Das ganze 29. Kapitel besteht aus wenn-dann Aussagen, die verdeutlichen, dass es letztendlich eine Rechenschaft für Alles gibt. Manchmal kommen die Konsequenzen schon hier auf Erden. Aber spätestens bei Gott, wird dann alles gerichtet werden. Das klingt dann gerade am Ende des Kapitels durch. „25 Menschenfurcht bringt zu Fall; wer sich aber auf den HERRN verlässt, wird beschützt. 26 Viele suchen das Angesicht eines Fürsten; aber eines jeglichen Recht kommt vom HERRN.“
In der Mitte des Kapitel finden sich in Vers 17 und 18 zwei Verse, die sich aus den sonstigen Beschreibungen von Kausalzusammenhängen abheben. In Vers 17 lesen wir: „17 Züchtige deinen Sohn, so wird er dir Freude machen und deine Seele erquicken.„
-> Das ist der einzige Imperativ in diesem Kapitel. Gott ist also eindeutig kein Verfechter anti-autoritärer Erziehung. Natürlich ist Züchtigung etwas, das auch ganz falsch ausgeübt werden kann. Züchtigung sollte immer der Liebe für das Kind entspringen und auf sein Bestes abzielen. Deswegen kann es auch Situationen geben, bei denen Züchtigung besser nicht stattfinden sollte, nämlich dann, wenn die Eltern ihre eigenen Emotionen nicht im Griff haben.
Aber Züchtigung an sich, ist eine gute und von Gott angeordnete Sache, die ER zum Wohl von Kindern gebraucht.
In der Lutherbibel ist Vers 18 besonders hervorgehoben: „18 Wo keine Offenbarung ist, wird das Volk wild und wüst; aber wohl dem, der auf die Weisung achtet!„
Wo die göttliche Offenbarung, die wir in der Bibel finden, keine Rolle mehr spielt, wird das zum Schaden der Menschen sein. Gottes Wort gibt Leben und Wegweisung für ein gutes Leben. Deswegen tun wir gut daran, darauf Acht zu haben.
In diesem Sinne wünsche ich uns eine gute Woche mit guten Zeiten im Lesen und Nachdenken über Gottes Wort.