Auch Lukas gibt uns einen kurzen Bericht über das Christus-Bekenntnis des Petrus (ab V.20) und darauf folgend einen Ruf dazu, Christus konsequent zu folgen.
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Ab Markus 8, Vers 11 lesen wir mehrere inhaltlich zusammenhängende Berichte:
- Die Pharisäer verlangen ein Zeichen, so als ob die Speisung der 4000 kein sehr deutliches Zeichen gewesen wäre.
- Dann warnt Jesus die Jünger vor dem Sauerteig der Pharisäer und erntet nur Unverständnis. Die Jünger haben gleich mehrere Dinge immer noch nicht begriffen.
- Zum einen, dass der Fokus der Aussage „schaut zu und seht euch vor vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig des Herodes“ sich nicht wortwörtlich auf Sauerteig bezieht, sondern auf die Pharisäer und Herodes-Anhänger abzielt.
- Zum anderen, dass Jesus nur wahrlich kein Problem mit scheinbar zu wenig Nahrungsmitteln hat.
Die Jünger sind also noch blind für die geistlichen Wahrheiten, die Jesu lehrt.
Genau dazu passt dann auch der Bericht von der Heilung des Blinden ab Vers 22.
- Ich denke, dass Gott Markus so geführt hat diesen Bericht genau an dieser Stelle niederzuschreiben, da in diesem Bericht eben nicht nur die Vollmacht Jesu deutlich wird, sondern weil der Blinde hier auch zeichenhaft für die Jünger steht.
Jesus schenkt dem Blinden zuerst ein wenig Sicht … nun ist er nicht mehr Blind und doch sieht er noch nicht klar. Das kommt dann erst nach einem weiteren Eingreifen Jesu. Das Gleiche kommt nun im Bezug auf die Jünger. In den Versen 8,27-30 bekennt Petrus den Christus und doch sieht er noch nicht klar, denn er versteht noch nicht, was dies mit sich bringen wird. Das kommt dann erst noch in der zweiten Hälfte des Markus-Evangeliums. Die Verse 27-30 sind der Mittelpunkt und Wendepunkt des Evangeliums. Bis dahin stand die Lehre darüber im Zentrum, wer Jesus ist. Die Worte des Petrus in Vers 29 sind die definitive Antwort auf diese Frage.
Aber jetzt, geht es dann darum, wozu er gekommen ist – konkret darum, dass Jesus als der Christus gekommen ist um Sein Leben als Lösegeld für Viele zu geben – und dann am 3. Tage von den Toten siegreich über Tod und Teufel wieder auferstehen wird. Petrus begreift dies noch nicht und so beginnt Jesus nun seine Lehren über die wahre Nachfolge.
Echte Nachfolge beinhaltet laut Jesus Selbstverleugnung (V.34). Diese Lehre ist heute nicht nur unpopulär, sie ist auch in evangelikalen Kreisen ziemlich in Vergessenheit geraten. Doch gleichzeitig sehen wir eben auch, dass es sich im Hinblick auf die Ewigkeit lohnt, alles andere (wenn nötig) aufzugeben.
- Von daher bete ich für uns alle, dass der Herr unser – wenn nötig – die notwendige Kraft und das notwendige Gottvertrauen schenkt, dass wir uns selbst verleugnen und bereit sind, für Jesus unser Leben zu verlieren, und es gerade so zu retten (das ewige Leben wohl gemerkt – das irdische ist dann ggf vorbei).
Wie schon in Kapitel 12 lesen wir zu Beginn von Kapitel 16 nochmals, dass die Pharisäer und Sadduzäer von Jesus ein Zeichen vom Himmel fordern. Doch die Geschichte Israels beweist, dass sich Ungläubige nie durch Zeichen haben überzeugen lassen.
Und so verwehrt Jesus das Zeichen und erklärt, dass seine Identität so klar ist, dass man keine weiteren Zeichen bräuchte. So, wie sich oftmals klar erkennen lässt, ob es ein schöner Tag werden wird, so klar ist in all Seinem Reden und Tun zu erkennen, dass Jesus der Messias ist.
Und doch erwähnt Jesus dann noch nochmals das Zeichen des Jona (wie schon in 12,39ff),
Die Verse 13-20 in Kap. 16 sind sicher eine ganz zentrale Stelle im Evangelium. Mit dem Christusbekenntnis des Petrus ändert sich nun der Fokus … von der Selbstoffenbarung Jesu hin zum Kreuz, auf das er von nun an zugeht.
Dabei wird dieses Zeugnis von Jesus selbst herausgefordert. Erst kommt eine allgemeine Frage auf die er verschiedene Antworten bekommt – die alle zwar nachvollziehbar aber eben nicht ganz zutreffend sind – und dann fordert er die Jünger selbst dazu raus, Stellung zu beziehen.
Jetzt müssen sie wirklich nachdenken und können nicht nur andere zitieren – sie müssen sich positionieren. Und so bekennt Petrus Jesus nun als den Christus.
Jesus macht sofort klar, dass diese Erkenntnis nicht aus dem sündigen Fleisch kommt. Jede wahre Christuserkenntnis kommt von Gott dem Vater durch den heiligen Geist, der somit eine ganz wichtige Rolle bei der Bekehrung spielt, da er geistliche Erkenntnis schenkt, die zur Bekehrung notwendig ist!
Jesus erklärt dann in Vers 18f etwas, das in der Kirchengeschichte und bis zum heutigen Tag sehr unterschiedlich interpretiert wird. Klar ist aber auf jeden Fall:
1) JESUS wird seine Gemeinde bauen. „Petrus“ ist dabei das Fundament.
2) Die Pforten der Hölle beziehen sich das Reich Satans bzw das Totenreich, d.h. weder Satan noch der Tod (z.B. einzelner Kirchenmänner / Apostel) werden die Kirche zerstören können.
3) Die „Schlüssel zum Himmelreich“ sind letztendlich der Zugang zum Reich Gottes. Es geht hier also um eine Deklaration darüber, wer zu diesem Reich gehört und wer nicht.
Wenn man das alles bedenkt, wird schon klar, dass diese Aussage nicht allein die Person des Petrus im Blick haben kann, sondern er wohl eher als Repräsentant auch für Andere steht, die Jesus als den Christus er- und bekennen.
In Eph 2,20 wird ja weiter ausgeführt, auf wem die Gemeinde erbaut wird und dort ist die Reden von den Aposteln & Propheten, die uns ja die Bibel gegeben haben, die von Jesus als dem Christus zeugt. Petrus steht hier also wohl zumindest in gewisser Weise als Repräsentant der Männer, durch den wir Gottes offenbarten Willen überliefert bekommen haben.
Gerade der 2. Aspekt macht auch schon deutlich, dass es sich um etwas handelt, dass den Tod des Petrus überdauert, nämlich das Christuszeugnis. Und daraus jetzt ein Argument dafür zu finden, dass diese Aufgabe jetzt auf die „Nachfolger“ des Petrus übergegangen sei und zwar auf die Bischöfe von Rom in der Annahme, dass das das primäre Amt des Petrus gewesen wäre, ist gleich an verschiedenen Stellen sehr weit hergeholt.
Der Schlüssel zum Reich Gottes scheint dann ja in Kapitel 18 der gesamten Gemeinde gegeben zu sein, die von Gott die Autorität bekommen hat, Menschen aus der Gemeinde zu entfernen (und sicher eben auch, Menschen in die Gemeinde aufzunehmen bzw in ihr zu belassen).
Wichtig und unumstritten ist aber vor allem, die großartige Zusage, dass Jesus seine Gemeinde bauen wird und diese durch nichts und niemanden überwältigt werden kann!
Nach dem Bekenntnis und dieser Zusage kommen nun Worte, die scheinbar im Widerspruch zu der eben gemachten Zusage stehen. Jesus erklärt nun, dass er getötet werden „muss“. Das passt nicht in das Denkschema des Petrus, der Jesus hier widerspricht. Doch das ist nun nicht von Gott gegebene Erkenntnis. Hier spricht das sündige Fleisch und so ist Petrus mit seinem Worten in diesem Moment ein Sprachrohr Satans und zieht sich so eine scharfe Ermahnung des Herrn Jesus zu.
Und so erklärt Jesus uns nun, was seine Nachfolger zu erwarten haben … erst Leiden, dann Herrlichkeit! Wer den Weg des Kreuzes mitgeht, wird auch die Herrlichkeit ererben!
- Ich bete für uns alle, dass wir diesen Weg voller Zuversicht gehen!
In den ersten 23 Versen von Kapitel 7 lesen wir, wie Jesus den Pharisäern deutlich sagt, dass sie ihre eigenen Regeln zum allgemeinen Gesetz machen und dabei die eigentlichen Gebote Gottes aushöhlen. Damit nehmen sie zum einen zu Unrecht den Platz Gottes ein und zum anderen offenbaren sie ihre defizitäre Theologie.
- Natürlich ist es im menschlichen Zusammenleben okay, sich auf bestimmte Regeln zu einigen. Das ist sogar gut und hilfreich. Aber man sollte immer klar trennen zwischen dem, auf was man sich unter Menschen geeinigt hat und was eine definitive Forderung Gottes ist. Die Pharisäer haben diese Unterscheidung nicht gemacht und das führt sofort in eine unbiblische Gesetzlichkeit.
Vor allem aber, missverstehen die Pharisäer das grundsätzliche Problem aller Menschen. Was Menschen brauchen ist nicht primär eine Verhaltensänderung, sondern ein neues Herz. Und das kann uns nur Gott geben.
- Für uns bedeutet das zum einen, dass wir eben nicht nur an den Symptomen (unseren Taten) herumdoktern sollten, sondern immer wieder an der Wurzel ansetzen sollten, indem wir Gott darum bitten, unsere Herzen zu reformieren.
- Im Bezug auf andere bedeutet das, dass wir eben nicht zuerst bei den Taten ansetzen sollten, sondern bei den Herzen. Die Welt braucht nicht primär etwas mehr Moral, sondern Erlösung, mit der dann auch eine Beschneidung bzw Veränderung des Herzens einhergeht.
Wir sollten also das Gottes Wort und seine Gebote klar verkündigen, dabei aber immer auch betonen, dass Gott ein guter Gott ist, der es gut mit uns meint. Wenn wir das glauben, sollte das unsere Herzen anrühren, so dass wir dann aus vollem Herzen das tun, was Gott von uns will. Das ist dann der biblische Glaubensgehorsam.
Ab Vers 24 sehen wir dann eine Frau, die Jesus, entgegen aller ‚gesetzlicher‘ Widerstände, aus vollem Herzen vertraut. Sie ist eine Ausländerin und ihre Tochter war nicht einmal anwesend. Diese Herzenshaltung des Glaubens ist das, was Jesus sucht und so heilt er das Kind selbst aus der Distanz und obwohl sie eben keine Jüdin ist und offenbart dadurch seine Vollmacht!
Der letzte Abschnitt ist voller Symbolik. Jesus heilt einen Taubstummen, so dass Er nun Gottes Wort hören und dann auch verkündigen kann. Was hier nochmal deutlich wird ist, dass Jesus souverän eingreifen muss, damit wir Sein Wort hören und verstehen können. Der Herr muss uns ein neues Herz geben – dann werden wir auch Sein Wort hören und verstehen und wir werden erkennen, wer ER wirklich ist. Faszinierend ist dabei, dass Jesu Worte den Taubstummen hörend macht, so dass er dann Jesus bezeugen kann.
- Das sollte allen Menschen ein Vorbild sein, die aufgrund von Gottes Gnade Gottes Wort hören durften. Wer es hört und glaubt, sollte es dann auch weitersagen.
Und so bete ich, dass wir alle vollen Herzens einstimmen können in die Worte aus V.37: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend!
Die Speisung der 4000 zu Beginn von Kapitel 8 ist ein gutes Beispiel dafür, dass Jesus nicht an die Begrenzungen gebunden ist, die wir kennen. Er kann mit 7 Broten 4000+ Menschen versorgen. Außerdem offenbart Jesus hier wiederum seine Barmherzigkeit, die ihn dazu motiviert sich der Leidenden (Hungrigen) anzunehmen.
Zu Beginn von Kapitel 15 erklärt Jesus, dass die Pharisäer und Schriftgelehrten sich ihre eigenen Gesetze gemacht haben. Diese haben zwar einen Bezug zu den biblischen Geboten und doch waren sie ein Irrweg und das gleich in zweifacher Hinsicht:
1) Zum einen gehen diese menschlichen Gesetze über das hinaus, was Gott fordert.
2) Und zum anderen wurden diese Gesetze zu etwas, was kein Gebot (auch nicht die biblischen) jemals sein sollte, nämlich der angebliche Weg zum Heil. Dieser Weg ist für uns ungangbar und damit eine Sackgasse.
Jesus lehrt, dass wir primär keine Gesetzestreue brauchen, sondern Herzen, die sich danach sehnen, Gottes Willen zu tun. Echte Reinheit kommt genauso wie die Unreinheit aus dem Herzen. Da unsere Herzen alle von Geburt an unrein sind, brauchen wir eine grundlegende Herzensveränderung. Diese neuen, reinen Herzen kann uns nur Gott schenken. Das ist die großartige Zusage der Propheten Jeremia (24,7; 31,33) und Hesekiel (11,19; 36,26).
Die Reinheitsgesetze im AT weisen uns darauf hin, dass Gott wahre Reinheit will, weil er selber heilig ist Und sie zeigen uns, dass wir es nicht schaffen dauerhaft und komplett rein zu sein. Deshalb sind wir alle auf Gottes Gnade und seine uns verändernde Kraft angewiesen.
- Ihr Lieben, ich bete für uns, dass wir immer wieder neu von Dankbarkeit erfüllt sind, für die Herzensveränderung, die Gott in uns bewirkt hat
- Und ich bete, dass wir immer weiter im Glauben wachsen und der destruktiven Sünde immer weniger Raum geben und gerade so dann Gottes reichen Segen erfahren!
Ab Vers 21 sehen wir Jesus mit einer ausländischen Frau – die ja im Prinzip für Juden „unrein“ war. Diese Frau hat ein großes Vertrauen darauf, dass Jesus helfen kann und so lässt sie nicht locker. Sie kommt nicht fordernd zu Jesus, sondern ganz demütig, und akzeptiert, dass sie von den Juden gesehen wird, wie ein Straßenköter, der nur das bekommt, was vom Tisch fällt. Und sie vertraut darauf, dass das bei Jesus genug ist, um ihre Tochter zu retten.
Jesus lobt diesen demütigen und großen Glauben und ist der Frau gnädig!
- Ich bete dafür, dass ich und wir alle immer mehr einen solchen demütigen, festen Glauben haben, der Jesus in jeder Situation vertraut und an ihm festhält.
Im Rest des Kapitels sehen wir dann nochmal die Barmherzigkeit Jesu. Er heilt Viele und versorgt die Hungrigen. In alledem offenbart er sich als der Messias, den Jesaja bereits angekündigt hatte (Mt 11,1-6; Jes 35 & 61). Von daher sind diese Berichte mehr, als allein eine Offenbarung der Barmherzigkeit des HERRN, sie sind eben auch Zeugnisse, die uns helfen sollen, Jesus als den lang erwarteten Messias zu erkennen.
In Kapitel 6 sehen wir dann Jesus als den Herrn über alle Dinge. Er vermehrt Brot und Fische und er geht auf dem See und immer hat er dabei die Menschen im Blick, denen er hilft und die er lehrt.
Die Brotvermehrung erinnert an eine andere Zeit, als Gottes Volk nichts zu essen hatte. Damals kam das Brot (das Manna) von oben. Auch hier ist es nun wieder Gott, der für sein Volk sorgt. Jesus erkennt, dass das Volk ihn jetzt zum König machen würde. Wenngleich seine Worte oftmals auf Widerstand stießen … wenn er solche Wunder tut und den Menschen das gibt, was sie wollen und brauchen, dann findet er Zuspruch. Doch die Speisung der 5000 war vor allem ein Zeichen. Das letztendliche Ziel war es nicht, dass sich die Menschen mal wieder richtig satt essen. Es ging primär darum, dass Jesus sich als der Allmächtige offenbart.
Später im Kapitel erklärt Jesus dann auch, dass er das bessere Manna ist – er ist das Brot des ewigen Lebens. Er sättigt nicht nur für kurze Zeit, sondern er sorgt dafür, dass alle, die an ihn glauben nie mehr verhungern / sterben. Denn selbst die Gläubigen, die tatsächlich verhungern haben in IHM das Brot des ewigen Lebens, so dass sie leben, selbst wenn sie sterben.
Jesus verbindet seine Selbstverkündigung mit dem Aufruf, IHM (an ihn) zu glauben: „35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ Gleichzeitig weiß er, dass es göttlicher Intervention bedarf, damit Menschen an ihn glauben: „36 Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt mich gesehen und glaubt doch nicht. 37 Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. 38 Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. 39 Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich’s auferwecke am Jüngsten Tage.“
Am Ende des Kapitels sehen wir dann zwei unterschiedliche Reaktionen. Viele „Jünger“ wenden sich von ihm ab. Andererseits lesen wir aber auch das wunderbare Zeugnis des Petrus, der erkennt, dass nur Jesus Worte des ewigen Lebens hat. Diese Erkenntnis und damit auch das ewige Leben ist etwas, das der Heilige Geist schenken muss: „63 Der Geist ist’s, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben. 64 Aber es gibt einige unter euch, die glauben nicht. Denn Jesus wußte von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde. 65 Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn vom Vater gegeben.“
Ich denke wir sehen hier recht klar, dass unsere Erlösung das Gnadenwerk Gottes ist.
Daraus resultieren zwei logische Konsequenzen:
- Wir haben keinen Grund für Stolz auf unseren Glauben.
- Und wir haben keinen Grund zur Panik, wenn wir sehen, dass wir immer noch sündigen.
Andererseits macht dieses Kapitel aber eben auch deutlich, dass der Glaube an Jesus Christus alles entscheidend ist.
- Deshalb sollten wir Menschen von Jesus Christus erzählen.
- Und wir sollten sie dazu aufrufen, sich IHM im Glauben zuzuwenden und im Vertrauen auf IHN und sein Wort zu leben.
Die ersten 17 Verse in Kapitel 9 sind ein deutlich kürzerer Bericht von der Aussendung der Jesu Jünger, von den Anfragen und Zweifeln des Herodes und der Speisung der 5000, den wir ja auch schon ausführlich im Markusevangelium betrachtet haben.
Ab Markus 6, Vers 7 wird berichtet, dass Jesus seine 12 engsten Freunde und Wegbegleiter jeweils zu zweit aussendet, so dass sie seinen Verkündigungsdienst unterstützen bzw multiplizieren sollten. aus. Sie predigten die Buße. Dies ist zum einen die Abkehr von den Sünden, aber vor allem auch die Umkehr zu Jesus hin
- Auch wenn wir natürlich nicht zu den 12 gehören, so sind auch wir von Jesus als seine Zeugen ausgesandt, damit auch durch uns viele Menschen zur Buße und zum Glauben gerufen werden.
Dann folgt der Bericht über Herodes. Er rätselt darüber wer Jesus ist und zieht eine falsche Schlussfolgerung. Aber so ganz weit daneben liegt er ja nicht. Herodes ist Auf jeden Fall eine interessante Person. Er hat eine gewisse Erkenntnis – immerhin hört er Johannes gerne zu und erkannte ihn als frommen und heiligen Mann. Aber er hat keine echte Umkehr erlebte. Und so agierte er letztendlich dann doch entsprechend seiner eigenen Interessen.
- Auch heute gibt es viele solche Menschen, die eine gewisse Anerkennung für Jesus haben und evtl auch sein Wort mal ganz interessant finden und gerne hören und dann doch nicht unter der Herrschaft des Herrn leben und IHM somit nicht nachfolgen.
- Ich bete, dass jeder von uns, dem Herrn ganz bewusst und immer deutlicher nachfolgt, so dass wir nicht Hörer des Wortes allein bleiben, sondern zu Tätern des Wortes werden!
Schließlich folgen noch drei Berichte, in denen wir verschiedene Aspekte davon sehen, wie Jesus für Menschen sorgt. Bemerkenswert ist dabei, dass ER auch da noch agieren kann, wo dies scheinbar unmöglich erscheint.
Er versorgt die 5000 Mann mit 5 Broten und zwei Fischen und offenbart dabei, dass Ihm nicht unmöglich ist. Er ist der Versorger, dem die Ressourcen nie ausgehen.
Ab Vers 45 lesen wir dann davon, wie Jesu allein betet und dann sieht, dass sich seine Jünger auf dem See abplagen. Wiederum offenbart er, dass ihm nicht unmöglich ist. Die Naturgesetze sind ja schließlich auch von Gott geschaffen und es ist ihm ein Leichtes, sich über diese hinwegzusetzen und über das Wasser zu laufen.
Schließlich lesen wir noch ein weiteres Mal, dass Jesus in der Lage ist, Kranke zu heilen. Hier wird immer wieder deutlich, dass Jesus der mächtige und barmherzige Retter ist.
- Möge ER uns die Augen öffnen, so dass wir IHN als den erkennen, der ER ist, so dass wir IHN als den Herrn unseres Lebens anerkennen und auf IHN in allen Dingen vertrauen!
Zu Beginn von Kapitel 14 erwähnt Matthäus noch ein letztes Mal Johannes den Täufer und zwar seine brutale Tötung durch einen populistischen Machthaber. In gewisser Weise könnte man sagen, dass Johannes der erste christliche Märtyrer ist … denn er verkündet ja, dass wir Menschen Umkehr und Rettung brauchen und dann auch den Herrn Jesus Christus. Diese Botschaft war und wird immer anstößig sein.
Jesus zieht sich nach der Todesnachricht zurück. Doch ihm bleibt wenig Zeit, um zu trauern. Viele Menschen kommen, um ihn zu hören und dann versorgt er sie nicht nur mit dem Wort Gottes, sondern auch Fisch & Brot. Jesus offenbart seine übernatürliche Kraft, durch die er Brote und Fische vermehrt. Nach der Speisung der 5000 sendet Jesus seine Jünger alleine aus, so dass sie ohne ihn in den Sturm geraten. Er betet in aller Stille, allein auf dem Berg.
- Ich finde es immer wieder faszinierend, das Gebetsleben unseres Herrn zu sehen. Er lebt in enger Beziehung zu seinem Vater. Ich bin da immer wieder etwas traurig über mich selbst und möchte gerade auch in diesem Punkt meinem Herrn ähnlicher werden.
In seinem Beten ist Jesus nicht abgewandt von dem, was um ihn herum geschieht. Er sieht den Sturm und die Not der Jünger und kommt zu ihnen. Dabei zeigt Jesus, dass die Naturgesetze keine Macht über IHN haben. Er ist der Herr über alle Dinge und so kann ihn auch das Wasser tragen. Ich kann gut verstehen, dass die Jünger bei diesem Anblick in Panik geraten. Doch dann wird Petrus übermütig und will tun, was Jesus tut. Das erfüllt ja eigentlich keinen Zweck und letztendlich muss Petrus einsehen, dass er nicht wie Jesus ist und sein Glaube auch klare Grenzen kennt. Aber Jesus hilft ihm und rettet ihn – aber nicht, ohne ihm deutlich zu machen, dass seine Not selbst verursacht ist.
- Das ist ja das, was Jesus immer wieder tut. Er rettet Menschen aus ihrer selbst-verursachten Not. Er tut dies, indem er Menschen zur Erkenntnis ihrer eigenen Sündhaftigkeit bringt. Das ist die Grundlage der Rettung.
In Genezareth fährt Jesus fort, Menschen in Not zu helfen. Er heilt die Kranken. Hier zeigt sich die Barmherzigkeit und Macht Jesu. Dabei ist das vor allem ein Zeichen dafür, dass er der Messias ist, der noch viel mehr tut, als „nur“ physisch Kranke zu heilen.
Zu Beginn des 10. Kapitels werden die 12 Jünger namentlich vorgestellt, bevor wir dann von ihrer Aussendung lesen. Jesus gibt seinen Jüngern die Fähigkeit, große Wunder zu tun. Diese Wunder sind kein Selbstzweck und auch keine Fähigkeit, die Jesus grundsätzlichen allen seinen Nachfolgern gibt. Vielmehr sind diese Wundertaten Zeichen, die spezifisch die Apostel ausweisen (2. Kor 12,12).
Die Hauptaufgabe der Jünger ist aber das Predigen und dabei zentral die Botschaft vom kommenden Reich Gottes (dem Evangelium), denn das Reich Gottes kommt durch Jesus und dadurch, dass er durch seinen Tod und seine Auferstehung Menschen durch den Glauben zu Teilhabern dieses Reiches macht.
Der Auftrag an die Jünger ist sehr herausfordernd: Jesus sendet seine Jünger „wie Schafe unter die Wölfe“. Das ist ganz offensichtlich eine gefährliche Mission. Andererseits sollten wir nie vergessen, dass Jesus der gute Hirte ist, der immer auf uns Acht hat. Das entlässt uns aber nicht aus der Verantwortung, weise zu agieren. Einerseits sollen wir „klug wie die Schlangen“ sein. Andererseits sollen wir uns dabei makellos verhalten und eben „unschuldig wie die Tauben sein.“
Jesus redet hier also ganz offen davon, dass Christen Widerstand und Leid erleben werden. Aber auch das wird Gott gebrauchen, um durch uns das zu erreichen, was ER sich vorgenommen hat. Und so dürfen wir getrost unserem Herrn folgen, im Wissen darum, dass er bei uns ist, uns gebrauchen wird und uns letztendlich sicher nach Hause bringen wird.
In Vers 27 lesen wir dann den sehr klaren Auftrag des Herrn: „Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was euch gesagt wird in das Ohr, das predigt auf den Dächern“ – dieser Auftrag galt den Aposteln und er gilt auch uns heute.
Jesus weiß darum, was uns immer wieder davon abhält, das zu tun, wozu ER uns hier aufgerufen hat, nämlich unsere Menschenfurcht. Der Weg die Menschenfurcht zu überwinden ist die Erkenntnis Gottes und damit eine gesunde Gottesfurcht.
- Ich wünsche uns allen, dass wir immer mehr darin wachsen, Gott mehr zu fürchten und mehr zu lieben, als irgendetwas oder irgendjemand anderes.
Dann erklärt Jesus, dass ER nicht gekommen ist, um Frieden zu bringen (sondern das Schwert). Das mag seltsam klingen, denn ER ist ja auch der Friedefürst. Aber den Frieden, den Jesus bringt, ist Friede mit Gott. Von Menschen werden wir Widerstand erfahren, wenn wir uns klar zu Jesus bekennen – umso wichtiger ist es, dass wir zumindest in der Gemeinde und als Christen in Liebe und Frieden miteinander leben. Vor allem aber dürfen wir Christen wissen, dass wir Frieden mit Gott haben.
Jesus macht deutlich, dass unsere Positionierung ihm gegenüber entscheidend ist und eben auch große Veränderung mit sich bringt. Das kann auch bedeuten, dass alte Loyalitäten weichen müssen. Dafür schenkt er uns neue, indem er uns zu Kindern Gottes und zu Gliedern an Seinem Leib (der Gemeinde) macht.
- Von daher ist auch klar, dass Christen in eine Gemeinde gehören und das heißt ganz sicher mehr, als ab und zu einen Gottesdienst zu besuchen. Gemeinde ist die Gemeinschaft der Gläubigen, die in enger Verbundenheit miteinander leben.
- Von daher sollte jeder Christ eben auch mit seinen Glaubensgeschwistern verbunden und aktives Mitglied einer lebendigen lokalen Gemeinde sein.
Die Jesu-Worte in diesem Kapitel sind herausfordernd. Wir sollten uns in unserem Denken immer wieder von den Denkschemata dieser Welt lösen und sollten unser Denken durch Gottes Wort und Gottes Geist reformieren lassen.