2 Samuel 14

Der Bericht von der Rückkehr Absaloms ist ein Bericht voller Lügen und Intrigen und doch erscheint es am Ende von Kapitel 14 so, als ob der Teufelskreis der Sünde gebrochen wäre und Gnade und Liebe gesiegt haben.

  • Vor allem sehen wir hier aber auch die Bereitschaft zur Vergebung. Erst darf Absalom zurück und dann auch wieder in Davids Nähe.
  • Ähnlich geht es ja auch uns mit Gott. Wir sind schon begnadigt … und eines Tages dürfen wir dann sogar seine Gegenwart sehen.
  • Dabei ist der HERR natürlich viel besser als David und muss nicht erst überredet werden!

 

2 Thessalonicher 2

Der sehr warmherzig geschriebene Brief geht weiter, wobei Paulus jetzt an seine eigene Rolle bei der Gründung und Begleitung der Gemeinde beschreibt. Paulus kam damals nicht mit „Schmeichelworten“, sondern mit Worten voller Wahrheit, die er als Zeuge Gottes primär vor Gott gesprochen hat.

  • Es ist eine gute Disziplin, sich gerade beim Evangelisieren und Lehren von Gottes Wort bewusst zu machen, wer unser erster Zuhörer ist. Wir reden vor Gott und in seinem Auftrag. Das nimmt Menschenfurcht.

Im Fortgang beschreibt Paulus seine „pastorale“ Rolle zuerst mit dem Bild „einer Mutter“ (Vers 7) und dann als „Vater“ (Vers 11). Und so zeigt uns Paulus, das ganze Spektrum der pastoralen Verantwortung.

Und dann kommen wieder die Thessalonicher in den Blick. Paulus lobt sie vor allem dafür, wie sie seine Predigten aufgenommen haben: „13 Und darum danken wir auch Gott ohne Unterlaß dafür, daß ihr das Wort der göttlichen Predigt, das ihr von uns empfangen habt, nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das in euch wirkt, die ihr glaubt.“

  • Ich wünsche mir, dass wir mit dieser Erwartungshaltung unsere Bibeln lesen und auf Predigten und Bibellehre hören.

Ab Vers 14 kommt dann die geistliche Realität in den Blick, dass Widerstand für Christen normal ist. Sowohl die Thessalonicher, wie auch Paulus erleben das, genauso wie auch die Christen in Judäa. Deshalb konnte Paulus auch trotz seines Vorhabens noch nicht wieder persönlich nach Thessalonich kommen.

In Vers 19 lesen wir dann Worte, die die Thessalonicher sicher fast etwas verlegen gemacht haben dürften, die aber eben einfach die große Liebe des Apostels für diese Gemeinde offenbaren: „19 Denn wer ist unsre Hoffnung oder Freude oder unser Ruhmeskranz – seid nicht auch ihr es vor unserm Herrn Jesus, wenn er kommt? 20 Ihr seid ja unsre Ehre und Freude. “

  • Im ganzen Kapitel lesen wir, dass Paulus die Thessalonicher vor allem an Dinge erinnert, die sie erlebt haben. Das tut er sicher zum einen aus Dankbarkeit und zur Ermutigung der Gemeinde. Zum anderen aber sich auch, um sie davor zu schützen, das aus dem Blick zu verlieren und sich im Anbetracht von Schwierigkeiten von der guten biblischen Lehre zu entfernen, die doch so viel Segen gebracht hat.
  • Auch wir brauchen immer mal wieder Ermutigung und tun gut uns an das zu erinnern, was wir sicher wissen, um so im Glauben gestärkt zu werden.

 

2 Samuel 13

„Kann denn Liebe Sünde sein?“ … mit dieser Frage wird ja immer mal wieder für ein Umdenken in der (biblischen) Sexualethik geworben. Dieses Kapitel beantwortet diese Frage unzweideutig. Ammon liebt seine Schwester … und lässt sich von seinen Gelüsten steuern, anstatt diesen Einhalt zu gebieten und enthaltsam zu bleiben.

Amnons Schandtat setzt einen Teufelskreis in Bewegung. So wie sein Vater, so zügelt auch Amnon seine Lust nicht.

  • Sicher können viele von uns (zumindest Männer) nachvollziehen, wie eine schöne Frau zu einer fixen Idee werden kann.
  • Möge Gott uns da immer wieder Beherrschung und Klarsicht schenken.

Amnon hatte diese nicht und erlebt dann, was Sünde hervorbringt. Aus den Träumen von einer Beziehung zu seiner Schwester wird eine ganz andere Realität. Sie weist ihn zurück, er nimmt sie sich trotzdem und merkt dann, dass es nie so werden würde, wie er sich das in seiner Phantasiewelt vorgestellt hat! Das führt dann zur Ablehnung und zum Hass. Möge uns diese Erfahrung des Amnon eine Lehre sein!

Absalom liebt seine Schwester auch, aber mit einer reineren Liebe, die ihr Gutes tun will. Doch auch eine solche Liebe kann blind machen. Der blinde Zorn gegen Amnon führt zu einer nächsten Sünde, dem Mord. Stattdesen hätte Absalom nach geltendem Recht gegen seinen Bruder vorgehen sollen.

  • Auch das sollte uns eine Warnung sein. Im Kampf um Gerechtigkeit müssen wir immer darauf achten, dass wir nicht selber ungerecht agieren.
  • Wir sollten uns prüfen, ob wir eventuell auch mal mit Übertreibungen und zu großer Härte gegen die vorgehen, die wir im Unrecht sehen?

Schließlich flieht Absalom und findet sich so, genauso wie zuvor sein Bruder, in einer Situation wieder, die für ihn schlechter ist, als die vor seiner Sünde!

 

1 Thessalonicher 1

Das 1. Kapitel ist voller Lob für die Gemeinde. Wir lesen ein reines Dankgebet in Vers 2-3, und ab Vers 4 ermutigt Paulus die Thessalonicher. Dass sie Kinder Gottes sind ist für Paulus offensichtlich, denn das Wort Gottes hat in ihnen kräftig gewirkt und ihr Leben offenbart das Wirken Gottes, das eben nur in den Gläubigen (den Erwählten) so zu finden ist.

Die Thessalonicher hatten dabei in Paulus ein Vorbild, dem sie so gefolgt sind, dass sie wiederum anderen zum Vorbild geworden sind. Vorbildlich ist dabei vor allem, dass von ihnen das Wort Gottes ausging und dieses Bekenntnis wurde ganz offenbar durch ihr Leben noch überzeugender.

  • Liebe Geschwister in der FEG: lasst uns alle darum bemüht sein, dass auch wir anderen ein Vorbild im Glauben sein können.

2 Samuel 12

In Kapitel 12 spricht Nathan weise Worte zu David. Er weiß, dass eine direkte Konfrontation oftmals wenig fruchtet. Deshalb gebraucht er ein Gleichnis, bei dem David sich selber in das Unrecht hineindenken konnte und so offen und klar das Unrecht benennt. Erst dann konfrontiert ihn Nathan ganz direkt mit seiner Sünde.

  • Ich wünsche uns auch die Weisheit, dass wir einander wirklich dabei helfen, Schuld zu erkennen und wirklich umzukehren.

David reagiert so, wie wir alle immer auf Sünde reagieren sollten – mit Buße. Und dann betet und fastet er in der Hoffnung, dass der HERR evtl doch noch Gnade zeigen möge. Nachdem dann das Kind tot ist, gibt es keinen Grund mehr zum Fasten. David ergibt sich nun in das, was geschehen ist und lebt von da an nach vorne gewandt.

  1. 23 wird häufiger als Beleg zitiert, dass früh gestorbene Kinder in den Himmel kommen. Hoffen ist erlaubt aber dieser Vers allein ist aus meiner Sicht kein eindeutiger Beleg. Wie dem auch sei, Gott richtet und tröstet.

Schließlich sehen wir, das Joab David hilft, seinen guten Ruf als Krieger nicht zu verlieren. Und tatsächlich bleibt David nicht länger zuhause, sondern zieht in den Kampf und besiegt den Feind.

  • Hätte er das gleich getan, wäre ihm und anderen viel Leid erspart geblieben.

 

Kolosser 4

Der Brief endet mit einem Aufruf zu Gebet und weisem Verhalten in der Welt bevor dann ausführliche abschließende Grüße kommen. Gerade diese sehr persönlichen Worte vermitteln etwas davon, wie sehr Paulus eben nicht einfach nur Schreibtisch-Theologe war, sondern ein echter Hirte voller Liebe zu den Schafen.

  • Und so lehren uns eben auch diese Grüße einiges darüber, wie wir füreinander da sein sollten und miteinander leben sollten.

2 Samuel 11

Das Beispiel Davids in Kapitel 11 sollte uns Männern eine Warnung sein unsere Augen und Gedanken zu kontrollieren, so dass kein sündiges Verlangen entsteht. Und wenn es dann doch entsteht, gilt es, der Versuchung zu widerstehen. Dabei kann ein Gebets- und Rechenschaftspartner oder auch ein Hauskreis helfen.

David lässt seinen Gelüsten freien Lauf … und wie so oft lassen sich die Konsequenzen der Sünde nicht mehr kontrollieren. Jeder weitere Schritt macht die erste Sünde nur noch schlimmer. Uria ist der Leidtragende. Von daher ist Uria auch ein gutes Beispiel dafür, dass es in diesem Leben nicht immer Bewahrung und Gerechtigkeit gibt. Und doch wird Davids Schuld nicht ungestraft bleiben.

  • Auch wir sollten bedenken, dass der HERR alles sieht und weiß. Menschen können wir sicher manchmal täuschen und unsere Sünden können wir vertuschen. Aber eben nicht vor Gott!
  • Lasst uns das immer bedenken und unser Leben bewusst vor IHM führen.

 

Kolosser 3

Zu Beginn des 3. Kapitels erklärt Paulus, dass die erfahrene Gnade Gottes, unser gegenwärtiger Stand als Kinder Gottes und unsere zukünftige Hoffnung uns zu einem frommen Leben motivieren sollten. Die Worte der Verse 1-4 erinnern ein wenig an Jesu Aussage aus der Bergpredigt, dass wir nach dem Reich Gottes trachten sollen (Mt. 6,33)

Die Verse 5-9 zeigen uns, wovon es sich abzuwenden gilt und ab Vers 10 bekommen wir dann einen Blick auf das Leben, das wir führen sollten. Diese Verse sind es wert, sehr langsam gelesen zu werden. Mich fordern beide Listen heraus, denn sie zeigen mir, wo ich noch sehr fleischlich gesinnt bin und auch, wo ich noch wachsen sollte. Dabei ist wichtig zu bedenken, dass diese Aufforderung auf dem basiert, was der HERR für uns getan hat. Es ist also eine Anweisung dafür, wie Jünger Jesu leben sollen und nicht die Eingangsvoraussetzung, um Jünger Jesu zu werden. Das ist ein Gnadengeschenk Gottes und diese Erkenntnis sollte uns dann zu einem Leben als Jünger motivieren.

Das Ende von Kap 3 erinnert an die sehr ähnlichen Aussagen von Epheser 5. Interessant ist dabei, dass da wo Paulus in Epheser dazu aufruft, mit dem Geist Gottes erfüllt zu werden, er die Kolosser dazu ermuntert, das Wort Gottes reichlich unter sich wohnen zu lassen.

  • Ich finde es toll, wie viele dieses Jahr genau das tun, indem sie die Bibel mitlesen.
  • Möge der Herr uns dadurch reichlich segnen!
  • Genauso sollte das Wort Gottes auch unsere Lieder durchdringen. Denn auch der Gemeindegesang ist ein Weg, wie das Wort Gottes reichlich unter uns wohnen kann.

Ich habe vor einigen Wochen bei einem 12 Uhr GoDi über die Verse 12-17 gepredigt: https://www.youtube.com/watch?v=DMFF7f3LARI

Und schließlich kommen – wie auch in Eph 5-6 Aufforderungen dazu, sich die die Ordnungen einzufügen und seine jeweilige Rolle anzunehmen und zeugnishaft zu leben.

2 Samuel 10

Der entstehende Konflikt mit den Ammonitern in Kapitel 10 ist wohl vor allem der Vorspann zu dem Krieg in Kapitel 11, der für David so verheerende Folgen haben sollte.

Interessant ist, dass David hier wiederum freundlich agiert und auf Misstrauen stößt. Das führt dann zum Krieg.

 

Kolosser 2

Gleich zu Beginn von Kapitel 2 macht Paulus nochmals deutlich, dass in Jesus Christus:  verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.“ (Kol 2,3) Und dann macht Paulus ganz deutlich, warum er das immer wieder betont … „damit euch niemand betrüge mit verführerischen Reden.“ Christen sollen in Christus gegründet und verwurzelt sein und in IHM leben, denn in IHM wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig (2,6-9).

Dann erklärt der Apostel, wie wir zu Kindern Gottes geworden sind, nämlich durch die Beschneidung unserer Herzen. Diese Wiedergeburt bekennen wir in der Taufe. Die Wassertaufe ist dabei eine Darstellung der Wiedergeburt. Im unter das Wasser gehen wird sichtbar gemacht, dass wir unserem alten Leben gestorben sind und nun ein neues Leben führen. Durch seinen Tod hat Jesus unsere Schuld bezahlt, so dass alle, die an ihn glauben, von aller Schuld befreit sind. Und wer dann im Glauben zu Jesus kommt, der hat neues und ewiges Leben, denn Jesus hat den Tod besiegt.

  • An dieser großartigen Erkenntnis sollen wir festhalten. Dann können uns die falschen Lehrer nichts anhaben, die behaupten eine extra Erkenntnis zu haben – oder die uns in eine rein weltliche Gesetzlichkeit führen wollen.
  • Ich wünsche uns allen, dass wir die großen Evangeliumswahrheiten klar vor Augen haben, so dass wir aus der Gnade und für unseren Herrn Jesus leben können und uns durch nichts anderes gefangen nehmen lassen.

2 Samuel 9

In Kapitel 9 sehen wir wiederum, dass David ein guter und treuer Freund ist. Er findet in Mefi-Boschet noch einen Mann, dem er die Liebe seines Freundes Jonatan vergelten kann.

  • Möge der HERR uns auch immer mehr zu Menschen machen, die das Gute, das wir erfahren, nicht vergessen, sondern vor allem auch denen Treue und Liebe zu zeigen, die uns gesegnet haben.

 

Kolosser 1

Auch der Kolosserbrief wurde von Paulus aus dem Gefängnis geschrieben. Dabei schreibt er hier an eine Gemeinde, die er nicht gegründet hat. Wahrscheinlich ist die Gemeinde durch Epaphras entstanden – zumindest klingt das in Vers 7 an. Durch ihn hat Paulus über den Zustand der Gemeinde gehört. Das veranlasst ihn zum einen dazu, Gott für die Kolosser zu danken. Zum anderen weiß Paulus aber so auch, in welchen Bereichen die Gemeinde noch Lehre und Korrektur braucht. Er betet für Erkenntnis und Weisheit, die sich dann auch im Leben widerspiegeln sollen und weist dann auf Christus hin.

Das tut er dann vor allem ab Vers 15 durch den sogenannten Christus-Hymnus, in dem Christus zuerst als der HERR der ganzen Schöpfung und dann auch als der HERR der neuen Schöpfung (der Gemeinde) gepriesen wird.

An Vers 21 betont Paulus, dass unsere Erlösung das gnädige Werk des Herrn Jesus ist. Das war für die Kolosser besonders wichtig, da sie scheinbar in der Gefahr standen, sich von Christus zu entfernen und sich durch Irrlehrer verwirren zu lassen, die irgendwelche weltliche Philosophien lehrten.

  • Auch heute noch gibt es bei Christen manchmal das Verlangen, ganz neue Dinge zu erfahren.
  • Paulus macht deutlich, dass das der falsche Weg ist. In Christus haben wir alles. Deswegen tun wir gut daran, unsere Energie darauf zu verwenden, IHN besser kennen zu lernen.

2 Samuel 8

Beginnend mit Kapitel 8 lesen wir davon, dass David weiter erfolgreich Krieg gegen Israels Feinde führt. Gott schenkt ihm einen Sieg nach dem nächsten. Es ist bemerkenswert, wie David die gewonnenen Reichtümer nicht einkassiert, sondern dem Herrn widmet. Er vergisst auch im Sieg nicht, wem das alles gehört und wer den Sieg errungen hat.

  • Ich bete für uns alle, dass wir in dieser wichtigen Erkenntnis noch weiter wachsen.

Andererseits sehen wir hier auch wieder, wie harsch das durch David vollstreckte Gericht über die Gottlosen ist. Damit tun wir uns sicher schwer. Mir hilft es aber, wenn ich bedenke, dass das, was David tat, letztendlich nur ein Schatten des Gerichts über die Gottlosen ist, dass alle Gottlosen am Tag des Herrn und dann für alle Ewigkeit in der Hölle erwartet.

In den Versen 8,15-18 werden uns dann noch einige wichtige Mitarbeiter Davids vorgestellt.

 

Philipper 4

Das 4. Kapitel beginnt mit einer Ermahnung. Offenbar hat Paulus von einem Streit gehört und so ruft er die Streithähne und die ganze Gemeinde zum Frieden. Das gelingt, wenn wir uns auf den Herrn besinnen und in ihm unsere Freude finden. Das bringt dann auch einen tiefen inneren Frieden, „der höher ist als alle Vernunft“.

Der Aufruf der Verse 4-6 mündet so in dem großartigen Segenzuspruch: „7 Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.“

Die Verse 8-9 sind dann nochmals ein Aufruf zu einem guten Leben, wobei Paulus sich nicht scheut, sich nochmals als Vorbild zu nennen (V.9)

Der Brief endet der Brief endet dann mit sehr persönlichen Worten. Paulus ist dankbar für die Gabe der Philipper. Dabei betont er, dass seine Freude weniger damit zu tun hat, dass er nun gut versorgt ist – er kann auch mit Mangel leben. Seine Freude gründet sich vor allem darin, dass er sieht, mit welcher Herzenshaltung die Philipper agieren. Er freut sich also vor allem am Werk Gottes in ihnen. Das zeigt sich hier vor allem in ihrer Großzügigkeit und dem damit verbundenen vertrauen auf Gottes Versorgung.

  • Ich wünsche uns genau dieses Gottvertrauen. So dürfen dann auch wir erleben, dass Gott die segnet, die auf ihn vertrauen und bereit sind, selber für andere zu sorgen und so zu Gottes Werkzeugen zu werden. So lernen wir dann auch immer mehr, auf Gott zu vertrauen und lernen mehr über unsere Abhängigkeit von ihm.

2 Samuel 7
In Kapitel 7 lesen wir von Davids Bereitschaft, Gott ein Haus / einen Tempel zu bauen. Doch Gott hat einen viel besseren Plan, den er David durch Nathan ausrichten lässt. Zum einen macht Gott deutlich, dass Er selbst entscheidet, wann er wo wohnt und wie wir die Gläubigen Ihm ihre Liebe und Anbetung zuteil werden lassen sollen. Zum anderen reagiert Gott mit einer wunderbaren Zusage an David. Der ewige Königsthron deutet eindeutig auf Jesus hin, denn Jesus ist der wahre nachkomme Davids.

  • Wir sehen in dieser Zusage zwei Dimensionen:
    • Die kurzfristige Erfüllung durch den Sohn Davids, Solomon
    • Die vollständige Erfüllung durch den Nachkommen Davids, Jesus. Genau das greift dann ja auch das Matthäusevangelium gleich zu Beginn auf. Und auch Jesus selbst beschreibt sich später als den Nachkommen und den Herrn Davids.

David reagiert auf diese großartige Zusage mit einem Gebet, in dem er Gott mehrfach als Herr HERR (Adonai Jahwe) anspricht. Hier erkennt David Gott als den souveränen Herrscher und dankt und bittet für das, was Gott selbst verkündet hat.

  • Dieses Gebet ist sicher ein Gebet, dass uns als Beispiel dienen kann. Es ist ein Lobpreisgebet – eine Form des Gebets, die wahrscheinlich von Vielen viel zu wenig praktiziert wird.

 

Philipper 3

Zu Beginn von Kapitel 3 lesen wir eine mehrfach wiederholte Kernaufforderung des Briefs: „Freut euch in dem Herrn!“

Dann wird es sehr biografisch. Paulus beschreibt seine Herkunft. Er war einst ein sehr gesetzestreuer Jude und doch durfte er dann erkennen, dass das alles Dreck ist, und dass das was alleine zählt eben Christus ist. Für IHN will er leben, Ihm in allen Dingen ähnlicher werden und dabei weiß er, dass er noch längst nicht angekommen ist.

Aber er hat das Ziel fest im Blick und läuft diesem mit aller Kraft entgegen:

12 Nicht, daß ich’s schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich’s wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin.  13 Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht so ein, daß ich’s ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist,  14 und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“

Das Ziel ist dabei das himmlische Jerusalem, zu dem wir schon jetzt gehören, das aber erst noch kommen wird.

Paulus scheut sich nicht, sich selber als Vorbild zu benennen.

  • Bei aller gebotenen Demut und dem Wissen um unsere Fehler sollten wir letztendlich alle das Ziel haben, so zu leben, dass wir anderen Vorbilder im Glauben sein können.
  • Paulus ist ganz realistisch und weiß, dass wir alle leicht beeinflussbar sind und uns prägen lassen. Deshalb ist es so wichtig, ein klares Ziel vor Augen zu haben und eben auch, andere an seiner Seite, an denen man sich orientieren kann.

2 Samuel 6

Der Bericht von der Überführung der Bundeslade nach Jerusalem (mit einem Umweg) zeigt drei eng miteinander verbundene Dinge:

1) Gottes Heiligkeit, die zu einer guten Gottesfurcht führt;

2) Den Segen Gottes, den wir in Seiner Gegenwart erleben;

3) Die Freude an und Demut vor Gott, die entstehen kann, wenn 1) und 2) erkannt wurden.

  • Diese Freude am Herrn, die wir hier bei David sehen, passt sehr gut zum Philipperbrief, den wir ja parallel lesen.
  • Das bewusste Leben in der Freude des Herrn ist eine tägliche Aufgabe, der ich aber leider nicht tägliche nachgehe. Möge der Herr uns allen einen Tag mit viel Freude an IHM schenken.

 

Philipper 2

Die ersten Verse von Kapitel 2 zeigen uns etwas, das ganz wesentlich für das Verständnis des Evangeliums ist. Alle biblischen Imperative (Aufruf zu Taten) gründen in Indikativen (Erklärung dessen, was Gott für uns getan hat).

Das, was Christen vom Herrn empfangen haben, sollte sie nun dazu veranlassen, auch selber ein verändertes Leben zu führen.

Der erste Aspekt, den Paulus hier anspricht ist sein Aufruf zur Demut und dazu, auf das Wohl Anderer bedacht zu sein. In diesem Kontext kommt der bekannte Christus-Hymnus in den Versen 5-11, in dem uns die Demut des Herrn vor Augen geführt wird.

Gleichzeitig wird schließlich betont, dass er letztendlich von Gott dem Vater hoch erhöht werden wird. Eines Tages wird jedes Knie sich vor Christus beugen – manche in froher Anbetung, andere aber auch als Besiegte.

Ab Vers 12 folgt dann ein zweiter Imperativ. In Anbetracht der Realität dessen, was der HERR getan hat und in Anbetracht des kommenden Gerichts sollten wir Alles daransetzen, selber zum Herrn zu gehören und „selig“ zu werden. Doch gleichzeitig ist dies natürlich nicht unser Werk, „2:13 Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.“

  • Gerade in dem Wissen darum sollten wir uns aber eben auch bemühen, unser Leben froh und dankbar für Gott zu leben und ihn in der Welt zu bezeugen, wie „Lichter in der Welt“.

Ab Vers 19 sehen wir dann Liebe in Aktion. Paulus ist bereit Timotheus zu senden, um den Philippern Gutes zu tun. Gleichzeitig gibt er Zeugnis davon, wie Timotheus für ihn sorgt. Und dann ist die Rede von Epaphroditus, den Paulus aus Liebe gesandt hatte, der die Philipper liebte und die ihn liebten. Diese Verse sind voller Zeugnisse von einer Sorge und Liebe um den jeweils Anderen.

  • Möge Gott in uns auch immer mehr eine solche Gesinnung wachsen lassen.

2 Samuel 5

Mit Kapitel 5 beginnt nun der Bericht über die Herrschaft Davids in ganz Israel damit, dass Jerusalem nun endlich eingenommen wird und zur Stadt Davids wird. David zeigt, dass er ein guter Herrscher ist und setzt fort, was Josua in Treue zu Gottes Wort begonnen hatte und vertreibt die Feinde Israels. Dabei sehen wir, dass David in allem Handeln darauf bedacht ist, Gottes Willen zu erkennen und danach zu handeln.

  • Auch das ist ein wichtiges Vorbild. Ich handle viel zu oft recht eigenständig. Möge der Herr in mir und uns allen wirken, dass wir immer mehr und immer bewusster in Abhängigkeit von Ihm agieren.
  • Die Bemerkung über die weiteren Frauen des Davids steht in diesem Kontext ohne Bewertung … aber uns muss klar sein, dass das natürlich nicht gut und richtig ist. David ist ein guter König und doch braucht eben auch er einen Erlöser.

 

Philipper 1

Der Philipperbrief ist genauso wie der Epheserbrief ein Brief, den Paulus aus dem Gefängnis geschrieben hat. Dieser Brief ist ein sehr persönlicher und manchmal durchaus emotionaler Brief. Paulus gibt Einblicke in sein eigenes Befinden und ist sehr darauf bedacht, die Philipper zu ermutigen und zu einer Freude am Herrn aufzurufen, die letztendlich von den äußeren Umständen relativ unabhängig sein sollte.

Das recht lange Dankgebet zu Beginn ist wiederum ein großartiges Gebet, in dem Paulus Gott lobt und preist, Theologie vermittelt und gerade auch so, den Gläubigen Zuspruch zukommen lässt und als guter Hirte für die Herde eintritt.

  • Paulus verkündet hier seine sichere Zuversicht, dass Christus das gute Werk, das er begonnen hat eben auch vollenden wird und er betet, dass ER das tun möge, in dem er in den Gläubigen weiter Veränderung bewirkt, nämlich Wachstum in der Liebe und in der Erkenntnis – was wiederum Hoffnung und Heiligung fördert.
  • Interessant ist dabei, dass sein Vertrauen auf Gottes Wirken in den Philippern nicht dazu führt, dass er nicht mehr für sie betet. Ganz im Gegenteil – er betet gerade weil er davon überzeugt ist, dass Gott das tun wird, worum er bittet.

Dann wird Paulus sehr persönlich und zeigt uns, wie eben Hoffnung und Freude nicht von den unmittelbaren Umständen abhängen müssen. Er verleugnet dabei in keinster Weise, dass seine Umstände schwer sind. Aber er sieht, wie Gott gerade eben auch diese Umstände gebraucht und er so auch im Gefängnis seinen Dienst ausüben kann. Einerseits hat Paulus eine Sehnsucht nach der Herrlichkeit beim Herrn … aber andererseits weiß er eben auch darum, dass alles seine Zeit hat und Gott ihn wohl noch auf Erden gebrauchen will.

Der Vers „21 Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.“ und auch die Erklärung: „1:23-24   ich habe Lust, aus der Welt zu scheiden und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre;  24 aber es ist nötiger, im Fleisch zu bleiben, um euretwillen.“ sprechen mich sehr an.

  • Ich möchte mir selber immer wieder dieses Denken zu eigen machen und so in großer Vorfreude auf die Zeit beim Herrn leben und gleichzeitig die Zeit hier auf Erden gut nutzen, um dem Herrn zu dienen.
  • Möge der Herr uns davor bewahren, dass wir uns gemütlich hier auf Erden einrichten, die Sehnsucht nach dem Herrn verlieren und in unserem Einsatz träge werden.

Ab Vers 27 kommt dazu der passende Aufruf: „27 Wandelt nur würdig des Evangeliums Christi, damit – ob ich komme und euch sehe oder abwesend von euch höre – ihr in einem Geist steht und einmütig mit uns kämpft für den Glauben des Evangeliums  28 und euch in keinem Stück erschrecken laßt von den Widersachern, was ihnen ein Anzeichen der Verdammnis ist, euch aber der Seligkeit, und das von Gott.“

Der Herr gibt uns alles – den Glauben und eben auch das Leiden … und ER wird es in uns und in unserer Umwelt gebrauchen, bis er dann das gute Werk in uns und durch uns vollendet, das ER begonnen und für uns vorgesehen hat.

  • Ist das nicht eine großartige Zuversicht?