2 Könige 19

In Kapitel 19 tritt Jesaja auf und ermutigt Hiskia zu echter Gottestreue.

  • Möge Gott uns immer wieder solche Männer senden …

Im Folgenden wird hier nun Hiskia wieder als wahrer Gottesmann gezeigt und Gott macht deutlich, dass ER alles sieht (v.27) und alles geplant hat (v.25). Er erhört Gebet und besiegt den Feind ohne menschliche Instrumente.

Es ist gut zu wissen, dass wir zwar nicht ohne Gott können … aber er auch ohne uns agieren kann.

Offenbarung 5

In Kapitel 5 setzt Johannes seine Beschreibung seiner Vision vom Himmel und dem, was um den Thron herum geschieht. Die Szene in Kapitel 5 ist fast noch phantastischer, als das, was er in Kap 4 gesehen hatte. Jetzt kommt Jesus in den Blickpunkt, der Löwe aus dem Stamm Juda und das Lamm. Wir sehen hier viele Bezüge zum AT, so z.B. zu 1. Mose 49, wo ja Juda selbst als der Löwe beschrieben wird.

Die Szene selbst erinnert an das, was der Prophet Daniel gesehen hatte (Daniel 7,13ff). Natürlich können wir das zeitlich nicht genau einordnen, aber es scheint mir fast so, als ob diese Szene unmittelbar nach der Himmelfahrt Jesu stattgefunden hat – denn jetzt kommt Jesus zum Thron Gottes und empfängt „Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob“.

Und dann fällt noch auf, dass wir Gläubigen in dieser Szene auch nicht ganz unbeteiligt sind. In den Schalen voll Räucherwerk tauchen die Gebet der Heiligen auf (v.8). Ich gehe mal davon aus, dass damit die Gebete aller Gläubigen gemeint sind oder zumindest die Lobpreis-Gebet.

  • Lasst uns mit einstimmen in den Lobpreis der Ältesten und der Engel und den Herrn anbeten: „Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!“
  • ER verdient unsere Anbetung und Johannes nimmt uns mit hinein in diese Szene. Möge der Herr das gebrauchen, und uns immer mehr zu frohen Anbetern des Herrn machen!

2 Könige 18

Mit Kapitel 18 beginnt die Geschichte Hiskias (und Jesajas). Hiskia wird zu Beginn als ein wirklich guter König beschrieben, der sogar die Höhen – also die heidnischen Altäre – entfernte.
Doch als die Assyrer, nach der Zerstörung Israels, auch zu Hiskia kommen, agiert er gar nicht mehr so Gottestreu und gab Tempelschätze weg. Er vertraut hier mehr auf die Ressourcen (die eigentlich Gott und nicht ihm gehören) als der Bewahrung durch Gott.

  • Wie steht es da mit uns. Auf was oder wen vertrauen wir in schwierigen Zeiten?

Der König von Assyrien ist aber nicht nur gegen Hiskia, er lästert auch immer wieder Gott. Positiv ist, dass sich das Volk Judas nicht von den Lästerungen der Assyrer verführen lässt, sondern diese Reden schweigend ignoriert.

  • Das darf uns ein Vorbild sein!

 

Offenbarung 4

Mit Kapitel 4 beginnt ein komplett neuer Abschnitt.
Nachdem Johannes zuerst die Offenbarungen bekam, die er den Gemeinden in den Sendschreiben senden sollte, bekommt er nun eine großartige Vision der Dinge im Himmel geschenkt. Es ist eine majestätische Vision von Gott auf seinem Thron und der Anbetung, die ER bekommt. Das geht weit über alles hinaus, was wir hier auf Erden kennen. Johannes bekommt also in gewisser Weise einen „Blick hinter den Vorhang“ gewährt.

So rüstet Gott Johannes zu, damit er das ertragen kann, was er danach sehen und erleben wir. Und das Gleiche sollte diese Vision auch bei uns bewirken. Diese Vision sollte unsere Herzen höher schlagen lassen und sie sollte uns gewiss machen, dass Gott auf dem Thron sitzt.

  • Wenn wir das wissen, sind wir besser gerüstet, um hier auf Erden auch mal durch schwere Phasen zu gehen.

2 Könige 17

In Kapitel 17 zeigen sich die Konsequenzen von Ahas‘ Ruf nach Assyrien. Assyrien besiegt Israel (Samaria) und sorgt für die Vermischung Israels mit anderen Völkern. Die Verse 7-23 machen deutlich, dass das Gottes Strafe und Verwerfung ist.

Die Verse 18, 21, 23 werfen die Frage auf, ob Israel wirklich nur vorübergehend verworfen wurde? Der hier zitierte Bund war ja an Bedingungen geknüpft und der bedingungslose Bund mit Abraham bezieht sich ja laut Galater 3 letztendlich auf den einen Nachkommen und allen, die „in ihm“ sind. Dieser Nachkomme kommt dabei aus dem Hause Juda (wie ja auch im 1. Mose 49 angekündigt). Von daher darf zumindest hinterfragt werden, ob z.B. Hesekiel 37 nicht evtl eine andere Vereinigung im Blick hat, als die von Süd- und Nordreich. Endgültig werden wir das aber sicher erst dann wissen, wenn die Endzeit gekommen ist … Und dann interessiert uns das wahrscheinlich kaum noch.

  • Festzuhalten bleibt: beharrlicher Ungehorsam und Missachtung Gottes führt ins Verderben.
  • Ich preise den Herrn für Seine Gnade, dass ER mir ein Herz geschenkt hat, das IHM gefallen will und, dass ER mich versiegelt hat mit Seinem Heiligen Geist – so dass ich trotz meiner immer noch recht präsenten Sündennatur bei ihm sicher geborgen sein darf.

 

Offenbarung 3

Die letzten drei der sieben Sendschreiben zeigen uns nochmal das ganze Spektrum an Gemeinden und der Einstellung Gottes gegenüber den Gemeinden, die sich auf Ihn berufen.
Die Gemeinde in Sardes steht für die, die durch ihre Werke offenbaren, dass sie wohl nicht wirklich Glauben haben. Hier ist Buße von Nöten – sonst kommt das Gericht. Dabei ist Gott sehr wohl in der Lage, die Treuen zu erkennen und aus der Mitte der Untreuen zu erretten.

  • Ich kann nicht anders, als bei diesen Worten an den Zustand der Evangelischen Landeskirche zu denken. Es gibt dort sehr treue Christen … aber eben auch Viele, die geistlich tot sind, auch wenn sie sich Christen nennen.
  • Aber natürlich macht dieses Phänomen auch nicht vor Freikirchen und auch nicht vor unserer Gemeinde halt. Deswegen sollten wir da wirklich immer wieder aufeinander Acht haben, einander das Evangelium zusprechen und einander anspornen, zur Liebe und zu guten Werken. Je klarer wir als Gemeinde stehen, je deutlicher trennt sich die Spreu vom Weizen. Das hilft dann auch denen, die noch gar nicht bekehrt sind, weil sie so herausgefordert werden, sich zu positionieren, anstatt den Eindruck vermittelt zu bekommen, dass schon alles okay ist, wenn sie ein bisschen Christ-sein spielen.

Die Gemeinde in Philadelphia ist hingegen ein leuchtendes Beispiel dafür, wie eine Gemeinde aussehen sollte. Sie hat das Wort Gottes bewahrt und ist IHM treu geblieben. Hier gibt es vom Herrn nur Lob und eine Ermutigung, einfach weiter so treu zu sein. Dann ist eines Tages die Krone von Gott gewiss. Dabei müssen wir nicht aus unserer eigenen Kraft leben. Gott wird uns beistehen und stärken, so wie er es in Philadelphia getan hat, als „einige aus der Synagoge des Satans“ kamen.

Und schließlich sehen wir anhand der Gemeinde in Laodizea ein Beispiel für eine lauwarme Gemeinde. Hier versuchen Menschen „ein bisschen Christ“ zu sein. Das geht nicht. Gott fordert von uns eine Entscheidung – „voll und ganz“ oder „ganz und gar nicht“. Gerade das gebraucht Gott in seiner Liebe, um Christen zu einer klaren Positionierung zu bringen, so dass sie konsequent für IHN leben.

  • Möge der Herr uns stärken und helfen, dass wir sein Wort bewahren und voll und ganz auf IHN vertrauen … es wird sich lohnen.
  • Die Verheißungen unseres Herrn sind großartig.
    Ich möchte diese immer klarer erkennen, damit ich auch in schweren Zeiten klar vor Augen habe, auf was ich zuliebe.

2 Könige 16

Mit Ahas kommt nun wieder ein wirklich schlechter König auf den Thron Judas. Es ist bezeichnend, wie sein Fehlverhalten beschrieben wird …’wandelte auf dem Wege der Könige von Israel‘.
Es kommt wiederum zum Krieg zwischen Juda und Israel, jetzt verbündet mit Aram. Ahas ruft Assyria zur Hilfe, was letztendlich verehrende Folgen für Juda und Israel hat. Juda gibt sich den heidnischen Göttern hin. Fast noch schockierender, als die Untreue von König Ahas ist der Umstand, dass der Priester Uria tut was der König will, anstatt dem HERRN zu dienen.

  • Diese Gefahr kennen wir. Wenn sich die Kirche der Welt anpasst, anstatt sich ständig durch Gottes Wort formen und korrigieren zu lassen, verliert sie ihren Anspruch, Gottes Kirche zu sein.
    Deshalb sollten auch wir sowohl individuell, wie auch gemeinsam immer wieder unseren (tagtäglichen) Gottesdienst auf den Prüfstand stellen.

 

Offenbarung 2

Die sieben Sendschreiben sind sicher echte Briefe an die damaligen Gemeinden, die die jeweiligen Gemeindesituationen ansprachen. Doch sie sind auch exemplarisch und damit wichtig für uns, denn sie zeigen uns, was Gott wichtig ist. Gott will Gemeinden, die IHN lieben, für ihn brennen, falscher Lehre keinen Raum geben und konsequent in der Nachfolge leben.

Der Brief an die Gemeinde in Ephesus spricht zum Beispiel die Bedeutung der brennenden Liebe für Gott an. Das sollte uns alle herausfordern uns zu hinterfragen – persönlich und gemeinsam als Gemeinde:

  • Wie steht es mit unserer Liebe für Gott?
  • Brennen wir noch so, wie zu Beginn unseres Glaubenslebens?
  • Tun wir noch die „ersten Werke“ … wie konsequent strebe ich nach Reinheit in meinem Leben und nach guten Werken?

Smyrna ist dann eine beispielhafte Gemeinde … und da gilt es einfach auch in schweren Zeiten weiter dran und treu zu bleiben.

Pergamon ist ein Beispiel für eine Gemeinde, die wenig auf Theologie geachtet hat. Da wo Lehre schwach ist, kann sich Irrlehre ausbreiten. Deshalb sollten wir immer darauf bedacht sein, gute Lehre zu haben und so dafür zugerüstet zu sein falsche Lehre zu erkennen und dieser dann keinen Raum zu geben.

Thyatira ist dann ein Bild für eine Gemeinde, die außer Acht lässt, wie wir als Christen leben. Neben der Dogmatik ist Gott aber natürlich auch die Glaubenspraxis wichtig.

  • Die Schreiben fordern uns also in vielen Bereichen heraus.
  • Doch wir tun auch gut daran, die Worte der Ermutigung zu hören, die in diesen Schreiben stecken. Der Herr ist treu und mächtig. Er bewahrt die Seinen. Er wird die, die im Glauben an IHM festhalten und das Böse mit Gutem überwinden, eines Tages reich segnen!

2 Könige 15

Nach einigen wenigen Worten über den nächsten (teilweise) Gott wohlgefälligen König in Juda, lesen wir in Kapitel 15 dann von der schnellen Abfolge der schlechten Könige Israels. Man fragt sich unweigerlich, wann es damit ein Ende hat und wann Gott die Geduld verliert. Und ab V.29 ist es dann so weit. Die Zerstörung und Zerstreuung Israels durch Assyrien beginnt und in Vers 30 wird uns dann der letzte König Israels vorgestellt.

Dann geht der Blick wieder zurück nach Juda. Es ist schon interessant, wie die Könige als Gott-wohlgefällig beschrieben werden und dann doch immer wieder die Einschränkung kommt, dass sie den Götzendienst nicht beendeten. Ich frage mich, ob sie selber treu den einen wahren Gott angebetet haben und einfach religiöse Pluralität im Land akzeptiert haben oder ob sie selber auch Götzenanbeter waren, die nur ansonsten „gute Menschen“ waren?

  • Wie dem auch sei. Es wird deutlich, dass diese Verfehlung ernst ist.
  • Sie alle taugen nicht wirklich, als Könige über Gottes Volk.

 

Offenbarung 1

Zu Beginn lesen wir drei Verse, die uns verdeutlichen, wie wichtig dieses Buch ist!

Auch die Verse 4-8 sind majestätisch, denn hier sehen wir Christus in seiner ganzen Macht und Herrlichkeit. Wir lesen davon, was Jesus für uns getan hat: „Er hat uns erlöst von unseren Sünden“ – und wie ER zu uns steht: „der, der uns liebt“. Er hat uns zugerüstet als Könige und Priester und ER ist es, der da kommen wird!

  • Diese großartige Vision ist das, was wir wissen müssen, bevor wir uns den harten und herausfordernden Dingen zuwenden können.

Ab Vers 9 berichtet uns Johannes dann von seiner konkreten Erfahrung. Dabei ist seine Situation bereits eine der „Bedrängnis“, denn er ist wegen seines Glaubens in der Verbannung. Mitten in diese Dunkelheit kommt der Blick auf die großartige Herrlichkeit beim Herrn.
Durch diesen Bericht lässt uns der HERR – durch seinen Zeugen Johannes – hören, dass er mitten unter seinen Gemeinden ist. Er hat alles im Griff und er weiß alles. Aus dieser majestätischen Position heraus gibt Jesus nun Anweisungen für Botschaften an 7 Gemeinden, die sicher exemplarisch für Gemeinden zu allen Zeiten an allen Orten stehen. Dabei sind diese Gemeinden aber sicher zugleich echte Gemeinden aus der Zeit des Johannes gewesen.

Die Briefe an diese Gemeinde sollten wir verstehen vor dem Hintergrund der Herrlichkeit und Majestät des HERRN, der sich als der Überwinder aller Dinge beschreibt und damit unsere Zuversicht auf die Zukunft stärkt.

  • Von daher sollten wir seine Worte mit großer Offenheit und Dankbarkeit hören und sie dazu gebrauchen, uns selbst zu prüfen und auf das Ende vorzubereiten.

2 Könige 14

In Kapitel 14 kommt nun wieder Juda in den Fokus. Dabei lesen wir im Gegensatz zu der Situation in Israel mal wieder von einem dem Herrn (teilweise) wohlgefälligen Könige (die es ja in Israel nicht gab). Aber Amazja war nicht weise und wohl übermütig, was letztendlich zur Niederlage gegen die Brüder aus dem Norden führte.
Über den siegreichen König von Israel lesen wir dann aber nur noch, dass er stirbt und in seinem Sohn seinen Nachfolger hat. So sorgt der HERR dafür, dass diese Königslinie zumindest vorübergehend weitergeführt wird … So gibt es in Israel, wie Jehu zugesagt worden war, zumindest mal 4 Generationen einer Familie auf dem Thron … Dabei ist jedoch einer schlechter als sein Vater …

 

Judas

Judas war ein Halbbruder des Herrn Jesus, der wohl selber erst nach Jesu Auferstehung zum Glauben kam. Im Gegensatz zu seinem Bruder Jakobus, spielt er in den sonstigen biblischen Berichten keine große Rolle.

Ab Vers 3 wird deutlich, dass der Judasbrief in eine Krisensituation hineingeschrieben wurde. Die Adressaten waren durch Irrlehren und Irrlehrer bedroht, die offenbar stark auf das Diesseits orientiert. Judas ermahnt seine Leser, „für den Glauben zu kämpfen“. Das ist meist nicht sehr populär aber gerade auch in unserer Zeit hoch aktuell. Bis der Herr wiederkommt, wird Satan versuchen, Gemeinden zu verwirren, zu schwächen und zu zerstören.

  • Deshalb möchte ich uns alle dazu aufrufen, die Ermahnung des Judas ganz persönlich anzunehmen: „daß ihr für den Glauben kämpft, der ein für allemal den Heiligen überliefert ist.“
  • Das beginnt damit, dass wir das ganz persönlich für uns tun. Wir sollten um unseren eigenen Glauben kämpfen, in dem wir den Verführungen dieser Welt wenig Raum geben und uns immer wieder vom Wort Gottes her und durch die Gemeinschaft der Gläubigen im Glauben stärken lassen.
  • Und dann sollten wir auch für den Glauben kämpfen, indem wir den falschen lehren und dem Unglauben klar und deutlich entgegentreten.

Die Verse 5-7 zeigen uns drei Beispiele für Gottes Richten in der Geschichte:
1) Die Ungläubigen Israeliten starben in der Wüste nach der Rettung aus Ägypten (v.5)
2) Die gefallenen Engel wurden gerichtet (v.6)
3) Sodom & Gomorra wurden gerichtet (v.7)

Vers 8 zieht nun die Verbindung von Gottes Gericht in der Vergangenheit … zu den falschen Lehrern, mit denen es die Adressaten zu tun haben. Ab Vers 9 kommt nun eine schwer verständliche Aussage. Dieser Bericht geht wohl zurück auf eine Apokryphe Schrift. Judas sagt hier nicht, dass das tatsächlich so war, sondern greift ein damals bekanntes Bild auf, so wie wenn für eine Illustration einer biblischen Wahrheit aus einem bekannten Film oder Roman zitiere. Das Beispiel ist klar:
„Die Träumer“ aus Vers 8 „verachten jede Herrschaft“ und „lästern gegen die himmlischen Mächte“ – der Kontrast dazu: (aus dem Apokryphen Bericht) Der Erzengel Michael, der sich mit gutem Recht gegen den Teufel hätte stellen können, ordnete sich der göttlichen Autorität unter und war achtsam mit seinen Worten, sondern überließ es Gott, das Urteil zu fällen: „Der Herr strafe dich! “

  • Die falschen Lehrer kennen diese Unterordnung nicht. Sie nehmen den Mund voll und führen große Reden und sehen sich selbst als letzte Instanz!

Nach dem Kontrast durch das Bsp der Erzengels Michael kommt Judas in Vers 10 wieder auf die Irrlehrer zu sprechen und lehrt, dass sie wir alle Menschen von Natur aus nichts von geistlichen Dingen verstehen (siehe 1 Kor 2:12-14).

Und dann nennt Judas schließlich nochmals drei Beispiele für ähnliche Sünder, die ihrem Urteil nicht entgangen sind.
– Kain (1. Mörder / Brudermord an Abel: in 1. Mose 4)
– Bileam (ging zu Balak dem König der Moabiter: 4. Mose 22-24)
– Korach (Aufruhr gegen Mose & Aaron: 4. Mose 16)

In diesem Worten steckt dabei auch noch etwas Hoffnung, denn Bileam kehrte um! Aber hier wird ja nur sein Irrtum erwähnt und der fand Gottes Widerspruch durch einen Esel.

 

In den abschließenden Versen wird deutlich, dass es hier wohl um Irrlehrer aus dem Inneren der Gemeinde geht. Diese Lehrer erwecken den Anschein etwas zu sein, was sie nicht sind. Sie sind letztendlich Gefäße ohne Heiligen Geist! Ihr Ende steht fest: „deren Los ist die dunkelste Finsternis in Ewigkeit“

Was können wir nun davon lernen?

  • Wir sollten wachsam sein und falsche Lehrer identifizieren und uns von ihnen trennen
  • Gott gegenüber treu zu leben lohnt sich, auch wenn das manchmal kurz- oder mittelfristig nicht so aussehen mag! (siehe Vers 20ff)

2 Könige 13

Kapitel 13 zeigt uns einen weiteren der schlechten Könige Israels, König Joahas. Die Untreue Israels ist all-umfassend. Von daher sollte es nicht verwundern, dass Gott Israel immer wieder in die Hände der Feinde gibt. Überraschender ist vielmehr, dass Gott immer noch Gnade kennt und sich immer wieder über Israel erbarmt.

Doch trotz der Rettung verharrt Israel in der Sünde. Was wir hier sehen ist, dass Rettung allein nicht reicht. Wir brauchen veränderte Herzen, die anfangen, Gottes Gebote und vor allem Gott selbst zu lieben.

  • Preis den Herrn, dass Er uns mit der Rettung auch seinen Geist gegeben hat, der unsere Herzen erneuert und uns so hilft, der Sünde immer mehr zu fliehen und Christus ähnlicher zu werden.

Ab Vers 14 lesen wir dann vom Tod Elisas. Dabei kommt es vorher noch zu einer etwas seltsamen Begegnung mit dem König, die letztendlich zu einer Prophetie über eine kommende Niederlage führt. Letztendlich frage ich mich, in wie weit Joaschs Handlung wirklich die Ursache war oder evtl einfach der von Gott geplante Weg, Joasch die Botschaft weiter zu geben.

In Vers 23 sehen wir dann ganz deutlich, dass der Herr Israel trotz andauernder Untreue, nicht komplett verworfen hat, sondern noch in Gnade und Erbarmen begegnet.

 

3 Johannesbrief

Der 3. Johannesbrief ist in gewisser Weise ein Aufruf zur Unterstützung von Mission. Johannes schreibt seinem Freund Gajus und erklärt, dass er weiß, dass Gajus die Wahrheit (das Evangelium) kennt und an ihr festhält. Ganz konkret ruft Johannes Gajus dazu auf, Menschen, die für Gott unterwegs sind, (demütig) Gastfreundschaft zu erweisen und so ein Gehilfe der Wahrheit zu sein.

Ganz anders ist es mit anderen Männern, auf die Johannes zu sprechen kommt. Aufgrund ihrer Geltungssucht stehen sie dem Dienst des Johannes im Wege ohne selber den Menschen zu dienen. Gajus soll sich davon klar distanzieren und sich wohl eher an einem anderen Vorbild (Demetrius) orientieren.

Das alles ist für uns relevant, auch wenn wir diese Männer natürlich nicht kennen. Aber sie stehen exemplarisch für viele Menschen.

  • Wir sollten darauf bedacht sein, dass sich die Wahrheit (das Evangelium) ausbreitet. Das kann auch bedeuten, dass wir Andere unterstützen, damit sie diesen Dienst tun können. Eine konkrete Anwendung wäre die Unterstützung von Missionaren, Evangelisten und Predigern.
  • Gleichzeitig sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass nicht jeder der vorgibt, Gottes Werk zu tun, tatsächlich ein Diener der Wahrheit ist. Hier gilt es zu prüfen.
  • Und vor allem sollten wir sehr darauf bedacht sein, dass unser eigenes Ego nie dazu führt, dass wir den Dienst von treuen Menschen hindern. Im Reich Gottes ist kein Platz für Ruhmessucht und dergleichen. Es geht letztendlich immer darum, dass der HERR möglichst viel EHRE bekommt.

2 Könige 12

In Kapitel 12 sehen wir Joasch, der einen gewissen Eifer für Gott zeigt und den Tempel ausbessern lässt. Die anfänglich dazu beauftragten Priester ignorieren jedoch den klaren Auftrag des Königs. Sie hätten das Geld dafür gehabt, aber sie haben nicht das Herz dafür.

Der König nimmt das Projekt dann selbst in die Hand und beauftragt Arbeiter. Aber das Werk wurde nicht konsequent zu Ende geführt (v.14ff) und schließlich wurden dann auch noch heilige, für den Tempel gedachte, Gaben von Joasch an den Feind ausgeliefert. Diese Freizügigkeit mit den eigentlich Gott geweihten Dingen wird bestraft, und so endet Joasch wie seine Brüder … aber nicht bevor er einen Sohn gezeugt hat, der für Kontinuität auf dem Thron von Juda sorgen konnte.

  • Wir sehen, dass selbst die halbwegs guten Könige letztendlich scheitern. Wir brauchen einen vollkommen guten König, der den Feind besiegt und letztendlich dafür sorgt, dass nicht die Schätze des Herrn dem Fein gegeben werden, sondern alle Nationen ihre Schätze zum Herrn bringen.
  • Genau das wird geschehen, wenn König Jesus wiederkommt.

 

2 Johannesbrief

Die ersten 3 Verse sind die Brief-Einleitung. Sehr auffällig ist dabei, dass das Wort „Wahrheit“ hier gleich 4x erwähnt wird.

Johannes schreibt diesen Brief an die „auserwählte Herrin und ihre Kinder“. Dabei ist nicht ganz klar, ob es sich dabei wortwörtlich um eine Frau & ihre Kinder handelt oder um die Gemeinde und ihre Mitglieder. Auf jeden Fall liebt Paulus seine Adressaten, auf der gemeinsamen Grundlage der erkannten Wahrheit, von Jesus Christus, dem Sohn von Gott, dem Vater!

  • Gerade die allgemeine Ansprache und die allgemeine Belehrung des Briefes machen deutlich, dass diese Worte auch uns (unserer Gemeinde) gelten.

Ab Vers 4 kommt dann der erste Hauptpunkt: Ein Leben in der Wahrheit der Erkenntnis des Herrn Jesus Christus zeigt sich ihm Gehorsam der praktizierten und “Gesetzes-konformen” Nächstenliebe unter Gläubigen.

  • Das sollte auch uns herausfordern!

Ab Vers 7 folgt eine Warnung. Es gibt Verführer, die die Gastfreundschaft von Christen missbrauchen und falsche Lehren ausbreiten. Davor gilt es sich zu hüten. Dabei ist das Bekenntnis zum Fleisch-gewordenen Jesus Christus der Litmustest des Lebens in der Wahrheit.

  • Aber natürlich wirft diese Ermahnung Fragen auf: Sollen wir besser niemanden, der nicht eindeutig Christ ist, unterstützen, oder sollten wir auch mal riskieren, einem Antichristen zu helfen?
  • Letztendlich sollten wir jedem helfen, aber da wo eindeutig falsche Lehre ist, uns fernhalten!

Johannes endet damit, dass er wiederum seine Liebe für die Adressaten ausdrückt, d.h. er lebt das vor, wozu er seine Leser auffordert.

  • Möge das auch immer mehr auf uns zutreffen!

2 Könige 11

Ganz ähnlich wie in Israel, kommt es auch in Juda es zum Massenmord an den Nachkommen des toten Königs. Doch hier bleibt ein Sohn am Leben (Joasch), so dass die Herrscherlinie weitergeführt werden kann.

Nachdem er einige Jahre versteckt wurde, wird er zum König gekürt und die Königin kann das nur voller Verzweiflung zur Kenntnis nehmen.

  • Evtl lese ich da etwas viel rein … aber Joasch ist ja ein Vorläufer Jesu auf dem Thron von Gottes Volk. Auch dessen Rolle als König, wurde lange verkannt. Doch letztendlich ist das deutlich geworden und der Fürst dieser Welt kann nichts dagegen tun.
  • Wenngleich das in gewisser Weise geschehen ist, steht das in letzter Instanz noch bevor. Wenn Jesus wiederkommt, wird er von aller Welt als König anerkannt werden. Alle Knie werden sich vor ihm beigen, auch wenn das für alle, die ihn abgelehnt haben, kein frohes Fest sein wird.

Doch wenn wir Jesus jetzt bereits als König anerkennen, dürfen wir uns auf diesen Tag freuen. Dann wird dem Fürsten dieser Welt mit seinem bösen Treiben ein Ende gemacht werden.

 

1 Johannes 5

Zu Beginn des 5. Kapitels kommen nochmal alle großen Themen des Briefs zusammen. Letztendlich beschreibt Johannes immer wieder bestimmte Aspekte von Gottes Wesen.

Gott ist

–             Licht (1. Joh. 1,5)

–             Liebe (1. Joh 4,8)

–             Wahrheit (Gott der Hlg. Geist, 1. Joh 5,6)

Die Eigenschaften Gottes werden jeweils auf uns Christen bezogen und Doktrin wird mit Geboten in Bezug gesetzt (Theologie & Ethik sind eng miteinander verknüpft, siehe auch 10 Gebote). Von daher sollen wir Christen immer mehr so sein, wie unser Herr.

Wir sollen

–             Sünde bekennen

–             Sünde vermeiden

–             Gott & Menschen Lieben

–             An der Wahrheit festhalten

Und gerade dadurch erkennen wir, dass wir wahrhaft zu Gott gehören! Denn unsere Handlungen offenbaren was wir glauben.

Ab Vers 6 geht es dann noch mal sehr spezifisch um Jesus Christus. An IHM scheiden sich die Geister und der Glaube an ihn, den ewigen Gott, der zugleich vollkommen Mensch wurde, ist die Grundlage für unsere Fähigkeit zu lieben und immer mehr im Gehorsam zu leben. Der Glaube gibt uns die Zuversicht, dass der HER unsere Gebete hört und uns sicher aus diesem Leben in die Ewigkeit bringt.

Die Aussage in Vers 18:  „Wir wissen, dass, wer von Gott geboren ist, der sündigt nicht, sondern wer von Gott geboren ist, den bewahrt er und der Böse tastet ihn nicht an.“ hat – wie schon zuvor die Aussage z.B. in Kap. 3,8f das Potential, uns sehr zu verunsichern. Aber hier geht es jeweils darum, dass Menschen dauerhaft in der Sünde verharren. Wenn wir uns in einem bestimmten Lebensbereich mit Sünde arrangieren, dann stellt sich tatsächlich die Frage, ob wir wirklich zu Gott gehören. Wenn wir aber in bestimmten Bereich einfach immer wieder fallen, aber letztendlich unsere Sünde hassen und uns danach sehnen, davon frei zu werden, dann muss uns das keine Angst machen. Denn dann wirkt ganz offensichtlich der Geist Gottes in uns. Dann dürfen wir zu Gott fliehen und ihm unsere Sünden bekennen und uns auf die Zusage seiner Vergebung verlassen (1,8-2,2).

  • In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass uns dieser Brief dabei hilft, uns noch entschiedener auf die Seite Gottes und gegen unser Sünden zu stellen und gerade darin Heilsgewißheit zu finden!

2 Könige 10

In Kapitel 10 sehen wir Jehu, als einen Kämpfer für Gott, der keine Gnade kennt. Und so rottet er das Haus Ahabs aus und tötet auch noch alle Baaldiener. Dazu ist ihm jedes Mittel recht … und so lügt und täuscht er seine „Opfer“.

  • Der Herr lobt seinen Eifer gegen die Götzenanbeter und gibt ihm Verheißungen. Doch gleichzeitig lesen wir, dass Jehu dem Götzendienst nicht ein komplettes Ende bereitet und vor allem, dass er selber nicht treu nach den Gesetzen lebt.
  • Diese Halbherzigkeit ist ganz typisch für uns Menschen und offenbart, warum wir ein neues Herz und einen Retter brauchen.
  • Denn ohne Jesus wären wir sicher auch nicht besser als Jehu.

 

1 Johannes 4

In Kapitel 4 greift Johannes nochmals Gedanken auf, die er vorher schon erwähnt hat.

Die ersten 6 Verse und dann wieder ab Vers 13 erinnern an die 2. Hälfte von Kapitel 2. Genauso wie dort, geht es auch hier darum, dass wir an der Wahrheit / am Christus-Bekenntnis erkennen können, wer zu Gott gehört (also seinen Geist hat) und wer gegen Christus ist.

Die Verse 7-12 und Vers 16ff greifen das Thema der Liebe auf. Diese geht von Gott aus. Wer diese Liebe erfahren hat, der liebt Gott und seine Glaubensgeschwister.

Die Thesen des Briefs kommen mehrfach vor und sind eigentlich recht leicht zu verstehen. Doch das dann auch so zu leben, das ist eine Herausforderung. Doch die Kinder Gottes werden das – mit Gottes Hilfe – dann auch (immer mehr) schaffen.

  • Das ist ein Auftrag an uns, aber auch eine Zusage Gottes.
  • Und so hoffe ich, dass wir das Wirken Gottes in unserem Leben erkennen können und so dann die feste Gewissheit haben, dass wir Gottes Kinder sind.