2 Könige 9

Kapitel 9 ist etwas verwirrend, da hier gleich zwei Namen auftauchen, die in engem zeitlichen Zusammenhang mehrfach vorkommen. Jehus Vater Joschafat ist eindeutig nicht der König Judas (siehe die unterschiedlichen Väter der Joschafats) und Joram ist der König Israels (nicht der Sohn des anderen Joschafats in Juda). Jehu wird wie von Elia dem Elisa angesagt, zum König gesalbt. Und dann räumt er auf. Er bringt die Könige von Israel und Juda um und sorgt dann auch noch für die Erfüllung der Prophetie bzgl Isebels.

  • Hier wird deutlich, dass nicht immer das von Gott Angekündigte sofort passiert (sowohl die Einsetzung Jehu’s , wie auch das Gericht über Isebel) … aber Gott tut immer, was er sich vornimmt.
  • Das sollte allen Kindern Gottes viel Mut machen. Gott hält Seine Versprechen!
  • Andererseits ist das aber eben auch eine Warnung an all die, die meinen Gottes Gerichtsankündigungen ignorieren zu können.

1 Johannes 3

Das Kapitel beginnt mit wunderbaren Worten. Hier betont Johannes, dass wir Christen Kinder Gottes sind. Das ist noch nicht allen offenbar (auch uns selbst mag es manchmal nicht so vorkommen), aber es ist schon jetzt so und eines Tages wird es für alle sichtbar werden und dann werden wir IHM (Jesus) gleichgestaltet werden.

Diese Hoffnung sollte niemanden passiv werden lassen. Im Gegenteil, das sollte uns dazu bewegen, uns darum zu bemühen auch hier auf Erden schon immer mehr so zu werden, wie unser HERR.

Unsere Werke und unsere Liebe zu Gott und den Gläubigen sind dabei Indizien dafür, dass wir wirklich Kinder Gottes sind.

  • Mir ist dabei klar, dass diese Dinge nicht von alleine geschehen. Ich muss auch immer mal wieder erinnert und motiviert werden, um ganz bewusst als Kind Gottes zu leben.
  • Gerade deshalb ist es ein großer Segen, Teil einer Gemeinde zu sein, in der ich von anderen Geschwistern dazu herausgefordert werde.

2 Könige 8

Dieses Kapitel hat wieder den Charakter von Geschichtsschreibung. Drei Berichte erscheinen relativ unabhängig voneinander. Erst begegnen wir der Schunemiterin wieder, die nun treu auf Elisa hört, so bewahrt wird und bei ihrer Rückkehr durch einen von Gott eingefädelten „Zufall“ die Gunst des Königs erlebt und ihren Besitz zurückerhält. Dass der König hier gut agiert ist ein Indiz dafür, dass auch böse Menschen von Gott gelenkt Gutes tun können!

Der Bericht von der Begegnung Elisas mit Hasael ist interessant. Hasael dient seinem König treu, kommt zu Elisa und dieser stiftet ihn zur Lüge an und verkündet ihm, dass er an die Stelle seines Königs treten wird und dabei zu einem Feind Israels werden wird.

  • So ganz verstehe ich die Handlung Elisas nicht … aber klar ist, dass Gott ihm einen Einblick in die Zukunft gewährt.

Schließlich wird von den beiden Nachfolgern des guten Königs Joschafats in Juda berichtet. Joram hatte in das korrupte Herrscherhaus in Israel eingeheiratet und sowohl ihm, wie auch seinem Sohn und Nachfolger wurde dies zum Verhängnis.

 

1 Johannes 2

Nachdem Johannes in Kap. 1 klar gemacht hat, dass wir alle Sünder sind, die Vergebung brauchen, macht er zu Beginn von Kap. 2 klar, dass unser Ziel aber sein sollte, die Sünde zu meiden. Aber wenn wir sündigen, gibt es Vergebung durch Jesu Werk – und das eben nicht nur für die Juden, sondern für alle Welt!

Dann folgen konkrete Aufrufe zum Gehorsam und zur Bruderliebe. Das ist ein Indiz dafür, dass Gottes Geist in uns wirkt. Wer andererseits keine Bruderliebe hat, der sollte sich selbst hinterfragen, denn das wirft die Frage auf, ob der Geist Gottes in ihm ist.

Ab 2,18 macht Johannes dann deutlich, dass es auch in Gemeinden Leute geben kann, die nicht bekehrt sind. Erkennen kann man diese vor allem dann, wenn sie sich von der Gemeinde lösen und in die Welt zurückkehren. Wer das dauerhaft tut offenbart damit, dass er nie zum HERRN gehört hat. (2,19).

  • Ihr Lieben: wir können voller Zuversicht an dem festhalten, was wir gehört haben. Denn Gottes Wort ist zuverlässig und wer daran im Glauben festhält, wird errettet werden!

2 Könige 7

Kapitel 7 ist eigentlich Teil 2 von Kap. 6. Jetzt tritt Elisa auf und verkündet, dass die Situation in Samaria bald besser werden wird. Der König glaubt Elisa trotz aller vorherigen Wundertaten und eingetroffenen Prophetien nicht und das wird ihm zum Verhängnis.

  • Unglaube wird bestraft.

Die Form der Rettung Samarias ist kurios und zeigt mal wieder, wie der HERR die Herzen von Menschen lenkt … manchmal auch so, dass die Feinde plötzlich in Panik geraten. Da wo Gott durch Gideon noch mit 300 Männern, Fackeln und Trompeten für Panik sorgte, passiert es nun scheinbar ohne jede menschliche Teilhabe.

  • Gott ist halt nicht von uns abhängig … auch wenn ER uns oft gebraucht.

 

1 Johannes 1

So wie Johannesevangelium (Joh. 20,31 „Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, daß Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.“), beschreibt Johannes auch im 1. Johannes die Intention für diesen Brief. 1 Joh 5,13 („Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wißt, daß ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.“).

Allerdings enthält der 1. Johannesbrief noch verschiede andere Aussagen dazu, warum dieser Brief geschrieben wurde. Dazu sehen wir gleich zu Beginn:

  • 1,3 was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus.
  • 1,4 Und das schreiben wir, damit unsere Freude vollkommen sei.

Ähnliche Aussagen finden sich dann auch noch in 2,1/ 2,12-14/ 2, 21/ 2,26

Aber wie gesagt, die Kernfunktion ist sicher die, dass wir Heilsgewissheit haben können.

Johannes beginnt damit, dass er betont, dass er Jesus gesehen, gehört und angefasst hat – er weiß wovon er spricht.  Er ruft uns dazu auf, im Licht des HERRN zu leben und die Dunkelheit der Sünde zu meiden.

Gleichzeitig macht er deutlich, dass er scheinheilig wäre so zu tun, als habe man keine „dunklen Flecken“. Wir sind alle Sünder und bedürfen der Gnade und Vergebung und die hat uns Gott in Christus zugesagt.

2 Könige 6

Nachdem Elisa schon gezeigt hatte, dass er Macht über Nahrung, Krankheit/Gesundheit und den Tod hat (bzw Gott ihm diese Macht gab), offenbart er in Kapitel 6 seine Macht über die Naturgesetze und Eisen schwimmt. Dann wird die geistliche Sicht Elisas sichtbar … die himmlischen Herrscharen sind allen Feinden weit überlegen.

Dabei sehen wir, dass Elisa ein Mann des Gebets ist. Er bittet Gott voll Vertrauen darauf, dass der HERR ihm geben wird, was er braucht.

  • Ich bete, dass Gott uns in Zeiten der Not eine solche Sicht und Erkenntnis schenkt und uns immer mehr zu mutigen und demütigen Betern macht.

Im Fortgang sehen wir im Bericht von der Not in Samaria, wie groß die Not ist und zu was das führt. Überfluss macht Menschen oft zu Agnostikern und praktischen Atheisten, große Not macht Menschen oft zu Barbaren.

  • Möge der Herr uns ein Herz für die Menschen in großer Not geben, dass wir ihnen helfen, damit sie nicht nach (schlechten) Lösungen für ihre Not suchen.

Die letzten Verse des Kapitels zeigen, wie sich die Wut des Königs gegen Elisa richtet. Das scheint eher der Anfang des Berichts aus Kap. 7 zu sein und deswegen greife ich das morgen auf.

 

2 Petrus 3

Petrus erinnert die Gläubigen daran, dass der HERR wirklich wiederkommen wird, mögen Menschen das auch noch so ins Lächerliche ziehen. Das haben die Gottlosen schon immer getan und die Flut sollte uns verdeutlichen, dass Gott sich davon noch nie beeindrucken lassen hat.

Noch verzögert sich die Wiederkehr – und das ist Ausdruck der Geduld und Barmherzigkeit des HERRN. So gibt es noch Zeit, damit Menschen gerettet werden können. Aber er wird wiederkommen und dann kommt das Gericht und gleichzeitig die Erlösung, nach der sich die Gläubigen sehnen.

  • Wir tun gut daran, uns nicht einlullen zu lassen und aus dem Blick zu verlieren, dass der Tag des Gerichts kommen wird.

Petrus beendet diesen Brief mit einer Ermahnung, an den biblischen Lehren festzuhalten, die er bereits in Vers 2 als Botschaft der „heiligen Propheten“ und „das Gebot des Herrn und Heilands, das verkündet ist durch die Apostel“ zusammengefasst hat.

  • Deswegen ist es wichtig, diese Schriften auch immer wieder zu lesen und darüber nachzudenken.

An diesen Lehren sollten wir festhalten, auch wenn manches schwer zu verstehen ist … dabei bezieht er sich vor allem auf Paulusbriefe, die Petrus hier bereits als gleichwertig mit den AT Schriften anerkennt. Damit wird auch deutlich, dass Petrus Paulus als Apostel anerkannte, auch wenn Paulus ursprünglich ja nicht dabei war, sondern sogar ein Christenverfolger war, als Petrus und die anderen Apostel ihren Dienst nach Pfingsten begannen.

  • Petrus hegt hier keine persönlichen Eitelkeiten. Er sieht Gottes Werk in und durch Paulus und erkennt das unumwunden an, indem er seine Lehrer auf die Briefe des Paulus hinweist.
  • Das ist eine Gott-zentrierte Demut, die ich mir für mich selber immer mehr wünsche und die überhaupt auch in christlichen Kreisen sicher oftmals nicht sonderlich stark ausgeprägt ist.

Und schließlich folgt noch eine Ermahnung, die den Leitgedanken von Beginn des Briefs aufgreift: „18 Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus. Ihm sei Ehre jetzt und für ewige Zeiten! Amen.“

  • Das wünsche ich auch uns!

2 Könige 5

Der Bericht von Naaman in Kapitel 5 bietet gleich eine ganze Anzahl von Lehren. Naaman glaubt schon aus der Ferne aufgrund des Zeugnisses des Dienstmädchens seiner Frau. Das könnte Ausdruck der Verzweiflung sein aber zeigt sicher auch die Bereitschaft, den sozial schwachen zuzuhören und sich belehren zu lassen.

Andererseits glaubt Naaman (bzw sein König) fälschlicher Weise, dass nur der König Israels über die Macht verfügt – doch ihm wird dann klar, dass der wahre Herrscher eben nicht der weltliche König ist. Er meint auch, sich Hilfe von Gott erkaufen zu können – aber Gott gibt freizügig. Naaman versteht dann auch nicht, dass Gott die einfachen Dinge gebraucht (im Jordan waschen), um Großes zu tun.

Aber ähnlich wie zu Beginn des Berichts, ist er auch jetzt bereit, sich von seinem Diener belehren zu lassen und erfährt so Heilung.

  • Heilung kommt halt oftmals durch Zeugen, denen nicht zwingend zugehört oder Glauben geschenkt wird. Aber es lohnt sich, auf sie zu hören. Heilung (Rettung) kommt oftmals auf Wegen, die uns nicht spektakulär erscheinen mögen. So kommt eben die Erlösung letztendlich auch durch einfache Zeugen und durch das scheinbare wenig pompöse Mittel der Predigt.

Elisa macht deutlich, dass er die Heilung von Gott und nicht von ihm kam und er somit auch nicht Geld dafür nimmt. Sein Diener Gehasi hat dann seine Gier nicht im Griff und bekommt dann nicht nur das Geld, sondern auch die Krankheit des Naaman.

 

2 Petrus 2

Nachdem Petrus in Kapitel 1 vom Heil und von den vom Heiligen Geist inspirierten Propheten (bzw deren Zeugnis in der Schrift) geschrieben hat, kommt er in Kapitel 2 auf falsche Propheten und Irrlehrer zu sprechen. Dabei hat Petrus wohl vor allem Menschen im Blick, die leugnen, dass Gott eines Tages wiederkommen und die Welt richten wird.
Anhand der Geschichte zeigt Petrus dann, dass Gott sehr wohl richtet und, dass er auch immer wieder die Irrlehrer in ihre Schranken gewiesen hat. Gleichzeitig hat er auch immer wieder die Bedrängten und Verfolgten gerettet. Und dies wird er auch und vor allem tun, wenn er wiederkommt.

Interessant finde ich dabei die Aussage in Vers 9: „Der Herr weiß die Frommen aus der Versuchung zu erretten, die Ungerechten aber festzuhalten für den Tag des Gerichts, um sie zu strafen,“

  • Dabei musste ich an das „warum?“ denken, wenn „gute“ Christen früh sterben und Ungläubige lange und in Saus und Braus leben. Vielleicht ist es einfach so, dass der Herr die Frommen schon zu sich genommen und aus dieser Welt gerettet hat, während er die Ungläubigen aufbewahrt, Andererseits gibt es so für sie auch noch Zeit zur Umkehr.

Dann beschreibt Petrus die Irrlehrer noch etwas mehr. Die Irrlehrer werden hier mit vielen Bildern beschrieben: „Aber sie sind wie die unvernünftigen Tiere, die von Natur dazu geboren sind, dass sie gefangen und geschlachtet werden (2:12); Das sind Brunnen ohne Wasser und Wolken, vom Wirbelwind umhergetrieben, ihr Los ist die dunkelste Finsternis. (2:17)“

  • Wir tun gut daran, uns mit guter Lehre zu stärken, so dass wir vor solchen Irrlehrern geschützt sind.
  • Denn der Löwe treibt auch heute noch sein Unwesen und versucht, Lämmer von Gott zu entfernen.

Interessant ist auch die Aussage in Vers 20f: „Denn wenn sie durch die Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus entflohen sind dem Unrat der Welt, werden aber wiederum in diesen verstrickt und von ihm überwunden, dann ist’s mit ihnen am Ende ärger geworden als vorher.  21 Denn es wäre besser für sie gewesen, daß sie den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt hätten, als daß sie ihn kennen und sich abkehren von dem heiligen Gebot, das ihnen gegeben ist.“

  • Mich erinnert das stark an die Menschen, von denen wir in der Predigtserie über den 1. Johannesbrief gehört haben (siehe z.B. 1. Joh 2,19).
  • Wer das Evangelium klar gehört hat und sich dann bewusst davon abwendet, ist für das Evangelium anscheinend immun, so dass er hoffnungslos verloren ist.
  • Möge der Herr da Gnade schenken, dass jeder, der zu uns in die Gemeinde kommt, das Evangelium wahrhaft im Glauben annimmt und so dem Gericht entgeht.

2 Könige 4

Wenngleich Elia im Rest der Bibel natürlich viel prominenter ist als sein Nachfolger Elisa, so wird hier doch deutlich mehr von Elisa berichtet. Dabei sind die Dinge, die er tut, sehr ähnlich zu denen, die Elia vorher getan hat.

Wir sehen in Elisa einen Mann voller Barmherzigkeit, der mit Gottes Hilfe große Wunder tut und dabei den Notleidenden Gutes tut. Dabei agiert er sehr Jesus-ähnlich, in dem Nahrung vermehrt ein totes Kind auferweckt.

  • Für uns stellt sich da die Frage, ob wir Jesus selbst zutrauen, dass ER auch heute noch solche Macht hat oder ob wir da ganz rational Wunder nur noch theoretisch für möglich halten.

 

2 Petrus 1

Zu Beginn des 2. Petrusbriefs lenkt Petrus den Blick seiner Leser sowohl auf das, was Gott für uns getan hat (V.3), wie auch auf die Zukunft (V.4). Auf dieser Basis ermutigt Er sie zu einem Leben im Vertrauen auf und Gehorsam gegenüber Gott.

Petrus macht immer wieder deutlich, dass wir das nicht aus eigener Kraft tun müssen, sondern von Gott dazu befähigt sind. „Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft.“ (Vers 3)

Dabei wird dann gleich deutlich, dass die Erkenntnis Gottes nicht statisch ist, sondern etwas, das uns zwar einerseits von Gott geschenkt wird aber eben auch etwas, um das wir uns fortlaufend bemühen müssen. Die Erkenntnis ist dabei aber nicht das Endziel, sondern Mittel zum Zweck. Erkenntnis sollte den Glauben stärken und zur Frömmigkeit und Liebe führen. Und so kommt man dann wohlbehalten zu Jesus.

Ab Vers 16 stärkt Petrus das Vertrauen der Leser seines Briefs in sein eigenes Zeugnis dadurch, dass er betont, dass er als Augenzeuge der Verklärung Jesu und Ohrenzeuge des Zeugnisses vom Himmel darum weiß, dass die Schriften der Bibel noch zuverlässigere Zeugnisse sind, denn sie sind nicht subjektive Erfahrungen, die interpretiert werden müssen, sondern von Gott eingegebene Worte an uns Menschen.

Am Ende des Kapitels lehrt uns Petrus etwas zur Inspirationslehre: „21 Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.“

  • Ich hoffe, dass wir die Bibel so lesen!
  • Es ist Gottes Wort – nicht einfach Menschenwort. Gott bedient sich der menschlichen Worte, die er hervorgebracht hat durch die Menschen, die er dazu inspiriert hat. Dass er dabei auch deren Worte bis ins letzte inspiriert hat, sehen wir z.B. in 1. Thess 2,13; 2. Tim 3,16f oder auch in Mt 5,18.

2 Könige 3

Zu Beginn von Kapitel 3 lesen wir ein seltsames Lob bzgl Joram „er tat, was dem HERRN mißfiel, doch nicht wie sein Vater und seine Mutter. Denn er entfernte das Steinmal Baals, das sein Vater hatte machen lassen“ … doch dann wird deutlich, dass er eben nur ein bisschen besser und trotzdem ein schlechter König war … so wie eben alle Könige Israels.

Für einen Moment vereinigen sich die Könige Israel, Juds und Edoms – gemeinsame Feinde können da manchmal zu vorübergehenden Allianzen führen. Durch Elisa sorgt Gott für die drei Könige, wobei Elisa klar macht, wer der legitime König ist und was er (und Gott) vom König von Israel hält.

Das Ende ist dann nicht nur grausam, sondern auch seltsam … das Opfern des eigenen Sohnes macht die Moabiter offenbar so wild vor Zorn, dass sie es schaffen, den Krieg zu beenden. Israel zieht sich auf jeden Fall plötzlich zurück.

 

1 Petrus 5

Petrus schreibt zum Abschluss als Mit-Ältester, Zeuge der Leiden Christi und Teilhaber an der zukünftigen Herrlichkeit an andere Älteste. Einerseits adressiert er sie damit nicht von „oben herab“, sondern auf Augenhöhe als Mit-Ältester, obwohl er sich ja auch zurecht als Apostel titulieren könnte. Andererseits betont er damit seine Autorität als Zeuge, der Leiden Christi. Er hat die Leiden Christi selbst erlebt (und somit sind seine Worte über das Leid nicht nur ‚Theorie‘). Aber vor allem ist er sich eben auch der zukünftigen Herrlichkeit gewiss.
Dann spricht er konkret seine Mit-Ältesten an und erklärt ihnen, wie sie ihr Amt und ihre Berufung leben sollen. Sie sollen die Herde Gottes weiden … und damit erkennen, dass dies nicht ihre eigene Herde ist.

  • Gott hat den Ältesten (dieses Wort wird austauschbar auch mit Bischof & Pastor gebraucht) die Herde anbefohlen und so soll diese Aufgabe aus vollem Herzen zur Ehre Gottes und zum Wohl der Herde ausgeübt werden.
  • Wer das tut darf darauf vertrauen, dass dieser Dienst von Gott honoriert werden wird.

Die Jüngeren werden dann dazu aufgerufen, sich den Ältesten unterzuordnen. Hier könnten theoretisch einfach ältere Geschwister gemeint sein, aber der Kontext legt nahe, dass es sich wohl um die Ältesten der Gemeinde handelt. Jüngere Menschen könnten dazu versucht sein, die Älteren gering zu achten und sich selbst sehr wichtig zu nehmen. Petrus warnt vor solchem Hochmut und ruft uns zur Demut auf.

  • wenn wir uns demütigen, wird Gott uns zu seiner Zeit erhöhen. Wenn wir uns jedoch zu wichtig nehmen kann es vorkommen, dass Gott uns auch mal demütigt …

Ab Vers 7 macht Petrus allen Christen nochmals Mut. Wir dürfen unseren Sorgen an Gott abgeben. Und er ruft uns zur Wachsamkeit und Leidensbereitschaft auf. So geben wir Satan dann keinen Raum. Stattdessen sollen wir uns auf Gott besinnen: „Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken, kräftigen, gründen.“

  • Ihr Lieben – das wünsche ich uns allen … dass wir immer wieder den Blick auf Gott richten und so in unserem Vertrauen auf IHN gestärkt werden!

2 Könige 2

Zu Beginn von Kapitel 2 lesen wir den Bericht von der Entrückung des Elia. Das ist eine faszinierende Begebenheit, denn so etwas hat sonst nur noch Enoch erfahren. Interessant ist, dass die anderen Propheten um die kommende Entrückung wissen, doch zweimal gesagt bekommen, dass sie darüber schweigen sollen. Interessant ist auch, dass die Entrückung ja irgendwie schon im 1. Könige 18,12 angedeutet bzw erahnt wird.

Bei Elia zeigen sich viele Aspekte anderer ganz wichtiger Männer Gottes. ER agiert als ein Schattend es Herrn Jesus. So wie er, gibt er einer Mutter das tote Kind zurück und tut große Wunder. Er steht auch in der Kontinuität mit Mose und teilt das Wasser. Und vor allem ist er eben auch ein Vorläufer von Johannes dem Täufer, der ja ähnlich gekleidet war (siehe Kap. 1,8) und ähnlich klar Buße und das kommende Heil predigen würde.

Elisa folgt seinem Meister wie schon lange vorher angekündigt nach und setzt Elias Werk fort.

  • Hier zeigt sich eben auch, wie der HERR für sein Volk sorgt.

Elisa erleben wir dann auch gleich als einen Mann, der das Böse radikal richtet. Das mag uns befremden, aber letztendlich wird hier ein Mann Gottes verlästert und diese Kinder waren offensichtlich alt genug um genau zu wissen, was sie da taten.

 

1 Petrus 4

Zu Beginn des Kapitels lehrt Petrus nochmals (wie schon am Ende von Kap. 2 und in 3,17f, dass Jesus gelitten hat und auch wir deshalb darauf vorbereitet sein sollen, auch selber zu leiden. In den Versen 1-2 geht es wahrscheinlich darum, dass derjenige, der bereit ist um Christi Willen zu leiden, letztendlich darin zeigt, dass die Sünde keine Macht mehr über ihn hat und er sich ganz in Gottes Willen gegeben hat (und deshalb sogar bereit war/ist, für Christus zu leiden).

Dann schaut Petrus zurück darauf, wie Menschen leben, bevor sie zum Glauben kommen. Diesen Dingen sollen wir nun fliehen. Doch wenn wir nach der Bekehrung diesen Lebensstil aufgeben, wird das Menschen befremden. Ihr Lästern kann uns wehtun, aber den Schaden davon haben diese Menschen letztendlich selbst, da sie eben Rechenschaft ablegen werden müssen.
Manche Gläubigen sind für ihren Glauben gestorben. Wahrscheinlich geht Petrus in Vers 6 darauf ein, ob diese Christen nun letztendlich nicht doch auf der Verliererseite stehen. Petrus betont, dass ihnen das Evangelium verkündet wurde (und sie das offensichtlich im Glauben angenommen haben), so dass sie selbst im fleischlichen Tot die Gewissheit ewigen Lebens durch das Wirken des Geistes haben. Die Hoffnung der Christen ist deshalb letztendlich unabhängig davon, ob sie leben oder (für ihren Glauben) sterben. Das Ende aller Dinge ist nahe und letztendlich leben wir auf eine Zukunft zu … das war ja auch schon der Tenor in Kapitel 1.

Ab Vers 8 ruft Petrus uns dann dazu auf, die Zeit, die uns noch auf Erden verbleibt, auszukaufen bzw so zu nutzen, dass wir Gott damit ehren und den Menschen Gutes tun.

  • Für mich persönlich ist Vers 11 eine immer wieder wichtige Erinnerung daran, dass ich keine eigene Botschaft habe und diese auch nicht aus eigener Kraft verkünden muss. Ich verkünde Gottes Wort. Das ist es, was alle Menschen brauchen – das unverfälschte Wort Gottes und nicht meine menschlichen Weisheiten.
  • Und Gott muss durch Sein Wort wirken. Es ist seine Kraft, die Menschen verändert. Das vermag kein Prediger.
  • In diesem Sinne hoffe ich auch sehr, dass Ihr vor allem die Textabschnitte lest und nur sekundär meine Gedanken dazu … wenngleich ich mich darum bemühe, dass meine Gedanken letztendlich dabei dienen, Gottes Wort noch besser zu verstehen.

Mit dem Abschnitt ab Vers 12 endet der Hauptteil des Briefes, bevor dann in Kapitel 5 abschließende Ermahnungen, Belehrungen und Grüße angeführt werden. Petrus ermutigt nochmals die Gläubigen, die um des Glaubens willens leiden. Er betont, dass uns dies nicht befremden sollte, denn es gehört zum Leben als Christ dazu, da ja auch der Christus gelitten hat. Doch nach dem Leid kommt die Herrlichkeit und Petrus lenkt unseren Blick wiederum darauf. In Vers 14 greift er dann scheinbar Worte vom Beginn der Bergpredigt auf.

Ab Vers 15 macht Petrus dann deutlich, dass es natürlich auch Leiden gibt, die nichts mit unserer Nachfolge des Herrn zu tun haben, sondern die Konsequenz sündhaften Lebens sind.

  • Wir sollten uns im Leiden immer wieder fragen warum wir leiden. Leiden wir für Christus und deshalb, weil wir gerade nicht so leben, wie wir es als Christen sollten?
  • Die gleiche Frage könnte man auch anders herum stellen – warum leiden wir manchmal nicht? Weil Gott uns in besonderer Weise verschont oder weil wir uns dem Leiden entziehen, dass wir als treue Christen ggf erfahren würden?

Petrus macht dann deutlich, dass das Gericht bald beginnt. Dabei werden wir Christen natürlich nicht im letztendlichen Sinne aufgrund unserer Werke gerichtet … Rettung kommt aus Gnade und beruht allein auf Jesu Werk. Und doch werden ja auch unsere Werke eines Tages gerichtet werden. Als Christen wissen wir, dass wir nur gerettet werden, weil jemand anderes uns freikauft. Denen, die nicht zu Christus gehören wird es da viel schlechter ergehen, denn sie sind genauso schuldig vor Gott, wie wir alle, aber ohne stellvertretendes Opfer und Fürsprecher …

  • Wir dürfen aber wissen, dass wenn Gott uns im Gericht gnädig sein wird, er auch hier auf Erden für uns sorgen wird. Deshalb sollen wir IHM in allem Leid unsere Seelen anbefehlen und IHM vertrauen.

2 Könige 1

Das 2. Buch Könige setzt nahtlos an das 1. Buch Könige an. So wie Ahab, wird auch seinem Sohn und Nachfolger sein Ende von Elia prophezeit. Elia ist ein Mann Gottes, der zwar Barmherzigkeit und Gnade kennt, aber auch Gericht und harte Strafe für Gottlosigkeit. Die Härte zeigt sich in der Hinrichtung der 2 x 50 Männer.

Vers 17 ist verwirrend. Wie an manchen anderen Stellen haben wir hier einen Fall von Namensgleichheit aber ganz sicher sind die beiden Jorams nicht identisch und der Joram in Juda ist offensichtlich Co-Regent mit seinem Vater, wie sich in Kap. 3 zeigt.

 

1 Petrus 3

Die ersten 7 Verse von Kapitel 3 setzen im Prinzip die Anwendungen aus der 2. Hälfte von Kapitel 2 fort. So wie Christen aufgerufen sind, sich stattlichen und beruflichen Autoritäten unterzuordnen auch wenn diese Ungläubige sind, so sollen sie das auch im privaten Umfeld tun. Dabei spricht Petrus hier konkret Frauen an, die in der Ehe zum Glauben gekommen sind. Die natürliche Tendenz könnte dann sein, dass sie ihre Männer ständig evangelisieren. Petrus hält dagegen, dass das bessere Zeugnis einfach das konsequente christliche Leben ist. „Ohne Worte“ bedeutet aber sicher nicht, dass Frauen nie das Evangelium sagen sollen – aber das sollte eben nur sehr gelegentlich geschehen. Die gleichen Worte ständig wiederholt sind weniger überzeugend, als das konsequent gelebte Zeugnis.

Die Aufforderung an die Männer ist etwas weniger klar – vom Gesamtkontext her müsste man denken, dass es sich an Männer richtet, die in der Ehe zum Glauben gekommen sind und ungläubige Frauen haben – aber dies scheint hier nicht der Fall zu sein. Vielmehr spricht Petrus hier wohl grundsätzlich alle christlichen Ehemänner an. Das vielleicht auch deshalb, weil Männer die Aussagen davor dazu missbrauchen könnten, um ihre Frauen mit Druck zur Unterordnung aufzufordern. Das sollten Männer nicht tun, denn die Worte des Petrus (wie auch die des Paulus an anderer Stelle) richten sich halt nur an die Frauen. Den Ehemännern wird hier gesagt, dass sie ihre Frauen ehren sollen und anerkennen sollen, dass die Frauen gleichberechtigte „Miterben der Gnade des Lebens“ sind. Jedes falsche Machtspielchen ist deshalb sündig und hindert, den Glauben zu leben. Das (gemeinsame) Gebet leidet immer da, wo keine Harmonie herrscht.

Trotzdem sollten Ehepaare sicher auch dann (oder besser – gerade dann) miteinander beten, wenn sie Streit hatten und eben ihre Rollen nicht so gelebt haben, wie sie es sollten.

Was Petrus hier auf jeden Fall zeigt ist, dass wir Christen in allen Lebensbereichen immer wieder danach fragen sollten, wie wir bewusst als Christen Zeugnis geben können und wie wir in allen Dingen Gott-gefällig leben können.

  • Möge der Herr uns da Weisheit geben!

Der Fokus ab Vers 8 ist zum einen das Miteinander in der Gemeinde – evtl wird hier der Gedanke aus Vers 7 fortgeführt, wo es ja um das Miteinander von Mann und Frau in der Ehe ging – zum anderen geht es hier dann aber auch weiterhin darum, wie wir als Christen in der Welt leben sollen.

Das Psalm-Zitat in Vers 12 ist bedenkenswert. Wer sind die „Gerechten“ von denen hier die Rede ist? Letztendlich können das nur die sein, die aus Gnade, durch Glauben mit der Gerechtigkeit Christi umkleidet sind. Das heißt, es ist hier nicht primär ein Zustand, den wir erreicht haben, sondern etwas, das Christus für uns getan hat. Doch als so „gerecht gemachte“ sollen wir nun auch so leben und dem Frieden nachjagen, und im Gebet zu Gott kommen und dem Guten nacheifern.

  • Ein solches Leben kann Widerstand hervorrufen, Vers 14 ist da vollkommen klar. Doch wie Jesus selbst in der Bergpredigt, so lehrt auch Petrus hier, dass Leiden um des Glaubens willen letztendlich Segen mit sich bringt.

Vers 15 zeigt uns, wie wir in angefochtenen Zeiten fest im Glauben stehen können: „heiligt aber den Herrn Christus in euren Herzen“, d.h. wir sollen uns bewusst auf Christus besinnen und unserem Glauben Raum geben … so werden wir dann auch in schweren Zeiten eine feste Hoffnung haben und bereit dazu sein, diese Hoffnung auch zu bezeugen.

Schließlich betont Petrus, was er auch schon den Frauen gegenüber angedeutet hatte. Unser Zeugnis soll nicht aus vielen Worten bestehen und nicht aggressiv sein – wir wollen unseren Glauben mit Sanftmut und Gottesfurcht bezeugen, d.h. wir wollen eben nicht die Menschen fürchten, sondern bewusst auf Gott sehen. Genau das wird dann letztendlich auch dazu führen, dass unsere Ankläger keine guten Argumente haben werden. Das Ziel eines solchen Lebens wird in Kap. 2,12 beschrieben: „führt ein rechtschaffenes Leben unter den Heiden, damit die, die euch verleumden als Übeltäter, eure guten Werke sehen und Gott preisen am Tag der Heimsuchung.“

Auch wenn Menschen sich nicht Gott zuwenden, sollten wir unser Zeugnis klar leben. Denn es hat eine Doppelfunktion. Wir beten dafür, dass Menschen so zur Erkenntnis der Wahrheit kommen … aber andere werden das erleben, was Vers 15b-16 beschreibt: „. Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, und das mit Sanftmut und Gottesfurcht, und habt ein gutes Gewissen, damit die, die euch verleumden, zuschanden werden, wenn sie euren guten Wandel in Christus schmähen.“

Der Abschnitt endet mit einer interessanten Gegenüberstellung, die letztendlich impliziert, dass wir – so oder so – leiden werden. Die Frage ist nur wofür … „es ist besser, wenn es Gottes Wille ist, dass ihr um guter Taten willen leidet als um böser Taten willen.“

  • Möge der Herr uns in unserem Leben und Zeugnis stärken, so dass wir in Seinem Willen wandeln … dem Frieden nachjagen, im Gebet zu Gott kommen und dem Guten nacheifern … und gerade darin Gottes Segen finden!

Vers 18 bildet die Brücke zu dem Abschnitt davor und dem, was jetzt kommt. Unser ganzes Verhalten soll sich an dem von Jesus Christus orientieren, der eben auch gelitten hat. Dabei wird hier schon deutlich, dass ER sowohl Vorbild, wie auch einzigartiger Erlöser ist, der als Gerechter für die Ungerechten gestorben ist und uns zu Gott führt als der, der nach dem Fleisch getötet wurde, aber nach dem Geist lebendig gemacht wurde.

Dann kommt eine Aussage, die sehr unterschiedlich ausgelegt wird. Christus ist „durch den Geist“ lebendig gemacht worden … und im Geist (also nicht im Fleisch) hat Jesus auch schon zu AT Zeiten seinen Dienst versehen, denn er ist ja der ewige Sohn Gottes. Er hat auch damals schon – zur Zeit Noahs – den Menschen gepredigt (durch das Zeugnis Noahs), die ihn ablehnten und deshalb nun „Geister im Gefängnis“ sind. Das heißt, auch damals schon haben Menschen die Heilsbotschaft abgelehnt und die verspottet, die im Glauben auf Gott gelebt haben – so wie es Noah tat.

Petrus zeigt damit, dass das was er in Vers 17 fordert, kein neues Phänomen ist (Denn es ist besser, wenn es Gottes Wille ist, daß ihr um guter Taten willen leidet als um böser Taten willen.) Damals, wie heute, werden einige durch die Heilsbotschaft gerettet, während sie anderen zum Gericht dient.
Und die damalige Flut war ein Vorbild der Taufe – gleiches ließe sich auch über die Flucht Israels durch das Rote Meer sagen … Menschen kommen durch das Wasser aus dem alten Leben heraus, und werden so von Gott gerettet. Das ist es, was in der Geistes-Taufe geschieht und was dann in der Wassertaufe bezeugt wird.

  • Die Taufe, die rettet, ist die Geistestaufe … und im Prozess der Bekehrung bringen wir Gott ja auch unsere Schuld und bitten so um ein gutes Gewissen.

Wie zu Beginn des Abschnitts lenkt Petrus zum Abschluss unseren Blick wieder auf Jesus, der als durch den Geist lebendig gewordener nun zur Rechten Gottes des Vaters sitzt und über alle und alles regiert!

1 Petrus 2

Zu Beginn des Kapitels lesen wir einen Appell zu einem Gott-gefälligen Leben. Gottes Wort hat uns nicht nur die Wiedergeburt gebracht, es ist eben auch lebendig und erbaut die Gläubigen … es ist die vernünftige, lautere Milch, die wir trinken sollten. Jesus Christus ist das Wort, und zu Ihm sollen wir kommen. Das tun wir, indem wir die Bibel lesen und uns dem Herrn im Gebet zuwenden.

Dann folgt eine weitere Betrachtung dessen, was der HERR für uns getan hat. Gott der Vater hat seinen Sohn, entsprechend seiner Verheißung, zum Grundstein gemacht, auf dem wir Christen bzw die Gemeinde erbaut wird. Und so wie Christus ein lebendiger Stein ist, so sollen auch wir als lebendige Steine mit erbaut werden, so dass wir als Tempel des Heiligen Geistes geistliche Opfer bringen.

Während Jesus sich auch mal selber als den „Tempel“ bezeichnet und Paulus lehrt, dass wir Gläubigen auch individuell ein Tempel Gottes sein sollten, in dem der Heilige Geist wohnt, spricht Petrus hier von der Gemeinde als Tempel. Als Christen sollten wir uns in die Gemeinde einfügen. Das ist unsere Berufung. Steine, die nicht eingebaut werden, erfüllen letztendlich nicht ihren Zweck.

  • Von daher hoffe ich, dass niemand seinen Glauben längerfristig ohne die Einbindung in eine feste Gemeinschaft lebt, in der er sich einbringen kann

Petrus setzt dann seine Betrachtung des Psalm 118 Zitats fort und beschreibt dabei, wie sich an Christus letztendlich die Geister scheiden. Er ist für Manche ein Stein des Anstoßes und für Andere aber eben der Eckstein, auf dem sie erbaut werden, je nach Bestimmung & Erwählung.

Als Christen sind wir das, was im AT nur von Israel gesagt werden konnte und noch mehr. Nicht nur, dass wir, die wir einst nicht ein Volk waren, nun Gottes Volk sind und Seine Gnade erfahren haben, wir sind nun alle auch eine königliche Priesterschaft! Das ist bemerkenswert, denn in Israel, waren das Königshaus und das Priestergeschlecht klar voneinander getrennt. Doch in Jesus ist das zusammengekommen und so gilt dies nun auch für uns alle!

Wenn wir diese Gnade begreifen, dann wird uns das verändern und zu Menschen machen, die mit frohem Herzen immer mehr danach streben werden, Jesus immer ähnlicher zu werden und das tun wir eben unter anderem dadurch, dass wir das Wort Gottes begierig in uns aufnehmen.

Die Verse 11 und 12 sind eine Art Überschrift und Einleitung für einen längeren Abschnitt, in dem Petrus nun erklärt, wie Christen in der Welt leben sollen. Bisher hat er ja betont, dass unser Glaube ein Geschenk Gottes ist und dass uns dieser eben auch zur Herrlichkeit bringen wird. Dabei gab es bereits den allgemeinen Aufruf zum Streben nach Heiligung, gerade eben auch für unsere Zeit, die wir noch auf Erden als Fremdlinge verbringen. Ab Vers 11 geht es nun darum, wie wir das konkret in verschiedenen Lebensbereichen tun können. Dabei soll unser Verhalten zum einen Gott ehren, zum anderen aber gerade auch der Welt Zeugnis geben von Gott, was ja wiederum auch Gott ehrt.
So sehen wir in Vers 11 eine Ermahnung, dass wir uns nicht „fleischlichen“ (sündigen) Begierden hingeben sollen. In Vers 12 wird dann positiv betont, dass wir ganz bewusst unter den Heiden ein rechtschaffendes Leben führen sollen, so dass unsere Werke letztendlich dazu führen, dass die Heiden unseren Gott erkennen und somit „Gott preisen am Tag der Heimsuchung.“

Ab Vers 13 geht es dann konkret um das Verhalten gegenüber staatlichen Obrigkeiten. Wir sollen diese ganz bewusst anerkennen im Wissen darum, dass diese letztendlich auch unter der Obrigkeit Gottes stehen. Als „Knechte Gottes“ sollen wir also alle geringeren Obrigkeiten, die ER letztendlich dort hingestellt hat, anerkennen. Das kann natürlich niemals „blinder Gehorsam“ sein, der uns dazu veranlassen würde auf Befehl hin zu sündigen. Aber es sollte ein Gehorsam sein, der auch mal persönliche Nachteile in Kauf nimmt.

Ab Vers 18 geht es dann konkret um die Beziehung zu Menschen, die eine gewisse Autorität über uns haben. Hier geht es um Herren und Knechte – was letztendlich eine gewisse Ähnlichkeit zu der heutigen Situation von Mitarbeitern und Vorgesetzten hat. Auch diesen Autoritäten sollten wir grundsätzlich gehorchen und auch hier sollten wir ggf bereit sein, gewisse Ungerechtigkeiten und Leid zu ertragen. Damit erweisen wir uns als wahre Nachfolger des Herrn Jesus Christus, dem es da ja nicht besser erging.

  • Diese Aufrufe sind natürlich extrem herausfordernd. Aber andererseits sind sie großartige Gelegenheiten dazu, Zeugnis von unserem Glauben zu geben. Wir vertrauen auf einen allmächtigen Herrn, der eines Tages alles gerecht richten wird. Wir müssen uns deshalb nicht „unser Recht“ erkämpfen, denn das macht der HERR für uns – und ER kann das viel besser als wir!
  • Außerdem erkennen wir bewusst an, dass wir Menschen sind, die Autorität achtet. Wir wissen darum, dass wir einen HERRN haben und streben eben nicht mit aller Macht nach einer Unabhängigkeit, die es letztendlich ohnehin nicht gibt und die auch nicht gut für uns wäre.