Psalm 65:

Dieser Psalm zeigt uns den treuen Gott, der die Seinen mit seiner Gnade beschenkt.

Die ersten Verse zeigen uns Menschen, die um ihre Sünden und Not wissen – aber eben auch wissen, dass Gott ein geduldiger, gnädiger, Gebete-erhörender Gott ist. Und so zeigt uns dieser Psalm Menschen, die zu Gott kommen – weil Gott sie zu sich zieht und zu sich kommen lässt. Mehr noch, Gott segnet seine Kinder mit großer Fülle. Dabei erwähnt der Psalmist auch Aspekte der allgemeinen Gnade Gottes, von der auch die Ungläubigen profitieren. Die allgemeine Gnade Gottes nehmen wir nicht immer so wahr, weil es eben neben guten Tagen (und guten Ernten wie hier im Psalm) auch schlechtere Tage gibt.

Aber als Christen sollten wir uns immer wieder daran erinnern, dass wir in Jesus Christus und durch den Heiligen Geist mehr haben, als wir uns jemals hätten erträumen können. Und durch IHN haben wir ein sicheres Erbe, so dass wir eines Tages eine hier auf Erden unbekannte Fülle erleben werden.

  • Das sollte unsere Herzen zum Lobpreis Gottes motivieren und uns jubeln lassen!

Wenn wir Gott kennen und seinen Segen erleben, dann ist dies nur deshalb der Fall, weil Gott uns aus unserer Sünde herausgerufen hat und uns in seiner großen Gnade Zugang zu sich selbst gewährt hat. Selbst in schweren Zeiten ist ein Leben mit Gott so viel besser und reicher, als ein Leben ohne IHN. Auch das sollten wir uns immer mal wieder vor Augen führen. Dann werden wir ihn voller Dankbarkeit loben.

  • Möge das unseren heutigen Tag bestimmen!

Psalm 66:

Dieses Psalmlied nennt uns keinen Autor und keine bestimmte historische Situation. Es ist ein zeitloser Aufruf zum Lobpreis Gottes. Dabei steht die Allmacht und Güte des einen Rettergottes im Zentrum.
Alle Lande und alle Völker sollen Gott loben und anbeten (V.1,3,8).
Der Psalmist nennt verschiedene Gründe für den Lobpreis. Das Werk von Gottes Händen (die Schöpfung) ist genauso ein Grund, wie sein Eingreifen zur Rettung seines Volkes. Hier ist der Exodus im Blick, der ja „ein Schatten“ der Erlösung durch Christus ist.

Interessant ist dabei auch, dass Gott als der Allmächtige anerkannt wird, der nicht nur stärker als die Feinde ist und somit seinem Volk helfen kann, wenn es in Not gerät. Selbst die Not wird ihm zugeschrieben (V.11), wobei das letztendlich die Konsequenz unserer Sünde ist und die Basis für die Selbstoffenbarung des Rettergottes.

Dieser Gott verdient unsere Anbetung und unsere Opfer, wobei wir wissen, dass wir seit Jesus Christus keine Tieropfer mehr bringen müssen und sollen, sondern einfach unsere Leben als lebendige Opfer Gott zur Verfügung stellen sollen (Römer 12,1).
Der große Gott ist allwissend und voller Gnade und so hilft er, wenn wir uns ihm zuwenden. Gott tut dabei nicht immer, was wir wollen, aber ganz sicher das, was am besten für seine Kinder ist!

  • Dafür will ich IHN loben!

Psalm 67:

In diesem Gebet wird der Hohepriesterliche Segen erbeten und zwar mit dem Fokus, dass dies zum Zeugnis für alle Menschen werden möge.
Das Volk Israel betet, dass es als Geschlecht von Priestern alle Völker zur Anbetung Gottes rufen wird. Das wurde zu AT Zeiten von Israel kaum so gelebt. Doch seit der Zeit der Apostelgeschichte haben sich dann die Juden, die Jesus als den Messias erkannten, tatsächlich aller Welt zugewandt, so dass wir heute tatsächlich mit einstimmen können, in den Lobpreis Gottes.

Und eines Tages wird es dann tatsächlich keine unerreichten Völker mehr geben. Dann wird dieser Psalm seine vollständige Erfüllung finden.

Wie großartig ist es, dass wir daran teilhaben dürfen, in dem wir als Gottes Zeugen unseren Herrn in aller Welt (und an Ort und Stelle) bekannt machen dürfen.

  • Und so bete ich für uns, dass Gott uns durch diesen Blick in die Zukunft ermutigt!

Psalm 69:

Dieser Psalm ist auf den ersten Blick etwas verwirrend. Einerseits werden verschiedene Verse im NT zitiert und auf Christus hin angewandt – einige Verse macht Christus sich sogar selbst zu eigen. Da schreibt David dann also prophetisch.
Doch dann beinhaltet der Psalm auch Worte, die nicht zu Christus passen. So deutet der Psalmist an, dass er Torheit und Schuld hat (V.6). Das ist dann ganz offensichtlich nur David selbst.
Am schwersten zu verstehen ist dann aber das Ende des Psalms. Hier lesen wir, wie der Psalmist Gott darum bittet, seine Feinde zu strafen, ihnen Ungande zu zeigen und sie aus dem Buch des Lebens zu tilgen – während Jesus für seine Feinde betet, Gottes Gnade bringt und Alle rettet und im Glauben vollendet, die im Buch des Lebens stehen.

  • Ich denke, dass das NT uns bewusst Jesus als den ungerecht Leidenden aus Psalm 69 zeigt, der aber so ganz anders auf sein Leid reagiert und mit seinen Feinden umgeht, als David.
  • Jesus ist der größere Sohn Davids, der uns einen noch besseren Weg offenbart. Von daher ist der Psalm erst im Blick auf Jesus und vor dem Hintergrund der wesentlichen Unterschiede zwischen David und Jesus richtig zu verstehen.

Das NT hilft uns, das AT umfassender zu begreifen, weil das volle Verständnis eben erst durch Jesus Christus kommt (2. Kor 3,14 / Lukas 24,25ff; 44ff).

  • Möge unser Leben immer mehr ein Leben der treuen Nachfolge des gnädigen Herrn Jesus sein, der als Unschuldiger für uns Sünder gelitten hat und uns gerade dadurch Gnade und ewiges Leben gebracht hat!

Psalm 70:

Der Psalmist schreit zu Gott in großer Not und bittet um rasche Hilfe und Rettung. Dieser Ruf bildet die Klammer um diesen Psalm und erklingt sowohl am Anfang (V.2), wie auch am Ende (V.6) des Psalms.

Dazwischen findet sich in den Versen 3-4 ein Aufruf dazu, dass Gott die Feinde besiegen oder sie zur Umkehr bringen möge.
Vers 5 ist im Kontrast dazu ein Aufruf, dass Gott alle die segnen möge, die nach IHM fragen, sein Heil lieben und Gott loben.

  • Letztendlich müssen wir anerkennen, dass wir alle grundsätzlich davon abhängig waren, dass Gott sich unser als unser Helfer und Retter offenbarte – so dass wir Jesus als den Retter erkennen und bei Ihm die Hilfe finden konnten, die wir alle dringend brauchen.

Als Christen kennen wir diesen Helfer und Retter und dürfen uns nun auch mit allen anderen Nöten in großer Zuversicht an ihn wenden. Und dann dürfen wir mit einstimmen, in das Gebet des Psalmisten, auch andere Menschen zur Umkehr zu bringen.

  • Ich wünsche uns allen, dass wir immer mehr lernen, auf Gottes Gnade zu vertrauen dann sagen zu können, dass wir uns an Gott erfreuen und in IHM fröhlich sind!

Psalm 20:

Dieser Psalm liest sich im ersten Moment etwas seltsam. Denn die ersten 6 Verse sind an den König gerichtet und bringen zum Ausdruck, was der Psalmist für den König betet. Dies sind scheinbar Segenswünsche vom König David für einen guten König. Es mag sein, dass David diesen Psalm geschrieben hat, damit sein Volk für ihn oder für seinen Sohn als seinen Thronfolger eintritt. Aber letztendlich sind dies sicher Verse, die von den Gläubigen dem Herrn Jesus zugesprochen werden könnten. Von daher richtet David hier vorausschauend seine Worte an Jesus und betet für ihn.

  • Dieses Gebet ist erfüllt worden. Der Vater hat seinen Sohn gerettet … durch den Tod hindurch, durch die Auferstehung.

Ab Vers 7 wechselt dann der Fokus. Jetzt ist etwas geschehen – wiederum war das sicher im Ursprung eine Begebenheit im Bezug auf David. Und doch schaut dies wohl prophetisch auch auf das leere Grab. Durch die Auferstehung wissen wir, dass Gott der Vater seinem Gesalbten (dem Messias) geholfen hat.

Gerade deshalb können wir dann mit einstimmen in Vers 8b: „wir aber denken an den Namen des HERRN, unsres Gottes.“

  • Dieser „Name“ ist Jesus, der Christus!

Durch IHN halten auch wir stand, weil unser Herr und König den Seinen beisteht in jeder Not. „Er wird uns hören, wenn wir rufen“. Das ist eine wunderbare Motivation zum Gebet.

Psalm 53:

Dieser Psalm ist fast identisch zu Psalm 14 und die Verse 2-4 werden auch in Römer 3 zitiert.
Psalm 14 scheint aber allgemeiner zu sein – und Römer 3 auch – während hier die Gottlosigkeit und das „keiner“ fast so klingt, als ob es sich (nur) auf alle nicht-Israeliten bezieht.

  • Wenngleich von Natur aus alle Menschen zurecht mit den Worten aus V.2-4 beschrieben werden können (wie ja auch Römer 3 deutlich macht), so treffen diese Worte auf uns Christen nicht mehr zu.
  • Weil Gott uns gesucht und gefunden hat und uns Seinen Heiligen Geist gegeben hat, können wir nun auch Gutes tun, an Gott glauben und gezielt nach Ihm fragen.

Das ist ein großes Geschenk. Und so dürfen wir dann auch wissen, dass Gott uns beisteht, bis die wir die Endgültige Erlösung erreichen.

  • Das wonach der Psalmist hier noch sehnsüchtig ruft, durften wir erleben, als Jesus Mensch wurde.
  • Der Erlöser ist gekommen und so dürfen WIR und freuen und fröhlich sein!

Möge diese Freue immer mehr Raum in uns einnehmen!

Psalm 60:

Dieser Psalm besteht aus drei Teilen, wobei der Mittelteil inhaltlich eher ans Ende zu gehören scheint … oder es ist der Jubel über einen ersten Triumph und der dritte Teil zeigt uns dann das Gebet des David vor der letzten Schlacht.

Wie dem auch sei, David erkennt klar, dass Alles von Gott kommt. Er sieht Gott als den, der hinter den Nöten steckt und erkannt hat, dass Gott dazu jedes Recht hat. David tut nicht das, was Menschen ohne Gottesfurcht und mit eingeschränktem Sündenbewusstsein evtl tun würden – er klagt Gott nicht an. Er erkennt einfach an, dass Gott zornig war, dem Volk schwere Dinge zugemutet hat, etc, … und dann bittet er um Beistand und Gnade: „dazu hilf mit deiner Rechten und erhöre uns!

Dann kommt ein Lobgesang auf Gottes Hilfe. Offenbar hat Gott die Feinde in Davids Hände gegeben.

  • Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie David betet und Gott klar erkennt. Wir klagen Gott so leicht an, wenn Dinge schlecht laufen – oder wir zweifeln an ihm. Und wenn wir dann Hilfe erfahren, verkennen wir, dass es Gott ist, der uns alle gute Gaben gibt. Mehr noch, wir vergessen oft, Gott für beantwortetes Gebet zu loben und ihm zu danken und sind leicht wieder unzufrieden über etwas Anderes. Ich bete da für eine Herzensänderung bei mir.

Schließlich sehen wir David in einem konkreten Gebet für Hilfe. Dabei klingt David sehr hoffnungsfroh. Er kennt seinen Gott und vertraut auf Seinen Beistand.

  • Und auch das dürfen wir wissen. Auch wenn Gottes Hilfe nicht immer zu der Zeit und in der Form kommen mag, die wir uns wünschen – ER steht den Seinen treu bei und weiß, wann wir was brauchen. Und vor allem hält Er für die Seinen den letztendlichen Sieg bereit, den wir eines Tages und dann für alle Ewigkeit genießen dürfen.

Psalm 75:

Dieser Psalm ist geprägt von Dankbarkeit, Zuversicht, Freude und Lobpreis.
Es lässt sich aber zumindest erahnen, dass diese Zuversicht nicht darauf schließen lässt, dass die Umstände des Psalmisten besonders leicht und gut wären.

Immerhin ermahnt er hier die Ruhmprediger und spricht vom Gericht über die Gottlosen.

Aber der Psalmist hat eben die Zuversicht, dass die Ruhmprediger und die Gottlosen nicht triumphieren werden.

  • Und diese Zuversicht, die zum Lobpreis Gottes führt, wünsche ich uns allen!

Parallel zum Bericht aus 2. Samuel 10 lesen wir in Kapitel 19 bis hin zu Kapitel 20,3 vom Kampf gegen die Ammoniter. Dabei wird hier nichts von Davids Versagen berichtet … außer dem Hinweis in 20,1 „Und als das Jahr um war, zur Zeit, wenn die Könige ausziehen, führte Joab die Heeresmacht aus und verwüstete das Land der Ammoniter und kam und belagerte Rabba. David aber blieb in Jerusalem.“

  • Das lässt erkennen, dass es sich hier um die Zeit handelt, als David mit Batseba sein Unwesen trieb und dann auch noch ihren Ehemann durch Joab in den Tod sendet (2 Sam 11).

Aber im 1. Chronik-Buch geht es nicht darum, uns David mit all seinen Stärken UND Schwächen zu zeigen … es geht darum, Juda in einer schweren Zeit Mut zu machen und auf den kommenden Messias vorzubereiten.

  • Und genau das geschieht hier. David wird in 20,3 selbst von Heiden als König anerkannt.

In diesem Kapitel lesen wir vom Konflikt mit den Ammonitern. Interessant ist, dass David hier wiederum freundlich agiert und auf Misstrauen stößt. Das führt dann zum Krieg. Diesen Krieg führt Joab. Das wirft schon die Frage auf, warum David selber nicht mit ihm Krieg ist. Das wird dann im nächsten Kapitel zu einem großen Thema und Problem. Hier sehen wir aber erstmal einfach, dass der Herr seinem Volk weiterhin Siege schenkt.

In diesem Kapitel werden die auch schon im 2. Samuel 8 berichteten erfolgreichen Krieg Davids erwähnt. Was dabei auffällt ist, dass hier eine andere Zahl genannt wird (1. Sam 8,4 „1700 Gespanne“ -> 1 Chr 18,4 „1000 Wagen und 7000 Reiter“. Manchmal wird das angeführt, um aufzuzeigen, dass die Lehre von der Irrtumslosigkeit der Schrift falsch ist. Aber das verkennt natürlich, dass wir hier Abschriften haben und es dabei sicher eben auch mal einen menschlichen Fehler geben kann.

Die Lehre von der Irrtumslosigkeit bezieht sich ja auf die „ursprünglichen Schriften“. Und diese sind nach dem Selbstanspruch der Bibel, ohne Irrtum und Fehler. Tatsächlich ist es höchst erstaunlich, dass es nur ganz wenige solcher Abschriftenfehler gibt, die sich dann in mangelnder Übereinstimmung von Parallelberichten zeigen würden.

Und natürlich muss uns klar sein, dass der Schreiber der Chronik, die Samuel- und Königbücher kannte. Da wäre es ja auch seltsam, wenn er beim historischen Rückblick bewusst Zahlen verändert. Irren und Fehler sind halt menschlich … aber Gott sei Dank -> ER irrt sich nicht und macht keine Fehler und sein Wort ist deshalb absolut zuverlässig und glaubwürdig.

Beginnend mit Kapitel 8 lesen wir davon, dass David weiter erfolgreich Krieg gegen Israels Feinde führt. Gott schenkt ihm einen Sieg nach dem nächsten. Es ist bemerkenswert, wie David die gewonnenen Reichtümer nicht einkassiert, sondern dem Herrn widmet. Er vergisst auch im Sieg nicht, wem das alles gehört und wer den Sieg errungen hat.

  • Ich bete für uns alle, dass wir in dieser wichtigen Erkenntnis noch weiter wachsen.

Andererseits sehen wir hier auch wieder, wie harsch das durch David vollstreckte Gericht über die Gottlosen ist. Damit tun wir uns sicher schwer. Mir hilft es aber, wenn ich bedenke, dass das, was David tat, letztendlich nur ein Schatten des Gerichts über die Gottlosen ist, dass alle Gottlosen am Tag des Herrn und dann für alle Ewigkeit in der Hölle erwartet.

In den Versen 8,15-18 werden uns dann noch einige wichtige Mitarbeiter Davids vorgestellt.

In Kapitel 9 sehen wir wiederum, dass David ein guter und treuer Freund ist. Er findet in Mefi-Boschet noch einen Mann, dem er die Liebe seines Freundes Jonatan vergelten kann.

  • Möge der HERR uns auch immer mehr zu Menschen machen, die das Gute, das wir erfahren, nicht vergessen, sondern vor allem auch denen Treue und Liebe zu zeigen, die uns gesegnet haben.

Psalm 1:

Psalm 1 steht wie eine Überschrift über der Sammlung der 150 Psalmen. Hier lesen wir von dem einen Kontrast zwischen DEM GERECHTEN und DEN GOTTLOSEN.

  • Wenn wir halbwegs ehrlich sind, dann müssen wir uns – im Hinblick auf die Beschreibung des Gerechten – irgendwo zwischen dem Gerechten und den Gottlosen einordnen, denn den Standard des Gerechten erfüllen wir nicht.

Beachtenswert ist, dass der Gerechte nur Einer ist, während die Gottlosen im Plural erwähnt werden. Und tatsächlich hat nur einer wirklich so gelebt, wie der hier beschriebene Gerechte und nur einer war und ist vollkommen gerecht. Dieser Psalm zeugt, wie letztendlich alle Psalmen (wenn auch auf unterschiedliche Weise), von Christus.

  • Von daher möchte ich uns als Nachfolger Christi, dazu ermutigen, nach dem zu streben, was uns Psalm 1 zeigt …. Ein ständiges Nachsinnen über das Gesetz / die Bibel.
  • Letztendlich gibt es nur zwei Wege … und unser Auftrag ist es, immer mehr dem Weg des Gerechten zu folgen und die Wege der Gottlosen hinter uns zu lassen. Dazu brauchen wir Gottes Wort, denn es ist das Licht auf unserem Weg.

Die abschließenden Zusagen gelten dann auch uns Christen, denn aus Gnade, durch den Glauben sind ja wir durch Christus gerecht gemacht und gehören daher zum Gerechten.

Psalm 2:

Psalm 2 zeigt uns den himmlischen Herrn und seinen König auf Erden. Dabei ist schattenhaft König David im Blick und seine Nachfolger, die auf Zion regieren … aber in allem sehen wir vor allem Christus. Nicht umsonst wird Vers 7 ja später direkt auf Christus hin gedeutet (Heb 1,5/5,5; Apg. 13,33) d.h. die NT Schreiber erkannten, dass die Psalmen von Christus zeugen, was Jesus selbst ja auch immer wieder erklärt hat (z.B. Joh 5,39, Lk 24,44)

  • Wir sehen hier also den einen HERRN, der für alle Zeit regiert. IHM gilt es zu dienen und auf IHN sollten wir hören.

Der Psalm beinhaltet dabei Warnungen davor, dass dieser König diejenigen strafen wird, die ihm widerstehen. Wir tun gut daran, zum einen zu erkennen, dass unser HERR liebenswerter als irgendjemand sonst ist … aber, dass er eben auch ein HERR ist, den wir fürchten sollten … und das ist ja auch das große Echo der Weisheitsliteratur: „Dir Furcht des Herrn ist der Anfang aller Weisheit“.

Psalm 33:

Dieser Psalm ist für uns Christen sehr ermutigend. Hier wird uns der allmächtige Gott vor Augen geführt, der hilft, rettet, erwählt und Herzen lenkt.

In der ersten Hälfte des Psalms (V.1-11) lesen wir, dass Gott selbst zwei unterschiedliche Gruppen anspricht. Der Aufbau ist dabei identisch. Jeweils folgt auf den Aufruf eine Begründung, die in der Lutherübersetzung mit dem Wort „denn“ eingeleitet wird.

In den ersten 7 Versen werden die Gläubigen (Gerechten, Frommen) dazu aufgerufen, sich am Herrn zu freuen, ihm zu danken und ihm zu singen. Die Verse 4-7 liefern die Begründung – Gott verdient unseren dankbaren Lobpreis, denn er Sein Wort ist wahrhaftig, er ist gerecht und er ist der mächtige Schöpfer und Erhalter aller Dinge.

  • Der Herr hat alles im Griff. Das ist tröstlich und ein guter Grund, ihm zu danken und ihn zu preisen.

Ab Vers 8 richtet sich der Psalm dann an „alle Welt“. Dieser Aufruf scheint vor allem an die bisher Ungläubigen gerichtet zu sein. Sie sollen den Herrn fürchten. Denn der HERR führt seinen Plan aus. Ein Wort genügt und es geschieht. So war es bei der Schöpfung und so ist es auch noch heute. Wenn wir in Vers 10 lesen: „Der HERR macht zunichte der Heiden Rat und wehrt den Gedanken der Völker“ dann hat das eine erstaunliche Aktualität.

Dem gegenüber steht, was wir in Vers 11 lesen: „Aber der Ratschluß des HERRN bleibt ewiglich, seines Herzens Gedanken für und für.“

  • Das ist sehr tröstlich. Was auch immer gerade geschieht, es ist alles Teil des unverrückbaren Ratschlusses unseres guten und allmächtigen Gottes!

Die zweite Hälfte des Psalms fasst dann die Erklärungen der beiden Aufrufe nochmal zusammen und stellt dem den Aufruf voraus: „Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat!“

Der Herr achtet auf alle Menschen und er weiß für die seinen zu sorgen und die Pläne der Gottlosen zu frustrieren.

  • Diese feste Zuversicht wünsche ich uns von Herzen.

Wenn wir darum wissen können wir einander die Worte aus den letzten drei Versen zurufen: „20 Unsre Seele harrt auf den HERRN; er ist uns Hilfe und Schild. 21 Denn unser Herz freut sich seiner, und wir trauen auf seinen heiligen Namen. 22 Deine Güte, HERR, sei über uns, wie wir auf dich hoffen.“

AMEN!

Psalm 127:

Die Worte aus Vers 1 wurden von unserem Gemeindegründer als Titel für seine Biographie gewählt und waren auch das Motto für die Gründung unserer Gemeinde.

  • Ich finde diese Worte sehr passend. Alles, was wir aus eigener Kraft tun, ist letztendlich sinnlos, wenn es nicht auch Gottes Werk ist. Danach sollten wir immer zuerst fragen.

Im Fortgang des Psalms wird dann deutlich, dass der Hauptfokus dieses Psalms wohl gerade auch die Familie ist. Dabei wird hier der Segen betont, den Kinder darstellen. Das war damals ganz klar – auch ökonomisch, da Kinder in der Landwirtschaft zu Mitarbeitern und im Alter zu Versorgern wurden.

Heute wird das meist anders gesehen. Kinder sind eine Option und werden gelegentlich als Last empfunden. Doch die Bibel lehrt uns das Gegenteil!

  • Wer Kinder hat, erlebt eben auch den Segen! Das lehrt dieser Psalm und viele Eltern können das mit frohem Herzen bestätigen.
  • Kinder sind eine Gabe Gottes und ein Segen!

Und da wo Gott keine eigenen Kinder schenkt gibt es trotzdem die Möglichkeit, geistliche Kinder zu haben. Und das ist ebenfalls ein großer Segen.

  • Wie wunderbar es doch ist, wenn wir erleben dürfen, dass Gott uns dazu gebraucht, Menschen zum Glauben zu bringen und sie dann im Glaubenswachstum zu begleiten und fördern.
  • Der HERR tut Großes und das darf unsere Herzen froh machen.

Psalm 132:

Psalm 132 schaut zurück auf Davids Plan, dem Herrn ein Haus zu bauen, in dem ER dann angebetet werden sollte. Ab Vers 11 wird die Zusage hinsichtlich des Sohns Davids zitiert … bzw hier redet nun Gott selbst in direkter Rede und wiederholt seine Zusagen und ergänzt sie weiter. Diese Worte waren für Israel von großer Bedeutung, da sie darum wussten, wie Salomo eben nicht treu geblieben war und das Reich danach einen rapiden Niedergang erlebt hatte.

Wir wissen heute, dass die großartigen Zusagen dieses Psalms in Christus erfüllt wurden. Er ist der verheißene Spross Davids.

  • Mich begeistert es immer wieder neu, dass Gott uns seine guten Pläne schon lange bevor er sie ausgeführt hat, so klar und deutlich verkündet hat.
  • Und ich bin so froh und dankbar, dass ER uns auch für unsere Zukunft Verheißungen gegeben hat, die ebenso fest stehen.
  • Das gibt mir eine große Ruhe und Zuversicht … und Vorfreude!

Dieses Kapitel ist der Parallelbericht zum Bericht aus 2. Samuel 7. Wir lesen auch hier von König David als den treuen Diener Gottes. Und vor allem zeigen sie uns, die großen Verheißungen Gottes an David und seinen Nachkommen.

  • Das führt David in eine wunderbare Anbetung.

In Kapitel 7 lesen wir von Davids Bereitschaft, Gott ein Haus (einen Tempel) zu bauen. Doch Gott hat einen viel besseren Plan, den er David durch Nathan ausrichten lässt. Zum einen macht Gott deutlich, dass Er selbst entscheidet, wann er wo ihm ein Tempel gebaut wird und wie wir IHN anbeten sollen. Zum anderen reagiert Gott mit einer wunderbaren Zusage an David. Ein Nachkomme Davids soll für alle Ewigkeit regieren. Wir sehen in dieser Zusage zwei Dimensionen:

  • Die kurzfristige Erfüllung durch den Sohn Davids, Solomon, der Gott dann auch den Tempel bauen durfte.
  • Die vollständige Erfüllung durch den großen Nachkommen Davids, Jesus. Genau das greift dann ja auch das Matthäusevangelium gleich zu Beginn auf. Und auch Jesus selbst beschreibt sich später als den Nachkommen und den Herrn Davids.

David reagiert auf diese großartige Zusage mit einem Gebet, in dem er Gott mehrfach als Herr HERR (Adonai Jahwe) anspricht. Hier erkennt David Gott als den souveränen Herrscher und dankt und bittet für das, was Gott selbst verkündet hat.

  • Dieses Gebet ist sicher ein Gebet, dass uns als Beispiel dienen kann. Es ist ein Lobpreisgebet – eine Form des Gebets, die wahrscheinlich von Vielen viel zu wenig praktiziert wird.

Psalm 89:

Dieser Psalm beginnt als ein großartiger Lobpreis des gnädigen Gottes. Dabei wird auf die Geschichte Israels unter König David zurückgesehen und bedacht, dass Gott mit David einen bedingungslosen Bund geschlossen hat, dass sein Nachkomme für alle Ewigkeit auf seinem Thron sitzen wird.

Ab Vers 31 kommt dann ein nicht ganz so froher Aspekt hinzu, nämlich, dass Gott nicht immer nur segnen wird. Ganz im Sinne des Bundes mit Mose wird hier betont, dass Gesetzesbruch Konsequenzen haben wird. Gott wird Untreue strafen. ABER ER wird trotzdem seinem bedingungslosen Bund mit David treu bleiben.

Ab Vers 39 ändert sich nochmals der Ton. Der Psalmist beklagt nun, dass nichts mehr von Gottes Verheißungen zu sehen ist und sich so die Frage stellt, ob ER denn seinen Bund wirklich erfüllen wird.

  • Wir dürfen heute wissen, dass Gott seinen Bund erfüllt hat. Er hat den Sohn Davids gesandt – unseren Herrn Jesus – der nun für alle Zeit regiert.
  • Und so dürfen wir jubeln und Gottes Gnade preisen.

Der Psalmist ahnte das scheinbar und endet so voller Anbetung „Gelobt sei der HERR ewiglich! Amen! Amen!“

Ich finde die Entwicklung dieses Psalms wichtig – wir müssen eben alle Aspekte bedenken; Gottes Gnade, aber auch seine Gerechtigkeit. Gerade das wird uns dann Zuversicht geben, wenn wir mal die Konsequenzen unserer Sünde (oder auch der Sünde anderer Menschen) erleben und uns fragen, wo denn die verheißenen Segnungen Gottes sind.

  • Gott ist treu und er wird Seine Auserwählten segnen.

Manche Segnung erleben wir schon hier auf Erden – doch den ganzen Segen Gottes in Fülle werden wir dann erleben, wenn der Wiederkommt, den uns dieser Psalm zumindest indirekt verheißt.

  • Gelobt sei Jesus Christus ewiglich! Amen! Amen!

Psalm 96:

Psalm 96 greift auf den Lobpreis Davids aus 1. Chronik 16 zurück.

Dieser Psalm ruft Gottes Volk dazu auf, zum Segen für alle Völker zu werden. Das ist der ursprünglichste Auftrag an Gottes Volk und Teil seiner Bundesverheißung an Abraham (1. Mo 12 / 17).

  • Das AT zeigt uns dann nur sehr wenig davon – erst in Christus wird erkennbar, dass das Volk Gottes aus allen Völkern Stämmen, Sprachen und Nationen bestehen wird. Und so blickt dieser Psalm voraus in die Zeit, in der das Volk Gottes kein ethnisches Volk mehr sein wird.
  • Weil Gott treu zu seinem Plan steht und dieser Psalm so in Erfüllung gegangen ist, dürfen wir auch als Menschen aus Heidenvölkern mit in diesen Lobpreis einstimmen.
  • Als diejenigen, die aus Gnade, durch Glauben zu Gottes Volk gehören, sollten wir nun auch Andere in das Reich Gottes hineinrufen, so dass der Lobpreis Gottes sich weiter ausbreitet – denn es gibt nur den einen wahren Gott und König und ihm gebührt aller Lobpreis und alle Ehre und wir Menschen werden nur bei IHM wahres Glück und dauerhaften Frieden finden.

Psalm 100:

In diesem Psalm hören wir einen Aufruf zum Lobpreis Gottes in aller Welt! (V.1)
Der Lobpreis Gottes – das „jauchzen“ – sollte dann einhergehen, bzw seinen Ausdruck darin finden, dass wir dem Herrn mit Freuden dienen (V.2)

Die Grundlage aller Anbetung ist die Gottes-Erkenntnis und das Wissen darum, dass unser Schöpfer uns nun auch „zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide“ gemacht hat. In anderen Worten: Vers 3 lehrt uns, dass unsere Erlösung immer ganz und gar das Werk des Herrn ist.

Natürlich müssen wir uns dem Herrn zuwenden – und doch ist selbst unser Glaube eben nicht unser Werk, sondern eine Gabe Gottes. Er ist der Anfänger (und Vollender) unseres Glaubens. Er hat in uns das gute Werk begonnen … „Er hat uns gemacht und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.“

Das war ganz offensichtlich so im Hinblick auf Israel, dass Gott nach seiner freien Wahl als sein Volk erwählt hat und das gilt eben auch für alle, die jemals zu „seinem Volk und zu seiner Herde“ gehören.

  • Das sollte uns demütig und dankbar machen und die Gewissheit geben, dass der, der uns errettet hat, uns auch sicher ans Ziel bringen wird.
  • Das entbindet uns nicht von der Verantwortung, für Ihn zu leben. Darin zeigen wir ja, dass wir wahrhaft zu Ihm gehören. Aber es setzt uns frei zu einer demütigen, dankbaren, frohen und unverkrampften Nachfolge.

Und ein solches Leben und ein solches Bekenntnis ist der beste Lobpreis, den wir Gott je bringen können.

Ich wünsche uns allen, dass wir in Wort und Tat bekennen mögen, was der Psalmist in Vers 5 bekennt: „Denn der HERR ist freundlich, / und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.“

Psalm 101:

Dieser Psalm Davids ist offensichtlich ein Psalm des größeren Davids – des Herrn Jesus Christus. Denn das, was David hier verkündet stimmt in letzter Konsequenz weder für König David, noch für irgendjemand anderen. Keiner von uns hat ein vollkommen redliches Herz und handelt immer umsichtig.

Jesus allein ist so … er ist allwissend, allmächtig und vollkommen gut!
Jesus allein stellt sich immer auf die Seite der Unterdrückten und der frommen Diener.
Und Jesus allein wird eines Tages Alles und Alle gerecht richten.

  • Ich preise den Herrn dafür … und ich möchte immer mehr so werden, wie Er ist.
  • Ich möchte immer mehr „in Ihm“ wachsen, damit dieser Psalm immer mehr auch auf mein Leben zutrifft.
    • HERR, schenke mir ein immer mehr verändertes Herz, das ich voll Lob für Dich, für Deine Gnade und Dein Recht bin.
    • Hilf mir, umsichtig und redlich zu handeln und mit redlichem Herzen zu wandeln.
    • Mach mich immer mehr zu jemandem, der das Böse hasst und das Gute liebt und den Treuen und Frommen beisteht.
    • Danke Herr, dass Du in uns lebst, so dass wir von Dir immer weiter umgestaltet werden können, in Dein Ebenbild hinein!

Psalm 107:

In diesem Psalm lesen wir von der Treue und Barmherzigkeit Gottes und der Untreue der Menschen. Dabei sehen wir hier neben geschichtlichen Rückblicken auch die Beschreibung von „alltäglichen Situationen“. Immer wieder finden sich Menschen in Not und immer wieder rufen sie dann in ihrer Not zum Herrn, der ihnen dann hilft. Das Resultat davon sollte dann das sein, wozu der Psalm in seinem Echo immer wieder aufruft: „Die sollen dem Herrn danken für seine Güte / und für seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut.“

Doch wir Menschen sind oft viel zu undankbar. Wir vergessen das Gute, das wir erfahren. Wir erleben Segen von Gott, doch oftmals nehmen wir das gar nicht richtig wahr. Und so wird Gott zu unserem Weihnachts- bzw zu unserem Feuerwehrmann.

  • Wir denken, dass Er einfach dazu da ist, um Wünsche zu erfüllen und in Notsituationen schnell zur Hilfe zu kommen.

Doch er ist der Herr, dem Anbetung gebührt und dem wir mit unserem ganzen Leben dienen sollten.

  • Möge der Herr uns zu den Menschen machen, nach denen der Psalmist am Ende fragt: „Wer ist weise und behält dies? Der wird merken, wie viel Wohltaten der HERR erweist“