Nach den Anordnungen für Dienste der Leviten kommt hier nun noch eine Anordnung für die Dienste anderen Leiter bzw einfach ihre Auflistung.

In Kapitel 28 lesen wir dann eine letzte Rede Davids an alle Leiter in Israel. Dabei ernennt er nochmal öffentlich Salomo als seinen Nachfolger. Gleichzeitig gibt er ihm und allen anderen Leitern den Auftrag, Gott selbst als den obersten Herrn anzuerkennen und ihm zu dienen. Schließlich folgt dann auch noch der Auftrag, dem HERRN ein Haus (den Tempel) zu bauen.

Kapitel 29 knüpft daran an. David ruft alles Volk dazu auf, Salomo und den Tempelbau zu unterstützen. Das Volk gehorcht diesem Aufruf gerne.

Ab Vers 10 lesen wir schließlich ein Dankgebet Davids. Dabei erkennt er an, dass alle großzügigen Spenden letztendlich nur deshalb möglich waren, weil der HERR sein Volk reich versorgt hat. Ab Vers 20 ruft er dann auch seine Zuhörer dazu auf, in den Lob Gottes mit einzustimmen. Dann wird Salomo endgültig als König eingesetzt.

Das Buch endet mit einem abschließenden Bericht über Davids Herrschaft und seinen Tod.

In all dem sehen wir, dass David zwar kein perfekter König war (das wird dann erst sein Nachkomme Jesus sein), aber dass er ein vorbildlicher König war, der seinem Volk und seinem Gott treu gedient hat.

  • Und so darf David uns sowohl schattenhaft auf Jesus hinweisen …
  • … und er darf uns ein Vorbild sein, dem wir folgen sollten, im Hinblick auf seinen Glauben, seinen Dienst und seine Hingabe zu Gott.

Psalm 131:

Dieser Psalm Davids klingt fast etwas anmaßend. Wer kann schon tatsächlich von sich selber sagen, dass er frei von Stolz ist? Und wer ist so vollkommen ruhig vor Gott wie ein Kind?

  • Das beschreibt wohl vor allem den einen Sohn Gottes!

Und wenn wir durch IHN Gott in seiner ganzen Größe und zugleich unsere Schwäche und Abhängigkeit erkennen, dann können wir zu einer solchen Gott-ergebenden Haltung finden.

Und so dürfen wir unserem Herrn Jesus in diesen Dingen immer wieder nachfolgen in der Gewissheit, dass Gott uns tatsächlich zur Demut und Ruhe führt und wir gerade darin Frieden und Erfüllung finden!

Psalm 138:

Der Psalmist lobt den gütigen und treuen Gott. Er weiß um Gottes Beistand in seinem Leben und er weiß, dass Gott eines Tages von allen Völkern angebetet werden wird. Von daher geben die Verse 4-6 einen Blick in die Ewigkeit.

Gerade diese Erkenntnis stärkt die Zuversicht des Psalmisten weiter, dass der HERR im in jeder Not beistehen wird.

  • Der Blick auf Gott und das, was er bereits getan hat und was er für die Zukunft verheißen hat, wird uns immer wieder helfen, bestimmte Lebenssituationen gut zu meistern!
  • Von daher wünsche ich uns allen, dass das tägliche Lesen in der Bibel uns Kraft und Zuversicht gibt … jeden Tag neu.

Psalm 139:

Dieser sehr bekannte Psalm zeigt uns den allmächtigen und vor allem den allwissenden Gott. Anfangs klingt es fast noch so, als würde der Psalmist es problematisch finden, dass Gott allwissend ist.

  • Tatsächlich ist es ja auch erstmal erschreckend sich darüber klar zu werden, dass der HERR alles weiß – und damit eben auch das, was wir gerne verstecken würden.

Doch im Laufe des Psalms wird deutlich, dass das ein großer Segen ist. Gott kennt uns besser, als wir uns selbst kennen. Und weil er es gut mit den Seinen meint, kann er uns dann das zeigen, was wir verstehen müssen, um froh und gut zu leben.

  • Ich bete, dass wir in diesem Sinne immer wieder aus dem Zustand der Gottesfurcht zu einer dankbaren Ehrfurcht durchdringen!

Psalm 143:

In diesem Psalm lesen wir von Davids Not und seinem Rufen zu Gott. Dabei weiß er darum, dass er von Gott nichts zu fordern hat. Er appelliert an Gottes Gnade, denn er weiß, dass überhaupt kein Mensch von sich aus vor Gott bestehen, geschweige denn etwas fordern könnte: „HERR, erhöre mein Gebet, vernimm mein Flehen um deiner Treue willen, erhöre mich um deiner Gerechtigkeit willen, und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht.“

Trotzdem betet David mutig, denn er erinnert sich (und im Gebet erinnert er auch Gott) an Gottes vormalige Taten und er weiß um Gottes Wesen. Und so beruht dann sein Bitten genau darauf. „8 Lass mich am Morgen hören deine Gnade; denn ich hoffe auf dich.“

Dabei ist er belehrbar und begierig, von Gott geführt zu werden und bewusst als sein „Knecht“ zu leben.

  • Auch dieser Psalm lehrt uns Weisheit.
  • In schweren (bzw zu allen) Zeiten sollten wir uns auf Gott besinnen. Das gibt Zuversicht. Und wir sollten uns von IHM lehren und leiten lassen. So werden wir seine Nähe und seinen Beistand erfahren.
  • Dabei dürfen wir darum wissen, dass Gott für die Seinen ist!

Psalm 144:

Dieser Psalm zeigt uns, wie eng das Wohlergehen des Volkes an dem des Königs hängt. In den ersten 11 Versen hören wir die Stimme von Gottes König (David).

Dabei ist interessant zu sehen, wie er einerseits Gott als seinen Beschützer preist und andererseits auch versteht, dass er selber mit der Kraft, die der Herr im gegeben hat, aktiv werden kann. Es geht hier also nicht um ein passives, sondern ein aktives Gottvertrauen.

Ab Vers 12 hört man dann das ganze Volk. Dabei vertraut der König, genauso wie das Volk auf Gott, der Seinen König und sein Volk erlöst und vor den Feinden rettet.

  • Dieses Gebet Davids hat in Jesus Christus seine vollkommende Erfüllung gefunden … und wurde dann auch wirksam für Alle, die im Glauben zu diesem ewigen König gehören!
  • Dabei dürfen wir wissen, dass uns der vollkommene Triumph noch bevorsteht.

Psalm 145:

Der letzte der Psalmen Davids ist ein wunderbarer Lobpreis Gottes. Wie schon in manchen anderen Psalmen, geht der Schreiber hier durch das Hebräische Alphabet und preist verschiedene Attribute und Werke Gott mit unterschiedlichen Worten.

In den ersten 7 Versen steht dabei die Größe Gottes im Blickpunkt. Unser Gott ist ein großer Gott, der Großes getan hat und tut.

Ab Vers 8 folgt dann der Lobpreis von Gottes Gnade und Barmherzigkeit, der uns annimmt, obwohl wir klein, schwach und sündig sind.

Weiter wird hier Gottes Treue und seine Gerechtigkeit besungen.

  • Psalm 145 ist sicherlich ein Psalm, der uns dabei helfen kann, in Lobpreis und Dankbarkeit zu wachsen, denn er nimmt uns mit in ein Schauen auf Gott.
  • Ich wünsche uns allen, dass wir durch diesen Psalm immer weiter wachsen in unserer Gotteserkenntnis und so dann auch in der Liebe zu Gott.

David trifft Vorkehrungen für seinen Tod. Er setzt Salomo als Nachfolger ein und dann ordnet er den Dienst der Leviten.

In Kapitel 25 gibt es dann Anordnungen für den Lobpreis in Liedern. Auch hier gibt es klare Anweisungen. Jeder bekommt seinen Platz zugewiesen und wird mit seinen Gaben eingesetzt. Und sie dienen nicht, so wie sie es wollen, sondern genau so, wie es ihnen angeordnet wurde.

Ähnliches lesen wir dann auch von den Leviten, die als Finanzverwalter und Richter agieren. Sie alle bekommen Dienste zugewiesen und sollen diese treu verrichten.

  • Ich finde diese Dienstbereitschaft klasse.
  • Und ich finde Davids Vorarbeiten für die nächste Generation großartig. Es offenbart uns die große Demut Davids am Ende seines Lebens.

Psalm 108:

Psalm 108 ist ein wunderbarer Lobpreis, der uns zugleich sehr herausfordert. Können wir mit David sagen: „2 Gott, mein Herz ist bereit, ich will singen und spielen. Wach auf, meine Seele! 3 Wach auf, Psalter und Harfe! Ich will das Morgenrot wecken. 4 Ich will dir danken, HERR, unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten.“?

  • Solche Lieder sind schnell gesungen und doch ist zumindest mein Herz ganz oft nicht bereit und ich bin manchmal eher still und leise „unter den Völkern“ und „unter den Leuten“.
  • Da wünsche ich mir immer mehr ein Herz, das wirklich immer bereit ist Gott zu loben und ihn froh vor allen Menschen zu bezeugen.

Erst nachdem David diesen Lobpreis angestimmt hat und Gottes Gnade und Treue gelobt hat, kommt dann sein Gebet. David bittet Gott seinem Volk beizustehen und die Feinde zu besiegen. David erkennt hier sehr genau auf wen Verlass ist und er weiß, dass Menschenhilfe nichts nütze ist.

  • Natürlich können Menschen helfen und als Christen sollten wir stets hilfsbereit sein. Doch die Hilfe, die wir wirklich brauchen, kann nur von Gott kommen.
  • In bestimmten Situationen hilft Gott dabei durch andere Menschen. Aber die existenziellste Hilfe musste von Ihm selbst kommen: In Jesus Christus unserem Retter, der uns die Hilfe gebracht hat, die wir alle mehr brauchen, als alles andere.

David weiß, wo die Hilfe herkommen muss, die wahrhaft und ewiglich hilft. Und so lobt er Gott, der in seiner Gnade und Treue den sendet (und nun gesandt hat), den er verheißen hatte!
Und so sollten wir erst recht Gott loben und ihm unsere Herzen zuwenden!

Psalm 109

Dieser Psalm ist ein Ruf nach dem Eingreifen Gottes. Der Psalmist bittet Gott um Hilfe und darum, den gottlosen Feind zu bestrafen. Vers 8 wird in Apg 1 zitiert und dabei auf Judas angewandt, so dass es naheliegt, dass die ersten Christen diesen Psalm als einen Psalm Jesu verstanden haben.
Auch wenn manche Worte für uns zu hart klingen mögen, um aus dem Munde Jesu zu stammen, so ist doch der Anspruch dieses Psalms so, dass er kaum aus einem anderen Munde stammen kann.

  • Wie dem auch sei – dieser Psalm ermutigt uns, in jeder Not im Gebet zu Gott zu kommen und darum zu bitten, dass ER Gerechtigkeit schafft.
  • Gerade weil wir nicht Christus sind, ist das immer der sichere Weg, denn wenn wir selber versuchen, Gerechtigkeit zu schaffen, ist die Gefahr groß, dass wir mehr Schaden als Segen verursachen.

Gott hingegen macht immer alles richtig und er ist viel besser dazu in der Lage, den Armen und Schwachen zu helfen und Gerechtigkeit zu üben.

  • Diese Erkenntnis sollte uns dankbar machen.

Der Psalmist endet mit einem großen Versprechen, das uns herausfordern sollte: „Ich will dem HERRN sehr danken mit meinem Munde und ihn rühmen vor der Menge.“

  • Möge es so sein!

Der Titel in Vers 1 erklärt uns, zu welchem Zweck der Psalm geschrieben wurde. David war ja selber nicht mehr am Leben, als der Tempel gebaut und dann eingeweiht wurde. Er schrieb diesen Psalm also wahrscheinlich für einen zukünftigen Anlass. Es ist etwas seltsam, dass dann der Psalm aber eigentlich sehr persönlich ist.

Es ist dabei kein klassischer Lobpreispsalm. David verkündet, warum er den Herrn preisen kann, nämlich weil der Herr ihn immer wieder in schweren Zeiten gerettet hat und ihm treu zur Seite stand.

David preist Gott als den Heiland (V.3) und den Gott, der Tote lebendig macht. Bei David selbst stimmt das nur im übertragenden Sinne. Allerdings hat er nach seinem Tod sicher genau diese Wahrheit erfahren können.

Vers 5 ist dann ein wunderbarer Aufruf an uns alle, in unserer Bestimmung zu leben – ein Leben voller Freude an Gott, das zu Seiner Ehre gelebt wird.

Vers 6 zeigt uns, dass Gott ein Gott des Zorns und der Gnade ist, wobei die Gnade genauso über den Zorn triumphiert, wie die Freude über das Weinen … WENN denn Gott unser Herr ist.
In den Versen 7 und 10/11 sieht David dann zurück auf sein eigenes Leben.

  • In Vers 7 beschreibt er sein Denken während einer Zeit der Stärke.
  • In Vers 10 und 11 geht es dann um eine Phase des Leidens.

In beiden Fällen zeigt sich Gott in seiner Macht. Manchmal zerstört Gott dabei eine falsche Selbstsicherheit (so wie wohl nach V.7), um uns deutlich zu machen, dass wir eben wirklich vollkommen von IHM abhängig sind. Und in schweren Zeiten zeigt ER sich dann manchmal in besonderer Weise als Helfer.

  • In Allem lenkt Gott unseren Blick auf sich. Das brauchen wir immer wieder, denn unsere natürliche Tendenz ist es halt leider immer wieder, Gott aus dem Fokus zu verlieren.
  • Doch wenn wir Gott dann erkennen, werden wir erleben, dass ER unsere Zuflucht und Hilfe in Notzeiten ist und es sich lohnt, für IHN allein zu leben.
  • Ich wünsche uns allen, dass uns diese froh-machenden Erkenntnis immer wieder vor Augen steht … so dass wir alle in Vers 13 einstimmen können: „dass ich dir lobsinge und nicht stille werde. HERR, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.“

In Kapitel 21 lesen wir nun auch im 1. Chronik mal von einer Sünde Davids. Sonst schweigt dieses Buch ja eher galant über Davids Verfehlungen. David unternimmt eine verbotene Volkszählung.

Die Zahlen weichen dabei von denen aus 2. Sam 24 ab. Manche Bibelkritiker nehmen das als Grund, die Irrtumslosigkeit der Schrift anzuzweifeln. Aber das verkennt, dass diese Lehre ja nicht aussagt, dass es nicht Fehler bei den Abschriften gegeben haben kann. Letztendlich waren ja wohl die Samuel & König Bücher die Grundlage für den Bericht der Chronik. Da muss also ein Manuskript wohl einen Abschriftfehler haben …

Die Zählung ist Sünde … aber selbst das führt letztendlich zu etwas Gutem … David findet den Platz, auf dem der Tempel erbaut werden wird.

  • Gott agiert halt souverän und wirkt selbst durch Sünden, um das zu vollbringen, was er sich vorgenommen hat.
  • Andererseits sollten wir immer bedenken, dass Sünden ernst zu nehmen sind und oftmals eben auch ernste Konsequenzen haben!

In Kapitel 22, Vers 1 wird der Tempelplatz gefunden.

Der Rest des 1 Chronik-Buchs sind die Vorbereitungen von König David zum Tempelbau. Auch wenn Gott deutlich gemacht hat, dass sein Sohn und nicht er selbst den Tempel bauen soll, wird David aktiv und bereitet den Tempelbau vor. Salomo hat dann die ehrenvolle Aufgabe, Gott den Tempel zu bauen.

Das zweite Buch Samuel endet in Kapitel 24 mit einem kurzen Bericht zu Beginn des Kapitels, der uns zeigt, dass David immer mal wieder ein eher wankelmütiges Gottvertrauen hatte. Hier scheint er eher auf die Größe seiner Truppen zu vertrauen, als auf den mächtigen Herrn.

  • Letztendlich ist das Zählen der Mannstärke gar nicht so anders, wie wenn wir ständig unsere Ersparnisse/Finanzen checken – nicht, um sehen zu können, ob wir uns aktuelle etwas leisten können, sondern aus einem Gefühl heraus, dass wir ständig darauf bedacht sind, wie viel wir haben. Das könnte ein Ausdruck davon sein, dass wir nicht wirklich auf Gottes Versorgung vertrauen. David sündigt, Joab erkennt das sogleich und warnt David, aber dieser setzt die Zählung trotzdem durch.

Als David seine Schuld erkennt und Gad David seine Sühne-Optionen darlegt, wählt David erst Leid für das Volk, anstatt für sich selbst. Das klingt für mich erstmal falsch. Andererseits wählt er etwas, bei dem er das Volk in Gottes Hand gibt und vertraut dabei auf Gottes Barmherzigkeit.

Auf jeden Fall sehen wir, dass David letztendlich auch ganz persönlich Verantwortung übernimmt.

  • Letztendlich erweist sich David so wieder als vorbildlich und das führt dann dazu, dass er den Tempelplatz findet und dort einen Altar errichtet. So sühnt David letztendlich doch noch für Seine Schuld.
  • Lasst uns auch Menschen sein, die sich immer wieder hinterfragen und lasst uns, wenn wir Sünde erkennen, schnell bereit sein, Gott um Vergebung zu bitten.

Psalm 97:

Dieser Psalm ist ein wunderbarer Lobpreis des Herrn. Er wird hier als König der ganzen Schöpfung beschrieben. Dabei beschreibt dieser Psalm den König als sichtbaren Herrscher und letzten Richter. Der Psalmist sieht auf den HERRN nicht mit den Augen, sondern im Glauben und vertraut so auf die Verheißungen Gottes, die Er uns durch sein Wort gegeben hat. Und der Psalmist sieht prophetisch in die Zukunft, denn eines Tages wird Gottes Herrschaft für alle Welt sichtbar werden und ER wird die ganze Schöpfung richten.

  • Das ist gewiss und doch müssen wir noch ausharren und bis dahin im Glauben leben. In seiner großen Liebe hat Gott uns sein Wort gegeben, so dass wir die Zukunft kennen und voller Zuversicht leben können!
  • Und weil wir vergesslich sind und das, was vor Augen ist uns leicht ablenkt, brauchen wir die Erinnerung aus Gottes Wort immer wieder – jeden Tag, so dass wir nicht vom guten Weg abkommen.
  • Ich preise Gott für sein Wort und die großartige Zukunft, die Er Seinen Kindern verheißen hat und auf die dieser Psalm einen Blick wirft.

Psalm 98:

Dieser Psalm wird manchmal als ein Weihnachtspsalm beschrieben, denn hier wird das Kommen des Herrn verkündet (v.9). Das geht einher mit dem Jubel aller Schöpfung und der Ausbreitung des Heils zu aller Welt Enden (v.3f). Andererseits klingt hier auch schon die Rückkehr des Herrn an, wenn er alle Welt richten und sein Volk endgültig erlösen wird.

  • Wir können so oder so auf jeden Fall schon jetzt in diesen Lobgesang mit einstimmen.

Der Herr verdient unser Lob und wir haben jeden Grund uns an IHM zu erfreuen, wenn wir erleben durften wie ER auch in unser Leben gekommen ist.

  • An dieser Freude sollten wir anderen Menschen Anteil geben, indem wir IHN loben … und das nicht nur durch Lieder und in Worten, sondern durch den Lobpreis unseres ganzen Lebens (Röm 12,1) und unser mutiges und frohes Zeugnis. So sind wir dann auch Teil der Erfüllung der wunderbaren Zusage dieses Psalms, denn wir sollen Gottes Boten sein, die seine frohe Kunde aller Welt verkünden (Mt. 28,18ff; Apg 1,8).
  • Ich wünsche uns, dass unsere Herzen immer wieder neu erfüllt werden mit der Freude, die es nur beim Herrn gibt und ich wünsche uns, dass wir dann aus dem Überfluss unseres Herzens unseren HERRN bekennen … in Wort und Tat!

Psalm 99:

In diesem Lobpreispsalm wird der HERR als König Israels und aller Schöpfung gepriesen. Dabei steht in diesem Psalm die Heiligkeit Gottes im Mittelpunkt.

Wir tun gut daran Gottes Heiligkeit zu bedenken, denn das ist ja nicht nur ein Attribut Gottes, es ist etwas dem wir nacheifern sollen, wie es die Bibel sowohl im AT, wie auch im NT lehrt. Weil Gott heilig ist, sollen auch wir heilig sein, denn als Gottes Kinder, sollen wir den Charakter unseres himmlischen Vaters widerspiegeln.

Gottes Heiligkeit zeigt uns aber natürlich auch, dass wir noch nicht heilig sind. Im Sehen auf den heiligen Gott sehen wir auch unsere Sünden. Das mag unangenehm sein, aber es ist auch hilfreich.

  • Zum einen bringt uns das dazu, immer wieder neu unsere Abhängigkeit von Gottes Gnade zu erkennen und so eben immer in enger Abhängigkeit von Gott zu leben.
  • Zum anderen erkennen wir, wo wir Veränderung brauchen und wie wir wirklich sein sollten.

In Vers 8 sehen wir dann etwas, dass für uns widersprüchlich klingen mag. Dort heißt es über Gott „du, Gott, vergabst ihnen und straftest ihr Tun.“
Gottes Vergebung und Sein gerechtes Richten werden hier nicht als Gegenpole beschrieben. Irgendwie kommen Gottes Gnade und Seine Gerechtigkeit zusammen.

  • Und gerade damit weist uns der Psalm auf Jesus hin, der die verdiente Strafe für unsere Sünden auf sich genommen hat und durch den wir gleichzeitig die Vergebung Gottes erfahren dürfen. Das galt auch schon für die Gläubigen im AT, wie uns Röm 3,25-26 lehrt.
  • Und so sehen wir, dass unser heiliger Gott eben auch ein Gott der Gerechtigkeit und Gnade ist. Dieser König verdient unsere Anbetung und unseren Lobpreis!

Wir lesen hier Worte, die David in großer Not betet.
Zu Beginn ist dieser Psalm wohl eher weniger ein direktes Gebet zu Gott als eine an die Leser gerichtete Belehrung. Erst spricht David zu Gott und dann sagt er uns, wie er handelt. Und er stellt sich uns als ein Vorbild vor, dem wir nacheifern sollten.

Und dann sehen wir David im ausdauernden Gebet voller Vertrauen auf Gottes Schutz und Hilfe. Dabei erkennt er an, dass Gott es durchaus zulässt, dass wir Not und Widerstand erleben. Aber er weiß eben auch darum, dass der HERR sein gebet erhören und ihn retten wird.

  • Auch wir sollten beides bedenken.
    • Zum einen lässt der HERR es durchaus zu, dass wir Not und Leid erleben. Wir haben keine Verheißung, dass alles immer nur leicht und froh sein wird.
    • Doch andererseits dürfen auch wir wissen, dass das Böse nicht siegen wird. der Herr wird die Seinen aus aller Not retten.

Dieses sehr lehrreiche Gebet stärkt unser Vertrauen auf den Gott, der zwar Leid zulässt, aber zugleich die Gläubigen bewahrt.

Und diese Erkenntnis rüstet dann auch uns zu, so wie wir es am Ende des Psalms lesen, Gott zu loben und ihm zu danken.

  • Ich möchte auch immer mehr so beten – andauernd, voller Vertrauen und mit viel Lobpreis und Dank.

Kapitel 22 gibt uns einen seltenen Einblick in die Entstehungsgeschichte eines Psalms (Psalm 18). Vieles in diesen Worten Davids klingt so, als ob er hier nur bedingt sich selbst beschreibt und vielmehr vor allem Christus. Gottes Groll im Unwetter (v.8ff) und die Befreiung aus dem Tod (V.6) klingen mehr nach Jesus, als nach David. Vor allem aber erinnert dieses Kapitel uns an Gottes Hilfe und Schutz.

  • Ich wünsche uns, dass wir Gott auch immer wieder so im Blick haben und ihn fröhlich preisen können.

Kapitel 23 ist eine Mischung aus Bericht und Psalm. Hier werden uns Worte Davids in einer Form überliefert, die wir sonst im 2. Samuel nicht wirklich sehen.

  • Interessant ist dabei u.a. Davids Selbsterkenntnis in Vers 2: „Der Geist des HERRN hat durch mich geredet, und sein Wort ist auf meiner Zunge.“
  • Im Gebet in Apg 4 bestätigen die Jünger dieses Verständnis der Worte Davids: „25 du hast durch den heiligen Geist, durch den Mund unseres Vaters David, deines Knechtes, gesagt:“:

Davids letzte Worte sind Worte voller Dankbarkeit und Zuversicht.

  • Möge der Herr uns gnädig sein, so dass auch wir eines Tages mit einer solchen Einstellung sterben können.

Die Helden Davids, von denen wir ab Vers 8 lesen, zeigen uns, dass David umringt von großen Männern war. Wahre Helden bleiben nicht allein. Der mutige Held David, hat andere mutige Helden angezogen und wohl auch durch sein Vorbild erst zu echten Helden gemacht.

  • Ich wünsche mir, dass wir alle eine solche Einstellung entwickeln und danach streben, andere so zu fördern, dass sie ggf mal größere Dinge für Gott tun, als wir selbst.
  • Die echte Prüfung kommt für uns genau dann, wenn wir geringer und andere größer werden. Johannes der Täufer hat diese Prüfung mit Bravour bestanden, Saul ist gescheitert … David blieb letztendlich trotz der Drei und Dreißig unumstritten der König.