In Kapitel 17 sehen wir, dass das Volk nach Gottes Gericht über „die Rotte Korach“ Mitleid mit den Rebellen hat und sich gegen Gott stellt. Und wiederum verkündet Gott sein Gericht über diese Rebellion (bzw Unterstützung der Rebellen) und wiederum wird Mose, als der Vorläufer des Christus, zum Retter und bringt Sühnung für das Volk. Und wiederum nimmt Gott in seiner großen Gnade und Geduld die Sühnung an.
- Der Bericht könnte auch von uns heute stammen. Immer wieder höre ich von Menschen, dass sie Probleme mit Gottes Gericht haben. Das Problem ist dabei meines Erachtens oft, dass wir uns schwer damit tun zu erfassen, wie groß und heilig Gott ist, und auch damit, zu erkennen wie sündig wir Menschen sind. Ein solches Missverständnis kann dann dazu führen, dass wir meinen, keine so radikale Strafe verdient zu haben.
- Und dann übersehen wir auch leicht, wie groß und herrlich Gottes Gnade ist.
- Gerade deshalb halte ich es für wichtig, immer wieder über Gottes Heiligkeit und die Sündhaftigkeit der Sünde zu lehren. Wenn wir das verstehen, werden wir voll Dankbarkeit über Seine Gnade staunen!
Durch den grünenden Stab des Aaron gibt Gott noch ein weiteres Zeichen, wer sein auserwählter Diener ist.
In Kapitel 18 lesen wir nochmals von einer besondere Einsetzung Aarons und der Leviten zum Priesterdient. Gott bestätigt hier Aaron, was nach den vorherigen Ereignissen auch nötig erscheint.
Der Aufruf zur Enthaltung und die Übertragung von Verantwortung an die Priester gehen einher mit Gottes treuer Versorgung.
- Es ist schön zu sehen, wie Gott für die sorgt, die er dazu beruft, IHM im besonderer Weise zu dienen 🙂
- Dabei sind die Priester sicher nicht primär Vorläufer der heutigen Pastoren, sondern noch viel mehr, des Herrn Jesus Christus selbst, der als der letzte Hohepriester das ein-für-alle-Mal Opfer gebracht hat und als der eine Mittler für das Volk vor dem Thron des Vaters eintritt -> von daher gebührt auch heute noch unser 10ter IHM und seinem Reich!
In Kapitel 19 erhalten Mose und Aaron Hinweise zu den Reinigungsvorschriften für die Menschen, die mit Toten in Kontakt gekommen sind. Der Tod ist etwas Unreines, denn er ist die Konsequenz des Sündenfalls. Zugleich wird dafür Sorge getragen, wie diejenigen, die Leben und mit Toten in Kontakt gekommen sind, wieder rein werden können.
Der HERR sorgt für uns, indem ER uns aufzeigt, wie wir auch inmitten einer vom Sündenfall in Mitleidenschaft gezogenen Welt so leben können, dass wir nicht aus seiner Gegenwart verbannt werden müssen.
Dabei sollte uns klar sein, dass das was hier beschrieben wird letztendlich auf Christus hinweist. Er schafft uns die Reinheit, die wir wirklich brauchen, indem er all unsere Unreinheit auf sich genommen hat. Er hat den Tod ertragen, damit wir ewig leben können. Und eines Tages wird es dann keinen Tod mehr geben.
Zu Beginn von Kapitel 20 lesen wir vom Tod der Schwester Moses, Miriam.
Dann folgt das, was wir immer wieder sehen mussten. Schon wieder beschweren sich die Menschen und schon wieder behaupten sie, dass es ihnen in Ägypten besser ging. Und vor allem sehen wir wiederum, wie geduldig der HERR mit dem ewig klagenden Volk ist. Er versorgt sie mal wieder in seiner großen Barmherzigkeit, indem er Mose erklärt, was er tun soll.
- Letztendlich wissen wir nicht, warum Gott immer mal wieder Gnade vor Recht ergehen lässt und wir eben neben vielen Gerichtsworten auch immer wieder Gottes Gnade und Barmherzigkeit vor Augen geführt bekommen.
Dieses Mal verliert Mose die Kontrolle und bringt sich so (samt Aaron) um das Vorrecht in das gelobte Land einzuziehen. Ihr Vergehen wirkt eher harmlos im Vergleich zu all den Sünden, von denen schon berichtet wurde.
- Aber wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott, der die Herzen kennt, völlig gerecht urteilt – auch wenn wir das nicht immer so begreifen können oder wollen.
- Und tatsächlich nimmt Mose für sich ja auch in Anspruch das tun zu können, was tatsächlich nur Gott tun kann und raubt damit dem Herrn die Ehre, die ihm gebührt.
Ab Vers 14 sehen wir, dass die Bruderliebe zwischen Jakob und Esau nun ihr endgültiges Ende gefunden hat. Die Nachkommen Esaus, die Edomiter, stellen sich gegen Israel und werden dafür letztendlich von Gott bestraft, wie der Prophet Obadja später verkündigen wird.
In den letzten Versen lesen wir dann den Bericht vom Tod Aarons. Gott sorgt für geordnete Verhältnisse und Eleasar übernimmt die Rolle seines Vaters Aaron. Aaron stirbt als Konsequenz für seinen Ungehorsam – aber er stirbt ehrenvoll, als ein Mann, der seinem Tod wissentlich und würdevoll in dem Vertrauen entgegen schreitet, dass er beim HERRN Annahme finden wird.