auf Christus zu – der unser fester Grund und Eckstein ist.

  • Durch ihn haben wir ewige Wohnung bei Gott und Zuflucht in allen Notzeiten.

In Vers 7 kommt dann ein Gebet, das aus Davids Sicht erst einmal nicht klar zuzuordnen ist. Man fragt sich, ob er das für König Saul, für sich selbst oder für seinen Sohn und Nachfolger Salomo betet.

Letztendlich ist das das passende Gebet für Jesus, denn allein seine Jahre „währen für und für“ (was ewig bedeutet) und er allein thront für immer vor Gott. Und es ist sein Name, dem wir ewiglich lobsingen sollen.

  • So fordert uns dieser Psalm zum Lobpreis unseres Herrn Jesus auf.
  • Ihm gebühren unser Lob und unser Dank, denn er ist unsere Zuversicht und Zuflucht jederzeit und für alle Zeit!

Dieser Psalm besteht aus drei Teilen, wobei der Mittelteil inhaltlich eher ans Ende zu gehören scheint … oder es ist der Jubel über einen ersten Triumph und der dritte Teil zeigt uns dann das Gebet des David vor der letzten Schlacht?

Wie dem auch sei, David erkennt klar, dass Alles von Gott kommt. Er sieht Gott als den, der hinter den Nöten steckt und erkannt hat, dass Gott dazu jedes Recht hat. David tut nicht das, was Menschen ohne Gottesfurcht und mit eingeschränktem Sündenbewusstsein evtl tun würden – er klagt Gott nicht an. Er erkennt einfach an, dass das Gott zornig war, dem Volk schwere Dinge zugemutet hat, etc und dann bittet er um Beistand und Gnade: „dazu hilf mit deiner Rechten und erhöre uns!“

Dann kommt ein Lobgesang auf Gottes Hilfe. Offenbar hat Gott die Feinde in Davids Hände gegeben.

  • Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie David betet und Gott klar erkennt. Wir klagen Gott so leicht an, wenn Dinge schlecht laufen – oder wir zweifeln an ihm. Und wenn wir dann Hilfe erfahren, verkennen wir, dass es Gott ist, der uns alle gute Gaben gibt. Mehr noch, wir vergessen oft, Gott für beantwortetes Gebet zu loben und ihm zu danken und sind leicht wieder unzufrieden über etwas Anderes. Ich bete da für eine Herzensänderung bei mir.

Schließlich sehen wir David in einem konkreten Gebet für Hilfe. Dabei klingt David sehr hoffnungsfroh. Er kennt seinen Gott und vertraut auf Seinen Beistand.

  • Und auch das dürfen wir wissen. Auch wenn Gottes Hilfe nicht immer zu der Zeit und in der Form kommen mag, die wir uns wünschen – ER steht den Seinen treu bei und weiß, wann wir was brauchen. Und vor allem hält Er für die Seinen den letztendlichen Sieg bereit, den wir eines Tages und dann für alle Ewigkeit genießen dürfen.

Dieser Psalm hat einen nachvollziehbaren historischen Hintergrund im Leben von David (1. Sam 19). Von daher lässt er sich nicht einfach auf uns übertragen. Eher noch auf Christus, der natürlich allein von sich sagen kann: „ohne meine Schuld und Missetat. Ich habe nichts verschuldet“ (v.4f).

Dieser Psalm besteht sehr offensichtlich aus zwei Teilen, die in V.10 & 18 in sehr ähnlichen Aussagen münden: „10 MEINE STÄRKE, ZU DIR WILL ICH MICH HALTEN; DENN GOTT IST MEIN SCHUTZ.“ & „18 MEINE STÄRKE, DIR WILL ICH LOBSINGEN; DENN GOTT IST MEIN SCHUTZ, MEIN GNÄDIGER GOTT.“ Auch sonst gibt es einige Parallelen zwischen den beiden Teilen. So sind die Verse 6-7 & 14-15 sehr ähnlich.

Und doch sehen wir eine wesentliche Entwicklung im Psalm. Nachdem David in der ersten Hälfte des Psalms Gott um Hilfe ruft, ist er dann im zweiten Teil voller Zuversicht bzgl der Hilfe des Herrn.

  • Ich erlebe das selber immer mal wieder, dass Gebet dazu führt, dass ich von Gott neues Vertrauen bekomme, dass Er eingreifen und helfen wird.

Und so führt auch dieser Psalm letztendlich dazu, dass David – inmitten aller Verfolgung und Not – von Gottes Macht singt und ihn lobt.

  • Das wünsche ich mir für mich und uns alle – dass wir in allen Lagen zu Gott kommen, bei IHM Zuversicht finden und ihn dann aus vollem Herzen loben und preisen können.