Zu Beginn dieses Kapitels sehen wir, dass Markus den Bericht über Jesu Rückkehr in seine Heimatstadt anders einordnet, als Lukas, dessen Bericht aus Lk 4 andeutet, dass dieser Besuch kurz nach dem Beginn seines öffentlichen Wirkens stattfand. Die Menschen in Nazareth haben eine falsche Vorstellung davon, wer Jesus ist. Sie sehen in ihm wahrscheinlich den unehelich gezeugten Sohn der Maria, einen Zimmermann, der natürlich nichts Besonderes ist. Von daher wundern sie sich einfach nur über seine Weisheit, als wirklich auf ihn zu hören.

Letztendlich ist das ein recht typisches Phänomen. So gehen wir doch auch mit Menschen um. Das Bibelwort „der Prophet zählt im eigenen Land nichts“ ist ja gerade deswegen ein bekanntes Zitat.  Und auch im Hinblick auf Jesus ist da Vorsicht geboten. Wenn wir eine falsche Vorstellung von Jesus haben, dann wird er uns ggf enttäuschen oder wir verkennen einfach.

  • Von daher ist es mein Wunsch, dass wir die Evangelien mit offenen Augen und einem offenen Herzen lesen, so dass wir den dreieinigen Gott immer besser kennenlernen können.

Nach seiner Taufe wird Jesus in der Wüste versucht, aber er widersteht. Dann ab Vers 14 oder spätestens ab Vers 16 beginnt der Hauptteil des Evangeliums. Markus zeigt uns Jesus in Aktion. Dabei ist Seine Verkündigung zentral. Diese beginnt mit dem Aufruf: „Tut Busse und glaubt an das Evangelium.“

Diesen Aufruf zur Buße, den Johannes der Täufer vor allem gepredigt hatte, greift Jesus also selbst auf. Und wer verknüpft ihn mit dem Ruf zum Glauben. Wer an Jesus glauben will, ohne komplett umzukehren, erkennt Jesus nicht wirklich. Christ-sein heißt nicht einfach nur zu glauben, dass es Jesus wirklich gab & gibt. Es basiert auf einer völligen Umkehr: Sich von der Sünde abzuwenden und Jesus zuzuwenden, ihm zu vertrauen und ihm nachzufolgen! Nach Johannes zeugt dann auch gleich noch Gott Vater selbst von Seinem ewigen geliebten Sohn.

Und dann ruft er die ersten Jünger in seine Nachfolge … das sind die, die den Ruf zu Buße & Glauben gehört haben.

Der Bericht, den Matthäus am Ende seines 13. Kapitels bringt, kommt in anderen Evangelien deutlich früher. Wie dem auch sei – hier lesen wir dann, wie Jesus in seiner Heimatstadt abgelehnt wird. Matthäus gibt uns nur sehr wenig Info und macht einfach nur deutlich, dass Jesus in Nazareth zum ersten Mal wohl auf breiter Front Ablehnung erfuhr. Bisher waren es ja vor allem die Würdenträger, die ihn ablehnten, während die meisten Menschen gerne auf ihn hörten.

  • Wir sind gut beraten, Jesus und seinen Zeugen – auch wenn wir sie gut kennen und evtl nicht besonders viel von ihnen halten – gut zuzuhören.
  • Ich erlebe das z.B. immer wieder in der Bibelstunde, wenn Redebeiträge mir helfen, den Text, den ich gerade lehre, selber noch besser zu verstehen.

Nach seiner Taufe wird Jesus direkt in die Wüste geführt, wo er 40 Tage bleibt und versucht wird (Kap. 4). Wie schon in Kapitel 2, sehen wir auch hier wieder, wie das Leben Jesus in vielen Dingen die Geschichte Israels wiederholt. Die Geschichte Israels ist dabei ein Schatten des, was Jesus dann in perfekter Form durchleben bzw erfüllen würde.

Letztendlich hilft uns das AT, das Leben Jesu noch besser zu verstehen und vor allem eben auch andersherum. Wer Jesus erkennt, versteht dann das AT eigentlich erst richtig (2. Kor 3,14).

So wie Israel wird auch Jesus in der Wüste versucht. Doch da wo Israel versagte und gegen Gott murrte, widersteht Jesus den Versuchungen Satans und hält ihm Gottes Wort entgegen. Interessant ist, dass Jesus auf Passagen aus dem Bericht aus der Zeit der Wüstenwanderung zurückgreift und uns so den Zusammenhang vor Augen führt.

 

Jesus erweist sich hier als der bessere Israel. Er ist der, der jeder Versuchung widersteht und genau deshalb letztendlich eben auch in der Lage ist, als das heilige und perfekte Opferlamm stellvertretend für Sünder zu sterben und so unsere Schuld auf sich zu nehmen. Wir sehen hier, dass das auch für Jesus nicht einfach war. Er wurde versucht – wie wir – und doch blieb er ohne Sünde (Heb 4,15) und deshalb kann er auch mit uns mitfühlen, die wir selber versucht werden.

 

Jesus wird von Satan höchst persönlich versucht und dieser arbeitet dabei sehr trickreich auch noch mit biblischen Zitaten. Er zitiert Psalm 91 und doch wendet er die Verse entgegen ihrer eigentlich Bedeutung an.
Das gleiche passiert letztendlich eben auch, wenn wir Bibelstellen aus dem Kontext reißen oder missachten, dass der übergeordnete Kontext aller Bibelverse und –abschnitte immer das Evangelium von Jesus Christus ist. Dann kann es passieren, dass wir AT Texte direkt auf uns beziehen und z.B. sehr gesetzlich auslegen, obwohl sie uns eben primär zeigen, dass wir Christus brauchen, der allein alle Gesetze gehalten und alle Zusagen ererbt hat.

 

  • Lasst uns Jesus loben und preisen, der für uns allen Versuchungen widerstanden hat und Satan besiegt hat, so dass wir durch IHN Miterben aller Verheißungen Gottes sein können!

 

Nach zwei Kapiteln, in denen es um Geburt und Kleinkindphase bei Jesus ging und 1,5 Kapiteln, die sich mit der Zeit der unmittelbaren Vorbereitung seines öffentlichen Dienstes durch Taufe und Versuchungszeit, geht es ab Kapitel 4, Vers 12 richtig los.

Irgendwie wirkt es fast so, als würde Matthäus ziemlich mit der Tür ins Haus fallen, denn die Gefangennahme des Johannes war ja bisher nicht erwähnt worden. Es ist aus dem Matthäusevangelium nicht klar, was Jesus evtl bereits in Nazareth getan/gewirkt hat. Der Bericht beginnt mit seiner Rückkehr nach Galiläa. Matthäus erwähnt dies wohl vor allem auch deshalb, weil sich hier wiederum zeigt, wie der Dienst Jesu im AT gegründet ist. Auch dieser Rückzug und der daraus folgende Dienst in Galiläa war schon prophetisch angekündigt wurden. Gott lenkt halt die ganze Geschichte und „Umstände“ sind eben nicht dem Zufall überlassen, sondern fest im Griff des Allmächtigen.

 

Was Jesus vor allem in seinem öffentlichen Wirken tut, ist zu predigen. Er heilt und tut auch andere Wunder, aber das ist alles nur Beiwerk. Seine Hauptaufgabe vor seinem stellvertretenden Sühnetod war, ihnen zu predigen. Das betont ja auch Jesus selbst (Mk 1,38). Matthäus beschreibt die Predigtbotschaft Jesu mit den Worten „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“.

Am Anfang der Predigtbotschaft Jesu steht die unbequeme Wahrheit, dass wir Menschen auf Abwegen sind, wir sind Sünder, die Umkehr brauchen. Genau dazu ruft er mit den Worten „tut Buße“ auf – und greift dabei die Botschaft seines Vorläufers Johannes des Täufers auf. Und dann betont er, dass das „Himmelreich nahe ist“.
Das Himmelreich ist nahe, weil der Herr dieses Reiches – Jesus – nahe ist. Und da wo Jesus als Herr anerkannt wird und man ihm folgt, da ist Himmelreich (oder auch „Reich Gottes“, das ist das Gleiche, aber Matthäus umschreibt in seinem sehr auf Juden ausgerichteten Evangelium fast immer den Gottesnamen, weil das bei Juden so üblich ist.)

Das Reich Gottes kam also mit Jesus und es kam so richtig, als Jesus nach seiner Himmelfahrt Macht, Ehre und Reichtum empfing (siehe dazu die Prophetie bei Daniel 7,14) und es wird in ganzer Fülle kommen, wenn Jesus dieses Reich bei seiner Wiederkehr in aller Pracht und für alle sichtbar aufrichten wird.

Und doch können wir eben schon heute Teil des Himmelreichs sein. Wir Christen haben dort unser Bürgerrecht. Noch leben wir im Exil dieser Welt, aber wir haben schon eine neue Heimat und gehören eben auch schon zu einem neuen Regiment.

 

Jesus beginnt damit, sein Reich zu bauen, in dem er Menschen in seine Nachfolge ruft und so sammelt er die ersten Jünger, die offensichtlich in Jesus eine attraktive Autorität erkennen, so dass sie Alles stehen und liegen lassen, um ihm zu folgen.

Nach dem Johannesprolog lesen wir ab Vers 15 von mehreren Zeugnissen darüber, wer Jesus ist. Johannes der Täufer kommt dabei als erster Zeuge zu Wort. Er verkündet Jesus als das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt. Bei Lukas steht die Erkenntnis, dass Jesus das ein-für-alle-Mal Passalamm ist erst ganz am Ende. Bei Johannes wird diese Aussage gleich an den Anfang gestellt. Die Taufe Jesu wird hier nur aus einer Erzählung des Täufers angekündigt.

Auch zu Beginn des 3. Kapitels sehen wir wieder den guten Historiker Lukas. Er zeigt uns vom AT her, dass Johannes der Täufer der Wegbereiter des Herrn ist. Dabei lässt uns Lukas die klaren und konfrontativen Worte des Johannes hören. Johannes warnt vor einer oberflächlichen Busse, die einhergeht mit dem Vertrauen auf Abstammung aber eben keine gute Frucht bringt.

Die ernsthaft Fragenden lehrt Johannes, dass sie bereit sein sollten, sich um Schwache und Notleidende zu kümmern. Die Leute dachten dann gleich, dass Johannes evtl der Messias sei und wahrscheinlich dachten sie, dass ihre Werke der Weg zum ewigen Leben wären.

Doch das ist nicht der Fall. Er ist der Wegbereiter und seine Botschaft bereitet den Weg … doch es Bedarf nicht nur eines Mannes, der zur Busse ruft und es bedarf mehr, als nur guter Werke. Johannes weiß das und verkündet das Kommen des Retters, der die Heilsbotschaft bringen wird.

  • Auch wir stehen immer wieder in der Gefahr danach zu fragen, was wir tun müssen … Werkegerechtigkeit ist eine starke Tendenz und wir tun gut daran zu erkennen, dass wir viel mehr (und viel weniger) als gute Werke brauchen. Wir brauchen Jesus, der unsere Schuld gesühnt und aller Gerechtigkeit stellvertretend für uns Gläubige Genüge getan hat.

Dann springt Lukas und berichtet, dass Herodes den Johannes verhaften ließ. Das kommt dabei nicht in chronologischer Abfolge, sondern eher thematisch zum Thema „Johannes der Täufer“.

Der Bericht über Jesu Taufe fällt hier sehr kurz aus. Und doch ist er wichtig. Sowohl der Heilige Geist, wie auch Gott der Vater bekennen sich dabei zu Jesus. Das bedeutet natürlich nicht, dass Jesus erst durch die Taufe auch den Heiligen Geist hatte oder erst jetzt der Sohn wurde. Aber die beiden anderen Personen des dreieinigen Gottes bekennen sich nun in einer für uns Menschen wahrnehmbaren Form (sichtbar & hörbar) zu Jesus. Klar ist auch, dass Jesus mit dem Heiligen Geist in besonderer Weise ausgerüstet war, um so dann seinen Dienst zu tun. Das spielt wohl auch deshalb eine Rolle, weil Jesus selbst ja einige seiner göttlichen Attribute bewusst zur Seite gelegt hatte um uns Menschen gleich zu sein.

Das was Gott selbst bei der Taufe über Jesus sagt, kommt dann auch im Stammbaum zum Ausdruck. Er ist Gottes Sohn … so wie zuvor einst in gewisser Adam. Der Stammbaum Jesu ist dabei etwas kompliziert, weil er eben anders ist als der bei Matthäus. Dafür gibt es verschiedene Erklärungsversuche. Lukas hatte ja offensichtlich guten Zugang zu Maria, währen Matthäus seinen Bericht wohl eher auf Josef zurückführt. Es könnte also sein, dass Lukas den leiblichen Stammbaum Jesu gibt.

  • Für uns alle ist aber eine andere Frage viel wichtiger. Gehören wir zu diesem Stammbaum? Sind wir Kinder Gottes und gehören durch Glauben zu Jesus? Wenn wir das sagen können, haben wir jeden Grund, Gott zu preisen!

„Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes.“ … so beginnt das Markusevangelium. Kap 1,1, ist der Anfang und in gewisser Weise ist das ganze Buch erst der Anfang, denn das Evangelium breitet sich ja erst danach noch viel weiter aus.

Uns wird Jesus hier als der Gottes Sohn bezeugt – sowohl in Vers 1, wie dann auch bei seiner Taufe (V.11) durch Johannes den Täufer. Außerdem wird er als der Christus „betitelt“. Dieser Titel stand damals nur dem Kaiser zu und doch hatte jeder Jude die Erwartung, dass ein wahrhaft von Gott-gesalbter kommen sollte, um Gottes Volk zu retten.

  • Markus verkündet hier also gleich zu Beginn, dass Jesus, sowohl der Sohn Gottes, wie auch der verheißene Retter ist.

In Kapitel 3 betritt Johannes der Täufer die Bühne. Er ist der im AT verheißene Wegbereiter des Herrn Jesus. Und so geht er voran und ruft Menschen zur Buße, bevor Jesus seinen öffentlichen Dienst beginnt. Der wesentliche Unterschied der Taufe des Johannes zu unserer Taufe heute ist, dass Johannes eine Buße predigt, die noch nicht unmittelbar zur Nachfolge des Herrn führt, sondern die Menschen „nur“ darauf vorbereitet. Seine Taufe rettet „Scheinheilige“ genauso wenig, wie die Wassertaufe heute irgendjemanden rettet. Was nötig ist, ist wahre Umkehr und die zeigte sich auch schon bei Johannes in der „rechtschaffenen Frucht der Buße“. Diese Buße sollte uns dann dazu führen, uns dem Retter Jesus zuzuwenden. Dabei ist wahre Buße und Glauben etwas, das Gott in Menschen wirken muss.

  • Das ist das Werk des Heiligen Geistes, der Menschen von Sünde überführt, sie zur Buße bringt und in ihnen Glauben weckt.

Die dann ab Vers 13 beschriebene Taufe Jesu ist sicher eine nicht so ganz leicht zu verstehende Begebenheit. Interessant ist, dass Johannes der Täufer offensichtlich weiß, mit wem er es zu tun hat. Natürlich kann das mit dem familiären Hintergrund zu tun haben. Johannes der Täufer und Jesus waren ja verwandt und die Mutter des Johannes wusste ja ganz bestimmt von der Verheißung, die Jesu Mutter, Maria, vom Engel bekommen hatte. Johannes hatte ja angekündigt, dass der dessen Wegebreiter er war, mit dem Heiligen Geist taufen würde. Von daher ist nachvollziehbar, dass er sagt, dass er die Taufe durch Jesus braucht. Und es ist auch richtig, dass Jesus die Taufe des Johannes nicht braucht, denn Jesu bedarf keiner Umkehr. Er allein war immer auf dem rechten Weg. Er brauchte keine Buße – darin ist er anders, als alle anderen Menschen. In seiner Taufe nimmt Jesus für sich NICHT sein „anders sein“ Anspruch, sondern er identifiziert sich voll und ganz mit uns Menschen.

Gott der Vater bezeugt bei dieser Gelegenheit Jesus als seinen „lieben Sohn“. Hier wird nun sichtbar und hörbar, dass sich Gott der Vater vom Himmel zu seinem einen Sohn bekennt und betont, dass ER an IHM Wohlgefallen hat. Und auch die dritte Person des drei-einen Gottes taucht hier sichtbar auf. Der Heilige Geist kommt für alle sichtbar auf Jesus. Nun ist Jesu in besonderer Weise zugerüstet für Seinen Dienst.

So wie Israel geht Jesus also hier durch das Wasser und hat dann eine Begegnung mit Gott.

In den abschließenden Versen von Kapitel 2 lesen wir davon, wie Jesus als 12-jähriger schon voller Weisheit war.

  • Schon jetzt fangen die Menschen an, über ihn zu staunen.

Trotzdem endet der Bericht mit der Aussage, dass Jesus weiter in der Weisheit wuchs. Von daher ist klar, dass Jesus durch einen „normalen“ menschlichen Wachstums- und Reifungsprozess ging. Und mit mehr Selbstständigkeit erweist Jesus auch immer mehr seinen Gehorsam.

Kapitel 2 beginnt mit der Nach-Weihnachtsgeschichte vom Besuch der Weisen aus dem Morgenland. Wie schon in Kapitel 1 sehen wir hier, dass Engel (und Träume) eine zentrale Rolle spielen und von Gott zum Schutz von Jesus und seiner Familie eingegeben werden.

Zum anderen sehen wir hier wiederum einen engen Bezug zum AT. Nachdem in Kapitel 1 die Verbindung von Jesus zu Abraham und David betont wurde, sehen wir hier viele Parallelen zwischen Jesus und Mose.

Der Bericht vom Kindermord durch den Machthaber, aus dem Jesus gerettet wird und auch der Bericht über die Flucht nach Ägypten finden sich nur hier. Lukas erwähnt nach dem Bericht von der Darbringung Jesu im Tempel nur, dass seine Familie letztendlich nach Nazareth zurückkehrte. Für Lukas war die Zeit in Ägypten nicht sonderlich bedeutend, da er nicht speziell für jüdische Leser schreibt. Das ist bei Matthäus anders.

Nach der Flucht nach Ägypten und der Engelsbotschaft, dass nun eine Rückkehr möglich ist, kommt etwas überraschende Zitat aus Hosea 11,1. Hier sehen wir, dass Matthäus die Propheten und letztendlich die ganze Geschichte Israels konsequent im Bezug auf Jesus auslegt. Das scheint die zentrale hermeneutische Methode in der Auslegung des AT zu sein, die uns das NT lehrt und wir tun gut daran dem zu folgen.

Matthäus deutet hier an, dass Jesus der wahre Israel ist. So wie Mose und das Volk lange zuvor, so war auch er durch einen königlich angeordneten Kindermord eine existenzielle Bedrohung. Und wie Israel, so wurde auch Jesus aus Ägypten herausgerufen. Was hier (noch) nicht steht ist, dass ER allein dann aber eben auch das Gesetz Israels erfüllt hat und somit der Erbe der Bundesverheißungen ist. Das wird Jesus dann zu Beginn der Bergpredigt andeuten (Mt 5,17ff).

  • Und weil Jesus der „wahre Israel“ ist, dürfen wir wissen, dass wir – wenn wir durch den Glauben an IHN zu IHM gehören, eben auch Erben der Verheißung sind und somit dem Volk Gottes hinzugetan wurden.