1 Könige 4

In Kapitel 4 wird deutlich, dass Salomo den Nachkommen der treuen Diener seines Vaters vertraut und grundsätzlich bereit ist, Aufgaben zu delegieren. Auch dies zeugt von seiner Weisheit.

  • Ein Leiter, der nicht delegiert und Mitarbeitern nicht vertraut, wird letztendlich nicht gut leiten können. Denn er limitiert sich und diejenigen, die er leitet, unnötig.

 

Titus 3

Kapitel 3 setzt bei der guten Nachricht des Evangeliums an, mit der Kapitel 2 geendet hatte. Diese sollte dem Leben Fokus geben und eben zu einem veränderten Leben führen. Und genau deshalb sollte die gute evangeliumstreue Lehre zu guten Werken führen – während Irrlehren nur Unheil anrichten. Paulus endet dann damit, dass er ganz konkret zu einigen guten Werken aufruft, die Titus tun sollte – auch um so als Vorbild zu dienen.

  • Für uns stellt sich dann also die Frage, ob wir als Gläubige begierig danach sind, immer mehr in der Erkenntnis Gottes zu wachsen und so dann auch immer mehr das zu tun, was ihm gefällt und was gut für die Menschen ist … und ob wir das eben mit dem klaren Ziel vor Augen tun, dass unser Leben hier auf Erden nicht der Erfüllung aller Dinge sein muss, weil wir darauf vertrauen, dass uns das Beste noch bevorsteht!
  • Diese Erkenntnis und Zuversicht wünsche ich uns allen.

1 Könige 3

Wenngleich Salomo noch auf den „Höhen opferte“ erkannte Gott, gerade auch in seiner Bitte nach Weisheit zwischen Gut und Böse unterscheiden zu können, das Herz des Salomo. Gott ehrt diese demütige Herzenshaltung und gibt Salomo auch die Dinge, um die er nicht gebeten hat.

  • Das sollte uns ein Vorbild sein, demütig danach zu streben, Gott zu gefallen und Ihm gut zu dienen. Und wir haben anders als Salomo sogar die Zusage, dass Gott uns im Gehorsam reich segnen wird – nicht nur mit einem langen Leben, sondern mit ewigem Leben!

Die Verse 16-28 zeigen dann gleich die Weisheit Salomos. Dieser Bericht ist sicher einer der bekanntesten aus dem Leben und von der Weisheit Salomos.

  • Möge der Herr uns auch immer wieder Weisheit und das Verlangen geben, IHM und den Menschen gut zu dienen.

 

Titus 2

In der ersten Hälfte des 2. Kapitels gibt Paulus Titus klare Anweisungen, was er verschiedenen Gruppen in der Gemeinde lehren soll. Bedenkenswert ist dabei, dass Titus alte und junge Männer und alte Frauen lehren soll. Nur die Lehre der jungen Frauen, sollte er den alten Frauen überlassen und diese entsprechend instruieren.

Dieses Prinzip ist sicherlich weise. Ich könnte mir vorstellen, dass hier zwei Überlegungen eine Rolle gespielt haben:

  • Titus war selber wohl noch nicht sehr alt. Eine zu enge Beziehung zu jungen Frauen wäre von daher evtl unschicklich gewesen, bzw hätte zu Versuchungen führen können.
  • Die jungen Frauen tun sich evtl sehr viel leichter, die Lehre von älteren Frauen, anstatt von Männern, anzunehmen.

In allen Dingen geht es darum, dass die Christen ein gutes Zeugnis sind und das Wort Gottes für alle klar erkennbar, wertgeschätzt und beachtet wird.

  • Bedenkenswert ist auch, dass – wenngleich Frauen nicht das Ältestenamt ausüben sollen, sie eben doch auch einen klaren Auftrag haben, ihre ggf vorhandene Lehrbegabung auszuüben. Hier erlebe ich oft nur die Extreme (entweder ein Vernachlässigen der biblischen Aussagen zu den Geschlechterrollen ODER einen Ansatz, bei dem Frauen gar nicht mehr lehren dürfen). Paulus zeigt uns hier den biblischen Mittelweg.

Schließlich bekommt auch Titus konkrete Anweisungen, wie er leben soll. Er soll vorbildlich leben und treu lehren. Und er soll Sklaven lehren – auch das ist ein Weg, um den HERRN aller Herrn zu ehren.

Ab Vers 11 kommt dann die Begründung für alle Aufrufe – die heilsame Lehre nimmt uns in Zucht! Das Evangelium und die zukünftige Hoffnung, die darin enthalten ist, sollte uns zu einem frommen Leben motiviere.

  • Ich wünsche uns, dass wir alle immer wieder klar in den Blick bekommen, was Jesus für uns getan hat (13 und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilandes Jesus Christus, 14 der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.), und dass uns das dazu motiviert, ihm treu und froh nachzufolgen.

1 Könige 2

Der Bericht vom letzten Willen Davids in Kapitel 2 zeigt uns, dass David im Sterben anders agiert, als im Leben. Da wo er im Leben Gnade und Milde gezeigt hat, ruft er nun Salomo zu Härte und Strafe auf. Nachvollziehbar ist das zwar, aber er gibt Salomo damit eine schwere Bürde mit.

  • Ich denke die Schwierigkeit gerade für alte bzw ehemalige Herrscher ist immer wieder eine Balance zu finden. Manche werden im Alter milde und liberaler als es gut wäre, andere verlieren alle Gnade und werden hart. Wir Jüngeren tun gut daran, die Alten zu ehren, aber ihren Rat daraufhin zu prüfen, ob er eventuell nicht mehr die rechte Balance hat.

Andererseits sehen wir aber auch, wie David Salomo zur Treue Gott gegenüber ruft. Und das ist ein guter und wichtiger Ruf, auf den Salomo besser noch mehr gehört hätte!

 

Titus 1

Nach den beiden Briefen des Apostels Paulus an Timotheus kommen wir nun zum dritten der sogenannten Pastoralbriefe, dem Brief an Titus. Paulus schreibt Titus, um ihm Anweisungen für seinen Dienst in den Gemeinden auf Kreta zu geben.

Nach einer theologisch sehr reichhaltigen Begrüßung, erinnert Paulus den Titus, warum er ihn auf Kreta zurückgelassen hatte. Er soll in den Gemeinden Älteste einsetzen. Dabei sollte jede Gemeinde mehrere Älteste haben. Dafür gibt es viele gute Gründe, die hier nicht explizit erwähnt werden, aber vielleicht im Blog trotzdem mal erwähnt werden können:

  • In der Pluralität steckt Ergänzung. Älteste können einander mit ihren Stärken ergänzen, was sicher zum Nutzen der Gemeinde ist.
  • Die Ältesten können auch einander als Quelle der Weisheit und als Korrektiv dienen.
  • Und mit mehreren Ältesten kann man besser für die Gemeinde sorgen.
  • Ich bin dankbar für unsere Ältestenschaft und möchte keinen der Brüder missen. Im Gegenteil, ich würde mir noch mehr Älteste wünschen, die mit uns Acht auf die Herde Gottes haben.

In den Versen 5-9 erklärt Paulus, dass Titus nach tadellosen Ältesten suchen sollte, die vorbildlich leben und treu lehren. Ein wichtiges Kriterium ist dabei auch, dass die Ältesten bereit dazu sein müssen, falsche Lehren zu korrigieren und falscher Lehrer zurechtzuweisen. Das war auf Kreta dringend notwendig. Die Verse 9-16 verdeutlichen, dass es dort Irrlehrer und die Fehlgeleitete gab, die Widerspruch und Korrektur brauchen.

  • Nach allem was die Bibel lehrt, sollten wir auch heute nicht aufhören, wachsam zu sein. Natürlich sollte die Liebe in Wahrheit gesagt werden und auch Älteste sollten in aller Demut eingestehen, dass auch ihre Erkenntnis Stückwerk ist. Andererseits kann es manchmal dringend notwendig sein, korrigierend einzugreifen. Das macht keinen Spaß, ist aber wichtig, damit die Herde Gottes geschützt wird.
  • Hirten sollten also nicht nur darauf bedacht sein, Schafe zu streicheln, sondern müssen auch bereit sein, mit Wölfen zu kämpfen.

1 Könige 1

Das Buch 1. Könige setzt die Geschichte von Gottes Volk (und hier konkret von König David) da fort, wo das 2. Buch Samuel aufgehört hatte. Ich hoffe, dass inzwischen jeder klar erkennt, wie die Geschichtsbücher vom 1. Mose an bis zum 2. Könige eine fortschreitende Geschichte ist. Nur das Buch Rut ist in gewisser Weise ein eingeschobener Bericht, der aber historisch auch dahin passt, wo wir ihn finden (nämlich in die Richter-Periode).

Von daher beginnen diese Bücher meist auch recht unvermittelt … einfach als Fortsetzung der Dinge, mit denen das letzte Buch aufgehört hat.

Nachdem am Ende vom 2. Buch Samuel die letzten Worte Davids berichtet wurden, sehen wir nun zu Beginn des 1. Buchs Könige, dass das Leben Davids zu Ende geht. Er wird uns hier altersschwach beschrieben.

  • Es ist gut sich darüber im Klaren zu sein, dass auch große Helden mal alt und schwach werden.

Adonija will diese Schwäche nutzen und findet Unterstützung bei einigen ehemaligen Weggefährten Davids, doch David hat immer noch treue Gefolgsleute und so wird Salomo zum König gesalbt.

  • Hinter all dem steht dabei natürlich Gott selbst … „Denn, es ist keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott angeordnet.“ (Römer 13,1b)

2 Timotheus 4

In diesem Kapitel lesen wir die letzten uns überlieferten Worte des Apostels Paulus. Es ist also so etwas wie sein Testament an Timotheus und an uns.

Nachdem Paulus am Ende von Kapitel 3 betont hat, dass die Bibel das von Gott ausgehauchte Wort ist, das Leben geben und verändern kann, ermahnt er nun Timotheus, dieses Wort treu zu verkünden und dabei vor allem die Kernbotschaft der Bibel, das Evangelium!

Wie wir schon zu Beginn des Briefes gesehen haben, war Timotheus wohl durch äußere Umstände eingeschüchtert. Hier macht Paulus nun deutlich, dass wir nicht Menschen und das, was sie uns antun können fürchten sollen, sondern Gott, der wiederkommen wird um zu richten.

Ganz realistisch sagt Paulus dabei, dass die Verkündigung des Wortes oftmals unpopulär sein wird. Die Ohren der Menschen jucken nach anderen Dingen und sie wünschen sich oftmals Prediger, die ihnen sagen, was sie hören wollen. Aber das ist nicht Gottes Wille.

  • Bitte betet für mich und andere Prediger – aber auch für Euch selbst, dass wir immer treu Gottes Wort weitersagen. Dabei dürfen wir uns darauf besinnen, was dieses Wort zu tun vermag (sieh Kap 3,14-17).

Ab Vers 6 kommt Paulus dann nochmals auf sich selbst zu sprechen. Er weiß darum, dass er bald sterben wird. Das ist okay für ihn. Er hat hier auf Erden getan, was Gott von ihm wollte und so kann er gehen und die „Krone der Gerechtigkeit“ in Empfang nehmen, die allen versprochen ist, die Gott treu bleiben.

  • Das sollte Timotheus (und uns!) dazu motivieren, ebenfalls treu weiter Gott zu folgen und Sein Wort weiter zu sagen.

Ab Vers 9 folgen abschließende Grüße. Dabei tauchen mit Lukas und Markus zwei der Evangeliumsschreiber auf.

Paulus erklärt nochmal, wie der Herr im treu zur Seite stand, selbst als die Menschen ihn im Stich gelassen hatten und so vertraut er auf die baldige letztendliche Erlösung durch Gott.

  • Möge der HERR uns diese Zuversicht schenken und uns bis zu diesem Tag immer wieder stärken, so dass wir IHM treu nachfolgen!

2 Timotheus 3

Nach dem Aufruf vom Ende des 2. Kapitels, „törichte und unnütze Fragen“ zurückzuweisen erklärt Paulus seinem Zögling Timotheus in Kapitel 3, dass es ihn nicht überraschen sollte, wenn er „Schlimmes“ erlebt. Das muss kommen und die Sünde wird viel Raum haben – das eben auch bei Leuten, die sich als Gläubige ausgeben. Durch ihr Leben offenbaren sie jedoch, dass sie eben nicht wirklich zu Gott gehören.

Das falsche Leben fördert dann wiederum falsche Lehren, die von diesen Irrlehrern neu erfunden werden (wobei die meisten Irrlehren nicht wirklich neu sind). All das ist letztendlich zum Scheitern verurteilt – dessen dürfen wir uns gewiss sein.

  • Diese Erkenntnis kann eine Ermutigung in schweren Zeiten sein und sie ist eine Warnung für jeden, der in Gefahr steht, sich vom guten Leben und der guten Lehre zu entfernen.

Ab Vers 10 wagt Paulus es, sich selbst ganz explizit zum Vorbild für Timotheus zu erklären. Doch die letztendliche Basis für Alles ist das Wort Gottes. Dies lehrt uns das Evangelium und rüstet uns zu jedem guten Werk zu.

  • Genau deshalb ist gute Lehre und die klare Verkündigung des Evangeliums so wichtig!

Und weil die Worte aus Vers 14-17 so grundlegend sind, möchte ich sie hier nochmal zitieren: „Du aber bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist; du weißt ja, von wem du gelernt hast und daß du von Kind auf die heilige Schrift kennst, die dich unterweisen kann zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus. Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, daß der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.“

2 Timotheus 2

Zu Beginn von Kap. 2 appelliert Paulus nochmals an Timotheus, seine Stärke in der Gnade des Herrn zu finden. Und dann soll er das tun, was auch Paulus tut. Der oft zitierte Vers 2 liefert uns das Prinzip der Multiplikation: „Und was du von mir gehört hast vor vielen Zeugen, das befiehl treuen Menschen an, die tüchtig sind, auch andere zu lehren.“

  • Jeder Leiter in der Gemeinde sollte diesen Aufruf ernst nehmen. Neben eigenem Einsatz sind wir auch dazu aufgerufen, unseren Dienst zu multiplizieren. Ein guter Lehrer & Leiter fördert multiplikative Leiter und Lehrer.

Im Fortgang berichtet Paulus von seinen Leiden, um des Evangeliums willen. Er ruft Timotheus dazu auf, seinem Vorbild zu folgen. Denn Gottes Wort kann nicht gebunden werden. Wenn wir auch gebunden werden und Widerstand erfahren, so dürfen wir doch wissen, dass die Botschaft, die wir verkünden, nicht aufgehalten werden kann. Mit Jesus stehe wir auf der Seite des Siegers, auch wenn es sich für uns persönlich nicht immer so anfühlt. Im eigenen Dienst sollten wir unseren Fokus wahren und uns nicht leicht ablenken lassen. Das bedeutet zum einen, dass wir entschlossen unseren Weg gehen und zum anderen, dass wir dabei das Evangelium immer vor Augen haben bzw im Herzen tragen.

Ab Vers 14 folgt dann ein Aufruf, sich genau zu überlegen, welche Kämpfe man kämpft. Manches ist unnütz oder sogar für manche Zuhörer verwirrend und somit schädlich. Davon sollten wir uns fernhalten. Neben dem Fokus auf gute und erbauliche Lehre weißt Paulus den Timotheus immer wieder darauf hin, dass die gute Lehre mit einem guten Leben einhergehen muss.

  • Wir tun gut daran, dass zu beherzigen.

Ein falsches Leben führt fast zwangsläufig auch zu falscher Lehre, mit der dann Sünden gerechtfertigt werden sollen. Und andersherum, wird die gute Lehre erst dann wirklich glaubwürdig, wenn sie durch ein vorbildliches Leben unterstützt wird.

Trotz des Aufrufs, sich aus manches Dingen heraus zu halten, macht Paulus dann ab Vers 23 auch deutlich, dass es manchmal dringend nötig ist, Position zu beziehen und falsche Lehre als solche zu entlarven.

  • Manchmal muß man die ermahnen, die falsche Kämpfe führen und dann beten, dass Gott ihnen Umkehr schenkt.

2 Timotheus 1

Gleich zu Beginn sehen wir, dass Paulus Timotheus sehr darin ermutigt, in seinem Eifer für den Herrn zu leben, nicht nachzulassen und sich auch nicht durch Widerstände ängstigen zu lassen. Dabei schreibt Paulus in einem sehr liebevollen, väterlichen Ton und erinnert Timotheus an das Gute, was er sowohl von Menschen, wie auch von Gott empfangen hat.

Da der Dienst am Evangelium immer auch ein umkämpfter Dienst ist, ist es gut und richtig, einen Mann wie Timotheus zu ermutigen.

  • Diese Ermutigung brauchen sicher auch heute viele Menschen, die sich für das Evangelium einsetzen und damit im Prinzip alle Christen.

Paulus verweist dann auch noch auf sein eigenes Vorbild. Das finde ich sehr herausfordernd. Ich weiß, dass ich oft nicht so lebe, dass ich andere dazu aufrufen wollen würde, mir zu folgen. Und doch möchte ich immer mehr so leben, dass ich für Andere ein gutes Vorbild sein kann.

  • Möge der Herr uns allen da immer wieder viel Gnade schenken und uns zur rechten Zeit ermutigen.

1 Timotheus 6

Zu Beginn ermahnt Paulus gläubige Sklaven, dass sie besonders gute Arbeiter/Diener sein sollen. Das könnte man natürlich auch auf unseren Kontext übertragen. Als Christen sollen wir besonders gute Arbeitnehmer sein, damit der Name Gottes nicht verlästert wird. Im Gegenteil, wir sollen in allen Dingen ein gutes Zeugnis von unserem Gott und Herrn ablegen. Paulus macht deutlich, dass das natürlich auch gilt, wenn unsere Vorgesetzten selber Christen sind. Christliche Herrn verdienen natürlich nicht weniger Respekt und Treue.

Und dann folgt eine längere abschließende Ermahnung an Timotheus und überhaupt an die Gemeinde (die Pastoralbriefe sind letztendlich auch immer an die Gemeinden gerichtet). Hier kommen verschiedenste Aspekte, die bedenkenswert sind:

  • Bleibe bei der heilsamen Lehre, sei demütig und stifte nicht unnützen Streit.
  • Strebe nach Frömmigkeit und lebe bescheiden.
  • Fliehe allen Versuchungen

Vers 11 und 12 fassen das dann gut zusammen: „Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Frömmigkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut! 12 Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen.“

Abschließend warnt Paulus nochmals vor einem falschen Fokus auf materielle Dinge und ruft Timotheus dazu auf, den Schatz des Evangeliums zu bewahren und sich davon nicht abbringen zu lassen.

1 Timotheus 5

In den ersten beiden Versen von Kapitel 5 erklärt Paulus, wie Timotheus mit verschiedenen Gruppen in der Gemeinde umgehen soll. Ab Vers 3 geht es dann um die Witwen. Dabei gab es wohl eine klar definierte Gruppe von Witwen, für die die Gemeinde Verantwortung übernehmen sollte, nämlich die Witwen, die keine eigene Familie haben und für ihren guten & gläubigen Lebenswandel bekannt sind.

Wenn Familie da ist, sollte diese für die Witwe sorgen. Wenn die Witwe jung ist, sollte sie ggf nochmal heiraten. Und wenn eine Witwe einen schlechten Ruf hatte, sollte sie nicht unterstützt werden.

Es ist sehr umstritten (und wohl eher nicht so) aber manche Ausleger sehen hier ein „Witwen-Amt“ in der Gemeinde. Auch wenn es das nicht offiziell nicht gibt, finde ich den Grundgedanken interessant. Die Gemeinde sorgt für die Frauen, die sonst nicht versorgt wären und die Vorbilder sind, so dass diese als Beterinnen und Vorbilder für die Gemeinde freigesetzt sind.

  • Ohne jede Frage ist es ein großer Segen für jede Gemeinde solche Witwen zu haben und es ist die Verantwortung der Gemeinde für diejenigen aus ihren Reihen da zu sein, die auf Hilfe angewiesen sind.

Ab Vers 17 geht es dann um den Umgang mit Ältesten. Gott ordnet hier durch Paulus an, dass Älteste gut versorgt werden sollten (das ist mit zweifacher Ehre gemeint), und dass diese einen gewissen Schutz genießen sollten: „19 Gegen einen Ältesten nimm keine Klage an ohne zwei oder drei Zeugen.“

  • Ich denke, dass diese Ermahnung heute sehr wichtig ist, denn unsere Gesellschaft hat eher wenig Achtung vor Leitern und Autoritäten. Da sollten wir Christen uns von der Gesellschaft unterscheiden.

Gerade deswegen sollte aber auch keiner vorschnell zum Ältestendienst eingesegnet werden (v.22).

Vers 23 ist ein ganz praktischer und persönlicher Hinweis, der deutlich macht, dass die Bibel ganz sicher kein absolutes Alkoholverbot lehrt, wenngleich Trunkenheit eindeutig sündig ist.

  • Letzteres ist während der Wiesn‘-Zeit aber vor allem zu bedenken.